Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Hallo liebes Forum,
auch ich bin neu hier und habe erstmal viel Zeit mit Lesen der Beiträge zur Bonsaipflege und hier speziell zur Chinesischen Ulme verbracht.
Ein solche breit gefächertes Fachwissen kann kein Buch zur Verfügung stellen, deshalb bin ich von diesem Forum sehr begeistert.
Ich poste hier dennoch eine weitere Frage zu einer Chinesichen Ulme.
Diese habe ich im November 2010 im Berliner Fachhandel erworben, sie ist 18 Jahre alt und mit ihrer frei aufrechten Form und dem S-Stamm auch kein besonders aufregender Baum. Ich verstehe, warum Ulmen eigentlich anders aussehen müssen, aber in seiner leicht surrealistischen Form ist der Baum für mich trotzdem liebenswert.
Den Winter hat er indoor an einem Standort verbracht, der seit 2 Jahren einer 17jährigen Steineibe und einem Pfefferbaum auch ganzjährig gut gefällt: ein runder Erker mit Nordwest- bis Südostausrichtung der vier Fenster, sozusagen ein verbauter Wintergarten. Die Bäume stehen direkt an den Fenstern. Weil der Erker im Grunde genommen draußen hängt, steigen die Temperaturen im Winter trotz Wohnzimmeranbindung tagsüber meistens nicht über 18 Grad, nachts ca.14 Grad. Ich weiß, trotzdem zu warm für die Ulme, ein Problem ist auch die Luftfeuchtigkeit, in den trockenkalten Berliner Wintern sinkt sie manchmal auf unter 30% rH, was selbst mir mit Haut und Lippen zu schaffen macht. Sprühen, sprühen und ein feuchtes Biotop schaffen.
Die Ulme ist an diesem Standort, im Gegensatz zu Eibe und Pfeffi, nur mäßig gut durch den Winter gekommen. Eingewöhnung, klar, immer gelbe Blätter in Maßen abgeworfen, dann zu früher Neuaustrieb im Februar mit etwas größeren Blättern, aber keine Geiltriebe. Jetzt im April zögerlicher Neuaustrieb mit gleichzeitig immer einigen gelben Blättern und Abwurf.
Nach der Lektüre im Forum ist klar: der Baum muss raus ins freie Licht. Ich bin mir sicher, dass es der Ulme auf unserem West-Nord-Ost-Balkon bald richtig gut geht. Im Moment haben wir hier immer noch Nachttemperaturen von 3 Grad (heute tagsüber auch nur 6 Grad, brrr), deshalb will ich mit dem Rausstellen bis nach dem Osterurlaub warten.
Aber: der nächste strenge Berliner Winter kommt bestimmt.
DESHALB MEINE EIGENTLICHE FRAGE:
Die Ulme ist nach den Meinungen in diesem Forum manchmal als Indoor, meistens jedoch als Outdoor zu betrachten.
Da ich die Möglichkeit einer optimalen Kalthausüberwinterung nicht habe, bleiben für mich zwei Optionen für die nächste Überwinterung:
a) Wenn sich der Baum den Sommer über gut entwickelt, versuche ich doch wieder eine Überwinterung im Erker, sorge aber z.B. mit Granulatuntersetzern für eine höhere Luftfeuchtigkeit.
b) ich betrachte die Ulme als Outdoor und sie bleibt draußen. Ein User, auch aus Berlin, hat geschrieben, dass er die Schale in Luftpolsterfolie packt, bei ihm hat so die Überwinterung auf dem Balkon auch bei -20 Grad funktioniert. Bei meinen Rosen in Kübeln mache ich das übrigens auch so. Allerdings kommt mir meine Ulme als nicht sehr frostbeständig vor, es ist eben dumm, das man auch bei einem Baum aus dem Fachhandel nicht weiß, aus welcher Gegend in China er eigentlich kommt.
Welche Methode haltet ihr denn für weniger risikoreich bzw. dem Baum angemessener?
Ich kann mich bis jetzt nicht richtig entscheiden und bin für Tipps und Erfahrungen sehr dankbar!
Noch eine Schlussbemerkung:
Ich habe die Ulme auch deshalb gekauft, weil ich nach der Lektüre des Buches "Bonsai für die Wohnung" von Paul Lesniewicz (ISBN 3-405-12953-2) sicher war, sie unter meinen Gegebenheiten auch kultivieren zu können. Zitat:" Sie sind sehr anspruchslos, vertragen Temperaturunterschiede..."(S. 84) und "Standort ganzjährig drinnen an einem hellen, auch sonnigen Platz (Ost-, West-, Nord-(sic!), oder Südfenster)."(S. 85)
Nach der überwiegenden Zahl der Aussagen hier im Forum stimmt die Schilderung dieses anerkannten Fachmannes wohl so nicht. Das verwirrt dann doch sehr.
Vielen Dank für die Geduld beim Lesen und für Tipps und Ratschläge!
Lemuren
auch ich bin neu hier und habe erstmal viel Zeit mit Lesen der Beiträge zur Bonsaipflege und hier speziell zur Chinesischen Ulme verbracht.
Ein solche breit gefächertes Fachwissen kann kein Buch zur Verfügung stellen, deshalb bin ich von diesem Forum sehr begeistert.
Ich poste hier dennoch eine weitere Frage zu einer Chinesichen Ulme.
Diese habe ich im November 2010 im Berliner Fachhandel erworben, sie ist 18 Jahre alt und mit ihrer frei aufrechten Form und dem S-Stamm auch kein besonders aufregender Baum. Ich verstehe, warum Ulmen eigentlich anders aussehen müssen, aber in seiner leicht surrealistischen Form ist der Baum für mich trotzdem liebenswert.
Den Winter hat er indoor an einem Standort verbracht, der seit 2 Jahren einer 17jährigen Steineibe und einem Pfefferbaum auch ganzjährig gut gefällt: ein runder Erker mit Nordwest- bis Südostausrichtung der vier Fenster, sozusagen ein verbauter Wintergarten. Die Bäume stehen direkt an den Fenstern. Weil der Erker im Grunde genommen draußen hängt, steigen die Temperaturen im Winter trotz Wohnzimmeranbindung tagsüber meistens nicht über 18 Grad, nachts ca.14 Grad. Ich weiß, trotzdem zu warm für die Ulme, ein Problem ist auch die Luftfeuchtigkeit, in den trockenkalten Berliner Wintern sinkt sie manchmal auf unter 30% rH, was selbst mir mit Haut und Lippen zu schaffen macht. Sprühen, sprühen und ein feuchtes Biotop schaffen.
Die Ulme ist an diesem Standort, im Gegensatz zu Eibe und Pfeffi, nur mäßig gut durch den Winter gekommen. Eingewöhnung, klar, immer gelbe Blätter in Maßen abgeworfen, dann zu früher Neuaustrieb im Februar mit etwas größeren Blättern, aber keine Geiltriebe. Jetzt im April zögerlicher Neuaustrieb mit gleichzeitig immer einigen gelben Blättern und Abwurf.
Nach der Lektüre im Forum ist klar: der Baum muss raus ins freie Licht. Ich bin mir sicher, dass es der Ulme auf unserem West-Nord-Ost-Balkon bald richtig gut geht. Im Moment haben wir hier immer noch Nachttemperaturen von 3 Grad (heute tagsüber auch nur 6 Grad, brrr), deshalb will ich mit dem Rausstellen bis nach dem Osterurlaub warten.
Aber: der nächste strenge Berliner Winter kommt bestimmt.
DESHALB MEINE EIGENTLICHE FRAGE:
Die Ulme ist nach den Meinungen in diesem Forum manchmal als Indoor, meistens jedoch als Outdoor zu betrachten.
Da ich die Möglichkeit einer optimalen Kalthausüberwinterung nicht habe, bleiben für mich zwei Optionen für die nächste Überwinterung:
a) Wenn sich der Baum den Sommer über gut entwickelt, versuche ich doch wieder eine Überwinterung im Erker, sorge aber z.B. mit Granulatuntersetzern für eine höhere Luftfeuchtigkeit.
b) ich betrachte die Ulme als Outdoor und sie bleibt draußen. Ein User, auch aus Berlin, hat geschrieben, dass er die Schale in Luftpolsterfolie packt, bei ihm hat so die Überwinterung auf dem Balkon auch bei -20 Grad funktioniert. Bei meinen Rosen in Kübeln mache ich das übrigens auch so. Allerdings kommt mir meine Ulme als nicht sehr frostbeständig vor, es ist eben dumm, das man auch bei einem Baum aus dem Fachhandel nicht weiß, aus welcher Gegend in China er eigentlich kommt.
Welche Methode haltet ihr denn für weniger risikoreich bzw. dem Baum angemessener?
Ich kann mich bis jetzt nicht richtig entscheiden und bin für Tipps und Erfahrungen sehr dankbar!
Noch eine Schlussbemerkung:
Ich habe die Ulme auch deshalb gekauft, weil ich nach der Lektüre des Buches "Bonsai für die Wohnung" von Paul Lesniewicz (ISBN 3-405-12953-2) sicher war, sie unter meinen Gegebenheiten auch kultivieren zu können. Zitat:" Sie sind sehr anspruchslos, vertragen Temperaturunterschiede..."(S. 84) und "Standort ganzjährig drinnen an einem hellen, auch sonnigen Platz (Ost-, West-, Nord-(sic!), oder Südfenster)."(S. 85)
Nach der überwiegenden Zahl der Aussagen hier im Forum stimmt die Schilderung dieses anerkannten Fachmannes wohl so nicht. Das verwirrt dann doch sehr.
Vielen Dank für die Geduld beim Lesen und für Tipps und Ratschläge!
Lemuren
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Hallo,
du bist mit Gedanken zur Überwinterung aber früh dran
zu a) bei +18 Grad kann man wohl nicht ernsthaft von "Überwinterung" sprechen. Das ist mehr ein kühler Sommertag.
zu b) mit mal eine Folie rumwickeln ist es bei -20Grad, Wind und gelegentlicher Wintersonne sicherlich nicht getan. Würde ich mich nicht so einfach trauen.
Wenn dein Erker von den Wohnräumen mitbeheizt wird, schaffst du nie die erforderlichen niedrigen Temperaturen. Hast du denn nicht einfach einen (unbeheizten) Keller oder Garage? Wäre vielleicht die bessere Möglichkeit.
Grüße,
KaJo
du bist mit Gedanken zur Überwinterung aber früh dran
zu a) bei +18 Grad kann man wohl nicht ernsthaft von "Überwinterung" sprechen. Das ist mehr ein kühler Sommertag.
zu b) mit mal eine Folie rumwickeln ist es bei -20Grad, Wind und gelegentlicher Wintersonne sicherlich nicht getan. Würde ich mich nicht so einfach trauen.
Wenn dein Erker von den Wohnräumen mitbeheizt wird, schaffst du nie die erforderlichen niedrigen Temperaturen. Hast du denn nicht einfach einen (unbeheizten) Keller oder Garage? Wäre vielleicht die bessere Möglichkeit.
Grüße,
KaJo
Du?! Das glaubst du jetzt nicht. Der hat sich doch tatsächlich einen Baum gekauft, der hat nicht mal Blätter.....Ja. Die kosten Anfang Februar extra.
-
Eva Warthemann
- Beiträge: 3578
- Registriert: 11.01.2004, 18:10
- Wohnort: Kleinstadt in Sachsen/Anhalt
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Hallo Lemuren!Nach der Lektüre im Forum ist klar: der Baum muss raus ins freie Licht. Ich bin mir sicher, dass es der Ulme auf unserem West-Nord-Ost-Balkon bald richtig gut geht. Im Moment haben wir hier immer noch Nachttemperaturen von 3 Grad (heute tagsüber auch nur 6 Grad, brrr), deshalb will ich mit dem Rausstellen bis nach dem Osterurlaub warten.
Ich wohne ca. 1 Autostunde von Dir entfernt (Nähe Lu.Wittenberg).
Meine Chin. Ulmen stehen seit vier Wochen draußen im Garten. Sie haben auch mal Frost (-6°C)in der Zeit abbekommen. Das hat sie aber nicht gestört.
Eine Chin. Ulme schwächelt manchmal, wenn die Schale völlig durchwurzelt ist. Du solltest mal nachschauen, ob die Wurzeln noch genügend Platz haben, oder ob umgetopft werden muß. Die Jahreszeit ist ja gerade günstig dazu.
Sie benötigt ein lockeres grobkörniges Substrat.
Meine Mutter hatte ihre Chin. Ulme jahrelang im Garten überwintern lassen. Da ging es auch mal bis -27°C.
Ich habe sie inzwischen übernommen. Sie hatte diese Winter mehr recht als schlecht überstanden, aber der Zustand war nicht gut. Den letzen Winter durfte sie im Wintergarten bleiben in den nächsten Tagen kommt sie in neues Substrat und in einen Teichpflanzkorb. Dort kann sie sich in den nächsten Jahren erst mal erholen.
Also ich würde es nicht empfehlen, die Chin. Ulmen den ganzen Winter draußen zu lassen. Sie können ein paar Minusgrade vertragen, aber geht es deutlich tiefer, dann sollte sie schon wärmer aufgestellt werden, egal ob ungeheiztes Zimmer, Treppenhaus, oder Garage.
Liebe Grüße Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Mitglied im BCD
Mitglied im BCD
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Hallo,
auch ich habe leider kein Gewächshaus und somit keine Möglichkeit die Ulme zwischen 0-10 Grad zu überwintern. Bei mir steht sie immer im Keller am Fenster während des Winters.
Draussen überwintern würde ich auch abraten. (Wobei ich auch schon von Leuten gehört habe, bei denen es funktioniert hat. Gibt wohl auch Ulmen die ein wenig resistenter sind)
Ich hatte leider ein schönes Exemplar schon beerdigen müssen, weil ich sie zu früh wieder raus hatte und sie noch ein paar mal Minus Temperaturen abbekommen hatte. War traurig und das Risiko einer draussen Überwinterung gehe ich persönlcih nciht mehr ein
auch ich habe leider kein Gewächshaus und somit keine Möglichkeit die Ulme zwischen 0-10 Grad zu überwintern. Bei mir steht sie immer im Keller am Fenster während des Winters.
Draussen überwintern würde ich auch abraten. (Wobei ich auch schon von Leuten gehört habe, bei denen es funktioniert hat. Gibt wohl auch Ulmen die ein wenig resistenter sind)
Ich hatte leider ein schönes Exemplar schon beerdigen müssen, weil ich sie zu früh wieder raus hatte und sie noch ein paar mal Minus Temperaturen abbekommen hatte. War traurig und das Risiko einer draussen Überwinterung gehe ich persönlcih nciht mehr ein
Wenn Du für ein Jahr planst,
dann säe Korn.
Wenn du für ein Jahrhundert planst,
dann pflanze Bäume!
(chinesisches Sprichwort)
dann säe Korn.
Wenn du für ein Jahrhundert planst,
dann pflanze Bäume!
(chinesisches Sprichwort)
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
vielen Dank erstmal für die Tipps und Erfahrungsberichte!
Nach diesen Posts ist mir klarer geworden, dass das Risiko einer Überwinterung auf dem Balkon im nächsten fies kalten Berliner Winter vielleicht zu hoch ist.
Nun habe ich aber nur einen auch nicht sehr kalten und fensterlosen Kellerverschlag zur Verfügung (Berliner Mietshaus eben) und eine Garage gibt es auch nicht (bin froh, wenn ich hier in Pankow überhaupt einen Parkplatz finde.)
Das Problem der nächsten Überwinterung bleibt also und wird echt schwer zu lösen sein....
Auch in dem Buch "Bonsai selbst pflegen und gestalten" von Horst Stahl steht übrigens zur Ulme: "Kann im Winter aber auch bei 18-20 Grad aufgestellt werden." (S. 158). Kann....
Und danke, Eva, nach dem Wurzelballen werde ich morgen gleich mal schauen.
Viele Grüße
Lemuren
Nach diesen Posts ist mir klarer geworden, dass das Risiko einer Überwinterung auf dem Balkon im nächsten fies kalten Berliner Winter vielleicht zu hoch ist.
Nun habe ich aber nur einen auch nicht sehr kalten und fensterlosen Kellerverschlag zur Verfügung (Berliner Mietshaus eben) und eine Garage gibt es auch nicht (bin froh, wenn ich hier in Pankow überhaupt einen Parkplatz finde.)
Das Problem der nächsten Überwinterung bleibt also und wird echt schwer zu lösen sein....
Auch in dem Buch "Bonsai selbst pflegen und gestalten" von Horst Stahl steht übrigens zur Ulme: "Kann im Winter aber auch bei 18-20 Grad aufgestellt werden." (S. 158). Kann....
Und danke, Eva, nach dem Wurzelballen werde ich morgen gleich mal schauen.
Viele Grüße
Lemuren
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Naja, auch die Bonsaiwelt dreht sich weiter. Mein Büchlein ist von 1983Lemuren hat geschrieben:
Nach der überwiegenden Zahl der Aussagen hier im Forum stimmt die Schilderung dieses anerkannten Fachmannes wohl so nicht. Das verwirrt dann doch sehr.
Dann musst du damit rechnen, das deine Ulme extrem Anfällig für Ungeziefer (Spinnmilben u.ä.) istLemuren hat geschrieben: Auch in dem Buch "Bonsai selbst pflegen und gestalten" von Horst Stahl steht übrigens zur Ulme: "Kann im Winter aber auch bei 18-20 Grad aufgestellt werden." (S. 158). Kann....
Wenn ich in die Foreneigene Suche - Chinesische Ulme überwintern - eingebe, kommen 40 Treffer. Ich denk mal da findest auch was, viell auch hier noch
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 67&t=20175
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
wenn die restlichen bedingungen (luftfeuchtigkeit, lichtangebot) stimmen, klappt das gut mit der warmen überwinterung. da braucht man aber ein gewächshaus, keine wohnung. das steht da eben nicht... 
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Danke, achim73, Gewächshaus ist ein gutes Stichwort und bietet mir vom Verständnis her einen wichtigen Hinweis darauf, was gemeint ist, wenn Ulmen wärmer überwintern können.achim73 hat geschrieben:wenn die restlichen bedingungen (luftfeuchtigkeit, lichtangebot) stimmen, klappt das gut mit der warmen überwinterung. da braucht man aber ein gewächshaus, keine wohnung. das steht da eben nicht...
Ich habe mich eben auch nochmal durch die erwähnten 40 Posts zum Thema Ulmenüberwinterung gelesen, da wurde teilweise ziemlich hin- und hergezerrt, aber der Kern der Aussage (der von den Experten hier jedesmal neu herausgearbeitet werden muss, danke für diese Mühe auch von mir) geht genau in diese Richtung: wenn warm, dann möglichst kalt mit viel Licht und hoher Luftfeuchtigkeit, also weniger Wohnzimmer und mehr Gewächshaus.
Ich habe deshalb wegen fehlender Kalthausbedingungen und Gewächshäuser die Entscheidung getroffen, meine Ulme im nächsten Winter wieder im beschriebenen Erker zu überwintern, mit möglichst viel Gewächshausatmosphäre. Wie gesagt, eine Steineibe fühlt sich dort schon seit 2 Jahren sehr wohl, ich hoffe, dass sie der Ulme mal mitteilt, wie wohl sie sich dort als eigentlich subtropische Pflanze, nicht allzu verschieden von der Ulme,bisher gefühlt hat. Probleme mit Schädlingen hatte ich bisher noch nicht, aber ich sehe sofort, wenn sie kommen.
Es scheint, dass wir immer sehr feine Experimente anstellen müssen, um den Bedürfnissen der Pflanzen gerecht zu werden, um ihre Toleranzen kennenzulernen. Das scheidet uns Städter fast schon aus. Ich beneide jeden um Garten und Gewächshaus.
Evi, den Wurzelballen habe ich mir heute angeschaut, die Schale ist sehr fein durchwurzelt, an den Seiten gibt es noch etwas Spielraum, an der Unterseite ziemlich verdichtet. Das Substrat macht aber noch einen lockeren und körnigen Eindruck und scheint gleichmäßig durchfeuchtet. Wäre der Baum so ganz stark, würde ich umtopfen, aber weil er im Moment auch an kahleren Ästen zart ausknospt und trotzdem gelbe Blätter bildet, bin ich mir nicht sicher, ob man ihn mit Umtopfen und Wurzelschnitt nicht einfach in Ruhe lässt und ihm einen schönen Sommer vorm Balkon gönnt?
Liebe Grüße
Lemuren
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Eva, sorry, ich wollte dich in meiner Post natürlich auch mit Eva ansprechen.
Über Lutherstatdt Wittenberg fliege ich manchmal. Unser Segelflugplatz ist in Lüsse bei Bad Belzig. Eine andere Herausforderung, von dort oben kann man natürlich keine Bonsais sehen.
Sorry, Eva, für den Verwechsler
Lemuren
Über Lutherstatdt Wittenberg fliege ich manchmal. Unser Segelflugplatz ist in Lüsse bei Bad Belzig. Eine andere Herausforderung, von dort oben kann man natürlich keine Bonsais sehen.
Sorry, Eva, für den Verwechsler
Lemuren
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Ich hab die gleichen Bücher gelesen
und mir auch eine Ulme gekauft, weil sie angeblich warm im Zimmer überwintern kann. Und obwohl ich nicht glaube, dass das ideale Standortbedingungen sind, hat meine Ulme immerhin schon zwei warme Winter im Zimmer problemlos überstanden. (Ungefähr bei 18-21 Grad, mit teilweiser Zusatzbeleuchtung und recht hoher Luftfeuchtigkeit.) Sie hat allerdings im Herbst jedesmal ihre Blätter komplett abgeworfen und im Frühjahr neu ausgetrieben. Das liegt aber auch an der Unterart, einige verlieren ihre Blätter komplett, andere teilweise, wieder andere gar nicht - aber das stammt ebenfalls aus einem Bonsaibuch...und ob das stimmt...
lg
Izzie
lg
Izzie
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Hallo,
ich habe mehrere chin. Ulmen und verschiedene Überwinterungstaktiken ausprobiert. Die schlechteste war meiner Erfahrung nach die Überwinterung im relativ warmen Hausflur an einem Nordfenster. Nach dieser Prozedur hatten die Bäumchen starken Spinnmilbenbefall und kämpften bis zum Sommer ums Überleben. Allerdings war das auch die erste Überwinterung nach dem Kauf, das Substrat war Mist und ich hab zu viele Fehler gemacht.
Gut bewährt hat es sich bei mir in den letzten Jahren, die chin. Ulmen so lange wie möglich draußen zu lassen und den Winter über in einem hellen, unbeheizten Raum direkt an ein Südfenster zu stellen. Dort halten sie Winterruhe, einige meiner Bäume verlieren aber nicht alle Blätter. Ab März stehen die Ulmen bei mir schon wieder draußen, wobei ich sie in den lezten frostigen Nächten unter einen Dachüberstand geräumt habe, da sie schon im März umgetopft wurden und danach weitestgehend ausgetrieben hatten. Ich hätte Angst, die Bäumchen auch in der Winterruhe großem Frost auszusetzen, schon gar nicht den ersten Winter nach dem Erwerb (außer man weiß, dass sie bereits so überwintert worden sind).
Wenn man keine kalte und frostfreie Überwinterungsmöglichkeit hat, sollte man wohl besser zu Arten wie dem Ficus Benjamini greifen, der meiner Erfahrung nach wunderbar mit dem Winter in der Wohnung zurecht kommt.
Gruß Silvia
ich habe mehrere chin. Ulmen und verschiedene Überwinterungstaktiken ausprobiert. Die schlechteste war meiner Erfahrung nach die Überwinterung im relativ warmen Hausflur an einem Nordfenster. Nach dieser Prozedur hatten die Bäumchen starken Spinnmilbenbefall und kämpften bis zum Sommer ums Überleben. Allerdings war das auch die erste Überwinterung nach dem Kauf, das Substrat war Mist und ich hab zu viele Fehler gemacht.
Gut bewährt hat es sich bei mir in den letzten Jahren, die chin. Ulmen so lange wie möglich draußen zu lassen und den Winter über in einem hellen, unbeheizten Raum direkt an ein Südfenster zu stellen. Dort halten sie Winterruhe, einige meiner Bäume verlieren aber nicht alle Blätter. Ab März stehen die Ulmen bei mir schon wieder draußen, wobei ich sie in den lezten frostigen Nächten unter einen Dachüberstand geräumt habe, da sie schon im März umgetopft wurden und danach weitestgehend ausgetrieben hatten. Ich hätte Angst, die Bäumchen auch in der Winterruhe großem Frost auszusetzen, schon gar nicht den ersten Winter nach dem Erwerb (außer man weiß, dass sie bereits so überwintert worden sind).
Wenn man keine kalte und frostfreie Überwinterungsmöglichkeit hat, sollte man wohl besser zu Arten wie dem Ficus Benjamini greifen, der meiner Erfahrung nach wunderbar mit dem Winter in der Wohnung zurecht kommt.
Gruß Silvia
french bulldog - creation's crowning glory
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Hallo zusammen,
ich hab meine Chinesische Ulme jetzt den zweiten Winter auf der Fensterbank im Wohnzimmer überwintert. Im ersten Jahr hat sie auch über den Winter die Blätter behalten, in diesem Jahr aber alle abgeworfen.
Nun steht sie wieder auf dem Balkon, (Südseite) und treibt überall Knospen.
Mein Problem ist eher, dass ich absolut keine Ahnung vom Umtopfen und Wurzelschneiden habe. Ich suche jemanden in Berlin, der mir das mal zeigt und erklärt, weil ich zudem keine Ahnung hab, wo ich die verschiedenen Substratsorten herbekomme. Ich hab nen grünen Daumen und hab schon viele "Kümmerlinge" aufgepeppelt, aber mit Bonsai kenn ich mich noch gar nicht aus. Als ich ihn bekam war er eigentlich auch schon zum Sterben verurteilt, hat sich aber bei mir wunderbar entwickelt.
Laprimera
ich hab meine Chinesische Ulme jetzt den zweiten Winter auf der Fensterbank im Wohnzimmer überwintert. Im ersten Jahr hat sie auch über den Winter die Blätter behalten, in diesem Jahr aber alle abgeworfen.
Nun steht sie wieder auf dem Balkon, (Südseite) und treibt überall Knospen.
Mein Problem ist eher, dass ich absolut keine Ahnung vom Umtopfen und Wurzelschneiden habe. Ich suche jemanden in Berlin, der mir das mal zeigt und erklärt, weil ich zudem keine Ahnung hab, wo ich die verschiedenen Substratsorten herbekomme. Ich hab nen grünen Daumen und hab schon viele "Kümmerlinge" aufgepeppelt, aber mit Bonsai kenn ich mich noch gar nicht aus. Als ich ihn bekam war er eigentlich auch schon zum Sterben verurteilt, hat sich aber bei mir wunderbar entwickelt.
Laprimera
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wanderbarde
- Beiträge: 58
- Registriert: 09.07.2010, 10:38
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Hallo Laprimera,
das beste mir bekannte Bonsai-Fachgeschäft in Berlin ist Suteki (Wedding, Uferstrasse 8, 13357 Berlin). Einfach mal googlen. Die haben Workshops, in denen man genau das lernt, was du wissen möchtest. Außerdem kannst du da vieles an Substrat kaufen und der Besitzer kann dir sicherlich alle Fragen beantworten.
Auch gibt es zwei Arbeitskreise, den Bonsaiclub Berlin und die Bonsai-Junkies. Findest du alles im Netz.
Natürlich hilft auch dieses Forum in vielen Belangen.
Gruß,
WB
das beste mir bekannte Bonsai-Fachgeschäft in Berlin ist Suteki (Wedding, Uferstrasse 8, 13357 Berlin). Einfach mal googlen. Die haben Workshops, in denen man genau das lernt, was du wissen möchtest. Außerdem kannst du da vieles an Substrat kaufen und der Besitzer kann dir sicherlich alle Fragen beantworten.
Auch gibt es zwei Arbeitskreise, den Bonsaiclub Berlin und die Bonsai-Junkies. Findest du alles im Netz.
Natürlich hilft auch dieses Forum in vielen Belangen.
Gruß,
WB
Re: Chinesische Ulme-nach 600 Beiträgen noch eine Frage
Danke, Wanderbarde,
das Suteki hatte ich mittlerweile auch schon gefunden.
Das Bäumchen war ein Geschenk und so wie es
aussieht, ist Bonsaipflege ein ziemlich teures Hobby.
Im Moment bin ich noch ziemlich ratlos.
Mal sehen, was in den Clubs los ist?
Laprimera
das Suteki hatte ich mittlerweile auch schon gefunden.
Das Bäumchen war ein Geschenk und so wie es
aussieht, ist Bonsaipflege ein ziemlich teures Hobby.
Im Moment bin ich noch ziemlich ratlos.
Mal sehen, was in den Clubs los ist?
Laprimera
