Kälteschaden nach Umtopfen...
Re: Kälteschaden nach Umtopfen...
aber mit dem zu sorglosen umtopfen hat andreas schon recht. gerade bei pflanzen, die vom winter schon einen weg haben. was man aber erst mitkriegt, wenn sie austreiben...
. ich fahre nach meinen begrenzten erfahrungen mit späterem umtopfen besser. aber auch hier hgilt wohl, dass irgendwie doch jeder seine erfahrungen machen muss...sprich mikroklima etc.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Kälteschaden nach Umtopfen...
Dem Andreas wollte ich kein Unrecht zusprechen, nur die "Beweislage" klären.
Ich denke Heike hat es ganz gut ausgedrückt, dass es gilt ein gesundes Maß zu finden zwischen spätem Umtopftermin, Triebwachstum und allgem. Klimalage.
Leider sprechen unsere Pfleglinge nicht immer laut genug und wir sehen nicht genug hin, nehmen uns nicht ausreichend zurück im Streben nach dem nächsten Gestaltungschritt...
Aber die hier gezeigten Schäden, die Viele von uns kennen, sind für jeden so lange besonders bitter, solange kein Erkenntnisgewinn aus diesem Verlust hervorgeht.
Deshalb ist der Hinweis mit dem Umtopfgebahren und der Trockenheit sehr zu begrüßen.
Ich denke Heike hat es ganz gut ausgedrückt, dass es gilt ein gesundes Maß zu finden zwischen spätem Umtopftermin, Triebwachstum und allgem. Klimalage.
Leider sprechen unsere Pfleglinge nicht immer laut genug und wir sehen nicht genug hin, nehmen uns nicht ausreichend zurück im Streben nach dem nächsten Gestaltungschritt...
Aber die hier gezeigten Schäden, die Viele von uns kennen, sind für jeden so lange besonders bitter, solange kein Erkenntnisgewinn aus diesem Verlust hervorgeht.
Deshalb ist der Hinweis mit dem Umtopfgebahren und der Trockenheit sehr zu begrüßen.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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- Andreas Ludwig
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Re: Kälteschaden nach Umtopfen...
Anja - ich habs wirklich geduldig probiert - ohne damit jemals auch nur annähernd statistische Aussagekraft zu erreichen (ich habe bloss ein paar Dutzend Bäume, keine Tausende, die es brauchte...). Aber das wage ich zu behaupten: Am Dünger lag es nie, am Schneiden schon. Artabhängig war es allemal: An einer Linde kannst du abhauen, was du willst, an einer Hainbuche nicht. Fichten- na ja. Sind sie etabliert, hauts hin, sind sie erst im zweiten Jahr, sei zurückhaltend.
Lärchen - Vorsicht, auch nach fünf Jahren. Trockenheit als Ursache? Na ja - bedingt. Schneidet man eine Lärche zu weit (was immer das heissen mag) leidet sie ein Jahr. Tut man irgendwas, wird es schlimmer, tut man nichts, ist sie im nächsten grün und munter. Wieso? Keine Ahnung. Panik? Offenbar nicht nötig - sie krümelt, aber sie kommt durch. Fährt man den Wurzelschnitt aber auf einen Drittel runter, geht alles gut. Frag mich nicht, was da passiert. Teilt die Lärche meine Panik, weiss sie davon überhaupt..?
Und dann die Hainbuchen... Sensibelchen. Manchmal geschieht es, dass sie einfach stagnieren nach dem Umtopfen. Drei bis fünf Wochen. Halboffene Triebe, etwa wie die alten Griechen die Muscheln nannten: «Lebendes Totes». Bloss nichts daran machen, in den Halbschatten stellen, Tee trinken. Dann kommen sie zaghaft zurück - und alles ist vergessen im Juni. Wieso? Frag sie. Es sind Bäume. Sie wissen nichts von Leistungsoptimierung und Gewinnmaximierung. Sie kennen sowas nicht.
Das ist alles, was ich weiss.
Lärchen - Vorsicht, auch nach fünf Jahren. Trockenheit als Ursache? Na ja - bedingt. Schneidet man eine Lärche zu weit (was immer das heissen mag) leidet sie ein Jahr. Tut man irgendwas, wird es schlimmer, tut man nichts, ist sie im nächsten grün und munter. Wieso? Keine Ahnung. Panik? Offenbar nicht nötig - sie krümelt, aber sie kommt durch. Fährt man den Wurzelschnitt aber auf einen Drittel runter, geht alles gut. Frag mich nicht, was da passiert. Teilt die Lärche meine Panik, weiss sie davon überhaupt..?
Und dann die Hainbuchen... Sensibelchen. Manchmal geschieht es, dass sie einfach stagnieren nach dem Umtopfen. Drei bis fünf Wochen. Halboffene Triebe, etwa wie die alten Griechen die Muscheln nannten: «Lebendes Totes». Bloss nichts daran machen, in den Halbschatten stellen, Tee trinken. Dann kommen sie zaghaft zurück - und alles ist vergessen im Juni. Wieso? Frag sie. Es sind Bäume. Sie wissen nichts von Leistungsoptimierung und Gewinnmaximierung. Sie kennen sowas nicht.
Das ist alles, was ich weiss.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
Re: Kälteschaden nach Umtopfen...
Hallo und guten Abend - sehr interessante Beiträge!
ich glaube von Walter gelesen zu haben, dass er tendenziell sehr spät umtopft - ?
Ziemlich fest steht für mich, dass solche Spätfrostschäden und Austriebsstagnationen mit dem Umtopfen zusammenhängen; Bäume im alten Substrat haben diese Symptome bei mir kaum, egal wie das Wetter ist.
Ich denke, dass die Wurzelspitzen in sehr kurzer Zeit absterben können, und dann frustrierend lange gar nichts mehr geht bzw. erst mal keine neuen "Wurzelknospen" austreiben. Ähnlich ist das z.B. bei den Triebspitzen der Pfaffels; wird die geschnitten oder beschädigt, war's das mit dem Wachstum für längere Zeit. Andere Bäume - z.B. Birken - kommen flott mit Johannistrieb etc. daher und wachsen nach einem frühen Schnitt munter weiter.
Gruß,
Stefan
ich glaube von Walter gelesen zu haben, dass er tendenziell sehr spät umtopft - ?
Ziemlich fest steht für mich, dass solche Spätfrostschäden und Austriebsstagnationen mit dem Umtopfen zusammenhängen; Bäume im alten Substrat haben diese Symptome bei mir kaum, egal wie das Wetter ist.
Ich denke, dass die Wurzelspitzen in sehr kurzer Zeit absterben können, und dann frustrierend lange gar nichts mehr geht bzw. erst mal keine neuen "Wurzelknospen" austreiben. Ähnlich ist das z.B. bei den Triebspitzen der Pfaffels; wird die geschnitten oder beschädigt, war's das mit dem Wachstum für längere Zeit. Andere Bäume - z.B. Birken - kommen flott mit Johannistrieb etc. daher und wachsen nach einem frühen Schnitt munter weiter.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Re: Kälteschaden nach Umtopfen...
Ach lest doch, die meisten meiner betroffenen Bäume sind seit 2 Jahren nicht umgetopft worden. Und davon die meisten sind mediterane Sachen, die seit Mitte März vorbildlich ausgetrieben sind und auch hier am Haus keinen Frost erdulden mußten.
Nichts desto trotz: Chin Ulme Freitag aus dem Topf genommen, gebadet, in Folie 2 Tage unter hoher Luftfeuchtigkeit gehalten, wir sind optimistisch......
Nichts desto trotz: Chin Ulme Freitag aus dem Topf genommen, gebadet, in Folie 2 Tage unter hoher Luftfeuchtigkeit gehalten, wir sind optimistisch......
73 Anja
Re: Kälteschaden nach Umtopfen...
Hallo Anja,
sorry, ja, hatte ich überlesen.
Daher meine Einschätzung, dass der Dünger bei meinen Fällen nicht ausschlaggebend war, zumal nicht alle der betroffenen Pflanzen gedüngt wurden (aber eventuell hat der Dünger das Problem noch beschleunigt).
Gruß,
Stefan
sorry, ja, hatte ich überlesen.
Der Thread bezieht sich allerdings auf "nach Umtopfen", und solche Schäden durch Düngung an alteingesessenen Bäumen, wie von dir beschrieben, sind bei dem von mir verwendeten Dünger auch noch nicht aufgetreten.Anja M. hat geschrieben:Was mir in früheren Jahren und auch dieses Jahr leidvoll widerfahren ist, Bäume. egal ob Jungpflanzen oder umgetopfte Pflanzen oder auch fest etablierte Exemplare sind wenige Tage nach der Düngergabe umgekippt.
Gemeinsamkeit: Düngung wenige Tage vorher im Frühjahr, relativ kleine Behältnisse und schnelles Ansteigen der Temperatur.
Daher meine Einschätzung, dass der Dünger bei meinen Fällen nicht ausschlaggebend war, zumal nicht alle der betroffenen Pflanzen gedüngt wurden (aber eventuell hat der Dünger das Problem noch beschleunigt).
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Re: Kälteschaden nach Umtopfen...
Hallo zusammen,
nur mal ein kleines Update:
Eberesche ist in den ewigen Wurzelgründen, eine Rose auch. Die Pfaffels haben soweit noch mal die Kurve gekriegt, sind aber zum Teil noch blass um die Nase.
Dieses Bonsaijahr war insofern bisher nicht so dolle, ich bin summa summarum versucht, die Ausfälle dem bissel frühen Umtopfen, den zwei Wochen Osterurlaub mit Pflege durch Freunde, sowie dem kalt-windig-sonnigen Wetter in dieser Zeit zuzuschreiben (andererseits wäre es mir selbst vielleicht auch nicht anders gegangen...).
Gruß,
Stefan
nur mal ein kleines Update:
Eberesche ist in den ewigen Wurzelgründen, eine Rose auch. Die Pfaffels haben soweit noch mal die Kurve gekriegt, sind aber zum Teil noch blass um die Nase.
Dieses Bonsaijahr war insofern bisher nicht so dolle, ich bin summa summarum versucht, die Ausfälle dem bissel frühen Umtopfen, den zwei Wochen Osterurlaub mit Pflege durch Freunde, sowie dem kalt-windig-sonnigen Wetter in dieser Zeit zuzuschreiben (andererseits wäre es mir selbst vielleicht auch nicht anders gegangen...).
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
