Homöopathie bei Pflanzen ist noch ein nahezu unerforschtes Gebiet.
Im Oktober des letzten Jahres ist ein Buch neu auf den Markt gekommen über die homöopathische Therapie von Pflanzenerkrankungen: "HOMÖOPATHIE FÜR GARTEN UND LANDWIRTSCHAFT" von Vaikunthanath Das Kaviraj.
Der Autor, selbst erfahrener Homöopath, stieß eher zufällig auf die hom. Behandlung von Pflanzen. Er wurde gebeten, Rostpilze von einer Apfelplantage zu behandeln. Die Äpfel zeigten dunkelrote Ringe und erhöhten Wasserbedarf. Die Symptome Rötung mit Durst passten zu Belladonna. Zur Überraschung aller verschwand nach einer Belladonna-Gabe der Rostpilz...und die Äpfel des nächsten Jahres schmeckten besser.
In den folgenden zwölf Jahren betrieb der Autor, angeregt durch dieses Schlüsselerlebnis, intensive Forschung auf diesem Gebiet.
Im Buch geht er auf die hom. Therapie der Pflanzenkrankheiten bei Nährstoffmangel, Schädlings-und Pilzbefall, bei bakteriellen und viralen Erkrankungen und Verletzungen ein.
Als bekennender Homöopathie-Fan hatte ich dieses Buch schon ein halbes Jahr vor Erscheinen bestellt.
Mein erster Versuch galt den Spinnmilben, die sich immer wieder an meinen Indoors laben. Bisher habe ich einmal im Monat mit Neemöl behandelt, das hielt sie einigermaßen in Schach. An einigen Pflanzen, wie z.B. Hibiscus, australischer Flaschenbaum, oder Pfefferbaum habe ich sie aber nie ganz wegbekommen. Vergaß ich einmal die Behandlung vermehrten sie sich recht schnell.
Ich löste also drei Globuli des Pilzes "Bovista"in der Potenz D6 in ca einem Liter Wasser auf und goss alle anfälligen Bäume (auch die Outdoors) im Oktober das erste Mal. Am besten man nimmt destilliertes Wasser, da kalkhaltiges die Wirkung verzögert. Einen Monat später wiederholte ich die Behandlung.
Dann hatte ich ziemlich viel andere Dinge um die Ohren und die Sache rückte in den Hintergrund.
Gestern fiel mir auf, dass mein Hibiskus so voll und gesund aussah und überhaupt keine gelben Blätter hatte, wie sonst immer.Ich holte die Lupe und untersuchte alle Indoors. Ich konnte nirgends auch nur eine einzige Spinnmilbe entdecken- sie waren komplett verschwunden- das hatte ich noch nie.
Bei den Outdoors wird es sich im Laufe des Sommers zeigen. In der Zeit ist der Balkon immer extrem heiß und v.a. die Birken sind immer extrem betroffen.
Dann kann ich auch gleich Cantharis ausprobieren- hilft bei Sonnenbrand.
Auch Arnica und Calendula bei Verletzungen wie Rückschnitt oder Wurzelschnitt beim Umtopfen funktionieren gut. Wobei Arnica niemals auf offene Wunden kommen darf- also bei Wurzelschnitt nur die oberen Pflanzenteile besprühen (geht auch) und bei Rückschnitt der Äste nur gießen.
Ich bin schon total gespannt.....
Liebe Grüße,
Barbara



