"Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Hallo Herr Pall,
habe ich das richtig verstanden, Ihre letzte aussage gilt auch für birken? würde ich frisch ausgegerabene birken auch in z.B. 100%
maxit pflanzen, wie Sie es eindrucksvoll in ihrem beitrag erde, giessen, dünger erläutert haben? gilt diese " substrat-geschichte " auch für gesammelte bäume?
lg andreas
habe ich das richtig verstanden, Ihre letzte aussage gilt auch für birken? würde ich frisch ausgegerabene birken auch in z.B. 100%
maxit pflanzen, wie Sie es eindrucksvoll in ihrem beitrag erde, giessen, dünger erläutert haben? gilt diese " substrat-geschichte " auch für gesammelte bäume?
lg andreas
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
... eine kleine eigene Erfahrung dazu:
Ostern 08 hatte ich eine schöne dicke kompakte Eiche ausgegraben, ziemlich viel Feinwurzeln dabei. Es war ziemlich kalt, so um die 1-4 Grad, Schneegeriesel. Der Baum hat in Folge nicht mal mehr "Piep" gemacht und war fast der einzige Yamadori, der mir bisher verlustig ging. Ich hätte schwören können, dass ers packt.
Gruß,
Stefan
Ostern 08 hatte ich eine schöne dicke kompakte Eiche ausgegraben, ziemlich viel Feinwurzeln dabei. Es war ziemlich kalt, so um die 1-4 Grad, Schneegeriesel. Der Baum hat in Folge nicht mal mehr "Piep" gemacht und war fast der einzige Yamadori, der mir bisher verlustig ging. Ich hätte schwören können, dass ers packt.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
- Walter Pall
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Ich pflanze alle gesammelten Bäume sofort in modernes Substrat. Und damit folgen alle Massnahmen wie Wässern und Düngen wie beschrieben.ochs hat geschrieben:Hallo Herr Pall,
habe ich das richtig verstanden, Ihre letzte aussage gilt auch für birken? würde ich frisch ausgegerabene birken auch in z.B. 100%
maxit pflanzen, wie Sie es eindrucksvoll in ihrem beitrag erde, giessen, dünger erläutert haben? gilt diese " substrat-geschichte " auch für gesammelte bäume?
lg andreas
Übrigens solle man bei Laubbäume unbedingt 15 bis 20 % groben torf dazu mischen. Bei Birken allemal 20 %.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
- Martin_S
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- Registriert: 05.01.2004, 20:26
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Bergi hat geschrieben:... eine kleine eigene Erfahrung dazu:
Ostern 08 hatte ich eine schöne dicke kompakte Eiche ausgegraben, ziemlich viel Feinwurzeln dabei. Es war ziemlich kalt, so um die 1-4 Grad, Schneegeriesel. Der Baum hat in Folge nicht mal mehr "Piep" gemacht und war fast der einzige Yamadori, der mir bisher verlustig ging. Ich hätte schwören können, dass ers packt.
Gruß,
Stefan
Ostern 2008 war:
23.März (ich liebe das Netz!
Das war dann wohl zu früh
Ich gehe schon seit einigen Jahren mit einer Truppe im Hundsrück ausgraben. Die Touren finden meist Anfang bis Mitte April statt. Hainbuchen, Rotbuchen, Weißdorn und Eichen waren es bislang. Alle (die Summe aller wären so um die 15 - 17 Stück, also nicht wirklich viele ) Bäume die ich ausgegraben habe sind angegangen.
Nun hat man da aber auch folgende Situation:
im Gebiet ist es kühl bis kalt, bei mir um die Jahreszeit aber schon meist zweistellig über Tag und oft auch schon Nachts. UND ich pflanze meine "Beute" eigentlich meistens erst einmal ins Beet....
Pfahlwurzerln kann ich mir nicht leisten, also kamen drei Eichen (mehr habe ich bislang nicht gesammelt und alle kamen von der gleichen Tour) ohne selbige ins Beet. Zwei bei mir, eine beim Ralla. Als ich die damals in meine Karre stopfte, schauten die anderen Kollegen etwas irritiert und meinten eine Eiche darf man nicht ohne Pfahlwuzel bergen. Meine anscheinend schon.
Dann noch was. Was Walter da im Bezug auf das Umtopfen schreibt, könnte ich insofern bestätigen, als das ich das seit Jahren eher früher mache. Ich habe dann meist noch so'n bisschen Resturlaub zu "verbraten" und der wird gemeinhin bis Anfang März bei uns gewährt.
Die Probleme die dann kommen können (wenn ich nicht die nötiuge Zeit habe mein umgetopftes Zeug frostfrei wegzuräumen), eben weil es besser wäre später umzutopfen, sind meist die kleineren Nachtfröste die dann durch aus auch bei mir hier oben auftreten können.
M
Beste Grüße
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
An Flu und alle anderen Interessierten
,
wann der günstigtse Zeitpunkt einer "Eichenbergung" sein sollte und auch die Zeitpunkte für Lärchen , Wacholder, Buchen etc. ist mir wunderbar klar geworden. Danke nochmal dafür.
Was mir jedoch die ganzen Tage durch den Kopf ging, ist die Diskussion über die Speicherfunktion" der Pfahlwurzel bei der Eiche. Martin hat eine solche Diskussion, die offensichtlich bei vielen Yamadoristas kursiert, ja auch noch einmal beschrieben. Meine Gedanken dazu hab ich einmal mit meinem Freund Clemens, dem Förster, ventiliert und wir kamen im Folgenden zu dem Ergebnis:
- Die Pfahlwurzel bei der Eiche hat die vorrangie Funktion der Befestigung und vor allem des Wassertransports. Ihr kommt keine Speicherfunktion zu wie etwa bei der Möhre oder dem Rettich.
- Die Speicherfunktion wird von allen lebenden Zellen durchgeführt. Dies geschieht durch Einlagerungen von Zuckern, Mineralsalzen, Spurenelementen und all denjenigen Stoffen, die für die Vorbereitung und Durchführung eines Austriebes im Frühjahr benötigt werden. Im Winter haben diese eingelagerten Stoffe die Funktion eines "Frostschutzmittels", damit in den Zellen bei Frost nicht das in ihnen enthaltene Wasser gefriert und die Zellen dadurch Schaden nehmen.
- Im Frühjahr werden diese von jeder einzelnen Zelle gespeicherten Reserven anforderungsnah, das heißt, vermehrt an die den Zellen nahegelegenen Orte des Austriebes transportiert. Die Betonung liegt hier auf dem Begriff anforderungsnah, also in der Nähe einer Knospe für Blüte oder Blatt, in der Nähe der sich im erhöhten Stoffwechsel befindlichen, neu teilenden Zellen also auch in der Nähe der sich neu zu bildenden Haarwurzeln.
- Genau das was oberirdisch geschieht, geschieht auch in den unterirdischen Anteilen. Also Speicherung, verbrauchsnah.
- Die Pflanze transportiert ihre Assimilate ( das was sie über die Blätter aufbaut, von den Blättern in Richtung Wurzeln über Leitungsbahnen. Diese befinden sich im Bastteil und werden Phloem genannt ... Einbahnstraße !!! . Also von oben nach unten ... vom Blatt in Richtung Wurzel !
- Die Pflanze transportiert Wasser, Mineralsalze und Spurenelemente von den Wurzeln in Richtung der Verbrauchsorte , sprich meist Blätter, an denen es den Transport von Stoffen vermittelt und beteiligt ist Stoffwechselprozesse ablaufen zu lassen. Die Leitungsbahnen befinden sich im Holzteil, dem sog. Xylem. Also von unten nach oben ... Einbahnstraße !!!Transport von Wasser von den Wurzeln zu den Verbrauchsorten Blätter!
Gedanke und logischer Schluss :
Welchen Sinn machte es für eine Pflanze dieser Größenordnung (Eiche), zum Ende des Herbstes Assimilatvorräte extra in die Pfahlwurzel zu transportieren ( unter Energieaufwand) um sie dann, nach entsprechender Stimmulation über Temperatur oder Tageslichtlänge, wieder unter Energieaufwand von den tief gelegenen Pfahlwurzeln bis in die Knospen zu transportieren ?.
Keinen ... es wäre eine unnütze Energieverschwendung ohne ersichtliche Vorteile für die Pflanze. Und sowas macht die Natur einfach nicht.
Weitere Beobachtung dazu:
Viele schneiden im späten Winter Baumzweige und stellen sie in Vasen. Diese reagieren durch die Temperaturerhöhung mit Blüte oder sogar mit Blattknospenöffnung, Blattbildung und Sprossentwicklung. All dies ohne jegliche Wurzeln und den angeblich in ihnen vorrätig vorhandenen Speicherstoffen. Die Speicherung verlief also verbrauchsortnah ... oder ?
Ebenso geschieht dies auch in der Natur bei der Eiche, deren Pfahlwurzel lediglich, den Transport von Wasser hat und zwar über das Xylem, von unten nach oben.
Schlussfolgerung : Das Entfernen der Pfahlwurzel stellt lediglich bezogen auf den Wassertransport eine einschränkende Komponente dar, nicht aber bezogen auf die Nährstoffversorgung über Speicherreserven.
Schafft man es über die Wahl des richtigen Zeitpunktes der Durchtrennung der Pfahlwurzel ( also nie vor April !!!) durch Maßnahmen wie großzügiges Unterlegen von Sphagnumpolstern unter und um die Pfahlwurzelschnittstelle eine kontinuierliche Befeuchtung zu gewährleisten ( Sphagnum reagiert beim Gießen wie ein natürlicher Schwamm und enthält viele Wachstumshormone) und sind die restlichen, oberflächlichen Wurzeln gut in der Anwachsphase mit Wasser versorgt, Verringern sich um ein Vielfaches die Ersten Hürden fürs Überleben der Eiche.
So, ich hoffe das war nicht zu ausschweifend ( betrachtet es nur als akademischen Beitrag), aber es lag es mir doch ständig in Sinn
die Geschichte mit der Speicherfunktin der Pfahlwurzel aus dem Weg zu räumen.
saludos
avicenna
wann der günstigtse Zeitpunkt einer "Eichenbergung" sein sollte und auch die Zeitpunkte für Lärchen , Wacholder, Buchen etc. ist mir wunderbar klar geworden. Danke nochmal dafür.
Was mir jedoch die ganzen Tage durch den Kopf ging, ist die Diskussion über die Speicherfunktion" der Pfahlwurzel bei der Eiche. Martin hat eine solche Diskussion, die offensichtlich bei vielen Yamadoristas kursiert, ja auch noch einmal beschrieben. Meine Gedanken dazu hab ich einmal mit meinem Freund Clemens, dem Förster, ventiliert und wir kamen im Folgenden zu dem Ergebnis:
- Die Pfahlwurzel bei der Eiche hat die vorrangie Funktion der Befestigung und vor allem des Wassertransports. Ihr kommt keine Speicherfunktion zu wie etwa bei der Möhre oder dem Rettich.
- Die Speicherfunktion wird von allen lebenden Zellen durchgeführt. Dies geschieht durch Einlagerungen von Zuckern, Mineralsalzen, Spurenelementen und all denjenigen Stoffen, die für die Vorbereitung und Durchführung eines Austriebes im Frühjahr benötigt werden. Im Winter haben diese eingelagerten Stoffe die Funktion eines "Frostschutzmittels", damit in den Zellen bei Frost nicht das in ihnen enthaltene Wasser gefriert und die Zellen dadurch Schaden nehmen.
- Im Frühjahr werden diese von jeder einzelnen Zelle gespeicherten Reserven anforderungsnah, das heißt, vermehrt an die den Zellen nahegelegenen Orte des Austriebes transportiert. Die Betonung liegt hier auf dem Begriff anforderungsnah, also in der Nähe einer Knospe für Blüte oder Blatt, in der Nähe der sich im erhöhten Stoffwechsel befindlichen, neu teilenden Zellen also auch in der Nähe der sich neu zu bildenden Haarwurzeln.
- Genau das was oberirdisch geschieht, geschieht auch in den unterirdischen Anteilen. Also Speicherung, verbrauchsnah.
- Die Pflanze transportiert ihre Assimilate ( das was sie über die Blätter aufbaut, von den Blättern in Richtung Wurzeln über Leitungsbahnen. Diese befinden sich im Bastteil und werden Phloem genannt ... Einbahnstraße !!! . Also von oben nach unten ... vom Blatt in Richtung Wurzel !
- Die Pflanze transportiert Wasser, Mineralsalze und Spurenelemente von den Wurzeln in Richtung der Verbrauchsorte , sprich meist Blätter, an denen es den Transport von Stoffen vermittelt und beteiligt ist Stoffwechselprozesse ablaufen zu lassen. Die Leitungsbahnen befinden sich im Holzteil, dem sog. Xylem. Also von unten nach oben ... Einbahnstraße !!!Transport von Wasser von den Wurzeln zu den Verbrauchsorten Blätter!
Gedanke und logischer Schluss :
Welchen Sinn machte es für eine Pflanze dieser Größenordnung (Eiche), zum Ende des Herbstes Assimilatvorräte extra in die Pfahlwurzel zu transportieren ( unter Energieaufwand) um sie dann, nach entsprechender Stimmulation über Temperatur oder Tageslichtlänge, wieder unter Energieaufwand von den tief gelegenen Pfahlwurzeln bis in die Knospen zu transportieren ?.
Keinen ... es wäre eine unnütze Energieverschwendung ohne ersichtliche Vorteile für die Pflanze. Und sowas macht die Natur einfach nicht.
Weitere Beobachtung dazu:
Viele schneiden im späten Winter Baumzweige und stellen sie in Vasen. Diese reagieren durch die Temperaturerhöhung mit Blüte oder sogar mit Blattknospenöffnung, Blattbildung und Sprossentwicklung. All dies ohne jegliche Wurzeln und den angeblich in ihnen vorrätig vorhandenen Speicherstoffen. Die Speicherung verlief also verbrauchsortnah ... oder ?
Ebenso geschieht dies auch in der Natur bei der Eiche, deren Pfahlwurzel lediglich, den Transport von Wasser hat und zwar über das Xylem, von unten nach oben.
Schlussfolgerung : Das Entfernen der Pfahlwurzel stellt lediglich bezogen auf den Wassertransport eine einschränkende Komponente dar, nicht aber bezogen auf die Nährstoffversorgung über Speicherreserven.
Schafft man es über die Wahl des richtigen Zeitpunktes der Durchtrennung der Pfahlwurzel ( also nie vor April !!!) durch Maßnahmen wie großzügiges Unterlegen von Sphagnumpolstern unter und um die Pfahlwurzelschnittstelle eine kontinuierliche Befeuchtung zu gewährleisten ( Sphagnum reagiert beim Gießen wie ein natürlicher Schwamm und enthält viele Wachstumshormone) und sind die restlichen, oberflächlichen Wurzeln gut in der Anwachsphase mit Wasser versorgt, Verringern sich um ein Vielfaches die Ersten Hürden fürs Überleben der Eiche.
So, ich hoffe das war nicht zu ausschweifend ( betrachtet es nur als akademischen Beitrag), aber es lag es mir doch ständig in Sinn
saludos
avicenna
Zuletzt geändert von avicenna am 23.01.2010, 13:49, insgesamt 5-mal geändert.
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Hallo Dietmar und alle anderen Beteiligten,
ich muss Euch mal kräftig loben, das ist ein unheimlich interessanter Thread geworden, mit vielen lehrreichen Informationen! Danke dafür! :D
Liebe Grüße,
Heike
ich muss Euch mal kräftig loben, das ist ein unheimlich interessanter Thread geworden, mit vielen lehrreichen Informationen! Danke dafür! :D
Liebe Grüße,
Heike
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Hallo avicenna,avicenna hat geschrieben: Gedanke und logischer Schluss :
Welchen Sinn machte es für eine Pflanze dieser Größenordnung (Eiche), zum Ende des Herbstes Assimilatvorräte extra in die Pfahlwurzel zu transportieren ( unter Energieaufwand) um sie dann, nach entsprechender Stimmulation über Temeperatur oder Tageslichtlänge, wieder unter Energieaufwand von den tief gelegenen Pfahlwurzeln bis in die Knospen zu transportieren ?.
Keinen ... es wäre eine unnütze Energieverschwendung ohne ersichtlichen Vorteile für die Pflanze. Und sowas macht die Natur einfach nicht.
Weitere Beobachtung dazu: Viele schneiden im späten Winter Baumzweige und stellen sie in Vasen. Diese reagieren durch die Temperaturerhöhung mit Blüte oder sogar mit Blattknospenöffnung, Blattbildung und Sprossentwicklung. All dies ohne jegliche Wurzeln und den angeblich in ihnen vorrätig vorhandenen Speicherstoffen.
volle Unterstützung meinerseits!
Ich konnte bisher keine Unterschiede in der Anwachsrate feststellen zwischen im Spätherbst oder Winter ausgegrabenen und 'korrekt' im Frühjahr ausgegrabenen feststellen. Allerdings wohne ich auch im klimabegünstigten Rheintal.
Mein Schluss: wenn andere da andere Erfahrungen machen, liegt es wohl ausschließlich an der Schadwirkung wirklich strenger Winterfröste, oder an Spätfrösten!
Gruß
Harald
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Vielen Dank Heike
An Harry,
so ähnlich würde ich das auch sehen wollen Harry. Eichen scheinen, und Walter hat es nochmal betont, sehr labil auf Fröste in der Austriebsphase zu reagieren. Dies scheint sicher mit ein Grund dafür sein, dass sie evolutionär bedingt durch einen recht späten Austrieb auf diesen Umstand reagiert. Sie hat weiter deutliche Zeichen dafür, dass die Evolution hier voll mitspielt.
Die Eiche ist derjenige Baum, der die größte Vielfalt an ökologischen Beziehungsgefügen in sich birgt, ... soll heißen ... vielen dient er als Nahrungsquelle etc. Auch für den berüchtigten Mehltau.
Sie reagiert darauf mit einem 3 maligen Austrieb ! im Jahr. Und das ist sehr beachtlich wie ich finde. Das entspricht ca. einem Austrieb in 2 Monaten.
Für die Betrachtung eines Astaufbaus beim Bonsai kann man hier dies sehr gut anwenden. Lässt man ihr all diese Austriebe bei gesundem Wachstum, kann sie innerhalb eines Jahres zu bleistiftdicken, neuen Ästen kommen. Und das kann einen Neuaufbau immens beschleunigen.
saludos
avicenna
An Harry,
so ähnlich würde ich das auch sehen wollen Harry. Eichen scheinen, und Walter hat es nochmal betont, sehr labil auf Fröste in der Austriebsphase zu reagieren. Dies scheint sicher mit ein Grund dafür sein, dass sie evolutionär bedingt durch einen recht späten Austrieb auf diesen Umstand reagiert. Sie hat weiter deutliche Zeichen dafür, dass die Evolution hier voll mitspielt.
Die Eiche ist derjenige Baum, der die größte Vielfalt an ökologischen Beziehungsgefügen in sich birgt, ... soll heißen ... vielen dient er als Nahrungsquelle etc. Auch für den berüchtigten Mehltau.
Sie reagiert darauf mit einem 3 maligen Austrieb ! im Jahr. Und das ist sehr beachtlich wie ich finde. Das entspricht ca. einem Austrieb in 2 Monaten.
Für die Betrachtung eines Astaufbaus beim Bonsai kann man hier dies sehr gut anwenden. Lässt man ihr all diese Austriebe bei gesundem Wachstum, kann sie innerhalb eines Jahres zu bleistiftdicken, neuen Ästen kommen. Und das kann einen Neuaufbau immens beschleunigen.
saludos
avicenna
Zuletzt geändert von avicenna am 23.01.2010, 00:30, insgesamt 2-mal geändert.
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
wirklich ein recht informativer thread. kann man sich einiges an positiven dingen mitnehmen. insofern danke.
(mir wäre es allerdings viel zu kalt um diese jahreszeit, als daß ich da irgendwie auf die idee kommen würde irgendwo bäume auszugraben. gott bewahre! selbst wenn ich ihn unbedingt haben wöllte und irgendein fremder aber auch genau an dem tag die säge ansetzt, wo ich in voller yamadorimontur rein zufällig da vorbeilaufe. es gibt aber auch zufälle im leben, echt erstaunlich.
)
zum baum selbst kann man letztlich nicht wirklich viel sagen. das wird eine erhebliche zeit in anspruch nehmen, denke ich mal. mir wäre so etwas viel zu aufwendig. und nur wegen dem stamm? naja, ich weiß nicht recht. mir würde da noch etwas fehlen.
aber in 20, 25 jahren kann da auch noch viel passieren.
gruß marius
(mir wäre es allerdings viel zu kalt um diese jahreszeit, als daß ich da irgendwie auf die idee kommen würde irgendwo bäume auszugraben. gott bewahre! selbst wenn ich ihn unbedingt haben wöllte und irgendein fremder aber auch genau an dem tag die säge ansetzt, wo ich in voller yamadorimontur rein zufällig da vorbeilaufe. es gibt aber auch zufälle im leben, echt erstaunlich.
zum baum selbst kann man letztlich nicht wirklich viel sagen. das wird eine erhebliche zeit in anspruch nehmen, denke ich mal. mir wäre so etwas viel zu aufwendig. und nur wegen dem stamm? naja, ich weiß nicht recht. mir würde da noch etwas fehlen.
aber in 20, 25 jahren kann da auch noch viel passieren.
gruß marius
- MartinRedlich
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Zuletzt geändert von MartinRedlich am 30.03.2026, 19:16, insgesamt 1-mal geändert.
Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Hallo,
Die von der Pflanze produzierten Assimilate werden hauptsächlich in Parenchymen eingelagert. Diese Parenchyme kommen in allen Pflanzenteilen vor z. B. in Früchten. Im Holz kann man solche Parenchymbereiche als Markstrahlen erkennen. Nach meiner Erfahrung befinden sich in den Wurzel eine viel dichtere Anzahl an solchen Parenchybereichen, sodass es auf jedenfall Einfluß auf das oberirdische Wachstum hat, ob ein Baum seiner Wurzeln beraubt wird oder nicht und vor allem wann. Das mit dem "anforderungsnah kann schon sein, aber der Nachschub fehlt dann trotzdem. Grüße roy
Die von der Pflanze produzierten Assimilate werden hauptsächlich in Parenchymen eingelagert. Diese Parenchyme kommen in allen Pflanzenteilen vor z. B. in Früchten. Im Holz kann man solche Parenchymbereiche als Markstrahlen erkennen. Nach meiner Erfahrung befinden sich in den Wurzel eine viel dichtere Anzahl an solchen Parenchybereichen, sodass es auf jedenfall Einfluß auf das oberirdische Wachstum hat, ob ein Baum seiner Wurzeln beraubt wird oder nicht und vor allem wann. Das mit dem "anforderungsnah kann schon sein, aber der Nachschub fehlt dann trotzdem. Grüße roy
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
An Marius,
Du ich hab meine Yamadoriutensilien immer im Auto, man kann ja nie wissen. Und da ergeben sich eben solche Zufälle, iss wirklich so :D
saludos
An Martin,
Knospenschwellung heißt ... da ist ein Point of no return erreicht und es läuft ein Programm ab. Die Geschwindigkeit ist von einigen Faktoren abhängig, kann aber nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Als ich gestern mit meinem Spezie und Anne über all das diskutierte, fiel mir ein schönes Bild ein.
Vergleichen wir doch den Start eines Baumes in das Frühjahr mit dem Anwerfen einer großen Dampfmaschine, deren großes Schwungrad erst in Gang gebracht werden muss, damit ohne all zu viel Energieaufwand der Motor später rund laufen kann.
Ist es der Baum, hier die Eiche, gewohnt unter voller Energieversorgung und Wasserversorgung (der "Choke" wird gezogen) den Motor an zu werfen ( Knospenschwellung), läuft alles rund und der Motor bewegt die Schwungscheibe.
Warten wir beim Yamadori nicht bis zu diesem Zeitpunkt (NIE VOR APRIL !!!), verhindern wir, dass der Baum seinen eigenen "Choke" nicht voll durchziehen kann, weil die Wasserversorgung zu einem wesentlichen Punkt reduziert ist ( die Pfahlwurzel fehlt, die Zuleitung beim Choke ist ein wenig verstopft ). Folge, der Start verläuft ruckelnd und die Schwungscheibe hat es schwerer in die ersten Drehungen zu gelangen.
Warten wir (NIE VOR APRIL !!!) lang genug, hat der Baum die Schwungscheibe schon bewegt und wir können auf die Trägheit hoffen und die Schwungscheibe hilft uns über die ersten "Ruckleien" besser hinweg. :D . Ich denke dieses Bild ist hilfreich für das Verständnis, das gerade bei Eichen erst das Schwungrad angedreht sein sollte, um dann den laufenden Motor übernehmen zu können.
Bei den Koniferen läuft dieses Schwungrad immer durch, nur eben sehr langsam während der Wintermonate, aber wenn es wärmer wird, läuft es eben schneller und konitnuierlicher. Sie machen ständig temperaturabhängig Stoffwechselprozesse.
saludos
avicenna
Du ich hab meine Yamadoriutensilien immer im Auto, man kann ja nie wissen. Und da ergeben sich eben solche Zufälle, iss wirklich so :D
saludos
An Martin,
Knospenschwellung heißt ... da ist ein Point of no return erreicht und es läuft ein Programm ab. Die Geschwindigkeit ist von einigen Faktoren abhängig, kann aber nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Als ich gestern mit meinem Spezie und Anne über all das diskutierte, fiel mir ein schönes Bild ein.
Vergleichen wir doch den Start eines Baumes in das Frühjahr mit dem Anwerfen einer großen Dampfmaschine, deren großes Schwungrad erst in Gang gebracht werden muss, damit ohne all zu viel Energieaufwand der Motor später rund laufen kann.
Ist es der Baum, hier die Eiche, gewohnt unter voller Energieversorgung und Wasserversorgung (der "Choke" wird gezogen) den Motor an zu werfen ( Knospenschwellung), läuft alles rund und der Motor bewegt die Schwungscheibe.
Warten wir beim Yamadori nicht bis zu diesem Zeitpunkt (NIE VOR APRIL !!!), verhindern wir, dass der Baum seinen eigenen "Choke" nicht voll durchziehen kann, weil die Wasserversorgung zu einem wesentlichen Punkt reduziert ist ( die Pfahlwurzel fehlt, die Zuleitung beim Choke ist ein wenig verstopft ). Folge, der Start verläuft ruckelnd und die Schwungscheibe hat es schwerer in die ersten Drehungen zu gelangen.
Warten wir (NIE VOR APRIL !!!) lang genug, hat der Baum die Schwungscheibe schon bewegt und wir können auf die Trägheit hoffen und die Schwungscheibe hilft uns über die ersten "Ruckleien" besser hinweg. :D . Ich denke dieses Bild ist hilfreich für das Verständnis, das gerade bei Eichen erst das Schwungrad angedreht sein sollte, um dann den laufenden Motor übernehmen zu können.
Bei den Koniferen läuft dieses Schwungrad immer durch, nur eben sehr langsam während der Wintermonate, aber wenn es wärmer wird, läuft es eben schneller und konitnuierlicher. Sie machen ständig temperaturabhängig Stoffwechselprozesse.
saludos
avicenna
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
hallo roy,
ja sicher ... aber es ging dabei ganz speziell um die Pfahlwurzel bei der Eiche. Die Wurzeln sind natürlich und selbstverständlich wichtig , für die Wasserversorgung, den Mineralstoffnachschub, die Spurenelemente usw. Aber nicht so wesentlich für die Speicherung von Reservestoffen. Wenn dort Reserven eingelagert werden, werden sie auch anforderungsnah dort gelagert und verbraucht.Wenn dort , im Wurzelbereich viele Reservestoffe sind macht das Sinn, weil dort schon vor dem Austrieb neue Wurzeln für den guten Start und die Versorgung arbeiten. So meinte ich das...
saludos
avicenna
ja sicher ... aber es ging dabei ganz speziell um die Pfahlwurzel bei der Eiche. Die Wurzeln sind natürlich und selbstverständlich wichtig , für die Wasserversorgung, den Mineralstoffnachschub, die Spurenelemente usw. Aber nicht so wesentlich für die Speicherung von Reservestoffen. Wenn dort Reserven eingelagert werden, werden sie auch anforderungsnah dort gelagert und verbraucht.Wenn dort , im Wurzelbereich viele Reservestoffe sind macht das Sinn, weil dort schon vor dem Austrieb neue Wurzeln für den guten Start und die Versorgung arbeiten. So meinte ich das...
saludos
avicenna
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Hi!
Gibts auch ein update?
Wie gehts denn deiner Eiche jetzt?
gruß Marc
Gibts auch ein update?
Wie gehts denn deiner Eiche jetzt?
gruß Marc
Gruß Marc
Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori
Genau die beiden beschriebenen Baumarten - Eiche und Buche - machten auch bei mir die einzigen Ausfälle nach dem Ausgraben und dem darauffolgenden Jahr. Nun weiß ich auch endlich warum.
Danke Walter und allen anderen - genau wegen solchen Beiträgen liebe ich dieses Forum...
Danke Walter und allen anderen - genau wegen solchen Beiträgen liebe ich dieses Forum...
Sich von Konsumgeilheit und Medialer Dauerbeschallung verführen zu lassen, liegt in den eigenen Händen, wer mitmacht, PECH GEHABT !!!
