Großer Fächerahorn aus Feldkultur

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Heike_vG
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von Heike_vG »

Hallo, Ihr Lieben,

hier kommen nun die gewünschten Fotos, nach dem Laubfall und nach dem Schnitt. Mancher mag sich fragen, warum ich wieder so viel abgeschnitten habe.
Dies liegt zum einen daran, dass der neue Zuwachs es mir ermöglicht hat, weitere alte, zu dicke gekappte Äste durch dünnere, schönere zu ersetzen. Zum anderen muss man natürlich alles, was zu lange Internodien hat, unverzweigt ist oder schon Knubbel wegen zu vieler Verzweigungen hat, schneiden. An vielen Stellen waren überzählige Triebe, viele auf einem Fleck.
Der Baum ist dennoch wieder einen guten Schritt vorangekommen und wird dies sicherlich im nächsten Jahr beweisen.

Liebe Grüße,

Heike
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Lioth
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von Lioth »

Konsequent geschnitten!
Gott schuf die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt...!

Allegra
Gerd
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Bonsaisan
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von Bonsaisan »

Schnitt zurück auf eine sehr schöne ich gratuliere
Bonsaisan
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fritze
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von fritze »

hallo heike, für mich sieht es so aus, als hätte der ahorn auf drei gleichhohen ebenen mehrere äste.

ist das von dir so erwünscht? wenn ja, glaubst du nicht, dass es irgendwann zu unschönen verdickungen an den stellen kommen könnte?

vielleicht wirkt das für mich aber auch nur auf den bildern so.

liebe grüße christian
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bonsaiheiner
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Heike,

ich weiss, Teile der "Neuen deutschen Welle" scheren sich einen feuchten Kehricht um klassische, als veraltet geltende Nippon-Regeln, die in ein Ast-Verteilungsmuster zwängen wollen, welches als zu starres Korsett empfunden wird.

Aber,

könnte es sein , dass auch Du Dir (insgeheim) durch Deinen drastischen Rückschnitt 2009 mehr Rückknospung am alten Stamm erhofft hast, um den grossen Leerraum unten links und die gegenständig wirkende Astverteilung im oberen Drittel zu vermeiden?
Wenn diese Rückknospung ausbleiben sollte, planst Du dann Bohrpfropfungen durch den Stamm?

Liebe Grüsse,
Heiner
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Heike_vG
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von Heike_vG »

fritze hat geschrieben:hallo heike, für mich sieht es so aus, als hätte der ahorn auf drei gleichhohen ebenen mehrere äste. ist das von dir so erwünscht? wenn ja, glaubst du nicht, dass es irgendwann zu unschönen verdickungen an den stellen kommen könnte?
Hallo Christian, man muss bedenken, dass der Baum ziemlich groß ist und dass auf den kleinen Bildern Äste auf fast gleicher Höhe erscheinen, die in Wirklichkeit durchaus noch ein, zwei Zentimeter versetzt entspringen. Ich habe dem Baum schon eine ganze Menge Äste genommen und auch jetzt sind wieder einige zu dicke Äste gefallen, für die sich inzwischen ein guter dünnerer Ersatzast angeboten hat. Besonders wichtig war dies rechts unten und links an der auffälligen Außenbiegung.
Der Prozess ist noch nicht am Ende, es gibt noch weitere Stellen, wo solche "tausche alt gegen jung"-Aktionen in der Zukunft stattfinden können. Natürlich wird darauf immer wieder geachtet, dass sich keine solchen Knubbelstellen bilden, aber es kommt da oftmals auf ein Jahr nicht an, gerade bei so großen Bäumen.
Ich lasse dem Baum immer wieder eine Pause, eine tüchtige Wachstumsphase und dann wird in einem Jahr wieder geschaut, wo es wieder weitergeht.
bonsaiheiner hat geschrieben:könnte es sein , dass auch Du Dir (insgeheim) durch Deinen drastischen Rückschnitt 2009 mehr Rückknospung am alten Stamm erhofft hast, um den grossen Leerraum unten links und die gegenständig wirkende Astverteilung im oberen Drittel zu vermeiden? Wenn diese Rückknospung ausbleiben sollte, planst Du dann Bohrpfropfungen durch den Stamm?
Hallo Heiner, diese Fragen kann ich beide mit "Nein" beantworten. Der neue Austrieb aus dem Stamm war sehr gut, einiges davon war jedoch an Stellen, wo ich die neuen Triebe nicht gebrauchen konnte. Sehr zufrieden bin ich mit den neuen Trieben, die ich zum Ersetzen von alten, dicken, hässlichen Ästen gebrauchen konnte (s.o. Antwort auf fritze-Christians Frage). Es werden sich mit der Zeit noch mehr Gelegenheiten ergeben, den einen oder anderen gegenständigen oder zu dicken Ast zu entfernen. Auch wenn der Baum zurzeit sehr kahl und wenig beastet ausschaut, bin ich der Meinung, dass alles dran ist, was ich wirklich brauche. Wenn sich die jetzt vorhandenen Äste mit Verzweigung verlängert haben und an Volumen gewonnen haben, sollte nach meiner Vorstellung ein kompletter Baum enstanden sein. Ich habe das mal ungefähr versucht einzuzeichnen. Ein so massiv und alt wirkender Stamm darf meiner Meinung nach auch nicht zu viele Äste haben.

Was die japanischen Gestaltungsregeln betrifft, so bin ich ihnen nicht abgeneigt, mag aber auch die naturalistische Gestaltung und versuche jeweils das, was dem Baum gemäß erscheint, umzusetzen. Mal schauen, was sich hier im Laufe der Zeit entwickeln wird. 8)

Liebe Grüße,

Heike
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Totoro

Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von Totoro »

Hallo Heike,

da du eine naturalistische Gestaltung wünschst, ist die Gegenständigkeit der Hauptäste nur konsequent. Mal vom ersten Ast abgesehen. Die "Ahörner" haben ja ihrer Natur gemäß eine gegenständige Verzweigung. Ich muss da aber noch etwas meine Wahrnehmung anpassen.


Gruß

Dirk
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bonsaiheiner
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von bonsaiheiner »

Alles klar, Heike,

Du hast, wie man sieht, einen detaillierten Plan, dessen Umsetzung Dir im Laufe der Jahre sicher gelingen wird.
Jedenfalls wünsche ich Dir das. Aber bitte die Schritte zu Deinem Ziel regelmäßig posten.

Liebe Grüsse,
Heiner
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Heike_vG
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Heiner,

auch ich selbst bin gespannt, ob der Plan und die Realität am Ende übereinstimmen werden. 8) Es ist gut möglich, dass unterwegs der Baum mir neue Angebote macht oder mich vor ungeahnte Aufgaben stellt. Der Dialog mit einem Baum ist immer spannend und nie ganz vorhersehbar. Auf jeden Fall werde ich alles interessante weiterhin dokumentieren.

Liebe Grüße,

Heike
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bering
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von bering »

Hallo Heike!
Ein toller Thread und für einen Anfänger unabschätzbar wertvoll- Trotzdem eine ketzerische Frage: Kann es sein, dass diesmal Dein Fahrradschlauch-Trick (finde ich eigentlich nachahmenswert) nicht funktioniert hat? Ich könnte mir als Neuling auch vorstellen, dass er nicht funktionieren kann, wenn man vorher die dazu gehörenden Äste abgeschnitten hat. Oder bin ich da auf dem Holzweg?
Gruß bering
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Heike_vG
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Bering,

die Fotos zeigen die kleinen jungen Wurzeln nicht, die sich zwischen den übermächtig großen Nebariwurzeln gebildet haben, weil der Baum sehr groß ist und solche kleinen Details daher auf dem Foto nicht recht zu sehen sind. Da der Baum im Gewächshaus überwintert, wo immer ausreichend Feuchtigkeit herrscht, habe ich die Gummistücken nach dem Foto nicht wieder aufgebracht. Im Frühjahr geht es weiter. Ich überlege allerdings noch, Jungpflanzen zu ablaktieren, um schneller dickere zusätzliche Wurzeln zu bekommen.

Beim Fächerahorn und vielen anderen Laubbäumen korrespondieren Äste und Wurzeln in der Versorgung zwar auch, aber nicht in der Ausschließlichkeit wie z.B. bei Wacholder und Eibe, wo ein abgeschnittener Ast direkt zum Saftrückzug führt, einen Sharibereich und ggf. sogar tote Wurzeln verursacht.
Hier in diesem Fall ist es eher so, dass ich die sehr dicken Äste, die mit den besonders dicken Nebariwurzeln in Zusammenhang stehen, nach und nach entfernt habe, was helfen sollte, diese zu dicken Wurzeln zukünftig nicht mehr unnötig weiter anschwellen zu lassen.

LG, Heike
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bering
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von bering »

Danke Heike! Da hab ich wieder viel gelernt. Oh je, und es gibt hier noch soviel zu lesen...
Heike_vG hat geschrieben: Ich überlege allerdings noch, Jungpflanzen zu ablaktieren, um schneller dickere zusätzliche Wurzeln zu bekommen.
Könntest Du das einem Anfänger noch erklären oder einen Link posten?
Danke,
sagt bering
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Heike_vG
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Bering,

bei diesem Baum habe ich das schon gemacht, das kannst Du im folgenden Thread sehen: http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =4&t=29331

LG, Heike
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bering
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von bering »

Hab´s gefunden und begriffen. Sehr interessant. Danke, Heike!
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number
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Re: Großer Fächerahorn aus Feldkultur

Beitrag von number »

Liebe Heike,

mich würde sehr interessiere wie dem Ahorn heute geht uns aussieht, die letzten Beträge waren ja von 2011.

(Noch) bin ich ein Bonsai-Anfängerin trotz "Gärtnerwissen" :-)
und freue mich daher umso mehr über umso mehr Fotos und dessen Entwicklungen.

Regnerischen Grüße aus Berlin
Jay
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