Ficus Benjamina "wiandi", Bonsai, Drahten?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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joschi78
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Ficus Benjamina "wiandi", Bonsai, Drahten?

Beitrag von joschi78 »

Hallo zusammen,

ich wollte mal nachfragen, ob jemand Erfahrungen mit der Gestaltung und Pflege von Ficus Benjamina "wiandi" hat?

Ansich würde sich die gedrungene, windende Wuchsform meiner Ansicht nach sehr gut zur Gestaltung eignen, und angeblich sind die Pflegebedingungen genauso wie bei anderen Ficus Benjamina. Trotzdem habe ich zB hier im Forum noch keinen Beitrag dazu gefunden, und bisher auch noch keinen als Bonsai gesehen? Lediglich die Äste sollen sehr leicht brechen, soweit meine Informationen. Speziell würde mich interessieren, ob aufgrund des leichten Brechens der Äste, sowie aufgrund der fast gummiartigen Beschaffenheit der Äste und Stämme ein Drahten überhaupt möglich ist?

Hat vielleicht jemand Foto's von gestalteten wiandi's ?
Vielen Dank für jegliche Informationen.

Gruss, Joschi
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Gero
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Ficus "viandi" und drahten

Beitrag von Gero »

Hallo Joschi,

ich hab´s mal mit so einem Ficus probiert und kann nur sagen, dass die zumindest etwas dickeren Äste schon abbrechen, wenn man an´s drahten denkt. Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber die Äste sind schon enorm empfindlich, was das biegen angeht.
Der Wuchs ist aber durchaus interessant und ich habe festgestellt, dass Wurzeln, Stamm und Äste sehr schnell dicker werden.

Wenn man sich bei der Gestaltung mehr auf das schneiden der Äste und Zweige beschränkt und nur die dünnen Äste vorsichtig drahtet, geht das aber sicher auch.

Ich hab einen Ficus zuhause auf der Fensterbank stehen. Werd mal ein Bild machen und es hier posten.

Grüße aus dem Rheinland
Gero
Franz aus Wien
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Re: Ficus "viandi" und drahten

Beitrag von Franz aus Wien »

Gero schrieb:

ich hab´s mal mit so einem Ficus probiert und kann nur sagen, dass die
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zumindest etwas dickeren Äste schon abbrechen, wenn man an´s drahten
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denkt. Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber die Äste sind schon
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enorm empfindlich, was das biegen angeht.
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Wenn man sich bei der Gestaltung mehr auf das schneiden der Äste und
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Zweige beschränkt und nur die dünnen Äste vorsichtig drahtet, geht das
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aber sicher auch.



Kann ich nur unterstreichen. " Wiandis " sind heikel bis zum Gehtnichtmehr !

Gruß, Franz


[/b]
Ich verzichte auf eine weitere Teilnahme im Forum / 13. Sept. 2005
joschi78
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Beitrag von joschi78 »

Das hört sich ja wenig vielversprechend an. Danke für euere Antworten, ich werde mal sehen, wie ich mit dem Pflänzchen zurechtkomme, und an dieser Stelle dann positive oder negative Erfahrungsberichte liefern. Vielleicht klappt es ja mit "cut and grow"...

Falls jemand doch noch Bilder von gestalteten Wiandi's hat würde ich mich freuen!

Danke und Grüsse, Joschi
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Barbara
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Beitrag von Barbara »

Hallo Joschi,

Mit Drahten ist da so gut wie nichts zu machen, er bricht sofort und zwar nicht erst nur ein Teil des Astes, sondern der ganze Ast springt gleich ab und du hast ihn in der Hand. Das Gleiche gilt für das Abspannen.
Man kann aber einen Wiandi ganz gut nur durch Zurückschneiden gestalten.
Du musst ihn auch so aufstellen , dass beim Vorbeigehen keiner hinkommt, die Äste brechen sofort.

Ich habe mal einen ziemlich großen Wiandi als Topfpflanze gekauft, habe ihn dann auf den ersten Ast zurückgeschnitten, weil die oberen Äste meinen Gestaltungsversuchen nicht standgehalten haben. Außerdem wirkt der Baum so kompakter.
Er hat eine dicke Ringwurzel als Verlängerung des Stammes, die ich einfach um einen Stein gewunden habe.

Liebe Grüße,
Barbara
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Kisuna
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Beitrag von Kisuna »

hallo also ich habe mir einen ficus wiandi besorgt und habe den jetzt einige zeit und ich als gärtnerin kann so ziemlich alle angaben bestätigen mit drahten is bei dem nichts zu machen nur mit schneiden und bitte immer über den blatknoten zurückschneiden dann wächst er schöner und verzweigt besser
grus kisu
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Hallo Joschi,

grundsätzlich haben alle meine Vorredner recht. Jedoch ist die Drahtung eines Wiandi nichts Unmögliches!

Ich habe selber einen, bei dessen Kauf ich das erste Mal stutzig wurde, als mir die Asiatische Blumenhändlerin die Pflanze für 50% des eigentlichen Preises anbot und zwar mit der Begründung, daß ihr zwei Äste im Laden abgebrochen seien. Als ich dann rund die Hälfte der Laubmasse entfernt hatte und ans Drahten gehen wollte, brachen mir währenddessen drei wichtige Äste im Kronenbereich ab - ich wußte wirklich nicht, wie es zu den einzelnen Brüchen gekommen ist. Aus Frust warf ich das Teil in unsere Biotonne und mußte mich dann aber nach drei Tagen meinem Gewissen beugen und ihn wieder aufstellen. Nun ja, er hat heuer den ersten Sommer mit voller Sonne erlebt und entsprechender ausgetrieben - natürlich im gedrahteten Zustand!

Was ich Dir damit sage möchte ist, daß Du es ruhig versuchen solltest. Du mußt ein Gefühl für die Biegefähigkeit der Äste und Zweige entwickeln - auch wenn Dir dabei der eine oder andere abbricht. Besitzt Dein Wiandi z.Z. noch sein vollständiges Laub, gibt es immer eine Alternative Gestaltungsmöglichkeit. Aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, daß Du zuerst den Zweig/Ast in die gewünschte Form mit Deinen Fingern biegen solltest, bevor (!) Du irgendeinen Draht anlegst! Somit bekommst Du zum einen ein Gefühl für die Biegefähigkeit der unterschiedlich starken Zweige/Äste und zum anderen weißt Du vor dem Anlegen des Drahtes, ob die von Dir geplante Biegeung überhaupt möglich ist, bzw. Sinn macht. Wichtig ist auch, daß Du mit beiden Händen die Probebiegung durchführst. Die Finger der einen Hand sollten dabei immer den Rest des Ast unterstützen, bzw. entlasten. Achte darauf, daß sich die Biegekraft, die Du ausübst, nie (!) direkt auf eine Zweig-/Teilungsstelle zweier Zweige oder Äste auswirkt. Du mußt den zu biegenden Zweig/Ast immer an seiner Zweig-/Teilungsstellen zu einem anderen Zweig/Ast (finde das richtige Wort momentan nicht) mit Deiner zweiten Hand abfangen! An diesen Stellen entstehen meistens Brüche zuerst.

Du solltest Dich (grundsätzlich) beim Biegen nicht ablenken lassen, aber insbesondere nicht beim Biegen eines Wiandi! Es wird immer gesagt, daß die Zweige/Äste brechen, ohne das man es vorher erahnen kann. Das stimmt so nicht, zumindest nicht bei Zweigen kleineren Durchmessers. Wenn Du beim langsamen (!) Biegen genau hinschaust, gibt es einen Punkt, an welchem am äußeren Biegeradius plötzlich der Milchsaft in Form kleiner Tropfen aus der Rinde austritt - hierbei sofort aufhören mit dem Biegen, der maximale Biegeradius ist erreicht! Bei stärkeren Zweigen/Ästen würde ich noch vorsichtiger sein, da bei denen der Milchsaft nicht immer im Grenzbiegebereich austritt.

Joschi, verstehe mich nicht falsch, ich möchte Dich nicht ermuntern, jetzt erst recht Deinen Wiandi zu "verbiegen". Doch auch wenn die Holländer ihre Züchtung so entwickelt haben, daß diese Varietät bereits im jungen Alter baumähnliche Strukturen zeigt, ist es teilw. notwendig, Draht anzulegen, um die gewünschte Form zu erreichen.

Ein Tip zum Schluß: Wenn Dein Wiandi gut im Wuchs steht, solltest Du angelegten Draht täglich kontrollieren. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, daß die Varietät Wiandi offensichtlich zu zeitweise sprunghafter Verdickung neigt. In diesem Sommer mußte ich bei meinem Baum feststellen, daß Draht, der seit knapp zwei Wochen angelegt war, teilw. bereits deutlich sichtbar in die Ringe einschnitt! Vielleicht ist den Holländern auch in Bezug auf diese Eigenschaft ein Gen in die falsche Reihe gerutscht...?

Gute Nacht, Chris.
Zuletzt geändert von Alien66 am 15.09.2006, 09:41, insgesamt 2-mal geändert.
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achim73
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Beitrag von achim73 »

na das war doch mal eine ausführliche anleitung *respekt*
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
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marius
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Beitrag von marius »

hi


das mit dem drahten geht durchaus. man muß nur extrem vorsichtig sein.

ich habe zum beispiel mal probiert die äste erst zu spannen und den draht danach angelegt. und siehe da, es hat funktioniert. ich bin mir ziehmlich sicher, daß die äste gebrochen wären, wenn ich es gleich und nur mit draht versucht hätte. beim eventuellen abdrahten kann man genauso verfahren, damit der ast seine from behält und erneut draht angelegt werden kann. falls die notwendigkeit dazu gegeben sein sollte.

natürlich ist das nur ein vorschlag und die bruchgefahr besteht auch bei dieser methode, aber man kann das risiko zumindest etwas reduzieren.

des weiteren besteht ja auch die möglichkeit, die gestalltung gänzlich ohne draht zu versuchen. man fördert dann halt genau den austrieb, den man sonst, weil er nach unten wächst, entfernen würde.

soweit meine erfahrung dazu. vielleicht ist es dem einen oder anderen ja hilfreich.

gruß marius
aro
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Registriert: 04.11.2006, 13:03

Beitrag von aro »

trhd
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