Hallo, Ihr Lieben,
gestern war ich das erste Mal in Attenham dabei und habe den Tag sehr genossen.
Als erstes ganz herzlichen Dank an Walter und seine liebe, fürsorgliche Frau für die Gastfreundschaft und Verpflegung!
Und auch an Walter M. (Satski) ein großes Dankeschön, für das Abholen vom Flughafen und wieder hinbringen!
Dass das Wetter nicht so schön war wie bestellt, war für mich letztlich bedeutungslos. Man musste ja nicht die ganze Zeit im Regen stehen, sondern konnte ins Zelt oder ins Schalenlager gehen, bis wieder ein Schauer vorüber war.
Es war schon ein besonderes Erlebnis, Walters Bäume in so geballter Menge in natura betrachten zu können, das geht wohl jedem so, der das erste Mal in diesem Garten steht. Egal wie viele Fotos man schon von den Bäumen gesehen hat, in natura ist es doch ganz anders. Die einen sind noch größer, mächtiger und beeindruckender als man dachte und andere (vor allem eine Reihe von Fichten) deutlich kleiner als erwartet.
Schöne und interessante Details aus der Nähe studieren zu können, fand ich ausgesprochen anregend, inspirierend und motivierend.
Dass inzwischen eine Videoüberwachung diese herrliche Bonsaisammlung sichert, ist beruhigend.
Die vier Demos waren äußerst vielfältig und verschieden, aber alle sehr spannend und interessant.
Die vielen netten Bonsaileute, die an diesem Spätsommertreffen teilnahmen und mit denen es viele nette und hochinteressante Gespräche gab, vermittelten mir wieder den behaglichen Eindruck, dass die Bonsai-Gemeinde tatsächlich wie eine große Familie ist.
Die freudigen Begegnungen, die neuen Kontakte und die vertieften schon bestehenden Beziehungen, das alles hat bei mir ein warmes Gefühl von Freundschaft und Dankbarkeit hervorgerufen.
Natürlich habe ich mich auch im Schalenlager ausgiebig umgetan und am Ende eine Schale von Klaudia und zwei schöne Beistellschalen (leider unmarkiert) erstanden. Da mein bewährter Reisekamerad Hendrik und ich mit dem Flugzeug gereist sind, war die Versuchung diesmal nicht übermächtig, einen Baum zu kaufen, aber Schalen ließen sich noch problemlos transportieren.
Als es am späten Nachmittag / frühen Abend langsam erstrebenswert erschien, die feuchten kalten Füße und klammen Hände zu wärmen, sind wir schon mal zum "Jägerwirt" in den Nachbarort gefahren, einen wunderbaren, schön gestalteten Landgasthof mit preiswertem, super leckerem Essen und Bier.
Bald folgten uns weitere Kameraden, so dass sich der für die Bonsaianer reservierte Saal bald füllte.
Da wir Hamburger ja abends noch wieder heimreisen mussten, zog der liebe Walter, der mit an unserem Tisch saß und mit dem wir spannende und lustige Unterhaltung hatte, Lachanfälle inklusive, sogar seine Ansprache vor.
Walter, Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht, dieses Spätsommertreffen ist eine tolle Tradition geworden, die sich zu pflegen lohnt.
Bonsaileute, die sich überwiegend nur über das Internet kennen, persönlich zusammen zu bringen, macht Spaß, dient dem Zusammenhalt und der Entwicklung von Freundschaften und Beziehungen, die der Szene nur förderlich sein können!
Der vermatschte und zertrampelte Rasen in Walters Garten hat jetzt wieder ein Jahr Zeit, um sich zu erholen.
Als ich ziemlich genau um Mitternacht wieder zu Hause ankam, musste ich feststellen, dass ich gar nicht mal übermäßig müde oder erschöpft war. Nach so vielen schönen Erlebnissen und interessanten Begegnungen war ich noch ganz beflügelt.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben!
Liebe Grüße,
Heike