Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

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Dick
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Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von Dick »

Hallo Forum,

seit langen interessiert mich die Lärche und wir haben einige Bestände in den Wäldern direkt vor der Haustür. Seit 2 Jahren suche ich auf Spaziergängen immer nach Sämlingen oder Jungpflanzen durch natürliche Vermehrung.Gerade in diesen Tagen ist durch die Herbstfärbung jede Lärche sichtbar. Trotz intensiver Suche habe ich nirgens auch nur eine Jungpflanze gefunden, nur Altbestände, die bestimmt alle älter sind als 15-20 Jahre.
Im Gegensatz zu den Lärchen sind bei allen anderen Bäumen Jungpflanzen immer vorhanden. Gibt es dafür eine Erklärung?

Gruss
Dick
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Hinhan
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von Hinhan »

Aloha!
Lärchensämlinge sind ziemlich empfindlich. Ich habe aus meinem ersten Versuch (15 Samen) genau ein kleines Pflänzchen herausbekommen. Mein zweiter Versuch (10 Samen) blieb bis heute ohne erfolg, genau wie bei allen anderen Nadelbäumen. In meinem Gewächshäuschen gings dem Sämling ziehmlich gut. Aberals ich mal für eine Nacht den Deckel abnahm ist er mir sofort eingetrocknet.
Manchmal frag ich mich wie sich Bäume überhaupt vermehren können, wenn man bedenkt wie schwer es ist aus Samen Jungpflanzen zu ziehen.
Manche Nadelbäume sorgen ja auch durch ihre Nadeln am Boden, dass dort nichts anderes wachsen kann. Eine weitere Vermutung von mir wäre, dass Tiere, die die Samen fressen, diese auch weiter weg tragen und somit keine Pflänzchen in der Nähe der Mutterpflanze wachsen.
Grüße
der Sven
Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.

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Eva Warthemann
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von Eva Warthemann »

Ähnliches habe ich auch schon beobachtet.
In der Nähe von Dessau gibt es einen großen angepflanzten Lärchenwald, auch dort sieht man keinerlei Jungpflanzen.
Aus einem anderen Waldgebiet habe ich vor 6Jahren frische Lärchenzapfen gesammelt und ausgesät. davon ist nur eine Lärche gekeimt.
Diese ist auf dem nachfolgenden Foto zu sehen.
Es müßte eine Larix decidua sein.
Ich habe sie meiner Enkelin gewidmet, die im Keimungsjahr der Lärche geboren wurde.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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bonsaifreund27
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von bonsaifreund27 »

Also bei mir in der nähe gibts einige Wälder mit mehr als genug Jungpflanzen.
Mit Bäumchen zwischen 1 bis ungefähr 10 Jahren, ich selber habe schon einige geborgen.
Gut angewachsen sind sie auch.

Von wo aus dem Sauerland kommst du den genau?
Habe in Willingen zb schon einige gesehen.
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Honey
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von Honey »

Da viele meiner Aussaatversuche auch erfolglos blieben, wurde mir nochmal nahegelegt, dass Lärchen Lichtkeimer sind - sprich die Samen aufs Substrat legen und nicht abdecken. Hab's selbst aber seit dem nicht mehr versucht, da sich Lärchen spielerisch leicht aus Stecklingen ziehen lassen.
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
salm
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von salm »

Lärchen Sämlinge findet man häufiger in Kahlschlag und Windwurf Schneisen in dichten Beständen eher weniger.
Forst und Jungpflanzen Baumschulen bieten auch Pflanzen für unter einem Euro an.

Mfg Salm
salm
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von salm »

Sorry unter 2 Euro bei Kordes.





LARIX decidua

(= L. europaea) Europäische Lärche
Bis 30 m hoher, lichtbedürftiger, sommergrüner Baum mit schlanker, kegelförmiger Krone und fast waagerecht abstehenden oder überhängenden Ästen mit aufstrebenden Spitzen - wegen des zarten, hellgrünen Austriebes und der gelben Herbstfärbung ein begehrter Parkbaum; durch hohe Schnittverträglichkeit auch für Hecken geeignet. H, S. Zone 4.



Zeichenerklärung



Qualitäts- bezeichnung Höhe oder Breite Inhalt Bund/Karton Stückpreis je Pflanze ab 250 Stück ab 2500 Stück Bestellung Stück

2j.v.S. P9 1/1 20-40 32 1.85 1.48 1.48

Bio-Topf 32 1.85 1.48 1.48
Eva Warthemann
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Swen!
Du schreibst: "Lärchensämlinge sind ziemlich empfindlich. Ich habe aus meinem ersten Versuch (15 Samen) genau ein kleines Pflänzchen herausbekommen. Mein zweiter Versuch (10 Samen) blieb bis heute ohne erfolg, genau wie bei allen anderen Nadelbäumen. In meinem Gewächshäuschen gings dem Sämling ziehmlich gut. Aberals ich mal für eine Nacht den Deckel abnahm ist er mir sofort eingetrocknet."

Also ich säe grundsätzlich keine Lärchensamen im Gewächshaus aus, sondern draußen im Freien.
Das hat den Vorteil, das Sämlinge nicht vergeilen.
In der Natur ist es doch so, das sich die reifen Zapfen nur bei großer Wärme öffnen und den Samen frei geben.
Genau zu dieser Zeit (Hochsommer)ernte ich die Zapfen und säe aus.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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Andreas Ludwig
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von Andreas Ludwig »

Dick hat geschrieben:[…] älter sind als 15-20 Jahre. […] Im Gegensatz zu den Lärchen sind bei allen anderen Bäumen Jungpflanzen immer vorhanden. Gibt es dafür eine Erklärung?
Wrong place. Du streichst durch eine Lärchenplantage aus den 70er, 80er-Jahren. Hat man damals gemacht weil Lärchen rentabel war. Da wachsen Jungpflanzen zwar, aber der Boden ist nicht ideal für erfolgreiches Keimen. Meist zu trocken.

Moorige, aber gut besonnte Böden können dagegen dicht überzogen sein mit Lärchensämlingen. Solche Stellen gibt es in den Voralpen, aber auch im Ruhrpott; es scheint am feucht-warmen Lokalklima zu liegen.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
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Hinhan
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von Hinhan »

Also ist das mit meinem Gewächshaus doch nich so ne schlechte Idee- von wegen feucht-warm :wink: (kleiner scherz)
Werde nächstes Jahr mal versuchen mal im Sommer ein paar auszusähen.
Bin schon gespannt.
Grüße
der Sven
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Dick
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von Dick »

Andreas Ludwig hat geschrieben: Wrong place. Du streichst durch eine Lärchenplantage aus den 70er, 80er-Jahren. Hat man damals gemacht weil Lärchen rentabel war. Da wachsen Jungpflanzen zwar, aber der Boden ist nicht ideal für erfolgreiches Keimen. Meist zu trocken.
In diese Richtung ging meine Überlegung auch, wobei ich Lärchen auf "trockenen" Hängen, wie auch an Feuchtzonen gesehen habe. Wenn ich richtig gelesen habe, ist ein gut abfliessender Gestein, bzw. Geröllboden eine gute Aufwuchsbedingung?
Evtl sind ja auch die sauren Böden ein Hemmnis.

Gruss
Dick
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xistsixt
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Re: Lärche- natürliche Vermehrung nicht auffindbar

Beitrag von xistsixt »

da gibts nen ort auf dem weg zu zermatt, da gabs nen bergsturz im jahre 1991, jetzt 20jahre später wachsen auf der unteren hälfte des kegels eine ganze menge lärchen die schon eine beachtliche grösse haben. (in gesellschaft mit birken) ich muss das nächste mal wenn ich da bin ein paar bessere fotos schiessen. dieses zeigt nur den oberen teilBild


lärchen sind pionierbäume, was dieses beispiel auch beweist. die stehen nicht wirklich auf humusreiche standorte und gedeihen im spärlichen angebot von nährstoffen besser als manch andere art von baum.
wie die sämlinge auf puren steinen aber wirklich keimen und überleben ist mir auch noch ein rätsel. da sie in kultur ja gerne vertrocknen...

gruss vali
"Character is like a tree and reputation like a shadow.
The shadow is what we think of it; the tree is the real thing."

- Abraham Lincoln
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