Pinus thunbergii

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Jan-Ph.
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Pinus thunbergii

Beitrag von Jan-Ph. »

Hallo zusammen!

Ich habe mir im Frühjahr u.A. eine junge jap. Schwarzkiefer in Enger bestellt.
Kurz nach dem Erhalt habe ich sie dann in eine Mischung aus Blumenerde und
Basaltsplit getopft, ohne mir dabei groß was zu denken, da ich an ihr lediglich
Grunderziehungsmaßnahmen für Kiefern erproben und üben wollte. Nebenbei
habe ich auch gleich die Wurzeln beschnitten und ein bisschen vom Pilz einer
jungen Pinus sylvestris beigemischt.
Leider ist die Schwarzkiefer seitdem im Wachstum komplett stehengeblieben.
Eine weitere thunbergii ist ganz eingegangen, die Nadeln wurden gelb und fielen
daraufhin auch bald ab.
Heute sieht die Kiefer so aus.
OPT_4013.jpg
OPT_4013.jpg (40.85 KiB) 1849 mal betrachtet
Wie man sieht, sind die Nadeln sattgrün und sehen m.E. gesund aus.
Aber wie oben geschrieben hat bisher kein Wachstum stattgefunden, die Nadeln
haben sich im oberen Trieb nicht einmal vollständig gestreckt.
Zum Substrat ist mir mitlerweile bewusst, dass es viel zu lange nass bleibt,
ich denke hier könnte das Hauptproblem sein.

Meine Frage ist nun, wie ich mit ihr weiter verfahre. So lassen wie sie ist
und abwarten, oder noch diesen Herbst in vernünftiges Substrat umtopfen,
die Wurzeln dabei aber nicht beschneiden?
Hat hierzu gleich noch jemand einen Tip für ein geeignetes Substrat für
Pinus thunbergii Jungpflanzen?

Jan
Mario W.
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Re: Pinus thunbergii

Beitrag von Mario W. »

Hallo Jan,

die Substratwahl war natürlich sehr ungünstig. Ich würde es mal mit Kiryu probieren ,an den Wurzeln würde ich allerdings nichts mehr machen. Vielleicht ein Tpk? Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Vielleicht hat auch noch einer der " alten Hasen " einen Tipp?
Mit freundlichen Grüßen
Mario Werner
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camaju +
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Re: Pinus thunbergii

Beitrag von camaju + »

Hallo Jan,

ich frag mich grad, warum eine Pflanze, die in Enger bestellst, mit Wurzelschnitt umtopfen musst. Du hast dabei mit Sicherheit eine Menge Mykorrhiza entfernt. Ob das "Nachimpfen" was bringt möcht ich gern bezweifeln. Wie kommst du auf Blumenerde und Basaltsplit *confused*

Auch wenn ich jetzt wieder Haue bekomme. Jan, bitte nicht persönlich nehmen. Aber wenn ich jetzt wider sowas lese. SORRY

Eigentlich jeder weiß, das mann einen Goldfisch und ne Katze nich zusammen im Wasserglas haltn kann. Aber wenn es um Pflanzen generell geht ist tote Hose. Hier im Forum gibt die "Erste Hilfe" dauert viell. 5 Min. sich da mal durch zu scrollen. Es gibt das Fachwissen, dauert evtl. 10 Min. User , die ne Ahnung haben schreiben ich die Finger wund. Und was passiert ?

Und nochmal, Jan du bist nicht persönlich angesprochen. Aber irgend wie .. viell. versteht mich ja der ein oder andere. Das macht keinen Spaß mehr.
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Robert S.
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Re: Pinus thunbergii

Beitrag von Robert S. »

Hallo Jan,

ja da ist wohl was schief gelaufen. Du wolltest was machen und hast es prompt falsch gemacht. Irgendwie kenn ich das von mir :oops:
Wenn Du mehr mit Kiefern machen willst, guck Dir mal Hans van Meer's Artikel über die Pflege zweinadliger Kiefern im Fachwissen an.

Ich bin mir nicht sicher was man Dir nun raten soll. Sofort wieder in anderes Substrat umtopfen? Oder geschützt stehen lassen und immer darauf achten dass das akutelle Substrat abtrocknet, bevor wieder (hauptsächlich über die Nadeln) gegossen wird?

Vielleicht kommt ja noch ein Tipp.

Servus,
Robert
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ChristianB
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Re: Pinus thunbergii

Beitrag von ChristianB »

Hallo Jan,

ich habe vor zwei Jahren Rotkiefern (densiflora) aus Samen gezogen, die ich nach dem Keimen mit Wurzelschnitt einzeln in Anzuchterde gesetzt habe. Im gleichen Jahr gabe ich auch einige Schwarzkiefernjünglinge in Enger gekauft.
Dieses Frühjahr habe ich alle Jungpflanzen mit Wurzelschnitt in TPK's und Zeostrat (Lava/Bims/Zeolith) mit 20% Boncoco gesetzt.
Danach hatte ich 30% Ausfälle und bei den Überlebenden hatte sich bis Mitte Juni, also dem Zeitpunkt, zu dem den bei Kiefern normalerweise bereits die Kerzen entfernt werden, auch noch gar nichts getan. Danach kam aber dann der Austrieb, natürlich bei weitem nicht so gut, wie bei nicht umgepflanzten Kiefern.

Nach meinem Gefühl sind Eingriffe an den Wurzeln, insbesondere Wurzelschnitte, an Kiefern die gefährlichste Eingriffe, die man machen kann. Und bsonders bei einem Wurzelschnitt dauert es lange, bis der Baum sich davon erholt hat.

Obwohl Dein Substrat für Kiefern suboptimal ist, würde ich die Pflanze dieses Jahr auf keinen Fall mehr anrühren. Stell sie, falls möglich, an einen sehr sonnigen (Süd-West Seite) und regengeschützen Ort und gieße dem Substrat entsprechend mäßig. Versuche der Pflanze dieses Jahr so viel Sonne und Wärme wie möglich zu geben. Wenn die Kiefer im nächsten Jahr antreibt, kannst Du dir überlegen, ob du Sie in eine besser geeignetes Substrat setzt.

Bei japanischen Schwarzkiefern solltest Du außerdem bedenken, dass unser Klima meist etwas zu kalt ist und die Pflanzen eigentlich eine längere Vegetationsperiode benötigen um ähnliche Wachstumsergebnisse zu erzielen, wie Ihre europäischen Geschwister.

Für mich persönlich habe ich z.B. entschieden, dass ich, solange ich kein Gewächshaus habe, mir keine japanischen Kiefern mehr anschaffen werde, weil ich den Pflanzen nicht die Bedingungen bieten kann, die sie für ein optimales Wachstum brauchen.

Viel Glück!
Viele Grüße

Christian
Jan-Ph.
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Re: Pinus thunbergii

Beitrag von Jan-Ph. »

Hallo an Alle!

Erst einmal vielen Dank für die vielen Tips!

Robert:
Du sprichst dort genau die Grundtechniken an, die ich erlernen und
erproben möchte. Trotzdem Danke :D
Für mich war das mit der Substratwahl so die Schwierigkeit, da ich weiß
und man auch viel liest, man solle für sehr junge Bäume einen ordentlichen
organischen Anteil im Substrat haben, damit die Pflanze genug Humus
zur Entwicklung und zum Wachstum hat.
Wahrscheinlich hätte es gereicht einfach ein bisschen Kokosfasern oder
Torf zu der Kiefer"standard"mischung, Kiryu + Bims + Akadama, hinzuzufügen?
Nunja, hinterher ist man immer klüger... :wink:

Christian:
Das Zeostrat macht ja wirklich einen guten Eindruck, mal schauen
ob es dass hier bei mir irgendwo gibt. Unsere Baustoffhändler in und um
Hannover lassen in der Hinsicht manchmal sehr zu wünschen übrig.
Setzt du dieses Substrat auch für andere Arten ein?

Für die weitere Entwicklung werde ich die kleine Kiefer erstmal in Frieden lassen
und frühestens nächstes Jahr im Herbst dann umtopfen. Ich bin mir noch nicht
ganz sicher, ob ich bereits dann schon auf den TPK umsteige, vielleicht sollte
sich die Kiefer erstmal noch ein wenig im dann besseren Substrat erholen.
Zur Pflege werde ich sie aus dem Garten holen und auf unserem Südbalkon vor
Regen geschützt unterstellen und überwiegend über die Nadeln gießen, d.h. einsprühen.
Sollte ich dann die Düngung auch Nadeldüngung umstellen? Sollte ich hierfür
Wuxal benutzen, oder lieber was anderes?

Grüße
Jan
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achim73
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Re: Pinus thunbergii

Beitrag von achim73 »

wie hast du sie denn stehen ? vollsonnig ? wie hast du gedüngt ?
ich habe mit kiefern keine erfahrungen, aber z.b. eine lärche, die die letzten jahre in der anzuchtschale sehr wüchsig war, kam dieses jahr mit wurzelschnitt in eine erste schale und hat das mit signifikant schwächerem wachstum als die letzten jahre quittiert.
ich denke (!) daher nicht, dass es primär am substrat liegt. das ist sicher nicht optimal, aber für eine jungpflanze auch nich soo schlimm. in der natur wachsen die die ersten jahre auch mehr oder weniger in der humusschicht.
fazit - eher in ruhe lassen, kontrolliert giessen, standort und düngung optimieren. wäre meine strategie.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Jan-Ph.
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Re: Pinus thunbergii

Beitrag von Jan-Ph. »

Hallo Achim,

sie steht hier bei mir im Garten vollsonnig, sofern nicht mal der Schatten
eines Baumes "vorbeikommt" den ganzen Tag über.
Gedüngt habe ich zu anfangs nur mit Wuxal, 2mal wöchentlich in geringer
Konzentration (0,07%ig). Im Juni habe ich dann einen halben Esslöffel Rosendünger
von Neudorff aufgestreut und weiterhin 2mal wöchentlich mit Wuxal in
der obigen Konzentration gedüngt.
Gegossen habe ich, das weiß ich mitlerweile, viel zu viel, das bin ich gerade
am optimieren... :wink:

Jan
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ChristianB
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Re: Pinus thunbergii

Beitrag von ChristianB »

Hallo Jan,
sorry das ich erst spät antworte, ich hab im Moment wenig Zeit um ins Forum zu schauen.

Zeostrat ist ja ein Substrat, dass u.a. zur Dachbegrünung eingesetzt wird, daher wird es das beim Baustoffhändler selten geben. Du kannst es Dir aber im Bigpack anliefern lassen. Es gibt da einige Firmen in der Eifel, die das Zeug anmischen. Falls du nur kleinere Mengen benötigst kannst Du es ja auch selbst mischen (40 % Lava, 40% Bims, 20% Zeolith).

Ich habe alle Kiefern in Zeostrat mit Zuschlag von 20% Torf bzw. Boncoco (seit diesem Jahr) stehen.
Bei den anderen Bäumen in Schalen habe ich je nach Schalengröße bis max. 50% Boncoco beigemischt.

Frisch ausgegrabene Yamadoris habe ich teilweise auch in anderen Mischungen stehen, da ich Sie entweder nicht selbst ausgegraben habe und keinen Einfluss auf das Substrat habe oder bei den selbst Ausgegrabenen beim Topfen kein Zeostrath zur Hand hatte. Die stehen dann im Mischungen aus Boncoco mit irgendeinem mineralischen Anteil (Trockenschüttung, Bims etc.). Ich habe dieses Jahr 9 Bäume ausgegraben (u.a. 5 Weißdorne) und alle treiben wie wild, so dass ich frohen Mutes bin, dass sie auch den Winter überleben.
*banana*
Viele Grüße

Christian
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