Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Robert S.
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Beitrag von Robert S. »

Hallo Schanananinchen,

ich muss gestehen, damals als Du die ersten Bilder rein gestellt hast, fand ich
das Bäumchen gar nicht so berauschend. Das hat sich aufgrund Deiner bis-
herigen Gestaltungsmaßnahmen gründlich geändert. Ich denke auch, dass
sich die urspünglich angedachte Abmoosaktion nun erübrigt hat. Wenn Du die
Äste in den nächsten Jahren noch ein wenig stärker an den Baum bekommst
wird der immer besser.

*daumen_new*

Servus,
Robert
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Schanananinchen
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Beitrag von Schanananinchen »

Abmoosen ist definitiv nix - no chance, eher geht mir der Baum hops. Aber ich brauche auch nicht abmoosen. Ich habe das Glück, dass der Baum nicht veredelt ist und daher auch keinen "Klopps" am Wurzelansatz gebildet hat. Dafür geht er schön trichterförmig in den Boden.

Das mit dem Laubpolster aufbauen, da bin ich gespannt. Ich meine, er hat dieses Jahr gut zugelegt (musste ja auch zupfen), aber da muss ich schaun wie ich das hinkrieg, da die Muschelzypresse sehr sehr ungern aus dem alten Holz austreibt. Ich versuche daher eine möglichst kompakte Verzweiung über die Muscheln zu erlangen und ich denke das funktioniert, braucht aber ein, zwei Sommer dann bin ich zufrieden.

Stell nachmittags Detailfotos rein, muss jetzt flitzen und zur Arbeit *undwech*
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Schanananinchen
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Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von Schanananinchen »

*updated* *updated* *updated* *updated* *updated* *updated* *updated* *updated* *updated*

Hallo alle zusammen,

wollte euch heute mal ein Update meiner Muschelzypresse zeigen.

Sie sieht in natura m. A. n. sehr gut aus, und die Fotos sind wie immer dürftig. Und das Licht war auch noch nicht so gut.
Auf den Bildern seht ihr sie mit ihrem Wintermantel den sie sich im Sommer zugelegt hat, und wie ich sie still und heimlich im Keller "entblättert" habe.

(Die Schale kommt weg, es gibt bereits eine andere, die wie man mir vorschlug, rustikaler ist und die Stöckelschuhe durch Bergschuhe ersetzt :D )

Kritik und Anregungen sind wie immer erwünscht und erbeten!
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vor der Entblätterung im Winter
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Ansichtsseite heute morgen
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Detail der Formgebung des ersten Hauptastes
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Marc Berenbrinker
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Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von Marc Berenbrinker »

Deine Zypresse hat sich ja wirklich prächtig entwickelt.
Mich würden allerdings die Jins in ihrer aktuellen Stellung stören, da sie sich irgendwie mit den Ästen kreuzen.
Vielleicht sollte man die Jins mit einer Flamme erwärmen und versuchen, sie noch ein wenig nach unten zu neigen. :wink:
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.....viele Grüße,
Marc
jupp

Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von jupp »

Wirklich ein Prachtstück geworden. Muschelzypressen sind nicht mal so häufig in dieser Güte zu finden. *daumen_new* *daumen_new* *daumen_new*
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Schanananinchen
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Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von Schanananinchen »

Ja, mich stören die Jins auch in der Stellung. Aber ich habe so etwas noch nie gemacht, und werde es ohne Hilfe nicht tun. Wenn ich was vermurkse ist die Ausstrahlung lediert. Ich dachte auch schon an heiße Wasserwickel um das Holz biegsam zu machen, wie es in der Stuhlindustrie gemacht wird um das Holz zu biegen.
Vielleicht tut sich mal die Gelegenheit auf, und jemand kann mir dabei helfen denn ich möchte das auch unbedingt ändern??
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MerschelMarco
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Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von MerschelMarco »

Hallo Janina,

für meinen Geschmack braucht die Zypresse die langen Jins nicht. Ich würde sie, abgesehen vom Spitzenjin auf einen kurzen Stummel einkürzen. Jins die in einem Winkel von 45Grad nach oben wegstehen bekommst du ohnehin auch mit Feuer oder heißem Wasser nicht meht glaubwürdig nach unten gebogen.
Hier würde nur ein Trick helfen (umstritten allerdings). Jin absägen, Loch in den Stamm bohren und den Jin im gewünschten Winkel wieder reindübeln (mit etwas wasserfestem Leim). In einer kleinen Nut am Ansatz verwächst sich der enstehende Kallus und das Ding sitzt bombenfest.
Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn ins lebende Gewebe geboht wird, eh klar.

Um die Äste weiter runter zu ziehen würde ich mit Spanndrähten arbeiten. Der Draht dient nur als Korsett. Den Spanndraht dann während der Wachstumszeit etwa alle 14 Tage um ein paar Millimeter nachspannen, so bekommt man auch so starres und doch bruchgefährdetes Holz einer Muschelzypresse gebogen.

Viele Grüße,
Marco
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Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von Schanananinchen »

Hallo Marco,
danke für deine Tipps, ich werde sie überdenken.
Beim ersten Hauptast, bei dem du den Zweig in der Gabelung entfernt hast, denkst du da dran den ganz rauszunehmen? Da du an dessen Stelle einen Grünbereich einfügt hast, ist mir das noch nicht ganz verständlich. Treibt ein solches Gehölz denn ohne Grünwuchs noch aus? Ich habe ihn belassen - dass sieht man wenn man davor steht - wegen der Dimensionalität, d. h. er drückt sich vom Wuchs her eine "halbe" Etage tiefer aus, und sorgt so für mehr Form. Der gesamte Ast wirkt sonst so jung wie bei einer jungen Fichte.
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De Dan
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Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von De Dan »

Hallo,

ich hab ganz was ähnliches bei mr stehen.

Nur ist bei mir noch nicht bis in den letzten Ast gedrahtet.Und weiter nach unten müssen die bei mir auch noch.

Aber es ist schön zu sehen was man aus so einer Muschelzypresse machen kann.

Das Frühjahr kommt ja bald und dann gehts los.

Dafür bräuchte ich dann auch noch ne Schale aber da wirds wohl erst so ne Übergangslösung geben bis ich den Wurzelballen auf so kleines Format bekomme.

Muss man bei dem Keil rausschneiden auf was ganz bestimmtes aufpassen?
sie hat das ja anscheinend gut verkraftet.Wann hast du das gemacht?

Gruß

de Dan
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Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von MaGe »

ich persönlich finde dass die Hinteransicht auch als Vorderansicht gut rüber kommen würde, oder wirkt das jetzt nur auf dem Foto so?
MerschelMarco
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Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von MerschelMarco »

Schanananinchen hat geschrieben: Beim ersten Hauptast, bei dem du den Zweig in der Gabelung entfernt hast, denkst du da dran den ganz rauszunehmen? Da du an dessen Stelle einen Grünbereich einfügt hast, ist mir das noch nicht ganz verständlich. Treibt ein solches Gehölz denn ohne Grünwuchs noch aus? Ich habe ihn belassen - dass sieht man wenn man davor steht - wegen der Dimensionalität, d. h. er drückt sich vom Wuchs her eine "halbe" Etage tiefer aus, und sorgt so für mehr Form. Der gesamte Ast wirkt sonst so jung wie bei einer jungen Fichte.
Auf dem Bild mit dem Blatt drunter sieht es nicht so 3D aus, drum dachte ich mir der könnte evtl. raus. Die Lücke könnte dann mit dem Grün eines darüberliegenden Astes aufgefüllt werden, der da am Bildrand rüberlugt. Einen schlauen Kommentar habe ich nicht dazugeschrieben, weil man das, wie du schon angemerkt hast nur vor Ort wirklich beurteilen kann; soll also nur ein Denkanstoß gewesen sein.

Grüße,
Marco
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Re: Brauche Gestaltungstips bei meinem alten Wacholder

Beitrag von Schanananinchen »

Dennis, einen Keil rausschneiden mache ich meistens im Herbst oder vor ein paar Wochen also Ende Winter. Bis jetzt habe ich das 3x jedes Jahr einmal getan um den doch ziemlich harten und in seiner Form fixierten Ast herunter zudrücken. (Evtl. könnt ihr auf dem ältesten Bild, als noch nicht gestaltet wurde, erkennen, dass der erste Hauptast so ziemlich im 45Grandwinkel nach oben ragte, was mich so reagieren lies.)
Ich schneide also jedes Jahr einen kleinen schmalen Keil vorsichtig aber gezielt fast bis in die Mitte des Astdurchmessers in das Holz, wickle Bast drum rum und drücke es im Korsett mit Spanndrähten nach unten bis Anschlag. Zusätzlich geb ich noch Wundknete auf die Stelle und warte dann ab bis sich der Kallus drum bildet, und die Verbindung wieder voll aufgenommen hat. Ich hatte da noch nie Probleme damit.

Die Hinterseite ist definitiv die Hinterseite. Man könnte da auch gar nichts mehr machen wenn man wollte. Der Baum hat mir seine Form schon so eindeutig wie nur möglich festgelegt.

Wie Marco schon sagte, man muss das in natura sehen, und da erkennt man dann auch die Dreidimensionalität. Übrigens ist das Grün über dem Ast bereits das Grün des oberen Astes das noch im Bild war. Schneide ich den unteren Ast weg, also den der auf dem Bild die Gabel kreuzt, verliere der Baum schon einen guten Teil ausstrahlung.

Ich versuche wenn möglich mit soviel Grün wie möglich zu arbeiten, denn diese Baumart treibt wirklich nicht aus altem Holz aus (zumindest nie bei mir) und bin also bestrebt so viel Dimension wie geht zu erhalten und sinnvoll einzusetzen um Tiefe im Blick des Betrachters hervorzurufen (funktioniert halt nur wenn man davor steht, eh klar.)
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