Also ich weis nicht was ich tun soll, an meiner 2,5 jährige Bergulme (Ulmus glabra) werden die Blätter aufgefressen, habe schon alles durchsucht und zwischendurch paar Viecher gefunden, zB Spinnen und larven. Kann mir einer nen Tip geben was man dagegen tut ?
und eine secundere frage noch:
an der Bergulme wachsen 5 triebe wie verrückt, sind schon min. 30cm lang aber wirklich nur die 4-5 triebe. Darf man die jetzt Schneiden ? Weil ich möchte die das erst der Stamm dicker wird.
Zeronas hat geschrieben:an der Bergulme wachsen 5 triebe wie verrückt, sind schon min. 30cm lang aber wirklich nur die 4-5 triebe. Darf man die jetzt Schneiden ? Weil ich möchte die das erst der Stamm dicker wird.
Nein, dann musst du sie dranlassen. Je mehr Durchsatz durch den Stamm, um so dicker wird er.
Dann hat deine Bekannte keine Ahnung.
Lässt du den Baum durchwachsen (oder bestimmte Triebe), hast du mehr Dicken- und Wurzelwachstum. So kann man dann auch die Dicken bestimmter Äste/Stammbereiche anpassen, indem man einfach bei manchen einen Opfertrieb durchtreiben lässt, und bei einem anderen Ast (Beispiel) die Triebe immer schön kurz hält. Letzterer wird dann kaum an Dicke gewinnen.
Die Energie, von der deine Bekannte sprach, kommt aus den Blättern, nicht aus den Wurzeln. Aus den Wurzeln kommen die Stoffe, aus denen ein Blatt die Energie "erzeugt". Somit ist klar was mehr "Power" liefert, der lange Ast mit den vielen Blättern.
Im Fachwissen gibt es einen Beitrag, wie so ein Baum funktioniert.
Gruß
Frank
++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
Ja im fachwissen hab ich es mir schon mal durchgelesen, oder auch überflogen ^^
deswegen war mir die Theorie nicht glaubwürdig, die kriegt was zu hören
Ich stell mal im Laufe des Tages noch ein Foto rein wegen den Blättern.
Zeronas - es ist ganz einfach: Die Wurzeln schlürfen Baustoffe zusammen, in Wasser gelöst. Das wird nach oben gepumpt/gesogen und in den Blätter mit Kohlendioxid zu Zuckern zusammengebaut. Das heisst Photosynthese, weil die Sonne die Prozessenergie liefert. Diese Zucker, ein bisschen «gebacken», sind dann das Holz. Ein Kaminfeuer ist also nichts anderes als freigesetzte, gespeicherte Sonnenenergie. So einfach ist Chemie manchmal.
Deine Ulme musst du als Laubbaum von innen heraus aufbauen, jedes Jahr kommt ein bisschen der gewünschten Struktur dazu. Wenn dich jedes längere Ästchen stört (was es spontan immer tut), hast du immer eine einigermassen stimmige Silhouette, aber es werden nie dickere Äste entstehen. Nach zehn Jahren hast du dann bloss eine Miniatur-Strassenplatane mit kurzen, dicken Kröpfen, die voller Knospen sind, aber keine schöne Krone.
Das Grün nimmt dir die Sicht auf die Struktur. Im Sommer sieht man kaum etwas vom Aufbau. Darum lässt man wachsen. Wenn die Blätter weg sind, kann man in Ruhe mit der Schere wegmachen, was nicht dazugehört. Sogar wenn ein Ästchen ganz weg muss, spielt das keine Rolle, Schnittstellen von ein- bis dreijährigen Trieben überwallen ohne weiteres.
Für die Energie bist du zuständig: Du sorgst für den Nachschub an Baustoffen (Dünger), Prozesswasser (Giessen), Gasaustausch (Umluft) und Sonnenenergie (Licht). Buchstäblich elementar - Erde, Wasser, Luft und Feuer. Ganz simpel.
Ah so - die Frassschäden. Es gibt natürlich Viecher, die nachts auf die Weide gehen und tagsüber im Kühlen bleiben. Manche Raupen machen das. Im Grunde kann ein Baum das ab, es kann ihn sogar dazu animieren, neu auszutreiben aus den Achseln der kaputten Blätter. Hängt davon ab, wieviel Reserve er hat. Schau mal zu nächtlicher Stunde und in den Dämmerungszeiten nach, gut möglich, dass der kleine Kumpel dann auftaucht.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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Wäge ab, wähle ein Pflegeprogramm. Das ist das kleinste Problem: Ob du Lieferwagen mit Super plus oder Super Power plus tankst, ob du 98 % Prozent Pflegeleistung oder 98,3 erreichst, ist wurscht. So gesehen geht beides. Aber lies dir die ganzen Diskussionen um beides ruhig mal durch.
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