Bericht von der Japanreise Herbst 2010
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PeterBonsai
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Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Hallo Bonsaifreunde,
diese Woche kam eine Gruppe unter Leitung von Harald Lehner von der jährlichen Bonsaireise aus Japan zurück.
Ich war diesmal nicht dabei, möchte euch aber doch einige Fotos zeigen, Eindrücke schildern und Informationen aus meinen zurückliegenden 3 Reisen geben.
Zielflughafen ist Narita, ungefähr so groß wie der Flughafen München. Na und?
In Tokio gibt‘s aber noch den Inlandsflughafen Haneda und der ist fast doppelt so groß wie Narita. Willkommen in Japan!
Nach 2 Stunden Busfahrt erreichen wir Omiya, das legendäre Bonsai "Dorf", mit 450.000 Einwohnern heute Stadtbezirk der jüngsten Millionenstadt Saitama.
Das etwas außerhalb gelegene Bonsai-cho wurde 1925 gegründet, nachdem alle Bonsaigärten nach dem großen Kantoerdbeben (1923) dorthin umgesiedelt waren.
Hier findet man in unmittelbarer, fußläufiger Nachbarschaft mehr als 10 der berühmten Bonsaigärten.
Wir waren zuerst in Mansei-en, dem Bonsaigarten der seit 5 (!!) Generationen im Besitz der Familie Kato ist.
Der Vater des in 2008 verstorbenen Herrn Sabura Kato sammelte auf den Kurilen die ersten Ajanfichten und wurde als „Vater der der Ezo- Fichte“ berühmt.
Seit 1946 leitete Herr Saburo Kato den Garten und war als langjähriger WBFF- Präsident einer der großen Bonsai-Botschafter Japans.
Heute ist der Garten etwas kleiner, aber dafür wurde ein wunderschönes Ausstellungshaus mit mehreren Tokonomen errichtet.
Besonders beeindruckend sind auch die alten Ajan-Fichtenwälder.
Am Donnerstag sind die meisten Bonsaigärten übrigens geschlossen.
Nach Mansei-en gab es etwas ganz Neues:
Einen Besuch im Omiya-Bonsai Art Museum, welches erst im Frühjahr 2010 eröffnet wurde.
Auch Japan ist in Bonsai-Dingen nicht nur traditionalistisch. In einem sehr modern gestalteten Ausstellungsraum wurden Glastokonomen mit klassischen Präsentationen verknüpft. Auch durch die Gartenarchitektur ziehen sich moderne Gestaltungselemente.
Mehrere der exzellenten Bäume stammen aus dem ehemaligen Takagi-Museum und sind eine Stiftung an die Stadt Saitama.
Nähere Infos gibt’s auch unter http://www.bonsai-art-museum.jp
Wieder nur wenige Schritte entfernt öffnen sich dieTüren von Fuyo-en, dem Garten von Herrn Hiroshi Takeyama, dem jetzigen Vorsitzenden der japanischen Bonsai Vereinigung. Der Garten ist immer ein Highlight. Kein Blatt am Boden, die Bäume in einem Top-Pflege-Zustand, beginnende Herbstfärbung, einfach sehenswert.
Leider ist die Zeit zum Verweilen und Genießen immer zu kurz.
Weiter – und diesmal nicht zu Fuß - ging es dann zum abschließenden Höhepunkt des Tages, dem Garten von Herrn Masahiko Kimura.
Ein Besuch dort ist immer wieder beeindruckend.
Eine erst in den vergangenen Monaten neu entstandene Felsenlandschaft mit Hinokizypressen war bisher noch nicht oft zu sehen.
In den meisten Gärten haben auch Beistellpflanzen einen ausgesprochen hohen Stellenwert. In die „Staxa“ wird sehr viel Zeit und Pflege investiert.
Besonders schön und informativ ist es, wenn sich Herr Kimura bei grünem Tee und frischem Obst immer eine Stunde Zeit nimmt um Fragen zu beantworten.
Jetzt geht es zurück ins Hotel und der Abend klingt bei Sake aus. Die Bonsai-Gefühlslagen wechseln zwischen euphorischer Begeisterung, ungläubigem Staunen und totaler Bonsaiverwirrung.
Schön, dass es sowas gibt.
Das war der 1. Tag, Fortsetzung folgt mit mehr Bildern und weniger Text
Grüße
diese Woche kam eine Gruppe unter Leitung von Harald Lehner von der jährlichen Bonsaireise aus Japan zurück.
Ich war diesmal nicht dabei, möchte euch aber doch einige Fotos zeigen, Eindrücke schildern und Informationen aus meinen zurückliegenden 3 Reisen geben.
Zielflughafen ist Narita, ungefähr so groß wie der Flughafen München. Na und?
In Tokio gibt‘s aber noch den Inlandsflughafen Haneda und der ist fast doppelt so groß wie Narita. Willkommen in Japan!
Nach 2 Stunden Busfahrt erreichen wir Omiya, das legendäre Bonsai "Dorf", mit 450.000 Einwohnern heute Stadtbezirk der jüngsten Millionenstadt Saitama.
Das etwas außerhalb gelegene Bonsai-cho wurde 1925 gegründet, nachdem alle Bonsaigärten nach dem großen Kantoerdbeben (1923) dorthin umgesiedelt waren.
Hier findet man in unmittelbarer, fußläufiger Nachbarschaft mehr als 10 der berühmten Bonsaigärten.
Wir waren zuerst in Mansei-en, dem Bonsaigarten der seit 5 (!!) Generationen im Besitz der Familie Kato ist.
Der Vater des in 2008 verstorbenen Herrn Sabura Kato sammelte auf den Kurilen die ersten Ajanfichten und wurde als „Vater der der Ezo- Fichte“ berühmt.
Seit 1946 leitete Herr Saburo Kato den Garten und war als langjähriger WBFF- Präsident einer der großen Bonsai-Botschafter Japans.
Heute ist der Garten etwas kleiner, aber dafür wurde ein wunderschönes Ausstellungshaus mit mehreren Tokonomen errichtet.
Besonders beeindruckend sind auch die alten Ajan-Fichtenwälder.
Am Donnerstag sind die meisten Bonsaigärten übrigens geschlossen.
Nach Mansei-en gab es etwas ganz Neues:
Einen Besuch im Omiya-Bonsai Art Museum, welches erst im Frühjahr 2010 eröffnet wurde.
Auch Japan ist in Bonsai-Dingen nicht nur traditionalistisch. In einem sehr modern gestalteten Ausstellungsraum wurden Glastokonomen mit klassischen Präsentationen verknüpft. Auch durch die Gartenarchitektur ziehen sich moderne Gestaltungselemente.
Mehrere der exzellenten Bäume stammen aus dem ehemaligen Takagi-Museum und sind eine Stiftung an die Stadt Saitama.
Nähere Infos gibt’s auch unter http://www.bonsai-art-museum.jp
Wieder nur wenige Schritte entfernt öffnen sich dieTüren von Fuyo-en, dem Garten von Herrn Hiroshi Takeyama, dem jetzigen Vorsitzenden der japanischen Bonsai Vereinigung. Der Garten ist immer ein Highlight. Kein Blatt am Boden, die Bäume in einem Top-Pflege-Zustand, beginnende Herbstfärbung, einfach sehenswert.
Leider ist die Zeit zum Verweilen und Genießen immer zu kurz.
Weiter – und diesmal nicht zu Fuß - ging es dann zum abschließenden Höhepunkt des Tages, dem Garten von Herrn Masahiko Kimura.
Ein Besuch dort ist immer wieder beeindruckend.
Eine erst in den vergangenen Monaten neu entstandene Felsenlandschaft mit Hinokizypressen war bisher noch nicht oft zu sehen.
In den meisten Gärten haben auch Beistellpflanzen einen ausgesprochen hohen Stellenwert. In die „Staxa“ wird sehr viel Zeit und Pflege investiert.
Besonders schön und informativ ist es, wenn sich Herr Kimura bei grünem Tee und frischem Obst immer eine Stunde Zeit nimmt um Fragen zu beantworten.
Jetzt geht es zurück ins Hotel und der Abend klingt bei Sake aus. Die Bonsai-Gefühlslagen wechseln zwischen euphorischer Begeisterung, ungläubigem Staunen und totaler Bonsaiverwirrung.
Schön, dass es sowas gibt.
Das war der 1. Tag, Fortsetzung folgt mit mehr Bildern und weniger Text
Grüße
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- Tag 1-1 Kato Mansei-en 1.JPG (67.88 KiB) 7300 mal betrachtet
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- Tag 1-1 Kato Mansei-en 2.JPG (66.24 KiB) 7300 mal betrachtet
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- Tag 1-1 Kato Mansei-en 3.JPG (69.4 KiB) 7300 mal betrachtet
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- Tag 1-1 Kato Mansei-en 4.JPG (69.19 KiB) 7300 mal betrachtet
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- Tag 1-1 Kato Mansei-en 5.JPG (69.62 KiB) 7300 mal betrachtet
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- Tag 1-1 Kato Mansei-en 6.JPG (69.35 KiB) 7300 mal betrachtet
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- Tag 1-2 Omiya Bonsai Museum 1.JPG (68.23 KiB) 7300 mal betrachtet
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- Tag 1-2 Omiya Bonsai Museum 2.JPG (64.67 KiB) 7300 mal betrachtet
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- Tag 1-2 Omiya Bonsai Museum 3.JPG (66.75 KiB) 7300 mal betrachtet
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- Tag 1-2 Omiya Bonsai Museum 4.JPG (69.65 KiB) 7300 mal betrachtet
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PeterBonsai
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Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Teil 2 der Fotos von Tag 1
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- Tag 1-2 Omiya Bonsai Museum 5.JPG (68.98 KiB) 7705 mal betrachtet
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- Tag 1-2 Omiya Bonsai Museum 6.JPG (69.38 KiB) 7705 mal betrachtet
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- Tag 1-2 Omiya Bonsai Museum 7.JPG (67.59 KiB) 7705 mal betrachtet
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- Tag 1-2 Omiya Bonsai Museum 8.JPG (67.29 KiB) 7705 mal betrachtet
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- Tag 1-2 Omiya Bonsai Museum 9.JPG (67.62 KiB) 7705 mal betrachtet
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- Tag 1-3 Hiroshi Takeyama 1.JPG (68.24 KiB) 7705 mal betrachtet
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- Tag 1-3 Hiroshi Takeyama 2.JPG (65.01 KiB) 7705 mal betrachtet
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PeterBonsai
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Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Teil 3 der Fotos von Tag 1
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- Tag 1-4 Masahiko Kimura 1.JPG (68.63 KiB) 7703 mal betrachtet
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- Tag 1-4 Masahiko Kimura 2.JPG (68.11 KiB) 7703 mal betrachtet
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PeterBonsai
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Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
da kommt noch eines
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- Tag 1-4 Masahiko Kimura 7.JPG (66.94 KiB) 7701 mal betrachtet
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PeterBonsai
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Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Am zweiten Tag ging es weiter mit Hochgeschwindigkeitszug Shinkhansen 200 km in den Nord-Osten, in die Berge von Nasu.
Übrigens: Die durchschnittliche Verspätung eines einzelnen Shinkansen-Zuges am Ankunftsbahnhof betrug im Jahre 2005 ganze sechs Sekunden!!!!. Hat ein Lokführer mehr als 15 Sekunden Verspätung, so hat er sich schriftlich zu verantworten. Da könnte die Deutsche Bundesbahn wohl was lernen davon.
Wir besuchten in Nasu Frau Fumiko Kato und Herrn Hiroshi Konuma.
Frau Kato ist Meisterin im Umgang mit kleinen Pflanzen, welche man als Beisteller (Staxa) und als Einzelarrangements (Kusamono) aufstellen kann.
Die Größe geht von kleinen zwei Zentimetern hin bis zu Pflanzen mit 30 cm Höhe.
Die Nachfrage nach solchen Pflanzgestecken in Japan ist enorm.
Alleine Frau Kato hat wöchentlich drei Gruppen von Damen, die sich in Kursen mit der Gestaltung von Kusamono (Aufstellen von Pflanzen als Hauptobjekt) befassen. Darüber hinaus hat sie mehrere Bücher geschrieben.
Herr Konuma ist ein außergewöhnlicher Töpfer der wirklich sehr schöne Gefäße erstellt.
Frau Kato, ist die Tochter des verstorbenen Bonsaimeisters Hideo Kato, der wiederum der Bruder von Saburo Kato war.
Einige werden sich noch an Hideo Kato erinnern, wie er 1996 bei der EBA in München mit seiner Liebenswürdigkeit und Empathie das Publikum für seine Bonsaileidenschaft begeisterte.
Hideo Kato war übrigens als Preisrichter an der Kokofu-ten dafür verantwortlich, dass mit den Chu-hin (30-60cm) eine neue Größenklasse eingeführt wurde.
Und jetzt viel Spass mit den Beistellpflanzen.
Übrigens: Die durchschnittliche Verspätung eines einzelnen Shinkansen-Zuges am Ankunftsbahnhof betrug im Jahre 2005 ganze sechs Sekunden!!!!. Hat ein Lokführer mehr als 15 Sekunden Verspätung, so hat er sich schriftlich zu verantworten. Da könnte die Deutsche Bundesbahn wohl was lernen davon.
Wir besuchten in Nasu Frau Fumiko Kato und Herrn Hiroshi Konuma.
Frau Kato ist Meisterin im Umgang mit kleinen Pflanzen, welche man als Beisteller (Staxa) und als Einzelarrangements (Kusamono) aufstellen kann.
Die Größe geht von kleinen zwei Zentimetern hin bis zu Pflanzen mit 30 cm Höhe.
Die Nachfrage nach solchen Pflanzgestecken in Japan ist enorm.
Alleine Frau Kato hat wöchentlich drei Gruppen von Damen, die sich in Kursen mit der Gestaltung von Kusamono (Aufstellen von Pflanzen als Hauptobjekt) befassen. Darüber hinaus hat sie mehrere Bücher geschrieben.
Herr Konuma ist ein außergewöhnlicher Töpfer der wirklich sehr schöne Gefäße erstellt.
Frau Kato, ist die Tochter des verstorbenen Bonsaimeisters Hideo Kato, der wiederum der Bruder von Saburo Kato war.
Einige werden sich noch an Hideo Kato erinnern, wie er 1996 bei der EBA in München mit seiner Liebenswürdigkeit und Empathie das Publikum für seine Bonsaileidenschaft begeisterte.
Hideo Kato war übrigens als Preisrichter an der Kokofu-ten dafür verantwortlich, dass mit den Chu-hin (30-60cm) eine neue Größenklasse eingeführt wurde.
Und jetzt viel Spass mit den Beistellpflanzen.
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PeterBonsai
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Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Teil 2 der Beistellpflanzen
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Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Sagenhaft, sehr inspirierend!
Vielen Dank fürs Zeigen.
Liebe Grüße,
Heike
Liebe Grüße,
Heike
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Lukas Windeck
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- Registriert: 25.07.2010, 13:41
- Wohnort: Bad Schönborn - Mitten zwischen Heidelberg und Karlsruhe
Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Wow, wirklich sehr sehr tolle Bilder! Vor allem die erste Felsenpflanzung ist der absolute Wahnsinn!
Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Genial... Irgendwann komme ich auch mal in den Genuss mir Japan live anzusehen...
Danke für die tollen Bilder....
Gruß
Arkadius
Danke für die tollen Bilder....
Gruß
Arkadius
グルッス
アルカディウス
アルカディウス
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PeterBonsai
- Beiträge: 510
- Registriert: 24.03.2009, 17:00
Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Am dritten Tag konnten wir einige private Gärten und Bonsailiebhaber besuchen; sahen wir da schon wunderschöne Bäume, so waren wir im Garten von Herrn Iwao Katagiri wieder einmal nahe am „Bonsai-Wahnsinn“.
Herr Katagiri ist einer der wenigen „Amateure“, d.h. er hat keine 5 jährige-Bonsailehrzeit absolviert, die in Japan einen – qualitativ hoch professionellen – Bonsaigarten betreiben.
Er war ja schon zweimal in Deutschland. Das Foto von ihm stammt von seinem letzten Besuch.
Die Zeit vergeht immer viel zu schnell, die Sonne geht früh unter, das sieht man manchmal auch an den Fotos.
Besonders beeindruckend ist immer wieder die liebenswürdige und ungekünstelte Gastfreundschaft in den Gärten. Überall gibt es grünen Tee, Gebäck aus der Region, wohlschmeckende Äpfel, Kakipflaumen vom Baum gepflückt und Mandarinen die noch nach Mandarinen schmecken.
Bereits am frühen Morgen des Besuchstages treffen sich mehrere, meistens ältere Japaner und kaufen Obst ein, um es dann anschließend für die Gäste vorzubereiten.
In dieser Gegend kommen Europäer noch eher selten vorbei und ein bisschen neugierig sind die Japaner natürlich auch.
Wir sind jetzt in der Nähe von Nagano, wo 1998 die XVIII Olympischen Winterspiele ausgetragen wurden.
In den japanischen Alpen sind in der Präfektur Nagano immerhin 9 Berge höher als 3.000 Meter - eine zauberhafte Landschaft.
Herr Katagiri ist einer der wenigen „Amateure“, d.h. er hat keine 5 jährige-Bonsailehrzeit absolviert, die in Japan einen – qualitativ hoch professionellen – Bonsaigarten betreiben.
Er war ja schon zweimal in Deutschland. Das Foto von ihm stammt von seinem letzten Besuch.
Die Zeit vergeht immer viel zu schnell, die Sonne geht früh unter, das sieht man manchmal auch an den Fotos.
Besonders beeindruckend ist immer wieder die liebenswürdige und ungekünstelte Gastfreundschaft in den Gärten. Überall gibt es grünen Tee, Gebäck aus der Region, wohlschmeckende Äpfel, Kakipflaumen vom Baum gepflückt und Mandarinen die noch nach Mandarinen schmecken.
Bereits am frühen Morgen des Besuchstages treffen sich mehrere, meistens ältere Japaner und kaufen Obst ein, um es dann anschließend für die Gäste vorzubereiten.
In dieser Gegend kommen Europäer noch eher selten vorbei und ein bisschen neugierig sind die Japaner natürlich auch.
Wir sind jetzt in der Nähe von Nagano, wo 1998 die XVIII Olympischen Winterspiele ausgetragen wurden.
In den japanischen Alpen sind in der Präfektur Nagano immerhin 9 Berge höher als 3.000 Meter - eine zauberhafte Landschaft.
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PeterBonsai
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Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Teil 2 dritter Tag
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- Herr Katagiri
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Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Hallo Peter
schön von dir zu hören und in dem Fall von dir zu sehen, vielen Dank
für deine schöne Bilder , schöne Reise, es sollte jeder mal nach Japan
fliegen dürfenum diese Gärten und Bonsais in Orginal sehen zu können,
es bleibt leider ein Traum.
Aber du kannst uns daheim gebliebenen natürlich noch viele Bilder schicken
viele Grüße rabo
schön von dir zu hören und in dem Fall von dir zu sehen, vielen Dank
für deine schöne Bilder , schöne Reise, es sollte jeder mal nach Japan
fliegen dürfenum diese Gärten und Bonsais in Orginal sehen zu können,
es bleibt leider ein Traum.
Aber du kannst uns daheim gebliebenen natürlich noch viele Bilder schicken
viele Grüße rabo
Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Hallo Peter,
vielen Dank für diese schönen, begeisternden Bilder und Deinen schönen Bericht!
Alleine die letzten drei Chinawacholder, da könnte man in die Knie gehen...
Liebe Grüße,
Heike
vielen Dank für diese schönen, begeisternden Bilder und Deinen schönen Bericht!
Alleine die letzten drei Chinawacholder, da könnte man in die Knie gehen...
Liebe Grüße,
Heike
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PeterBonsai
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- Registriert: 24.03.2009, 17:00
Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Danke für die wenigen, dafür umso netteren Kommentare.
Es geht weiter:
Der nächste Tag führte uns zunächst nach Nagano in den Garten der Familie Iura.
Takashi Iura, das Bild zeigt ihn bei seinem letzten Besuch in Deutschland, war ein Schüler von Kawabe und ist einer der jungen Bonsaimeister. Er hat sich in Japan bereits einen Namen als Wacholderspezialist gemacht. Seine Totholz-, aber auch seine Abmoos- und Pfropfarbeiten sind von höchster Qualität.
Dann begleiteten uns die Herren Katagiri und Iura zur Familie Hiromasu Oguchi nach Okaya. Dort wurden wir von den Damen der Familie im Kimono empfangen und mit einer regionalen Spezialität, gebratenem Aal verköstigt.
Nach einer traditionellen Teezeremonie besichtigten wir dann den Privatgarten, dessen Bonsai seit einiger Zeit von Herrn Katagiri gepflegt werden.
Hier stehen mehrere preisgekrönte Kokufu-Bonsai nebeneinander. Bitte beachten Sie insbesondere das Schild auf dem Foto „National Masterpiece“. Das habe ich in Japan nur sehr selten gesehen und solche Bäume dürfen auch aus Japan nicht ausgeführt werden.
Der verstorbene Kenichi Oguchi hat diese Sammlung seit 1930 aufgebaut. Darüber hinaus besaß er 500 katalogisierte Suesiki und war ein landesweit bekannter Kalligraphie-Künstler.
Harald Lehner wurde 2009 von der Familie durch die Überreichung einer Kalligraphie besonders geehrt.
Auf dem Weg nach Kyoto „mussten“ wir dann unbedingt noch das schwarze Schloss in Matsumoto besichtigen. Dieses alte Samurai-Schloss wurde als eines von 2 Schlössern zum Nationalschatz erklärt. Der 6-stöckige Bau wurde 1593 errichtet und ist nahezu original erhalten.
Es geht weiter:
Der nächste Tag führte uns zunächst nach Nagano in den Garten der Familie Iura.
Takashi Iura, das Bild zeigt ihn bei seinem letzten Besuch in Deutschland, war ein Schüler von Kawabe und ist einer der jungen Bonsaimeister. Er hat sich in Japan bereits einen Namen als Wacholderspezialist gemacht. Seine Totholz-, aber auch seine Abmoos- und Pfropfarbeiten sind von höchster Qualität.
Dann begleiteten uns die Herren Katagiri und Iura zur Familie Hiromasu Oguchi nach Okaya. Dort wurden wir von den Damen der Familie im Kimono empfangen und mit einer regionalen Spezialität, gebratenem Aal verköstigt.
Nach einer traditionellen Teezeremonie besichtigten wir dann den Privatgarten, dessen Bonsai seit einiger Zeit von Herrn Katagiri gepflegt werden.
Hier stehen mehrere preisgekrönte Kokufu-Bonsai nebeneinander. Bitte beachten Sie insbesondere das Schild auf dem Foto „National Masterpiece“. Das habe ich in Japan nur sehr selten gesehen und solche Bäume dürfen auch aus Japan nicht ausgeführt werden.
Der verstorbene Kenichi Oguchi hat diese Sammlung seit 1930 aufgebaut. Darüber hinaus besaß er 500 katalogisierte Suesiki und war ein landesweit bekannter Kalligraphie-Künstler.
Harald Lehner wurde 2009 von der Familie durch die Überreichung einer Kalligraphie besonders geehrt.
Auf dem Weg nach Kyoto „mussten“ wir dann unbedingt noch das schwarze Schloss in Matsumoto besichtigen. Dieses alte Samurai-Schloss wurde als eines von 2 Schlössern zum Nationalschatz erklärt. Der 6-stöckige Bau wurde 1593 errichtet und ist nahezu original erhalten.
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- Tag 5 -1 Iura 1a.jpg (69.77 KiB) 7141 mal betrachtet
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PeterBonsai
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Re: Bericht von der Japanreise Herbst 2010
Bilder von Matsumoto
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