Hallo zusammen,
1,25 Jahre sind vergangen und es hat sich viel getan bei meiner kleinen Ficusgruppe. Einige Bäumchen sind gestorben und andere haben's Überlebt. Den Überlebenden habe irgendwann Ende letzten Jahres die Köppe abgeschnitten. Genau genommen die Köpfe und ein gutes Drittel des Rumpfes. Und seit das Outdoor-Ficuse sind, gehen sie ab wie ein Zäpfchen. Die Abgeschnittenen Triebe habe ich in eine Mischung aus Seramis, Bimskies, Sand und Torferde gesteckt und mit ein wenig Bewurzelungshormon behandelt. Zu meiner Freude sind 95% angegangen. Wahrscheinlich weil die Ficuse einfach nicht tot zu kriegen sind. Auf jeden Fall war ich gestern etwas ungeduldig und habe mich entschlossen wieder zusammen zu führen, was zusammen gehört. Klar der Zeitpunkt ist nicht ideal aber die Bäumchen stehen derart gut im Saft, das ich mir gedacht habe, dass sie es verkraften könnten, wenn ich die Wurzeln nicht anfasse. Verwundert war ich über die Menge der Wurzeln und deren Ausbreitung. Die Fünf überlebenden haben bereit ein Gemeinsames Wurzelbett und auch die Stecklinge warteten mit erheblich mehr Wurzel auf als ich das erwartet habe. Einer hat ein Pfahlwurzel erzeugt die dicker war als der Stamm und parallel zur Erdoberfläche verläuft. Da habe ich gleich an ein Floß gedacht, den Gedanken aber wegen der Größe des Stecklings aber wieder verworfen. (Ein Mameficusfloß wäre das geworden).
Jedenfalls habe ich versucht die Stecklinge in die Gruppe zu integrieren, ohne den anderen an die Wurzeln zu gehen. Dabei habe ich die Pflanzhöhe etwas nach oben korrigiert. Alles in allem bin ich ganz zufrieden. Durch den Tod des Hauptbaumes weicht die Anordnung der Hauptgruppe etwas von den Regeln für Yose-ue ab aber daran kann ich jetzt erst mal nichts ändern. Die Krone hat noch ein Paar Löcher und ein paar Stellen sind alles andere als optimal aber mir gefällts soweit. In ein paar Jahren wird das schon werden. Leider wird ein Bäumchen im Hintergrund etwas verdeckt, wenn man ein paar Schritte zurück geht. Auf dem Foto noch stärker als Life. Da sieht man mal, dass man nach dem ersten Positionieren zunächst ein paar Meter zurück gehen sollte, bevor man die Bäume endgültig einpflanzt. In ein paar Wochen gibt es dann noch mal einen ordentlichen Haarschnitt und dann darf bis nächsten Jahr fröhlich gewachsen werden. In zwei drei Jahren kommt die Gruppe dann in eine größere flachere Schale oder sogar auf eine Platte.
Von den Seiten und von Hinten erinnert das Ganze doch sehr an ein Gebüsch. Das Akadama liegt nur oben auf und ist für's Auge bzw. damit meine Nachbarn wissen wann es Zeit zu gießen ist, wenn wir in Urlaub fahren. Das Substrat besteht nach wie vor aus Seramis, Bimskies, Sand und Torf. Daran sind kleinen gewöhnt und ich bin bisher sehr gut damit gefahren.
Was sagt Ihr? Grobe Patzer? Ideen zur Verbesserung? Jaaaa, irgendwann lerne ich auch noch wie man Fotographiert, versprochen.
Viele Grüße aus Brgisch Gladbach
I say, if your knees aren't green by the end of the day, you ought to seriously re-examine your life.
(Calvin & Hobbes)