Das ist schon ok, Holger und Achim- ich finde das sehr interessant, was sich aus meinem Ursprungspost entwickelt hat.
Zu Avicenna schreibe ich nichts mehr, das ist in meinen Augen nur noch Polemik- außerdem hat Stefan dazu schon alles gesagt...
Yami hat geschrieben:
Natürlich kann es sich jeder aussuchen. Nur bei dem von dir angesprochenen "Darmkrebs" ( hier gibt es ja weit mehr als eine Variation) gibt es im Hinblick auf eine Heilung zur Schulmedizin keine Alternative. Wer das nicht möchte, muss darüber aufgeklärt werden, dass seine Chancen gegen null gehen geheilt zu werden. Beim Pankreaskarzinom ist das z.B. noch schlimmer, weil das meist sehr schnell fortschreitet.
Ich habe nichts gegen alternative Therapien - nur sie sollten sich da befinden und angewandt werden, wo sie auch Sinn machen.
Viele Grüße Martin
Martin,
"Heilung" wird in der Homöopathie anders definiert als in der Schulmedizin. Bei letzterer gilt ja schon die Beseitigung der Symptome, bzw. das Herausschneiden des Tumors mit ein paar Jährchen Symptomenfreiheit als Heilung.Gut, manchmal geht es halt nicht anders, da zu gefährlich, aber Heilung im eigentlichen Sinne ist das nicht. Andreas`(Bock) Ausführungen hierzu finde ich auch höchst interessant.
In der Homöopathie gibt es einen ganzheitlichen Ansatz. Krankheit entsteht, wenn die Lebenskraft gestört ist, durch Ereignisse, die (über längere Zeit) auf den Organismus negativ einwirken, wie z.B. Dauerstress, Tod von geliebten Personen, Mobbing, und viele andere...
Der Organismus erzeugt dann irgendwelche Symptome, die bei fast jedem Menschen anders aussehen- je nach "Schwachstelle". Werden jetzt diese Symptome schulmedizinisch beseitigt (im homöopatischen Sinne unterdrückt), ist damit nicht die Lebenskraft wieder im Lot, sondern sie produziert dann im Laufe der Zeit eben andere Symptome, die dann tiefer gehen. Bei Hauterkrankungen (wie Neurodermitis), die mit Cortison o.ä. "unterdrückt" wurden, entsteht z. B. später oft Asthma
Bei (korrekter) homöopatischer Behandlung des Asthmas kommt dann im Zuge der Heilung die Hauterkrankung wieder, vergeht dann aber nach einer Weile. Sollte sie später nochmals auftreten (bei erneuter Schwächung der Lebenskraft), genügt i.d.R.eine weitere Gabe des Kostitutionsmittels.
Alle "alten" Erkrankungen müssen quasi "aufgearbeitet" werden, von innen nach außen- erst dann tritt Heilung ein.
Die Schulmedizin kann chronische Krankheiten nicht wirklich heilen. Trotzdem gebe ich Dir recht, dass sie unerlässlich ist. Bei Unfällen zum Beispiel, oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, die schnell fortschreiten, möchte ich auch nicht auf die Schulmedizin verzichten.
Aber, ich würde immer begleitend homöopatisch behandeln.
Außerdem...erspart mein Arzt den Krankenkassen jährlich ca 30 000 Euro, weil er vorwiegend homöopathisch arbeitet...
Alles kann die Homöopathie natürlich nicht heilen- was einmal zerstört ist, kann nicht wiederhergestellt werden, Es kann nur etwas, was aus dem Gleichgewicht geraten ist, wieder ins Lot gebracht werden, dabei bekommt der Körper nichts anderes als einen Impuls vom richtig gewählten Mittel- quasi Hilfe zur Selbsthilfe.....
Ulf,
Placebo spielt beim Menschen sicherlich eine Rolle, ich sehe das nicht negativ, im Gegenteil. Aber wie Andreas (Ludwig ) schon fragte:"Wie erklärst Du das einem Baum?
Auch bei den Pferden funktioniert es ohne vermehrte Zuwendung. Das Placebo- Argument greift hier nicht.....
homöopathische Grüße :D
Barbara