Terra Preta - P*l*te*r*

Alles andere was zu Bonsai passt.
Paul S.
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Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Paul S. »

Hallo,

leider kann ich ja keine gewerblichen Links hier posten,aber ich wollte euch mal was (meines Erachtens) sehr interessantes sagen:

Die Böden in den Urwäldern sind ja bekanntlich nicht sehr fruchtbar. Das war natürlich ein Problem für die INdios oder wie die dort hießen, die dort lebten. Allerdings konnten sie guten Feldbau betreiben. Wie das?
Es wurde herausgefunden, dass dort, wo diese menschen früher lebten, seeehr fruchtbare Erde war, nämlich die:

Mod-Anmerkung - Zitate gelöscht, da im Link zu lesen

Ich vermute mal, diese Erde wird sauteuer sein, aber ich glaub ich würde mir ein paar Grämmlein davon kaufen, wenn sie auf den Markt kommt. :D
Den Namen werdet ihr herausfinden, wenn ihr googelt, darf ich ja hier nicht hinschreiben wegen Copyright.

Übrigens kann man diese Erde sowohl als normale Erde als auch als Dünger verwenden.

Das stelle ich jetzt mal zur Diskussion.

Quelle:
http://www.swr.de/im-gruenen-rp/-/id=10 ... index.html

Viele Grüße,

Paul.

:D
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Smoky der Bär
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Smoky der Bär »

Ist ja Klasse !
Dann hast Du ja bald "Riesen-Bonsai"

Bild Bild
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Paul S.
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Paul S. »

*deep*

Ich hatte eigentlich ernsthafte Antworten erwartet.
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Janina*
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Janina* »

Die Erde finde ich prinzipiell gut für Jungpflanzen. Für gestandene Solitäre allerdings eher weniger, wenn es da tatsächlich so abgeht. :lol:
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Smoky der Bär
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Smoky der Bär »

So "unernsthaft" war meine Antwort garnicht gemeint!
Wenn die Erdmischung das Wachstum so stark begünstigt, was für Nutzpflanzen ja erwünscht ist, so werden auch bei einem Bonsai die Blätter größer und die Internodien länger. An Bäumen wie Eiche, Esche, Apfel, Pflaume usw sind die Blätter sowieso schon gerade im Rahmen des erträglichen und bei verschiedenen Baumarten sind die normalen Abstände zwischen den Knospen schon groß genug und es ist schwer eine Feinverzweigung aufzubauen. Wenn man dann noch mit so einem "Wachstumsbeschleuniger" arbeitet, muß man auf jeden Fall eine erhöhte Baumgröße einplanen um noch ein halbwegs vernünftiges Ergebnis zu erzielen.
Vorbei mit Mame und Shohin!!!
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schmieda
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von schmieda »

Paulchen, kann es sein, dass du ziemlich anfällig für Werbung bist? So wie du hier von einem Produkt schreibst, das du selbst noch nicht getestet hast, gehörst du entweder zu den Entwicklern/Verkäufern bzw. kann man dir auch Rheumadecken verkaufen.
Paulchen hat geschrieben:Den Namen werdet ihr herausfinden, wenn ihr googelt, darf ich ja hier nicht hinschreiben wegen Copyright.
Das wiederum ist totaler Quatsch. Deine Zitate, in diesem Umfang, sind wegen des Copyright bedenklich. Du hast ja fast den ganzen Artikel abgeschrieben. Der Link unten hätte gereicht.

Achja, allein die Größe bringts nicht. ;)
Kleine knackige Tomaten sind leckerer als riesen Hollandtomaten.
Gruß
Frank :)

++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
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Smoky der Bär
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Smoky der Bär »

Hi Frank
Besser hätte ich es nicht ausdrücken können !

Hi Paulchen
An Hand Deiner Post´s und Deiner Antworten nehme ich an, daß Du noch sehr jung bist und manchmal nicht den Unterschied zwischen Wahrheit und Maketing siehst.

1. Der Urwaldboden ist keinesfalls Nährstoffarm !
Urwald bedeutet Waldflächen bei denen der Mensch noch keine Eingriffe getätigt hat. Der Urwald hat sein biologisches Gleichgewicht und es wachsen dort alle Pflanzen die dieser Klimazohne angepasst sind. Es spielt dabei keine Rolle ob der Tropische Regenwald am Amazonas oder die üppigen Wälder am Fuße der Rocky´s gemeint sind. Wäre der Boden nährstoffarm, würde es dort nicht so einen dichten Unterwuchs geben. Natürlich kannst du nicht erwarten, unter den Baumgiganten Mittelamerikas oder in den Thujawäldern in meiner Region irgentwelche Kulturpflanzen zu ziehen. Dazu fehlt das Licht. Machst Du einen Kahlschlag (meist durch Brandrodung) hast du einen sehr guten Boden für Ackerbau. Die Holzkohle trägt zusätzlich dazu bei den Boden aufzulockern und sie wirkt Pilz-hemmend.

2. Der "Erfinder" dieser Erde, oder wie Du schreibst, "Schwarzes Gold" hat das Rad zum zweiten mal erfunden ! Ich habe vor etwa 50 Jahren dieses Gold zum ersten mal in der Hand gehabt und es war damals schon ein alter Hut. Da hieß es aber noch "Kompost"
3. Der Erfinder versucht mit Sch..e Geld zu machen und seine Werbung grenzt an Volksverdummung.

Bei uns hier verkaufen sie in der Bucht sogenannte "Schnellkompostierer-Kit´s"
Sie bestehen aus einem Plastefaß mit Deckel und einer Siebeinlage mit Flüssigkeitsablaß. Dazu bekommt man noch eine Flasche mit "Starterflüssigkeit" und das alles für nur 40 $.
Ein Freund von mir zeigte mir stolz seinen frisch erworbenen Schnellkomposter und konnte nicht verstehen warum ich ihn ausgelacht habe. Der einzige Zweifel den ich nach einer Geruchsprobe an der Starterflüssigkeit hatte war, Kommt die Brühe nun direkt von einer Schweinefarm oder aus der Kläranlage einer Großstadt ?

Das was die Firma teuer verkaufen will ist nichts anderes als ein guter Kopost für viel Geld !
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camaju +
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von camaju + »

Hallo Paul,

ich hab das auch im Radio gehört und im www mal danach gesucht. Da gab es etliche Seiten. Das Zeugs auf Holzkohlebasis gibt es scheinbar schon länger. Es stand u.a. auch bei einem der Händler zu lesen, dass diese Bio-holzkohle eben so genannt wird, weil sie tatschlich aus Holz hergestellt wird *confused* *crazy*

Milchsäure soll da bei den Indios auch ne Rolle gespielt haben. Aber viell. weiss ja Ulf was dazu, wenn er hier mal vorbeikommt. Und der Preis. Was ich gefunden hab 1 Ltr. 19.- €
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

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Smoky der Bär
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Smoky der Bär »

Hui, das ist hart.
dass diese Bio-holzkohle eben so genannt wird, weil sie tatschlich aus Holz hergestellt wird
Was ist denn dann die einfache "Holzkohle". Kommt die aus der Bäckerei?
Maketing ist was feines.
OK es giebt große Unterschiede in der Qualität ! Manche Billigkohle weist Fremdstoffe wie Plasterückstände, Nägel usw. auf. So etwas würde ich nicht unter meine Bratwurst legen. Aber hier geht es um einen Zuschlagsstoff für "Erde". Da ist es nicht so kritisch wenn mal ein Nagel mit drin ist.
Zu den Indios:
Die Verwendung von Milchsäure war neben Trocknen die einfachste Möglichkeit der Konservierung von "Gemüse" und Fruchtfleisch, Ohne die wertvollen Vitamine zu zerstören. Die in Deutschland bekannteste Form der Milchsäure-Konservierung ist das Sauerkraut.
Als Düngemittel ist sie jedoch nicht in reiner Form empfehlenswert. ZB. ist Silage auch eine Anwendung der Milchsäure. Wer schon einmal so ein Silo gesehen hat wird festgestellt haben, daß an dem Platz an welchem die Hänger beladen werden nichts mehr wächst. Man könnte Milchsäure deshalb sogar als biologisches Unkrautvernichtungsmittel einsetzen.
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Paul S.
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Paul S. »

@schmieda:

t'schuldigung, wusste ich nicht. Wollte's grad ändern, hast du aber ja schon gemacht :) Danke.

für alle anderen auch:

ist mir schon klar, dass das viel Marketing ist und nur überteuert, aber warum sollte man das nicht mal probieren?
Probiern geht über studiern, oder Versuch macht kluch, oder nicht?
Ich will mir da nur ganz wenig von kaufen wenn's auf dem Markt ist und probieren, ob es wirklich besser als normaler Kompost ist.
(Ich hab nämlich auch meinen kleinen "Mini-Komposter" für meine Bäume und anderen Pflanzen, also verarschen lass ich mich nicht!)(ich mein natürlich von denen, nicht von euch:))

Ich fand es halt nur mal interessant und deswegen hab ich das mal nachgeschaut. Nur weil ich das da hinschreibe, heißt es ja nicht, dass ich es um alles in der WElt haben will, wolltes nur mal zur Diskussion stellen.


Das mit den Internodien und der Blattgröße:

und warum verwendet man dann anderen Dünger für seine Bäumlis, wenn es nur sowas macht? Oder ist das spezieller Dünger?



ach ja: bitte beachten, dass ich nicht betonen kann im www, also war grad als "nicht-böse" betont :D

tschüß
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Fiene
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Fiene »

Smoky der Bär hat geschrieben:1. Der Urwaldboden ist keinesfalls Nährstoffarm !
Urwald bedeutet Waldflächen bei denen der Mensch noch keine Eingriffe getätigt hat. Der Urwald hat sein biologisches Gleichgewicht und es wachsen dort alle Pflanzen die dieser Klimazohne angepasst sind. Es spielt dabei keine Rolle ob der Tropische Regenwald am Amazonas oder die üppigen Wälder am Fuße der Rocky´s gemeint sind. Wäre der Boden nährstoffarm, würde es dort nicht so einen dichten Unterwuchs geben. Natürlich kannst du nicht erwarten, unter den Baumgiganten Mittelamerikas oder in den Thujawäldern in meiner Region irgentwelche Kulturpflanzen zu ziehen. Dazu fehlt das Licht. Machst Du einen Kahlschlag (meist durch Brandrodung) hast du einen sehr guten Boden für Ackerbau. Die Holzkohle trägt zusätzlich dazu bei den Boden aufzulockern und sie wirkt Pilz-hemmend.
Das stimmt wiederum nicht. Der Boden ist zumindest was den Regenwald in Amazonien betrifft, nährstoffarm.

http://www.amazonas.de/amazonas/regenwald_boden.html

Es spielt dabei sehr wohl eine Rolle, ob es sich um tropischen Regenwald oder Urwald in Kanada handelt, die Voraussetzungen sind grundverschieden. Und einen üppigen Unterwuchs gibt es im tropischen Regenwald auch nicht, da der Bodenbereich weitestgehend finster ist.

Zu dieser Wundererde:

Vielleicht handelt es sich um eine gute Erde, aber dafür müßte man sie mal testen. Ob sie sich dann für Bonsai eignet, ist wiederum eine ganz andere Frage.

MfG

Silvia
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Smoky der Bär
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Smoky der Bär »

Danke für den Link. Sehr interessant!

Vorallem für mich, denn er erklärt ausführlich, daß das was ich in der Schule gelernt habe, nicht stimmt. Wie so oft werden alte Schulweisheiten irgendwann widerlegt. Bei mir ist es ja auch schon 40 Jahre her. warum soll sich da nicht einmal was ändern.
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Smoky der Bär
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Smoky der Bär »

Nachdem ich so freundlich verbessert wurde, habe ich mich nun nocheinmal sehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und kam dabei aus dem schmunzeln nicht heraus.
Die Mysterien nehmen dabei kein Ende.
Beginnen wir mit der Wikpedia. Das erste was einen auffällt ist der große Hinweis in dem roten Kästchen. Man sollte sich dabei wirklich die Mühe machen ind die Diskussionseite anklicken und aufmerksam lesen. Sehr interessant und auch sehr lustig !
Nicht nur das es von Spekulationen über Herkunft, Größe, Regenerationsvermögen, Zusammensetztng usw nur so wimmelt, So ist auch die Seite selbst die Eingangstür zur Werbung.
Ich habe etwa 100 verschiedene Webseiten angesehen und auch zum Teil vollständig gelesen.

90% sind ein Abklatschbild der Wiki-Seite und nur das Portal zu irgendeinem Sponsor
5 % sind auf die Wikiseite aufgebaut und noch durch eigene "Annahmen" und Ideen verfälscht.
3 % beinhalten Rezepte wie man die Erde selbst herstellen kann
2 % Wertvolle Beiträge von Instituten mit wissenschaftlichen fundamenten.

Beginnen wir mit der Zusammensetzung:
Auf Grund von Bodenanalysen besteht die Erde aus:

Holzkohle (In verschiedenen Seiten auch Biokohle genannt)
tierischen und menschlichen Exkrementen
Pflanzenresten der dort wachsenden Vegetation
Wasserpflanzen und Algen
Küchenabfällen ? (Tierknochen, Fischgräten, Muschelresten usw)
Tonscherben

Lassen wir uns das alles mal auf der Zunge zergehen.

Die Tonscherben sind ein eindeutiger Beweis dafür, daß an den Orten an dem die Erde vorkommt auch Zivilisation existierte. Sie beweisen aber nicht, daß die Erde vom Menschen nach diesem Rezept hergestellt wurde. Auf einer Seite fand ich sogar den Hinweis, Daß den Pre-Columbianischen Indios das Rezept der Erde von Außerirdischen überlassen wurde !!!
Küchenabfälle wie Tierknochen, Fischgräten usw. Man kann nach etwa viertausend Jahren nicht mit Bestimmtheit sagen ob die Tier- und Fischreste auf natürlichem Wege dahingelangt sind oder vom Menschen zielgerichtet der Rezeptur beigemischt wurden.
Ebenso die Reste der gefundenen Wasserpflanzen und Algen. Es giebt keinen eindeutigen Beweis dafür, das diese Teile beigemischt wurden. Die Einfachere Müglichkeit ist der natürliche Transport zu der Ablagerungsstätte.
Tierische und menschliche Exkremente fallen bei jeder Besiedlung durch den Menschen an und wurden auch schon von den Indios entsorgt (Nicht nur wegen der Geruchsbelästigung)
Holkohle ! Sie fällt bei jedem Wald-oder Buschbrand an. Da sie leichter als Wasser ist wird sie bei Hochwasser über große Entfernungen transportiert.

Da das Mysterium Terra Preta von Spekulationen nur so Wimmelt will ich auch mal spekulieren.

Die Lage der Vorkommen ist nahe den Ufern des Flusses im Amazonas Becken. (Wissenschaftlich erwiesen)
Alle Zuschlagsstoffe, ausgenommen der Tonscherben; können auf natürlichem Wege zur Ablagerungsstätte gelangen.(Logisch in Flußnähe)
Der Querschnitt der Ablagerungsstätten ist muldenförmig bis trichterförmig (Wissenschaftlich belegt)
Die Größenangaben der Vorkommen reichen von wenigen Quadratmetern bis zu mehreren hundert Quadratkilometern. die Schichtdicke reicht von wenigen Dezimetern bis zu mehreren Metern.(Wissenschaftlich belegt).

Auf Grund dieser Fakten ist es doch realistischer anzunehmen, daß die Entstehung der Terra Preta nur ein Zusammenspiel von günstigen Faktoren war.
Wie wir wissen bilden Flüsse über die Jahrzehnte und Jahrhunderte, sogenannte tote Arme. Diese können Geologische Ursachen haben, durch Ablagerung vom Fluß selbst geschaffen sein, durch umgestürzte Bäume und spätere Verlandung vom Hauptfluß abgeschnitten werden oder sogar von Tieren hervorgebracht werden. (Biber)

Nehmen wir, rein spekulativ, an, daß so ein Toter Arm bei erhöhtem Wasserstand immer wieder vom Hauptfluß mit Wasser überflutet wurde und sich Treibgut wie herausgerissene Wasserpflanzen, Algen, Blätter, Holzkohle und Asche eines vom Blitz getroffenen Urwaldriesen, tote im sumpf verendete Tiere, Fische usw., ablagern konnte. Der Wasserstand ging wieder zurück und der tote Arm wird wieder zum Sumpfloch. Über hunderte oder tausende von jahren bildet sich da schnell eine dicke Schicht, welche später von den Bodenbakterien in den besten Humus umgewandelt werden kann.Wird dieser Tote Arm jetzt nicht mehr von Wasser uberflutet, zB wenn der Fluß seinen Lauf stark verändert hat, wird aus einem ehemaligen Sumpfgebiet mit wertvollen Ablagerungen, schnell ein fruchtbares für den Ackerbau gut geeignetes Land.
Kommen wir auf die Selbstregenerierung. Gehen wir davon aus daß die Ablagerung mehrere Meter dick ist und wir nehmen einen Meter von der Oberfläche weg. Es sinkt der Druck auf die unteren Ablagerungsschichten und sie dehnt sich aus.Weiterhin wird durch Verminderung der Feuchtigkeit auf ein idaleres Maß die Bakterientätigkeit erhöht und der vorher stark gepresste Boden wird von den Insektenlarven und Würmern jetzt stark aufgelockert und belüftet. Der Boden nimmt an Volumen zu und es hat den Anschein daß die abgebaute Bodenmasse sich selbst wieder aufgefüllt hat.
Der Ausdruck Selbstregenerierung wirft beim Kunden jedoch den Gedanken auf : Einmal Kaufen und die Büchse wird nie leer !

Zur Gesamtgröße der Terra Preta Vorkommen streiten sich die Gelehrten. Hier gehen die Annahmen von 0,1% des Amazonas Beckens bis zu 20 %. (Zweimal die Größe von England) Selbst wenn wir nur das goldene Mittel wählen, 10% der Fläche, dann hatten meine Lehrer ja doch nicht so unrecht!

Und jetzt mein Lieblingswort "Biokohle" Es lohnt sich dabei wirlich mal die Wiki aufzurufen und sich das geschriebene langsam zu Gemüte zu ziehen.
Da wird zum Beispiel geschrieben:
Zitat der Wikipedia:
In ihrer Herstellung und ihren Eigenschaften ähnelt Biokohle konventioneller Holzkohle. (Holzkohle ist im Prinzip nur eine Spezialform der Biokohle.) Wie Holzkohle wird Biokohle in sogenannten Kohlenmeilern hergestellt. Im Gegensatz zu Holzkohle, die vor allem als Brennstoff genutzt wird, wird Biokohle aber nicht primär zur Verbrennung sondern zur Verwendung als Bodenverbesserer (Dünger) in der Land- und Forstwirtschaft hergestellt. So bildet Biokohle beispielsweise die Grundlage der traditionellen brasilianischen Terra preta.

Man könnte also auch sagen:
Ein Reitpferd ist so etwas "ähnliches" wie ein Pferd. Es hat einen Körper, vier Beine, einen Kopf und einen Schwanz. (Das Pferd ist nur eine Spezialform des Reitpferdes)
So wie ein Pferd kommt ein Reitpferd auch aus einem Pferdestall. Im Gegensatz zum Pferd wird ein Reitperd nicht primär zum Ziehen eines Wagens genommen sondern zum Reiten.

Das Wort Biokohle oder Bioholzkohle erweckt den Eindruck, daß die produziert Kohle nur aus reinem biologischem Holz erzeugt wird. Pustekuchen. Gerade die Biokohle besteht nur zu einem Teil aus Holz. Der andere Teil besteht aus Abfällen der Obstsaftproduktion. Nicht im geringsten was dagegen. Die Weiterverwendung von Obstkernen und Steinen sowie Trestern ist sehr wünschenswert und ich befürworte das. Was mir jedoch sauer aufstößt ist der Name "Biokohle". Da es sich um Holzkohle zur Bodenaufbesserung handelt wäre der Name "Agrar-Holzkohle" doch sicher weniger verwirrend und bestimmt zutreffender.Auch der Nachsatz "(Dünger)" ist Nonsens. Holzkohle hat keine eigene Düngewirkung,. Da sie sehr porös ist, wirkt sie jedoch als Puffer oder Speicher für die gelösten Stoffe. Sie nimmt das Wasser/Dünger Gemisch auf, Speichert es und giebt es langsam wieder ab (abhängig von der Feuchtigkeit der Erde)

Zum Abschluß habe ich nocheinmal einen Vergleich angestellt.

Auf Grund von Bodenanalysen besteht die Terra Preta aus:

Holzkohle (In verschiedenen Seiten auch Biokohle genannt)
tierischen und menschlichen Exkrementen
Pflanzenresten der dort wachsenden Vegetation
Wasserpflanzen und Algen
Küchenabfällen ? (Tierknochen, Fischgräten, Muschelresten usw)
Tonscherben

Mein Komposthaufen als Schrebergärtner in Deutschland:

Küchenabfälle (Gemüsereste usw)
Pflanzenreste aller angebauten Pflanzen
Exkremente (im Herbst das Plumpsklo entleert)
Holzkohle und Holzasche (Nicht vollständig verbrannte Baumrückschnitte und Pflanzenreste)
Erdreste von den Wurzeln der Gemüsepflanzen und einjährigen Blumen.

Also habe ich eigentlich, sowie viele andere vor und nach mir, schon damals Terra Preta hergestellt ohne es zu wissen. Oder doch nicht ?
Ach so ! die zertepperte Kaffetasse fehlt noch um die ganze Sache abzurunden.
Wer aber richtig lachen will sollte sich die Geheimrezepte zur Selbstherstellung genau durchlesen und auch die dazugehörigen Kommentare.
Ich hoffe daß ich mit dem Zitat der Wikipedia nicht einen Verstoß gegen die Forenregeln begangen habe. Auch liegt es mir sehr fern jemanden vor den Kopf zu stoßen.
Was ich aber nicht vertrage ist Massenverdummung und Verbreitung von spekulativen Aussagen, die nur der Werbung dienen. Schade das es immer welche geben wird die darauf hereinfallen.
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camaju +
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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von camaju + »

Sag mal Smoky,

bist du schon eingeschneit und dir ist langweilig ? *engel* *undwech* :wink:

Du hast dir da ja echt Mühe gemacht, liest sich schon interessant. Zum aktuellen Stand der Dinge hast du ja selbst schon die Antwort gegeben "Marketing ist was feines". Was bei deinem Komposthaufen viell. noch gefehlt hat, wären evtl. die Ausserirdischen (Däniken lässt grüßen)

(Ich hoffe mal, du liest die Smilies richtig)
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

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Re: Terra Preta - P*l*te*r*

Beitrag von Paul S. »

Danke für die Recherche.

Aber wie gesagt (ein Freund hat mal zu mir gesagt, dass ich mich immer nnur rechtfertige):

Ich habe jetzt auch nicht direkt geglaubt dass das Zeug besser ist als normaler KOmpost, aber ich will's mir halt kaufen, um nen Vergleich zu machen.


(T'schuldigung)
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