Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
marbe hat geschrieben:....Auf dem Bild sieht man Kupferdraht
da weiß ich aber noch nicht ob dass funktioniert der Kupferdraht
geht ja bis in die Erde (schädlich für die Pflanze ??).Wir werden
es sehen....
Nein. Ich binde alle(!) meine Shohin mit Kupferdraht in der Schale an, um sie am Stamm hochheben zu können. Ich verwendet den shon seit guten vier fünf Jahren dafür, weil ich da mal eine Rolle voll davon geschenkt bekam.
M
greenhorn187 hat geschrieben:
wie überwinterst du die stecklinge?
brauchen sie aufgrund fehlender wurzeln eine sonderbehandlung?
Hallo greenhorn187 ,
ich lasse sie draußen stehen aber geschützt vor kaltem Wind und zu starkem Frost.
Martin_S hat geschrieben:
Nein. Ich binde alle(!) meine Shohin mit Kupferdraht in der Schale an, um sie am Stamm hochheben zu können. Ich verwendet den shon seit guten vier fünf Jahren dafür, weil ich da mal eine Rolle voll davon geschenkt bekam.
M
Hallo Martin,
danke für die Antwort,dann kann ich ja weiter Kupferdraht verwenden.
in der aktuelen Bonsai Art (Ausgabe 105 / 1-2011, Seite 38 ff) beschreibt Seiichi Kikuchi die Vermehrung von Wacholdern. Und zwar erstaunlicherweise nicht mit jungen Stecklingen, sondern mit bis zu 3 cm dicken Stücken, die er aus Rohpflanzen sägt, in feingesiebtes Akadama setzt. Erstaunlich finde ich an dem Bericht, daß er weder mit irgend welchen Bewurzelungsmittelchen arbeitet, noch auf einen bestimmte Jahreszeit achtet. Laut seiner Methode wachsen alle Stecklinge früher oder später an. Die einzige "Sonderbehandlung" die er seinen Stecklingen zukommen läßt sind ein Mini-Foliengewächshaus und die sehr gute Fixierung der Stecklinge im Substrat.
Ich finde den Bericht sehr inspisierend. Ich werde auch jedenfall künftig alle Itoigawa-"Abfälle" sammeln und versuchen auf diese Art und Weise Zwergennachwuchs zu produzieren.
Vielleicht sollte man es ja nicht so laut sagen, doch Wacholderstecklinge wachsen fast immer an.
Glaube gerne das auch dickere Stücke angehen bei dem Verdunstungsschutz den der Japaner im Artikel betreibt.
Eigenes Beispiel:
Im Juni bei einer Itoigawa-Gestaltung in Italien sechs ca. bleistiftstarke Triebe (ca. 30 cm) abgeschnitten und mitgenommen. Erst 3 Tage im Auto liegen gehabt und dann zuhause in ein Glas mit Wasser gestellt. Das ganze im Freien aufs Fensterbrett in die ungeschützte Mittagshitze platziert und vergessen. Durch regelmäßiges Gießen umstehender Pflanzen ist das Glas wohl nicht ausgetrocknet. Jedenfalls waren die Triebe Mitte November immer noch Grün als ich sie wiederfand und entsorgen wollte. Da aber mittlerweile das Glas vor Wurzeln überquoll topfte ich sie kurzerhand in ein Bimsgemisch und lies sie über Winter im Freien stehen (-18° C Spitze u. 3 Wochen Dauerfrost). Was soll man da noch sagen? Ist jetzt 2 Jahre her, die Dinger wachsen noch immer und stehen am selben Platz.
Gary hat geschrieben:Vielleicht sollte man es ja nicht so laut sagen,...
Doch doch Gary, ganz laut nach meinem Geschmack. Die Zwergen
und Micro-Zwergen-Fraktion bekommt so sicher mehr Auftrieb.
Und wen soll das stören? Müssen ja nicht immer nur die "superg...len"
Oberschenkeldicken Klopper zum Preis eines Kleinwagen sein, oder?
Versuch ist schon am laufen.
Vorgestern einen Itoigawa erstgestaltet. Alles was sonst in die grüne Tonne flog steckt nun in Töpfchen.
Ich werde berichten.
Der Steckling von dem ich weiter oben berichtet habe, steht seit November/Dezember in so einem Mini-Gewächshaus (30x15 cm oder so, werden jedes Frühjahr angeboten) in Akadama/Lava, er ist bis jetzt noch immer grün. Das Gewächshäuschen steht über 0 °C bis max 10 °C... Werde später mal ganz vorsichtig nachsehen ob sich vielleicht schon ein paar Wurzeln gebildet haben.
Gruß
Arkadius
P.S.: Habe übrigens zu der selben Zeit auch ein Steckling von meinem Seigen dort rein gesteckt. An ihm habe ich nur die Blattstiele stehen gelassen, die sind mittlerweile schon abgefallen, aber er ist nicht vertrocknet. Ganz im Gegenteil, die Knospen werden langsam dick... Auch den werde ich mal untersuchen...
halte mal lieber Deine ungeduldigen Finger still und lass die Stecklinge in Ruhe! Über den Winter tut sich so viel sicher noch nicht und wenn man nachschaut, reißt man vielleicht die ersten zarten Würzelchen gleich ab. Lass ihnen besser noch Zeit und warte ab.
Seigen ist übrigens gar nicht leicht zu bewurzeln (was vermutlich mit ein Grund ist, dass diese Sorte teurer ist als andere). Die meisten meiner Versuche sind nichts geworden. Ich habe dann hier einen Steckling gehabt, der zwei winzige Blättchen im Frühjahr ausstreckte, mir Hoffnungen machte und dann einen ganzen Sommer unverändert blieb. Als ich ihn ein Jahr später in anderes Substrat umtopfen wollte, hatte er einen kleinen Kallus, aber keine Wurzeln gebildet!
Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Hallo Heike
Da ich auch Schwierigkeiten mit der Stecklingsvermehrung vom Seigen habe,
sind die Stecklinge vom letzten Jahr im Herbst in´s Arbeitszimmer gewandert
und stehen dort auf dem Fensterbrett über der Heizung.
Einer der Stecken hat sich jetzt endlich überwunden
kleine rote Blätter zu entwickeln (leider weiss ich nicht ob Seigen oder Deshojo)
aber der wichtige Punkt scheint die Bodenwärme zu sein.
(Und eine Menge Geduld)
mfG Dieter
Ja, da hast Du wahrscheinlich Recht, Dieter.
Wenn mein Ficus religiosa im Frühling die Heizmatte nicht mehr braucht, kann ich sie mal zum Warmhalten von Seigen-Stecklingen benutzen...
Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
mit einem dickeren Ast ca 1,5cm hatte ich es auch mal ausprobiert,
er war noch Rest nachdem ich die brauchbaren Stecklinge abgeschnitten hatte.
Auch dieser Ast hat Wurzeln bekommen.Das war vor ca 4 Jahren und er lebt noch.