Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Für ungeklärte(!) Fragen zum Bonsai-Einstieg und den Anfangsjahren. SUCHEN, LESEN, DENKEN und nur POSTEN,
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Will89
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Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von Will89 »

Hallo und schönen Sonntag :)
Ich bin gerade dabei mich ein bisschen um das Thema Bonsai zu kümmern.
Bei uns im Gartencenter wurde ein wenig "ausgemistet" und da kam mir ein kleines Nadelbäumchen gerade recht. Ich hab es also vor dem Komposter gerettet und nun wollte ich daraus einen kleinen Bonsai gestalten. Es handelt sich meiner Meinung nach um einen Wacholder, jedoch kann ich nicht sagen welche Gattung *ups*
Ich hab den kleinen erstmal spontan umgetopft damit er ordentlich wachsen kann und ihm mithilfe von Draht eine Form gegeben.
(Ich weis ich hab keinen richtigen Draht und auch mal über Kreuz gewickelt :oops: :-D )
Zumindest dass er erstmal "steht", er hing nämlich vorher einfach nach unten.
Ein paar Äste hab ich ebenfalls entfernt, weil ich mir dachte dass er dann "mehr kraft" hat zum Wachsen, anstatt seine Energie in die kleine Zweige zu stecken.
Das war aber glaub ich der falsche denkansatz oder?
Ich habe einfach mal ein paar Bilder gemacht von seiner momentanen Form.
Kann das noch etwas werden? Also seine Form finde ich recht interressant!
Wie verfahre ich weiter dass der Stamm dicker wird, einfach erstmal alles "wuchern" lassen für 2 Jahre?
Und wie entsteht dann eine gleichmäßige verjüngung bis zur Spitze?
Den zweitstärksten Ast hätte ich vllt irgendwann wenn er stark genug ist als toten Ast gestaltet.
Oder sollte ich ganz anders ansetzen?

Das ist das erste mal dass ich mit einem rohen Baum anfange.
Auch so habe ich nicht wirklich Erfahrungen sammeln können da sich mein Ficus nach 3 Jahren verabschiedet hat.
Er hat den Drin-/ Draußenwechsel zum Winter irgendwie nicht verkraftet :(

Ich danke schonmal für eure Zeit! *daumen_new*
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achim73
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von achim73 »

Wie verfahre ich weiter dass der Stamm dicker wird, einfach erstmal alles "wuchern" lassen für 2 Jahre?
rischtisch *daumen_new* aber draht entfernen nicht vergessen.
Und wie entsteht dann eine gleichmäßige verjüngung bis zur Spitze?
auf einen geeigneten ast absetzen, dann...zurück zu punkt 1.

um frustrationen zu vermeiden, lies auch mal
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 58&t=24454

ansonsten willkommen im bff und viel spaß :)
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
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Will89
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von Will89 »

Jap das hab ich bereits gelesen. :)
Mich würde es einfach reizen einen heimischen Baum zu gestallten, eine Lärche war eigentlich geplant aber da ich den Wacholder kostenlos bekommen hab, hab ich mich erstmal um diesen gekümmert.
Ihn kann ich ja "nebenher" wachsen lassen.
Wäre für mich nur eine Schöne Erfahrung einen kleinen Rohling selber zu ziehen.
Also das nächste mal schneide ich den Baum im Herbst?
Wie verfahre ich mit neuen Seitentrieben, die ich ja eigentlich nciht möchte? Einfach hängen lassen um ihm keine Kraft zu nehmen und dann später entfernen?
Achja den draht wollt ich nur 2-3 Monate dran lassen dass er eine Richtung vorgegeben bekommt, ist das richtig so?
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MarionS
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von MarionS »

Will89 hat geschrieben:Ihn kann ich ja "nebenher" wachsen lassen.
Einer der wichtigsten ersten Ratschläge, die ich bekommen habe: "Kauf dir 10 Bonsai, dann pflegst du keinen tot."
Also: je mehr "nebenher", desto besser ;-)
Wie verfahre ich mit neuen Seitentrieben, die ich ja eigentlich nciht möchte? Einfach hängen lassen um ihm keine Kraft zu nehmen und dann später entfernen?
Nach dem Umtopfen war es schon richtig, etwas beizuschneiden, damit die verminderten Wurzeln auch den Baum ernähren können. Danach aber werden neue Wurzeln wachsen, die auch neue Seitentriebe ernähren können. Neue Seitentriebe aber werden auch mehr Energie ranschaffen und durch ihren Umsatz den Baum verdicken, und das ist auch dringend nötig.
Ein Seitentrieb an irgendeiner dämlichen Stelle also ist nicht völlig unnütz. Lass ihn treiben und nimm ihn frühestens bei der nächsten "Generalüberholung" ab.
Achja den draht wollt ich nur 2-3 Monate dran lassen dass er eine Richtung vorgegeben bekommt, ist das richtig so?
Ich kenne mich mit der Art jetzt nicht genug aus, aber ich würde schätzen, es sollte schon die ganze Saison sein - es sei denn, er beginnt einzuwachsen. Ein gedrahteter Ast muss die neuen Biegungen erst mal ausgleichen und der Ausgleich muss so stark sein, dass der Ast sich nach den Entdrahten nicht wieder zurückformt.
Gruß,
MarionS

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jerome
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von jerome »

Es handelt sich meiner Meinung nach um einen Wacholder, jedoch kann ich nicht sagen welche Gattung *ups*
also meiner meinung nach ist es eher eine sicheltanne und kein wacholder. bin mir aber nicht absolut sicher, warte lieber noch die antworten der profis ab. viel spaß mit deinem bäumchen.

grüße
Viele Grüße

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Eva Warthemann
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Will!
Ich hab mal kurz ein paar Virtuale gemacht, um zu zeigen wie man auf eine Stammverjüngung der schnelleren Tour kommt. Letztendlich wird der Baum aus nur zwei Ästen im unteren Bereich aufgebaut.
Ist allerdings eine radikale Tour, die nicht jeder übers Herz bringt.
Eva Warthemann
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Hier sieht man noch die zwei Äste im Hintergrund.
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greenhorn187
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von greenhorn187 »

Eva Warthemann hat geschrieben:Virtuale
:shock:

das kleinstmögliche herausgeholt! *daumen_new*
...noch acht minuten bis zur endlosen finsternis...
Will89
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von Will89 »

Hui, das wäre mal eine radikale Maßnahme...
Dann habe ich doch aber in der eigentlich schwachen Spitze ein appruptes Ende...
So einen eingreifenden Schnitt macht man lieber im Herbst, oder?
Eva Warthemann
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Will!
Den Schnitt könnte man auch jetzt noch machen, (so geht der Saft in die neue Baumkrone über und kräftigt diese) allerdings würde ich noch jeweils ein 2-3cm langes Stück zum zurücktrocknen stehen lassen. Abgeschält könnte man einen davon eventuell noch als Jin mit in die Gestaltung einbeziehen.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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BennyS
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von BennyS »

Wenn du ihn mal gut pflegst sieht er irgendwann mal so aus wie in dem Virtuel.

Wünsch dir viel Glück und halte uns auf dem laufenden.
Will89
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von Will89 »

Also den radikalen Schnitt hab ich noch nicht gewagt :oops:
Vllt fällt es mir im Herbst ja leichter bzw. nächstes Frühjahr :)
Aber eine Frage habe ich dazu noch.
Wenn ich den Stamm dort abschneide habe ich ja eine unschöne große Schnittfläche mit einem Durchmesser von mind. 15mm
Der Trieb der dann die neue Spitze formt kommt ja aus der Seite unterhalb der Schnittfläche, das wäre also nicht gerade eine gleichmäßge Verjüngung.
Ich habe mittlerweile ein paar Seiten und Bücher verschlungen aber ich habe immernoch nicht so richtig verstanden wie man eine gleichmäßige Verjüngung erreicht.
Liegt warscheinlich auch an meiner mangelnden Erfahrung :-D Ich möchte nur nicht zuviel falsch machen.
Ich habe nämlich noch eine ~2jährige Lärche im Garten stehen, die wie aus dem Bilderbuch aussieht, mit ihr könnte ich ja auch schon etwas unternehmen.
Nur möchte ich sie jetzt nicht 5 jahre wachsen lassen um sie dann einfach 20cm über dem Wurzelansatz zu kappen.
Auch möchte ich sie nicht jedes jahr einkürzen wenn das zu keinem dickenwachstum führt.
Könnte mir jemand einen kurzen überblick über die "pflege" eines solchen Freilandbäumchens geben bis man ihn in ein paar jahren in eine passende Schale setzen kann?
Ich könnte morgen auch ein paar Bilder einreichen wenn das gewünscht wird, um es besser vor Augen zu führen :)
Eva Warthemann
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von Eva Warthemann »

Wenn ich den Stamm dort abschneide habe ich ja eine unschöne große Schnittfläche mit einem Durchmesser von mind. 15mm
Das ist ja erst ein Stengelchen
Der Trieb der dann die neue Spitze formt kommt ja aus der Seite unterhalb der Schnittfläche, das wäre also nicht gerade eine gleichmäßge Verjüngung.
Die Wuchskraft dieses Triebes überwallt irgendwann die kleine Schnittfläche.

Ich habe mittlerweile ein paar Seiten und Bücher verschlungen aber ich habe immernoch nicht so richtig verstanden wie man eine gleichmäßige Verjüngung erreicht.
Immer durch wachsen lassen und dann schneiden. Das über viele Jahre hinweg.
Liegt warscheinlich auch an meiner mangelnden Erfahrung :-D Ich möchte nur nicht zuviel falsch machen.
Ich habe nämlich noch eine ~2jährige Lärche im Garten stehen, die wie aus dem Bilderbuch aussieht, mit ihr könnte ich ja auch schon etwas unternehmen.
Lass diese ruhig noch ein paar Jährchen, so 5 bis 10 Jahre wachsen.
Nur möchte ich sie jetzt nicht 5 jahre wachsen lassen um sie dann einfach 20cm über dem Wurzelansatz zu kappen.
Die Sache mit den Bonsais zieht sich nunmal über viiiiiele Jahre hin. Dazu gehört viel Geduld und Ausdauer.
Auch möchte ich sie nicht jedes jahr einkürzen wenn das zu keinem dickenwachstum führt.Das wird so pauschal gesagt nicht jedes Jahr gemacht. Erst wenn die neue Spitze die angemessene Dicke erreicht hat.
Könnte mir jemand einen kurzen überblick über die "pflege" eines solchen Freilandbäumchens geben bis man ihn in ein paar jahren in eine passende Schale setzen kann?
Das kann man nicht in einem kurzen Überblick abhandeln.Wenn Du schon ein paar Seiten und Bücher verschlungen hast, müßtest Du doch schon einen Überblick über die Pflege gewonnen haben.
Eva Warthemann
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camaju +
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von camaju + »

Viell. noch ergänzend zu Evas Ausführung. Wühl dich mal durch den Fachwissenindex, da findest du mit Sicherheit genug Stoff.

http://www.bonsai-fachforum.de/bff_fw_i ... =Sortieren
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Will89
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Re: Erster Versuch -> Einige Unklarheiten

Beitrag von Will89 »

Danke für die Antworten.
Das "Stengelchen" ist an der stelle die du mir zum Kappen angezeichnet hast nunmal nicht dicker :)
Aber wenn der neue Trieb diese Schnittstelle überwallt dann werde ich ihn wohl doch dort kappen.
Also die Zeit zum wachsen der Bäume habe ich, hab ihnen ein schönes Plätzchen zum wachsen gegeben.
Ich hab mich warscheinlich nur schlecht ausgedrückt, ich hätte nur schonmal eine "Vorarbeit" gemacht die den Baum in seiner Wuchsphase lenkt.
Nicht dass ich dann in den besagten 5-10 Jahren lese "das hätte man früher machen müssen um keine Spuren zu hinterlassen" :-D
Deswegen auch der kurze Überblick darüber wie man gute Vorarbeit leisten kann.
Denn in den Büchern die ich habe steht nichts über die Aufzucht einer kleinen Pflanze im Freiland.
Aber das eilt ja nicht.
Denn im Fachwissenindex hab ich ja einiges zu durchwühlen, danke für den Link *daumen_new*
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