Totholz Übung

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achim73
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Re: Totholz Übung

Beitrag von achim73 »

ich könnte mir halt vorstellen, daß der rot-braune ton der schwarzen tusche die kälte nehmen könnte. wie gut sich allerdings holz damit färben lässt, wage ich nicht zu prognostizieren. vielleicht mache ich selbst mal experimente.
Gruss, Achim
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zopf
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Re: Totholz Übung

Beitrag von zopf »

Hallo
Wenn Ihr über einen Tuschklecks einen Tropfen Lösungsmittel tropft
lösen sich meist die "Hauptfarben" auf und man kann feststellen
aus welchen Farbbestandteilen Sie besteht.
Leider sind die Farbangaben der Hersteller irreführend
da meist Blauanteile vorhanden sind.
In der Mischung mit Farben wie Ocker ergibt das einen Grünstich.
Erdtöne wie gebranntes Umbra habe ich schon probiert,
allerdings ohne Erfolg.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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zopf
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Re: Totholz Übung

Beitrag von zopf »

Hallo
Das sind Experimente um die Wirkung von
Rinde und Rindenfragmenten als "Gestaltungselement" einzusetzen.
Zopf-Fichte-Rinde-1.jpg
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Zopf-Fichte-Rinde-2.jpg
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mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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Thierry
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Thierry »

Interessant. Danke Dieter.
Zum Thema Totholz, hier ein paar Bilder von meinem Freund Nicola Crivelli (mit Genehmigung).
LG,
Thierry
Totholzimpressionen_Nicola_3.jpg
Totholzimpressionen_Nicola_2.jpg
Viele Grüße,
Thierry

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Thierry
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Thierry »

Dieser Thread sollte mal wieder nach oben geschoben werden, denn das BFF-Sommerfest rückt ja immer näher... *z*
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Viele Grüße,
Thierry

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Thierry
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Thierry »

Hab' was vergessen... manche wollen ja immer wissen wie der Baum davor aussah... :lol: Naja, das ist nicht kompliziert, das war ganz gewöhnliche Baumschulware (der Baum hat damals um die 50 € gekostet)...
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2.jpg
... gewöhnliche Ware die bald wie ein kleines Meisterwerk aussehen wird...
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... damit ein bisschen Spannung ensteht vor unserer Demo mit Davy beim Sommerfest... :lol: *z*
Viele Grüße,
Thierry

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Urikawa
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Urikawa »

Hallo Thierry,

Vielen Dank für die Bilder denen du mit uns teilen möchtest. Worüber ich mich immer wieder erstaune sind die fast filligran, zerbrechlich wirkende Jins.
Ich habe bij Wacholder öfters die erfahrung gemacht dass solche Jins nach ein par jahre verfallen. Am schlimmsten ist das spalten der Jins wärent den Sommer.
Kennst du dies auch? Weisst du wie das zu verhindern wäre?
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
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Thierry
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Thierry »

(Antwort folgt bald)
Viele Grüße,
Thierry

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Herbert A
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Herbert A »

Servus an alle

über die Bearbeitung von Totholz wurde in diesem Thread ja schon sehr viel interessantes geschrieben.
Fasern ziehen, schleifen etc.

Was aber macht man mit einem alten verwitterten und relativ weichem Totholz. Würdet ihr das in dieser Form lassen oder ebenfalls bis zum harten Kernholz herausarbeiten?

Hier ein paar Bilder einer alten Weide. Der Baum ist noch weitgehend ungestaltet. Mir geht es hier nur um die Frage der Bearbeitung des Totholzes am Stamm.
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ciao
Herbert Aigner
Das BFF ist mein persönliches Bonsaitagebuch. Vielen Dank dass ihr das seit vielen Jahren ermöglicht.

Info: www.bonsaisalzburg.net
Hans W.
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Hans W. »

Hallo Herbert ,

gestalterisch würde ich an der Verjüngung des
Totholzes arbeiten und den lebenden Teil des Baumes
für den weiteren Weg dann mit hinein berücksichtigen .
Wenn du weiches Totholz am Baum hast ,
ist die Erhaltung von jenem zu fördern
und im Auge zu behalten !

Schönes Material Herbert !

Gruß Hans W.
,,die Schönheit "eines Baumes einzufangen ,
fordert das Auge und die Geduld ,
alles liegt in der Wiege dieser Zeit ,
,,dem Weg das Ganze , der Einheit die Zeit"
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Norbert_S
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Norbert_S »

Hallo Herbert

Die Weide ist ein Baum für schnelle Veränderungen. Das Grün wächst mächtig, das Holz zerfällt schnell, ihr Lebenszyklus ist verglichen mit Eiche & Co eher kurz.
Das Totholz wird sich also ohne Eingriffe ähnlich schnell verändern wie der Grünbereich in der Gestaltung.
Nicht alles Wirken muss auf der großen langsamen Zeitachse geschehen, man kann sich auch an "Zeitraffer" erfreuen.
Bei der Weide würde ich nur zuschauen.
Norbert

So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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Thierry
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Thierry »

Urikawa hat geschrieben:Hallo Thierry,

Vielen Dank für die Bilder denen du mit uns teilen möchtest. Worüber ich mich immer wieder erstaune sind die fast filligran, zerbrechlich wirkende Jins.
Ich habe bij Wacholder öfters die erfahrung gemacht dass solche Jins nach ein par jahre verfallen. Am schlimmsten ist das spalten der Jins wärent den Sommer.
Kennst du dies auch? Weisst du wie das zu verhindern wäre?
Hallo Patrick,

es tut mir Leid, dass ich dir erst jetzt wieder antworten kann.

Bei der Gestaltung von Jins muss man mehrere Situationen unterscheiden und es gibt verschiedene Techniken.
Aber zuerst die Situationen die man unterscheiden sollte.

Als erstes und wichtigstes ist es, zu unterscheiden zw. einem Baum der in einer Baumschule "auf Wachstum getrieben wurde" (Situation 1) und einem Yamadori der in seinem natürlichen Umfeld sehr langsam gewachsen ist (Situation 2).

Was bedeutet das?

Das bedeutet, in der ersten Situation (einem Wacholder aus der Baumschule der kräftig gewachsen ist) ist im Ast aussen noch eine relativ dicke Schicht Splintholz (weiss) vorhanden und das Kernholz (rot) ist bei den Ästen nur wenig bis gar nicht vorhanden (zB ein dünner Ast von ca. 1 o. 2 cm hat fast nur Splintholz).

D.h. solche Äste sind nicht wirklich geeignet um daraus Jins zu gestalten. Man kann es machen, man muss diese Jins aber gut "im Auge behalten" und sie schützen (Jinmittel, Holzhärter, usw.).

Hingegen in der zweiten Situation (bei einem alten Wacholder aus den Bergen / Yamadori), ist die weisse Schicht Splintholz sehr dünn, und fast der ganze Ast ist komplett rot innendrin (also Kernholz), und das selbst bei ganz kleinen Ästen! weil die Äste langsam gewachsen sind (z.B. ein vergleichbar dünner Ast von ca. 1 o. 2 cm ist fast komplett rot innendrin).

D.h. solche Äste sind bestens geeignet um daraus Jins zu gestalten.
Selbst ganz feine, filigrane Jins von nur ein paar Millimeter halten eine Ewigkeit.

Das ist der erste Unterschied denn man beim Gestalten von Jins machen sollte.

Dann gibt es einen weiteren Unterschied : man muss auf die Qualität der Holzfasern achten.
Ich weiss nicht ob man das schriftlich gut beschreiben könnte, am besten wäre ich oder Davy würde dir das an mehrere Bäume zeigen... Es gibt sehr grosse Unterschiede zw. Wacholder in der Qualität der Holzfasern. Beim Gestalten von Totholz spielt diese Holzfasernqualität eine sehr sehr wichtige Rolle.
Auf so etwas achten die meisten Gestalter nicht (nicht nur die Anfänger... selbst Gestalter die für ihr Ego einige ihrer Bäume auf Ausstellungen zeigen wollen, kennen sich damit nicht wirklich aus... Ich könnte jede Wette nehmen, dass kein einziger Aussteller der Noelanders dir die Unterschiede in der Qualität der Holzfasern auf verschiedene Wacholder zeigen und erklären könnte... naja, egal, kommen wir wieder zur Gestaltung von Jins).

Also, wenn man einen Ast zu einem Jin gestalten möchte, muss man auf folgendes achten:
Um einen schönen, feinen, faserigen Jin zu machen, muss man machmal viel "Materie abtragen" (also Holz).

Aus der ersten Erklärung (Unterschied zw. Baumschulwacholder und Yamadoriwacholder) versteht man jetzt warum man um zB einen Jin von ca. 5 cm Länge, der an der Basis ca. 5 mm dick ist, kann man keinen Ast von 1 o. 2 cm von einem Baumschulwacholder nehmen.
Hingegen geht das auf einem Yamadoriwacholder schon. Sogar noch besser: sobald man die Rinde abgetragen hat, kommt man auf das schöne rote (und harte) Kernholz (welches bestens geeignet ist um schönes filigranes Totholz zu gestalten), und man kann direkt anfangen die Fasern zu ziehen.
Beim Baumschulwacholder, bevor man anfängt die Fasern zu ziehen, muss man zuerst anderes Werkzeug einsetzen (Konkavzange, usw.) um in den roten Bereich (Kernholz) zu kommen, wo man dann anfangen kann die Fasern zu ziehen.

Warum das so wichtig ist?
Man kann natürlich auch Totholz mit dem Splintholz gestalten und nicht auf diese Unterschiede achten, wo befindet sich der rote Bereich, arbeite ich auch richtig im weissen und im roten Bereich, benutze ich die geeigneten Werkzeuge für jede Etappe der Totholzgestaltung, und vieles mehr... (so wie man das oft in minderwertige Demos sieht, wo der Gestalter keine Ahnung von Totholzgestaltung hat...).
Aber auf Dauer ist das eine sehr schlechte Lösung.
Wir machen Bonsai, d.h. wir denken in sehr lange Zeitabstände.
Wir machen also keine Jins die nur ein paar Jahre halten, sondern Jins die noch in 50 oder 100 Jahren bestehen werden.
Deshalb: diese Art, Totholz mit dem Splintholz zu gestalten (und den Unterschied nicht zu kennen, bzw. die Gründe, warum man dies oder jenes macht, wenn man Totholz macht, ob Jins oder Shari), geht noch wenn man an Bäume üben möchte, aber für einen Bonsai der uns also überleben soll, geht das natürlich gar nicht, da muss man anders denken und anders überlegen.

Diesbezüglich scheint mir wichtig zu erwähnen, dass, wenn man sich für die Gestaltung von Totholz interessiert, muss man sich einen oder zwei Vorbilder aussuchen und alles genaustens beboachten (was sie machen, wie sie das machen, mit welchen Werkzeuge, usw.). Für die ersten Jahre der eigenen Erfahrung mit Totholzgestaltung ist dies unheimlich wichtig. Nicht zu schauen, was macht der oder der, sondern einen oder zwei Vorbilder suchen und folgen.
Wenn man zB gerne Eiben/Taxus baccata o. cuspidata gestaltet, der Kevin Willson.
Wenn man gerne Wacholder gestaltet, der Takeo Kawabe oder Cheng Cheng Kung für die Feinheit der Arbeit, oder der Kimura für die ästhetische Seite der Totholzgestaltung.

Beobachtet man zB wie Kawabe gestaltet, geht er immer bis ins rote Holz (Kernholz), selbst wenn er viel "Materie" dafür abtragen muss. Das sieht man eindeutig auf alle Bilder aus den tausend Fachartikeln in den Zeitschriften. Ob mit einer Zange, oder mit einer Maschine, bevor er an die Fasern geht und später mit dem Sandstrahl seine Arbeit endet, geht er immer bis ins rote Holz. Nur so erhält man Totholz der lange haltbar ist.

Also nochmal, zusammenfassend, wichtig ist v.a. nicht der Durchmesser der Jins zu beachten, die man gerade gestaltet, sondern "von woher man kommt" : Kommt der Jin von einem dünnen Ast von einem Baumschulwacholder, dann wird der Jin auch über Jahre noch relativ flexibel bleiben und etwas zerbrechlich. Da muss man tatsächlich ein bisschen aufpassen. Aber wenn man ihn regelmässig pflegt/schützt (mit Jinmittel, usw.) geht das ohne Probleme. Oder kommt der Jin von einem Ast von einem Yamadoriwacholder, der auf das harte Kernholz bearbeitet wurde? Dann ist der Jin, selbst wenn er nur 2 mm dick/dünn ist, sehr hart und nicht mehr flexibel, obwohl er genauso dünn ist wie der erste, weil er eben aus dem harten Kernholz kommt. Der wird sich mit den Jahren überhaupt nicht ändern (natürlich muss man ihn trotzdem auch ein wenig pflegen bzw. schützen... aber auch hier gibt es deutlich Unterschiede, wie und wann pflegt man einen frischen Jin von einem Baumschulwacholder, und wann und wie pflegt man einen frischen Jin von einem Yamadoriwacholder... aber das geht jetzt vielleicht zu weit in die Details...).

Ich hoffe, deine Fragen beantwortet zu haben.
Falls nicht, sag einfach Bescheid.
Ansonsten, wenn du zum BFF-Sommerfest kommen kannst (wäre schön, wenn du kannst), dann sind ja Davy und ich beide Tage da, und können dir sehr gerne alle möglichen Fragen zum Thema beantworten.

Viele Grüsse,

Thierry
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Thierry
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Thierry »

Herbert A hat geschrieben:Servus an alle

über die Bearbeitung von Totholz wurde in diesem Thread ja schon sehr viel interessantes geschrieben.
Fasern ziehen, schleifen etc.

Was aber macht man mit einem alten verwitterten und relativ weichem Totholz. Würdet ihr das in dieser Form lassen oder ebenfalls bis zum harten Kernholz herausarbeiten?

Hier ein paar Bilder einer alten Weide. Der Baum ist noch weitgehend ungestaltet. Mir geht es hier nur um die Frage der Bearbeitung des Totholzes am Stamm.
Hallo Herbert,

du musst zwei Aspekte im Augen behalten: der gestalterische Aspekt, und der gärtnerische Aspekt.

Vom gestalterischen Aspekt, betrachten man Totholz, welches man gestaltet, in einem anderen Zeitraum als das Laub, welches man aufbaut.

Ein sehr gutes Beispiel dafür ist ein Wacholder von Walter, der am Anfang für den ungeübten Betrachter noch viel zu viel Totholz zu besitzen schien. Da man kein Totholz "hinzufügen" kann, und hingegen das Laub sich über die Jahre unserer Gestaltung entwickelt und dementsprechend mehr "Volumen"/Platz einnimmt (visuell), ist es nicht schlimm wenn am Anfang das Totholz noch dominiert, im Gegenteil sogar (zuviel kann man später immer noch weg machen bzw. bearbeiten).

Von daher ist der dominante Totholzbereich deiner Weide im Moment kein Problem.

Allerdings, da wo es ein Problem werden kann (und jetzt kommt der gärtnerische Aspekte zusätzlich zum gestalterischen Aspekt), ist im Laufe der Gestaltung des Laubes deiner Weide.

Die Ästen von Weiden wachsen stark/schnell (wie Norbert richtig erwähnt hat), aber wenn sie diese schönen Biegungen nach unten machen sollen (wie bei ihren Vorbilder in der Natur), müssen die Äste einer Weide schon eine gewisse Länge haben.
Und dafür muss dann auch der Sharibereich vom Baum "passen".
Wenn sich aber dein derzeitiger Totholzbereich sehr stark verändert, weil es zB morsch ist/wird und du viel Holz abtragen musst, usw., dann könnte es sein, dass irgendwann der Totholzbereich nicht mehr zur Gesamtgestaltung der Weide passt.

(ich hoffe, du verstehst was ich meine, bin mir nicht sicher ob ich mich richtig ausdrücke :oops: )

Ich (!) würde also, an deiner Stelle, versuchen, erstens das Totholz ein wenig zu bearbeiten (du musst nicht viel Materie abtragen, verfeinern wäre schon mal gut), und zweitens es dann unbedingt konservieren (welche Mittel dafür am besten geeignet sind weiss ich leider nicht, habe keine Erfahrung mit Weiden, vllt. der Holzhärter von Walter?).

Viele Grüsse,

Thierry
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Thierry »

Vier Detailaufnahmen, die meine gestrigen Erklärungen eindeutig illustrieren/veranschaulichen:

- Auf den zwei ersten Bilder, handelt es sich um einen typischen Juniperus chinensis, wie man ihn aus Japan kennt. Wie man sieht ist das innere Holz (also Kernholz) sehr rot, und das aussere (Splintholz) weiss. Und man sieht sehr gut, wie Takeo Kawabe arbeitet (seine Methode, in welchen Etappen er gestaltet, nicht nur das eingesetzte Werkzeug worauf sich die meisten Totholzanfänger zu sehr konzentrieren... man muss auf die Details achten und die Vorgehensweise verstehen! nicht nur auf das Werkzeug achten...):

http://www.imagebam.com/image/fc8fe9174715816

http://www.imagebam.com/image/30f688174718563

- Auf den zwei nächsten Bilder, handelt es sich um einen typischen Juniperus phoenicia, wie man ihn bei uns in Europa kennt. Wie man sieht ist das innere Holz/Kernholz, im Gegesatz zu den japanischen Sabina, nicht so rot, sondern eher orange-gelb, aber auf jeden fall deutlich dunkler als das aussere/Splintholz, welches man auf den Bilder eindeutig erkennen kann.

http://www.imagebam.com/image/1e7d39174715826

http://www.imagebam.com/image/6772c7174715828
Zuletzt geändert von Thierry am 14.02.2012, 09:24, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße,
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Re: Totholz Übung

Beitrag von Thierry »

Thierry hat geschrieben:welche Mittel dafür am besten geeignet sind weiss ich leider nicht
Herbert, einer den du fragen könntest, welches Mittel er zur Konservierung von Totholz bei Weiden nimmt, ist der Simon Temblett.
(vllt. erinnerst du dich an seine interessante Trauerweide auf der Noelanders : http://ourbonsai.wordpress.com/case-histories-page-1/)
Er hat anscheinend Erfahrung mit dieser Baumsorte.
Kannst ihm ja eine Mail schicken.
(falls du seine Emailadresse nicht findest, sag mir Bescheid, ich müsste die irgendwo stehen haben).
Viele Grüße,
Thierry

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