Herrjeh - einmal mehr so eine Frage: «Soll man, kann man, darf man, ist es geeignet oder nicht?». Werde ich nie verstehen, da es ein Mangel an Gefühl für das Angemessene ist, absolute Fragen zu stellen. Geeignet wann, wofür, in welchem Mass - das ist die Frage.
Natürlich ist es geeignet (Heike - mein Moor beinhaltet auch Sagina, es wäre ohne gar nicht recht denkbar). Es ist allerdings eine Illusion zu glauben, das sei und bleibe dann schön, Ende. Tut es nicht. Es wird wuchern, völlig klar. Ist man sich nicht zu schade, so eine Landschaft mindestens einmal wöchentlich etwas durchzuarbeiten (also etwa der gleiche Aufwand wie mancher Baum auch), wird man belohnt. Andernfalls übel bestraft durch grüne Monsterwuschel.
Darum nochmals: Wunderbare Substanz für Penjin-Freaks und «Landscaper», mistiges Ärgernis für anständige Baumpfleger. Diskutierbar und abzuwägen ist das nicht, weil das zwei Welten sind.
Die erste Waldgestalltung
- Andreas Ludwig
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Re: Mischwaldthread
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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Re: Mischwaldthread
OK, das passt.
Ich betrachte diese Pflanze jetzt mit etwas wohlwollenderen Augen, zupfe sie aber trotzdem noch aus meinen Schalen.
Dein legendäres Moor hat wohl vor allem in seiner faszinierenden Gesamtheit auf mich gewirkt, die glänzende Marmorplatte, wo ich meinen Finger ins Wasser tauchen wollte, die Landschaft, die tatsächlich wie klein verzaubert wirkte, so dass ich das Sternmoos nicht wirklich als solches wahrgenommen habe. Und dann ist es leider schon fast zwei Jahre her, dass ich das Moor in natura gesehen habe.
Liebe Grüße,
Heike
Dein legendäres Moor hat wohl vor allem in seiner faszinierenden Gesamtheit auf mich gewirkt, die glänzende Marmorplatte, wo ich meinen Finger ins Wasser tauchen wollte, die Landschaft, die tatsächlich wie klein verzaubert wirkte, so dass ich das Sternmoos nicht wirklich als solches wahrgenommen habe. Und dann ist es leider schon fast zwei Jahre her, dass ich das Moor in natura gesehen habe.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Mischwaldthread
Nabend zusammen,
danke für die Fülle an Antworten. Werde es für den Wald dann wohl eher nicht verwenden
Aber wer weiß wo ich es dann mal nehme. Schön aussehen tut es ja.
danke für die Fülle an Antworten. Werde es für den Wald dann wohl eher nicht verwenden
Re: Mischwaldthread
vielen dank,Voodoowester hat geschrieben: Übrigens ist der Wald super geworden (mit Vergleich zum ersten :D ). Freut mich, dass er angegangen ist.
Eine Überwallung des Waldweges in Form eines Blätterdaches zwischen den hinteren Buchen würde den Eindruck noch verstärken
er bereitet mir auch viel freude
- Andreas Ludwig
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Re: Mischwaldthread
...nochmals zur Unterpflanzung: Was von Kräutern gehalten wird, hast du ja nun erlebt. Es ist aber durchaus möglich, Gehölze als Unterpflanzung zu verwenden. Vermutlich werden diese auch gnädiger aufgenommen. Sinnvoll wäre das, denn Unterpflanzungen unterstützen die Illusion des Bonsai ideal, indem sie uns bekannte Proportionen (Strauch/Baum) vortäuschen. Man kann durch solche «Zugaben» die Wirkung eines grossen Baums beträchtlich steigern. Jedenfalls, wenn man nicht in die Kitschfalle tappt.
Mögliche Arten sind:
- Thymian-Arten, z.B. Orangenthymian. Dieser hat eine stark «bastige» Rinde, die ihn schon als kleine Pflanze alt wirken lässt und winzigkleines Grün. Er ist durch Rückschnitt gut in Form zu bringen und ziemlich anspruchslos. Im Gartenhandel.
- Buxus harlandii, (Buxus microphylla, «Kingsville box»). Ein Verwandter unserer Buchspflanzen mit winzigen Blättern. Leider schwer erhältlich, da nicht einheimisch, als gestaltete Pflanze sehr teuer, als Steckling ein «Vergnügen der dauernden Erwartung»...
- Verschiedene Wacholder, z.B. Igelwacholder (juniperus rigida) oder chinesischer Wacholder. Als «Gebüsch im Wald» genügt manchmal auch eine dieser hässlichen Balkonkistenbegrünungen, die saisonal angeboten werden (bezeichnet etwa als «Conifeer, Dekogrün, nicht zum Verzehr geeignet» o.ä.). Diese lassen sich durch Zupfen und etwas Drahten leicht zu kleinen Büschen formen.
- Behaarter Ginster (genista pilosa). Ein Heidesträuchlein, das klein und dicht bleibt, wenn man ihm auf die Pelle rückt. Anders als obige Arten ist es aber an saure Böden gekoppelt, hartes Leitungswasser schadet zwar nicht, Kalkböden aber schon.
- Erika (auch Heidekraut, diverse Arten). Diese sind als kleine Büschel im Gartencenter erhältlich und begrenzt verwendbar. Begrenzt, da sie problematisch sind, was Rückschnitt etc. betrifft. Man sollte die nehmen, die grad passen, alles andere gerät leicht zum Spiel va banque.
- als Obstbaum oder Mini-«Buche»: Die Kriechmispel, Cotoneaster dammeri. Die federartig ausgebildeten Äste des Strauchs täuschen darüber weg, dass durch Drahten und Rückschnitt leicht kleine Laubbäume geformt werden können. Durch Stecklinge oder im Gartencenter.
- gut pinzierte Fichtenwinzlinge lassen sich zu kleinen Kiefern drahten, der Aufbau des Grüns braucht aber ein paar Jahre.
Man kann diese Winzlinge dazusetzen, die oft beschworenen Schäden durch «Wurzelkonkurrenz» sind weitgehend Legende, wenn man (wie wir ja meist), im Überschuss wässert und düngt. Ebenfalls tauglich sind die ganz kleinen Teichkörbe (Durchmesser 5 cm) aus dem Gartencenter, die man etwas einkürzt und als Gefäss verwendet. Sie haben gegenüber eingegrabenen Minischalen den Vorteil der Durchlässigkeit, so entstehen weder Sumpf- noch Trockennischen.
Mögliche Arten sind:
- Thymian-Arten, z.B. Orangenthymian. Dieser hat eine stark «bastige» Rinde, die ihn schon als kleine Pflanze alt wirken lässt und winzigkleines Grün. Er ist durch Rückschnitt gut in Form zu bringen und ziemlich anspruchslos. Im Gartenhandel.
- Buxus harlandii, (Buxus microphylla, «Kingsville box»). Ein Verwandter unserer Buchspflanzen mit winzigen Blättern. Leider schwer erhältlich, da nicht einheimisch, als gestaltete Pflanze sehr teuer, als Steckling ein «Vergnügen der dauernden Erwartung»...
- Verschiedene Wacholder, z.B. Igelwacholder (juniperus rigida) oder chinesischer Wacholder. Als «Gebüsch im Wald» genügt manchmal auch eine dieser hässlichen Balkonkistenbegrünungen, die saisonal angeboten werden (bezeichnet etwa als «Conifeer, Dekogrün, nicht zum Verzehr geeignet» o.ä.). Diese lassen sich durch Zupfen und etwas Drahten leicht zu kleinen Büschen formen.
- Behaarter Ginster (genista pilosa). Ein Heidesträuchlein, das klein und dicht bleibt, wenn man ihm auf die Pelle rückt. Anders als obige Arten ist es aber an saure Böden gekoppelt, hartes Leitungswasser schadet zwar nicht, Kalkböden aber schon.
- Erika (auch Heidekraut, diverse Arten). Diese sind als kleine Büschel im Gartencenter erhältlich und begrenzt verwendbar. Begrenzt, da sie problematisch sind, was Rückschnitt etc. betrifft. Man sollte die nehmen, die grad passen, alles andere gerät leicht zum Spiel va banque.
- als Obstbaum oder Mini-«Buche»: Die Kriechmispel, Cotoneaster dammeri. Die federartig ausgebildeten Äste des Strauchs täuschen darüber weg, dass durch Drahten und Rückschnitt leicht kleine Laubbäume geformt werden können. Durch Stecklinge oder im Gartencenter.
- gut pinzierte Fichtenwinzlinge lassen sich zu kleinen Kiefern drahten, der Aufbau des Grüns braucht aber ein paar Jahre.
Man kann diese Winzlinge dazusetzen, die oft beschworenen Schäden durch «Wurzelkonkurrenz» sind weitgehend Legende, wenn man (wie wir ja meist), im Überschuss wässert und düngt. Ebenfalls tauglich sind die ganz kleinen Teichkörbe (Durchmesser 5 cm) aus dem Gartencenter, die man etwas einkürzt und als Gefäss verwendet. Sie haben gegenüber eingegrabenen Minischalen den Vorteil der Durchlässigkeit, so entstehen weder Sumpf- noch Trockennischen.
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Re: Mischwaldthread
Nachtrag:
Der Dilettant hat ja bekanntlich wenig Sinnvolles zu tun, darum kann er sich rechtzeitig und hingebungsvoll um eine kleine Palette solcher Mistkratzer bemühen, um sie gegebenenfalls zur Verwunderung oder Belustigung eines anspruchsvollen Publikums einzusetzen. Ein bonsaiprofessionell gesehen ziemlicher Unsinn, der aber durch simples Dazustellen in der Pflege recht anspruchslos ist und daher buchstäblich auf keine Art ins Gewicht fällt. Man hat die gewissermassen «so nebenbei».
Von links nach rechts:
Cotoneaster dammeri, Fichte, Orangenthymian (angehende Flossform aus einem Wasserglas-Steckling), Zippo-Standard-Feuerzeug als Grössenvergleich (3,5 x 5,5 cm), Cotoneaster microphylla, behaarter Ginster, Potentilla.
Der Dilettant hat ja bekanntlich wenig Sinnvolles zu tun, darum kann er sich rechtzeitig und hingebungsvoll um eine kleine Palette solcher Mistkratzer bemühen, um sie gegebenenfalls zur Verwunderung oder Belustigung eines anspruchsvollen Publikums einzusetzen. Ein bonsaiprofessionell gesehen ziemlicher Unsinn, der aber durch simples Dazustellen in der Pflege recht anspruchslos ist und daher buchstäblich auf keine Art ins Gewicht fällt. Man hat die gewissermassen «so nebenbei».
Von links nach rechts:
Cotoneaster dammeri, Fichte, Orangenthymian (angehende Flossform aus einem Wasserglas-Steckling), Zippo-Standard-Feuerzeug als Grössenvergleich (3,5 x 5,5 cm), Cotoneaster microphylla, behaarter Ginster, Potentilla.
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Re: Mischwaldthread
Diese Kleinen sind wirklich schön und zwar nicht nur als Unterpflanzung! 
Re: Mischwaldthread
Hallo Andreas,
vielen dank für die ausführlichen Beschreibungen. Deine kleinen sehen doch toll aus. Schon viel zu schade zum unterpflanzen.
Aber mit den Cotos ist natürlich ne gute Idee. Da schneit ich Nasenbär jedes Jahr über 5000 Stecklinge von dem Kram... aber selbst drauf kommen dafür reichts wieder nicht
Aber Andreas was hälts du denn von dem belaubten Wäldchen? Als mein Mentor möchte ich natürlich deine Meinung wissen.
Grüße Tim
vielen dank für die ausführlichen Beschreibungen. Deine kleinen sehen doch toll aus. Schon viel zu schade zum unterpflanzen.
Aber mit den Cotos ist natürlich ne gute Idee. Da schneit ich Nasenbär jedes Jahr über 5000 Stecklinge von dem Kram... aber selbst drauf kommen dafür reichts wieder nicht
Aber Andreas was hälts du denn von dem belaubten Wäldchen? Als mein Mentor möchte ich natürlich deine Meinung wissen.
Grüße Tim
Re: Die erste Waldgestalltung
Mal ein Update.
Der Wald hat den Winter scheinbar gut überstanden nur das Moos sieht etwas mitgenommen aus. Bild 2 ist die Siloette wie ich sie mit einmal vorstelle. Ich denke wenn ich den Blick auf den Fluchtpunkt (rot) freilasse sollte das ganz gut wirken oder?
viele Grüße
Ach ja ich habe letztes Jahr einige Zwergforsythien ausgesäht die ganz gut angegangen sind diese werge ich dieses Jahr mal als Unterpflanzung bzw. Beipflanzen testen.
Der Wald hat den Winter scheinbar gut überstanden nur das Moos sieht etwas mitgenommen aus. Bild 2 ist die Siloette wie ich sie mit einmal vorstelle. Ich denke wenn ich den Blick auf den Fluchtpunkt (rot) freilasse sollte das ganz gut wirken oder?
viele Grüße
Ach ja ich habe letztes Jahr einige Zwergforsythien ausgesäht die ganz gut angegangen sind diese werge ich dieses Jahr mal als Unterpflanzung bzw. Beipflanzen testen.
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