Wässern bei Abwesenheit
Wässern bei Abwesenheit
Hallo Leute
Habe bereits zu diesem Thema unter der Suchfunktion geforscht,leider
ohne Erfolg.
Wie bewässert Ihr Eure Bäume wenn Ihr mal ein paar Wochen im Urlaub
seid ? Den freundlichen Nachbar will man ja auch nicht überstrapazieren,
auch wird oft das Risiko bei der Betreuung einer wertvollen Sammlung
gescheut. Es gibt da einen Computer den man als Steuereinheit an den
Wasserhahn hängt und der dann zu gewünschten Zeit eine Beregnung
der Pflanzen vornimmt. Welche Lösungen kennt Ihr, bzw. hat schon einer Erfahrung mit solchen techn. Spielereien ? In meinem Urlaubsort in Tirol wurden im Hotel die Unmengen von Blumenkästen mit solch einer Lösung bewässert.
Habe bereits zu diesem Thema unter der Suchfunktion geforscht,leider
ohne Erfolg.
Wie bewässert Ihr Eure Bäume wenn Ihr mal ein paar Wochen im Urlaub
seid ? Den freundlichen Nachbar will man ja auch nicht überstrapazieren,
auch wird oft das Risiko bei der Betreuung einer wertvollen Sammlung
gescheut. Es gibt da einen Computer den man als Steuereinheit an den
Wasserhahn hängt und der dann zu gewünschten Zeit eine Beregnung
der Pflanzen vornimmt. Welche Lösungen kennt Ihr, bzw. hat schon einer Erfahrung mit solchen techn. Spielereien ? In meinem Urlaubsort in Tirol wurden im Hotel die Unmengen von Blumenkästen mit solch einer Lösung bewässert.
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Reiner Goebel
- Beiträge: 1164
- Registriert: 06.01.2004, 08:56
- Wohnort: Toronto
- Kontaktdaten:
Die beste Lösung ist, das Wässern einem Bonsaifreund, auf Gegenseitigkeit natürlich, zu überlassen. Von Bonsai unbelastete Nachbarn vergessen es schon einmal für einige Tage, oder meinen, es sei nicht nötig, 'da es vorgestern ohnehin wie aus Kübeln' gegossen hat.
Man kann auch versuchen, das Problem mit Technologie zu lösen. Das im Einzelnen zu erklären, fehlen mir leider die deutschen Fachausdrücke für die dazu verwendete Apperatur. Aus eigener Erfahrung kann ich nur anmerken, dass es besser ist, die Einstellungen so zu setzen, dass zuviel bewässert wird.
Für die Dauer eines Urlaubs schadet das Zuviel weniger als ein Zuwenig.
Man kann auch versuchen, das Problem mit Technologie zu lösen. Das im Einzelnen zu erklären, fehlen mir leider die deutschen Fachausdrücke für die dazu verwendete Apperatur. Aus eigener Erfahrung kann ich nur anmerken, dass es besser ist, die Einstellungen so zu setzen, dass zuviel bewässert wird.
Für die Dauer eines Urlaubs schadet das Zuviel weniger als ein Zuwenig.
Reiner G.
Hi lindwurm,
google mal nach Beckmann KG, ist gleich der erste Eintrag "Gewächshäuser...." usw, dann unter Bewässerungssysteme "beta 8" anklicken.
Mit diesem System bewässere ich seit Jahren meine Pflanzen im Gewächshaus während des Urlaubs. Das funktioniert ganz zuverlässig, man muß nur etwas herumprobieren, bis die richtige Menge eingestellt ist.
google mal nach Beckmann KG, ist gleich der erste Eintrag "Gewächshäuser...." usw, dann unter Bewässerungssysteme "beta 8" anklicken.
Mit diesem System bewässere ich seit Jahren meine Pflanzen im Gewächshaus während des Urlaubs. Das funktioniert ganz zuverlässig, man muß nur etwas herumprobieren, bis die richtige Menge eingestellt ist.
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Claas
Hallo Lindwurm,
Ich benutze das Gardena Microdrip-System und zwar die Mini-Kreissprenger. Ich habe das ganze an eine elektrische Pumpe angeschlossen, die das Wasser aus der Regentonne zieht. Die Pumpe wiederum ist an eine Wochenzeitschaltuhr angeschlossen und läuft im Sommerurlaub zweimal am Tag je ein bis zwei Minuten, morgens um 8.00 und abends um 20.00. Regentonne deshalb, weil wir im Garten keinen Wasserhahn haben, sondern nur im Keller. Ursprünglich hatte ich am Kelleranschluss eine Gardena Wasser-Zeitschaltuhr UND eine Wasserstop-Sicherung. Nachdem mir aber einmal doch der Schlauch geplatzt ist und die Sicherung natürlich NICHT ausgelöst hat (ich habe es relativ schnell gemerkt, das Wasser stand im Keller nur etwa knöchelhoch....):oops: , bin ich auf die Regentonne umgestiegen. Die lasse ich von Freunden alle 4-5 Tage wieder auffüllen, was den Vorteil hat, das sie gleich nochmal gucken können, ob wirklich alles in Ordnung ist.
Ich mache das jetzt seit vier Jahren so und es funktioniert gut.
Reiner kann ich mich im Übrigen nur anschließen, lieber für die Urlaubszeit ein bischen überwässern als zu wenig. Wenn Du , was ich empfehlen kann, ein gut durchlässiges Substrat verwendest (ich nehme Bims-Erdmischung), hast Du eh keine Probleme mit zuviel Wässern.
Viele Grüße aus Gießen (:lol:), Claas
Ich benutze das Gardena Microdrip-System und zwar die Mini-Kreissprenger. Ich habe das ganze an eine elektrische Pumpe angeschlossen, die das Wasser aus der Regentonne zieht. Die Pumpe wiederum ist an eine Wochenzeitschaltuhr angeschlossen und läuft im Sommerurlaub zweimal am Tag je ein bis zwei Minuten, morgens um 8.00 und abends um 20.00. Regentonne deshalb, weil wir im Garten keinen Wasserhahn haben, sondern nur im Keller. Ursprünglich hatte ich am Kelleranschluss eine Gardena Wasser-Zeitschaltuhr UND eine Wasserstop-Sicherung. Nachdem mir aber einmal doch der Schlauch geplatzt ist und die Sicherung natürlich NICHT ausgelöst hat (ich habe es relativ schnell gemerkt, das Wasser stand im Keller nur etwa knöchelhoch....):oops: , bin ich auf die Regentonne umgestiegen. Die lasse ich von Freunden alle 4-5 Tage wieder auffüllen, was den Vorteil hat, das sie gleich nochmal gucken können, ob wirklich alles in Ordnung ist.
Ich mache das jetzt seit vier Jahren so und es funktioniert gut.
Reiner kann ich mich im Übrigen nur anschließen, lieber für die Urlaubszeit ein bischen überwässern als zu wenig. Wenn Du , was ich empfehlen kann, ein gut durchlässiges Substrat verwendest (ich nehme Bims-Erdmischung), hast Du eh keine Probleme mit zuviel Wässern.
Viele Grüße aus Gießen (:lol:), Claas
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Claas
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
Bewässerungssysteme funktionieren leider nur sehr bedingt, weil jeder Baum / jede Beipflanze unterschiedliche Ansprüche an die Wassermenge stellt (
auch wenn´s nicht unmöglich ist, ein paar Tage so zu gießen...).
Besser wäre es, wenn sich z.B. zwei Bonsaifreunde gegenseitig behilflich sind oder jemand aus der Familie einspringen kann
Besser wäre es, wenn sich z.B. zwei Bonsaifreunde gegenseitig behilflich sind oder jemand aus der Familie einspringen kann
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
http://www.yamadori-bonsai.info
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gunter
Es gibt zwei prinzipiell unterschiedlich funktionierende Arten von Bewässerungssystemen:
1. "Gießsysteme", das bekannteste stammt von Gardena. Dabei wird die Bewässerung zu bestimmten Zeiten kurzzeitig angeschaltet, die Bäume werden also "gegossen". Die Zeiten lassen sich vorwählen. Entweder man gießt zu festen Zeiten, etwa zweimal am Tag, oder man koppelt das System mit einem Feuchtigkeitsfühler, der in der Erde eines Baumes steckt, und es wird immer dann gegossen, wenn dieser Referenzbaum es nötig hat.
2. "Tropfsysteme", wie das oben erwähnte von Beckmann, oder das von Blumat, das ich verwende. Dabei steckt in der Erde jedes Baumes ein Tropfmechanismus, der die Erde auf konstanter, individuell einstellbarer Feuchtigkeit hält, unabhängig von der Witterung und dem Durst des Baumes. Beim Blumat- System wird der Tropfer über den osmotischen Druck in einem Tonkegel gesteuert, beim Beckmann-System anscheinend über die Ausdehnung von Holz mit der Feuchtigkeit. Beide enthalten also keine Elektrik.
Für große Anlagen ist ein Gießsystem preislich günstiger, für kleine ein Tropfsystem.
Meine Bäume hängen vom Frühjahr bis zum Herbst am Tropf und ich muß nur aufpassen, daß die Amseln keinen Tropfer lockern und evtl. die in der prallsten Sonne stehenden Bäume bei lang anhaltenden Schönwetterperioden etwas zusätzlich geißen, weil der Tropfmechanismus nicht mitkommt.
Vorteile meiner Anlage: Jeder Baum wird individuell bewässert und die Anlage funktioniert einwandfrei. Der hohe Kalkgehalt unseres Wassers (Härte 22 ) stört die Funktionsfähigkeit nicht.
Nachteile: Man muß im Herbst die Tonkegel abbauen (frostempfindlich) und die Neujustierung für jeden einzelnen Baum im Frühjahr kostet etwas Zeit. Nicht geeignet für sehr flache Schalen. Die Tonkegel sind 5,5cm tief. Man kann sie auf 4,5cm absägen, aber so tief muß die Erde sein. Früher gab es mal kleinere Kegel für Bonsai, aber das hat sich wohl nicht gelohnt.
Die Anlage ist also durchaus mehr als ein Notbehelf für den Urlaub. Ich habe bislang nicht festgestellt, daß mein Bäume was gegen die dauernd gleiche Feuchtigkeit hätten. Aber es mag Arten geben, die das nicht mögen. Meine Lärchen jedenfalls mögen es definitiv.
Gruß von Gunter Lind
1. "Gießsysteme", das bekannteste stammt von Gardena. Dabei wird die Bewässerung zu bestimmten Zeiten kurzzeitig angeschaltet, die Bäume werden also "gegossen". Die Zeiten lassen sich vorwählen. Entweder man gießt zu festen Zeiten, etwa zweimal am Tag, oder man koppelt das System mit einem Feuchtigkeitsfühler, der in der Erde eines Baumes steckt, und es wird immer dann gegossen, wenn dieser Referenzbaum es nötig hat.
2. "Tropfsysteme", wie das oben erwähnte von Beckmann, oder das von Blumat, das ich verwende. Dabei steckt in der Erde jedes Baumes ein Tropfmechanismus, der die Erde auf konstanter, individuell einstellbarer Feuchtigkeit hält, unabhängig von der Witterung und dem Durst des Baumes. Beim Blumat- System wird der Tropfer über den osmotischen Druck in einem Tonkegel gesteuert, beim Beckmann-System anscheinend über die Ausdehnung von Holz mit der Feuchtigkeit. Beide enthalten also keine Elektrik.
Für große Anlagen ist ein Gießsystem preislich günstiger, für kleine ein Tropfsystem.
Meine Bäume hängen vom Frühjahr bis zum Herbst am Tropf und ich muß nur aufpassen, daß die Amseln keinen Tropfer lockern und evtl. die in der prallsten Sonne stehenden Bäume bei lang anhaltenden Schönwetterperioden etwas zusätzlich geißen, weil der Tropfmechanismus nicht mitkommt.
Vorteile meiner Anlage: Jeder Baum wird individuell bewässert und die Anlage funktioniert einwandfrei. Der hohe Kalkgehalt unseres Wassers (Härte 22 ) stört die Funktionsfähigkeit nicht.
Nachteile: Man muß im Herbst die Tonkegel abbauen (frostempfindlich) und die Neujustierung für jeden einzelnen Baum im Frühjahr kostet etwas Zeit. Nicht geeignet für sehr flache Schalen. Die Tonkegel sind 5,5cm tief. Man kann sie auf 4,5cm absägen, aber so tief muß die Erde sein. Früher gab es mal kleinere Kegel für Bonsai, aber das hat sich wohl nicht gelohnt.
Die Anlage ist also durchaus mehr als ein Notbehelf für den Urlaub. Ich habe bislang nicht festgestellt, daß mein Bäume was gegen die dauernd gleiche Feuchtigkeit hätten. Aber es mag Arten geben, die das nicht mögen. Meine Lärchen jedenfalls mögen es definitiv.
Gruß von Gunter Lind
- Petra Hahn
- Beiträge: 488
- Registriert: 05.01.2004, 19:20
- Wohnort: Rückersdorf bei Nürnberg
- Kontaktdaten:
Wir haben fast unseren ganzen Garten im Einzugsbereich eines Bewässerungscomputers. Ergänzt durch einen Wasserverteiler können wir bis zu 6 Sprenger/Regner anschließen.
Der Feuchtefühler hat bei uns überhaupt nicht funktioniert.
Und auch die Schwiegermutter funktioniert nicht richtig.
Bisher war nach jedem Urlaub irgendwas kaputt. Sie hat nämlich nen Wassersparwahn.
Deshalb würde ich ihr auch meine Bäume nicht anvertrauen.
Da lass ich sie im Urlaub lieber vom Sprenger berieseln.
Der Feuchtefühler hat bei uns überhaupt nicht funktioniert.
Und auch die Schwiegermutter funktioniert nicht richtig.
Bisher war nach jedem Urlaub irgendwas kaputt. Sie hat nämlich nen Wassersparwahn.
Deshalb würde ich ihr auch meine Bäume nicht anvertrauen.
Da lass ich sie im Urlaub lieber vom Sprenger berieseln.
Ich habe mich zwischenzeitlich schon 2 mal mit der Gardena Hotline in
Verbindung gesetzt und habe beim hiesigen Baumarkt die Teile einmal im Original angeschaut. Dem ganzen Düsenkram und Tröpfler traue ich nicht
so recht, wird auch ganz schön teuer. Als ideale Lösung, wenn man davon sprechen kann, halte ich die Kombination von Zeituhr zur Steuerung der
Bewässerung und einen speziellen porösen Schlauch. Dieser ist am Ende verschlossen und kann über die Schalen und in Windungen um die Stämme gelegt werden damit die Pflanzen nicht nur einseitig bewässert werden. Es besteht auch kein Risiko das sich da irgendwas zusetzt.
Das Schlaumaterial sieht aus wie Moosgummi. Durch den Druck rinnt
das Wasser überall aus dem Schlauch wie aus einem Schwamm, die Menge kann man über einen kleinen Schieber regeln.
Verbindung gesetzt und habe beim hiesigen Baumarkt die Teile einmal im Original angeschaut. Dem ganzen Düsenkram und Tröpfler traue ich nicht
so recht, wird auch ganz schön teuer. Als ideale Lösung, wenn man davon sprechen kann, halte ich die Kombination von Zeituhr zur Steuerung der
Bewässerung und einen speziellen porösen Schlauch. Dieser ist am Ende verschlossen und kann über die Schalen und in Windungen um die Stämme gelegt werden damit die Pflanzen nicht nur einseitig bewässert werden. Es besteht auch kein Risiko das sich da irgendwas zusetzt.
Das Schlaumaterial sieht aus wie Moosgummi. Durch den Druck rinnt
das Wasser überall aus dem Schlauch wie aus einem Schwamm, die Menge kann man über einen kleinen Schieber regeln.


