zopf hat geschrieben:Dann kommen dazu noch die Begriffe Fraktale, Selbstähnlichkeit.
Bei "Laubwolken" und Negativräumen sind wir automatisch
im Bereich der fraktalen Geometrie, da sind wir dann
mit unseren Augen, wenn man eine gewisse Unschärfe mit einberechnet,
dem Massband und Taschenrechner vollkommen überlegen.
Das erste Beispiel ist für Kalligraphen, Typographen und Schriftenmaler
recht einfach, da es mit zum Ersten gehört was vermittelt werden sollte.
Die Schriftart Futura basiert darauf und ist vielfältig anzutreffen.
Roy hat die Proportionen in ein gefälliges Maß geändert,
aber er benutzt Hilfslinien, die es dann vereinfachen.
Wie sieht es mit unregelmässigen Formen im freien Raum aus ?
Auch hier kann man mit dem Zollstock sein Glück versuchen,
mit der Kästchen-Methode den Flächeninhalt bestimmen
oder gar über ein Funktion x-ten Grades sich dem Ganzen nähern.
Hallo Dieter, mal ganz doof gefragt ... wozu machst du dir hier solche Ergüsse ? Wozu sollen diese deine Überlegungen dienen ? Kannst du das einmal formulieren ?
zopf hat geschrieben:Auch der vielzitierte Naka orintiert sich an dem was er sieht
und nicht an dem was das Maßband hergibt.
und stell dir einmal vor, dazu muss ich nicht Naka heißen um mich an dem zu orientioeren was ich sehe und mein Gehirn dazu an Konstrukten entwickelt und ich brauche und wäre auch niemals auf die Idee gekommen, dazu mathematische Wanderungen zu machen oder sowas.
Also wo willst du mit deinen Aussagen eigentlich hin ? Was willst du uns damit denn sagen ... mal ganz einfach
saludos
avicenna
Die Reaktionen, die nicht unmittelbar zum Thema gehören, wurden hier hin verschoben.
Hallo avicenna,
ich denke mal es läuft darauf hinaus Formen in Bäumen zu erkennen,
die nicht zueinander passen, vll. unterbewusst spannungen erzeugen.
Hab ich das richtig geschlussfolgert Dieter?
Ein Kumpel (Produktdesigner) von mir schaute letztens nen Baum von mir an und konnte mir sofort sagen in welchen Leerraum "der Ast" sollte.
Das kann sehr interressant für Bonsai werden.
Vorerst einmal vielen Dank an Karl !
Es zeichnet einen guten Gestalter halt eben auch aus,
wenn er ein Bild seiner Gestaltung zur "Kritik" freigibt.
Auf dem Bild ist ein Weissdorn von Karl
Rot ist die Stammlinie, blau sind 2 hervorstechende "Linien"
die sich aus dem Astverlauf ergeben.
Die Stammlinie ergibt eine klare Richtung, nach rechts.
Bei den blauen Linien ergeben sich 2 Deutungen
Sie treffen sich rechts unten und betonen die Bewegung nach rechts
oder aber Sie öffnen den Raum nach links.
Welche Gesamtbewegung ergibt sich für Euch daraus ?
ps Nein, ich sitze nicht vor dem Bidschirm und suche mit Linien nach Fehlern,
das ist einfach nur ein Versuch mein optisches Bauchgefühl
auch anderen verständlich zu machen.
ich habe zwar vermutlich keine Ahnung aber die Linien erzeugen für mich eher den Eindruck der Bewegung nach rechts
Ohne die die eingezeichneten Linien empfinde ich es nicht so stark, und das linke Ende der oberen blauen Linie (bzw. der Ast) könnte m.E. auch gut zur Spitze werden und würde dann den Rechtsschwung etwas ausgleichen.
wenn ich das Bild mit den Linien betrachte stört mich, das die blauen Linien nicht parallel zu einander verlaufen ( persönlicher Eindruck, mathematisch betrachtet ).
Betrachte ich das Bild ohne Linien sehe ich einen Baum bei dem auf beide Seiten die oberen Äste leicht nach unten hängen und damit den Bereich zum jeweiligen unteren Ast verkleinern. Wobei auffällt dass der rechte Bereich offener ist als der Linke. Aber gerade dies bringt eine Unregelmäßigkeit rein die mir ( persönlich ) gefällt.
Für mich geht die Bewegung nach rechts. Eine Einteilung im Goldenen Schnitt sticht sofort raus. Wenn man länger sucht, findet man bestimmt noch mehr. Das zeigt, dass der Goldene Schnitt ein Gefälligkeitsmaß ist.
@ Roy: Was hat denn die eingezeichnete Linie jetzt mit dem goldenen Schnitt zu tun? Sie mag ja mathematisch korrekt dargestellt sein, aber was "markiert" denn der untere Abschnitt (bzw. der Punkt, an dem der größere und der kleinere Teil der Linie sich treffen)? Der Ast auf der linken Seite entspringt weiter oben. Außerdem ergibt sich ein anderes Verhältnis, wenn man die Linie nach rechts oder links verschiebt (denn wieso hast du sie genau dort eingezeichnet?).
Ich halte nicht viel davon, "Schönheit" in Formeln pressen zu wollen. In manchen Fällen mag man mit dem goldenen Schnitt richtig liegen, in anderen Fällen mögen andere Proportionen besser geeignet sein. Ein Baum gefällt - oder er tut es nicht.
Frank80 hat geschrieben:@ Roy: Was hat denn die eingezeichnete Linie jetzt mit dem goldenen Schnitt zu tun? Sie mag ja mathematisch korrekt dargestellt sein, aber was "markiert" denn der untere Abschnitt (bzw. der Punkt, an dem der größere und der kleinere Teil der Linie sich treffen)? Der Ast auf der linken Seite entspringt weiter oben. Außerdem ergibt sich ein anderes Verhältnis, wenn man die Linie nach rechts oder links verschiebt (denn wieso hast du sie genau dort eingezeichnet?).
Ich halte nicht viel davon, "Schönheit" in Formeln pressen zu wollen. In manchen Fällen mag man mit dem goldenen Schnitt richtig liegen, in anderen Fällen mögen andere Proportionen besser geeignet sein. Ein Baum gefällt - oder er tut es nicht.
Die eingezeichnete Linie bezieht sich nur auf die linke Seite. Unten keine Verzweigung(kein Laub), oben Verzweigung (Laub). Es ist egal wo der Ast entspringt, wenn das optische Gewicht durch die Verzweigung nach unten gezogen wird. Wenn man die Linie auf die rechte Seite verschiebt, müsste man sie der Kronenhöhe rechts anpassen. Damit würde das Verhältnis an den rechten Ast angepasst. Das könnte in etwa passen. Betohnung liegt auf in etwa. Es kann ja auch nur eine Annäherung an das Ideal sein. Das muss nicht auf den cm passen und wäre auch total übertrieben. Außerdem versuch ich keine Schönheit in Formeln zu pressen. Das soll nur zeigen, das man ohne auf solche Regeln zu achten aus dem Bauch herraus und mit einem Blick für ästhetik genau diesen regeln unbewusst folgt, wenn man sich durch training schult. Karl hat diesen Baum mit viel Erfahrung gestaltet. Natürlich wird man bei einem Erfahrenen Gestalter eher solche Zusammenhänge erkennen als bei einem unerfahrenen, da sich bei dem erfahrenen Gestalter durch jahrelanges Training der Blick für Harmonie geschult hat. Die Formeln haben wir übrigens nicht erfunden, sondern nur durch Beobachtungen in ein mathematisches Modell gebracht. Mathematik soll da nur die Vorstellung erweitern.
Hallo
Mir geht es einfach nur um eine Bestandsaufnahme
dessen was man auf dem Foto erkennen kann.
Wer sich auf der Nolanders Karl´s "dicke Berta" angesehen hat,
kann leicht erkennen das Karl schon genau weiss
was er macht. Daher finde ich es dann sehr lehrreich
so eine Gestaltung zu betrachten um zu verstehen
warum, was gemacht wurde.
Da ein Laubbaum im Winter gnadenlos alles zeigt,
kann hier die Stammlinie ein wichtiger Anhaltspunkt sein.
Des weiteren haben wir noch die sich vielleicht ergebenden Linien.
Ein weiterer Anhaltspunkt ist die Pflanzposition in der Schale.
Diese ist links ausserhalb der Schalenmitte (rot),
wodurch sich wieder 2 Möglichkeiten ergeben.
Das Wurzelwerk lässt keine andere Position zu,
möglich, aber ich vermute das Karl den Baum
hier dann noch nicht gezeigt hätte.
Auch der Wurzelansatz auf der linken Seite spricht dagegen.
Die andere Möglichkeit wäre eine Betonung der Bewegung nach rechts.
Dann gibt es noch die "Laubwolken" hier grün dargestellt
die verschieden optische Gewichte haben.
Auch diese optischen Gewichte verstärken oder vermindern
die Bewegung eines Baumes.
Zur Stammlinie und den Linien kommen also noch
die Pflanzposition und die optischen Gewichte.
Wenn Ihr dies mit einbezieht.
Wie ist die Bewegungsrichtung ?
mfG Dieter
ps Falls der Begriff optisches Gewicht unklar ist
bitte nachfragen
Warum für mich die Bewegungsrichtung nach links geht?
Zunächst hat der Stamm eine deutliche Rechtsbewegung. Die Krone führt aber nicht die Stammlinie fort sondern ist deutlich nach links verschoben. Das ist das charateristische Hauptmerkmal des Baumes. Dadurch wird er stabilisiert und die gesamte Bewegungsrichtung nach links verschoben. Der dominate (charaktergebende Ast) ist die grüne Wolke links unten. Der überwiegende Teil den Baum charktarisierende Bereich hat sowohl von der Laubmassenverteilung , als auch von der Bewegungsrichtung einen Schwerpunkt nach links.
Der Baum würde sich vom gesamten Eindruck her völlig verändern wäre die Krone eine Fortführung der Stammlinie.
Grüße,
Marco
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