Bergi hat geschrieben:Bis etwa D6 (soweit ich das überblicke, bin kein Experte) liegen die Konzentrationen der Stoffe noch im Bereich der "normalen" pharmakologischen Effekte bzw. der Spurenelementversorgung (z.B. bei Arsen) --- allerdings ist - von der eigentlichen Theorie her - doch wohl eher nicht plausibel, dass man bei Pflanzen generell höhere Konzentrationen bzw. niedrigere Potenzen benötigen würde als bei Menschen, oder ---?
Gruß,
Stefan
Hallo Stefan,
die niedrigen Potenzen werden beim Menschen auch oft verwendet, meist bei harmloseren Akutkrankheiten. Sie sind nicht so tiefgreifend wie Hochpotenzen, außerdem wirken sie mehr auf der körperlichen Ebene und halten auch nicht so lange vor wie Hochpotenzen, es sind häufigere Wiederholungen nötig. Sie können auch vom Laien nach Anleitung angewendet werden.
Bei der Verordnung von Hochpotenzen braucht man viel Erfahrung und eine gute Ausbildung. Die gesamte Symptomatik des Patienten, v.a. die Gemütssymptome müssen den Symptomen, die das Mittel hervorruft sehr ähnlich sein, sonst kann man leicht Schaden anrichten.
Bei Pflanzen hat man ja noch nicht allzuviel Erfahrung, da ist man mit den Niedrigpotenzen sicherer unterwegs, sie lassen sich schneller antidotieren, falls sich nach der Gabe Schäden einstellen sollten. Ich glaube, dass sich auch die Wirkung schneller zeigt, als bei Hochpotenzen.
Wer weiß, vielleicht wirken die Mittel ja auch ein bisschen systemisch, da die Pflanze ja den Wirkstoff in sich aufnimmt...???
Letzteres sind aber hauptsächlich Vermutungen meinerseits, ob der Autor das auch so sieht, weiß ich nicht....
holgerb hat geschrieben:
Das würde bedeuten, wenn ich das richtig sehe, daß das dann auch nicht wirklich mehr was mit Homöopathie zu zun hat (bin da nicht so bewandert, aber wenn ein wirkstoff da ist, dann ist er da. So wie ich die Homöopathie verstanden habe geht es aber nicht um Wirkstoffe?)
Gruß
Holger
Hallo Holger,
auch das ist Homöopathie. Ausgangsstoff für das hom.Mittel ist eine Urtinktur oder eine Verreibung einer bestimmten
Pflanze, eines Tieres (z.B. Biene bei Apis), oder eines Minerals. Diese wird potenziert, d.h. verdünnt und geschüttelt. Je öfter dieser Vorgang ausgeführt wird, desto höher die Potenz. Bei den Niedrigpotenzen sind noch Moleküle der Ursubstanz enthalten, bei den höheren Potenzen geht es nur noch um die Information, und so unwahrscheinlich das klingt, letztere wirken viel tiefer und stärker auf den gesamten Organismus ein, einschließlich Gemüt. Eine höhere Konzentration wirkt also schwächer und hauptsächlich auf körperlicher Ebene.
Liebe Grüße,
Barbara