Walter Pall hat geschrieben:Kastaniengeheimnis: Kastaninenknospen bildnen erst einmal zwei gegenständige sehr kleine Blätter. Dann wächst der Trieb, das zweite Blattpaar ist bereits deutlich grösser. Das dritte Paar ist schon richtig gross. Danach wird das Blatt fast so gross wie ein Bonsai. Man lässt den Baum erst einmal drei Wochen oder so wachsen. Dann werden alle Blätter bis auf die ersten zwei abgenommen. Das Ergebnis ist ein Kastaniernbonsai mit erstaunlich kurzen Blättern.
A-ha! Danke für den Tipp, großer Meister!
Eine Nachfrage: woanders habe ich gelesen, dass man die Triebe pinzieren sollte, damit sie nicht zu lang werden. Da nimmt man ja eben die Spitzenblätter weg und lässt die anderen dran. Du machst es hier umgekehrt, lässt nach 3 Wochen Wachstum die Spitzen stehen und nimmst die weiteren weg
Deswegen frag ich jetzt mal so: ist das für speziell kleine Blätter als Vorbereitung fürs Ausstellen? Bei einem "fertigen" Baum, während man die andere Methode bei "Auszubildenden" nimmt?
Edit: Da der Thread abgetrennt wurde, habe ich das Zitat vervollständigt.
Zuletzt geändert von MarionS am 21.05.2010, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.
Ich mache das bei allen Laubbäumen immer so. Ich pinziere NIE. Aber ich habe weit über 100 sehr dichte Bäume, bei denen viele sagen 'wow! Was man für dichte Kronen mit Pinzieren errreichen kann!'
Das erspart mir viele tausend Stunden und tut den Bäume sehr gut.
Wieder ein Bonsaimythos geknackt.
Anhang: beide noch NIE pinziert in den letzten zwanzig Jahren.
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Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
am Dreispitzer zwangshalber, weil der fast vier Wochen in der Halle war und dann einen totalen Sonnenbrand bekam als er wieder in Freiheit war. Dem Fächerahorn steht das noch bevor, der ist jetzt in der Halle.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
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Danke für die rasche Antwort!
Ich dachte "Wow! Früh dran der Walter." aber solche besonderen Ausstellungen erfordern sicherlich auch besondere Maßnahmen.
M
Walter Pall hat geschrieben:Kastaniengeheimnis:...
A-ha! Danke für den Tipp, großer Meister!
Eine Nachfrage: woanders habe ich gelesen, dass man die Triebe pinzieren sollte, damit sie nicht zu lang werden. Da nimmt man ja eben die Spitzenblätter weg und lässt die anderen dran. Du machst es hier umgekehrt, lässt nach 3 Wochen Wachstum die Spitzen stehen und nimmst die weiteren weg
Deswegen frag ich jetzt mal so: ist das für speziell kleine Blätter als Vorbereitung fürs Ausstellen? Bei einem "fertigen" Baum, während man die andere Methode bei "Auszubildenden" nimmt?
er lässt nicht die blätter an der spitze dran, sondern er lässt den trieb erst mal wachsen, und schneidet ihn dann auf das erste blattpaar zurück. aber er lässt den trieben eben erst mal wachsen, und knipst nicht sofort beim neuaustrieb alles runter. jedenfalls, wenn ich es richtig verstanden habe.
Philo Dendron hat geschrieben:er lässt nicht die blätter an der spitze dran, sondern er lässt den trieb erst mal wachsen, und schneidet ihn dann auf das erste blattpaar zurück. aber er lässt den trieben eben erst mal wachsen, und knipst nicht sofort beim neuaustrieb alles runter. jedenfalls, wenn ich es richtig verstanden habe.
Weder noch. Beide Schnitte sind falsch. Das kommt darauf an, was man will. Beide LInien sind NICHT im Neuaustrieb, sondern im Altholz. Das ist hier nicht gemeint. Dort wo der Stengel noch grün ist, wird zurückgeschnitten. Entweder auf ein Paar bei gegenständig wachsenden oder nach dem zweiten Blatt bei wechselständig wachsenden Laubbäumen.
Bitte noch einmal die Schnitte, damit wir sehen,ob es verstanden ist.
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Zuletzt geändert von Walter Pall am 21.05.2010, 21:57, insgesamt 5-mal geändert.
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Übrigens ist es in beiden Fällen, bei der Erle und bei dem Ahorn eher zu früh für meinen Geschmack. Ganz früh ist ja gleich 'Pinzieren', das ich ja vermeiden will. Ich warte da eher noch bis die Triebe ganz schön lang sind. Wenn der Baum kaum mehr genug Wasser bekommt, wenn es etwas wärmer wird, dann ist es Zeit, das Baumungetüm zu zähmen und Alles zurückzuschneiden. Bei ganz kräftigen Bäumen kann man dann in einem Aufwasch gleich auch noch die Blätter abschneiden, also einen Blattschnitt machen.
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