Melatonin ade, der Frühling kommt, und mit ihm die Freude am Leben.
HORCH,DIE NACHTIGALL
IN DEN BLÜTEN,UND DER FROSCH,
DER IM WASSER QUAKT-
SINGT NICHT JEDES SEINEN SANG,
WIE DER DICHTER SEIN GEDICHT?
...und der Maler sein Bild, der Töpfer seinen Krug? So könnte man das Gedicht eines unbekannten japanischen Künstlers an den Frühling fortsetzen. Dem Sensiblen ist der Frühling in der fließenden Welt von Werden und Vergehen nicht nur ein Fest der Augen. Er ist ihm ein Feuerwerk aller Sinne, das große Symbol des Werdens.
Shunga, auch Frühlingsbilder genannt, sind eine Facette der japanischen Kunst. Sie haben die gleiche Kraft und geheimnisvolle Magie wie zum Beispiel die Teezeremonie, die Gartenkunst, die Gedichte (Haiku, Tanka), und sie werden auch im modernen Japan hochgeschätzt. Frühlingsbilder haben oft eine Doppelbedeutung. Es sind erotische Darstellungen, die in Verbindung mit der großen Naturverehrung eine beschwingte Leichtigkeit ausstrahlen.
Oft wurden aus Shunga kleine erotische Bücher, die man seiner Angebeteten diskret unter das Kopfkissen schob, aber sie waren auch Illustrationen zu verschiedenen Romanen und Theaterstücken.

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Manche Szenen beinhalten karikaturistische Motive. Die Freuden der Liebe sind universal und rund um unseren Planeten haben Künstler sie, in welcher Form auch immer, verhüllt oder unverhüllt, in freier Weise abgebildet.

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