Ich meinte natürlich den IPCC.achim73 hat geschrieben:ähm...meinst du diesen IPPC ?
Sorry, war spät gestern.
Ich meinte natürlich den IPCC.achim73 hat geschrieben:ähm...meinst du diesen IPPC ?
Moderne Containerbaumschulen sind in den letzten Jahren auf geschlossene Kreisläufe beim Gießen umgerüstet worden. Dabei liegt zwar die Betonung auf der Resource Wasser, dem Düngemanagement wird es aber genauso zu Gute kommen.Andreas R. hat geschrieben:Wieviel gedüngt wird hängt davon ab wieviel gegossen wird. Und wieviel gegossen wird hängt vom Subtsrat ab. Es führen also viele Wege zum Ziel. Soweit ich das gesehen habe arbeiten Baumschulen überwiegend mit festem mineralischem Dünger. Für professionelle Anwender gibt es aber auch Baukastensysteme, bei denen N,P,K und Spurenelemente nach Bedarf dosiert werden und auch je nach Wasserhärte verschiedene Produkte zur Anwendung kommen. Dazu gibt es dann noch Mittel die bei zu hohem Nährstoffgehalt im Boden angewendet werden. Um mit all dem richtig arbeiten zu können muss man aber regelmäßig Proben nehmen und davon Analysen machen.Totoro hat geschrieben: Würde mich mal interessieren ob andere große Sammlungen […] oder Verkaufsbonsaibaumschulen ähnlich arbeiten.
So läuft das nicht wirklich ab:Andreas R. hat geschrieben: es läuft so ab:
Zwischen dem Substrat und den Wurzelzellen (und durch Stofftransport somit dem gesamten Baum) stellt sich ein Gleichgewicht ein. Ist im Substrat eine bestimmte Menge sagen wir z.B. Magnesium (also Mg2+) enthalten, dann wird in die Wurzelzellen Magnesium aufgenommen. Irgendwann ist in den Wurzelzellen soviel Magnesium wie im Substrat drumherum. Wenn der Baum jetzt Magnesium braucht, z.B. weil er neue Blätter treibt und dort Chlorophyll bildet sinkt die Magnesiumkonzentration in den Wurzelzellen und es strömt neues Magnesium aus dem Substrat nach.
Das ist richtig. Ich war hier um eine möglichst einfache Darstellung bemüht. Viele Ionen (NO3-, PO4- etc.) werden durch sekundär aktive Transportproteine aufgenommen. Das heißt, das Ion strömt z.B. zusammen mit H+ passiv ein und das H+ muss durch ein anderes Protein (ATP-ase) unter Energieverbrauch wieder aktiv nach draußen transportiert werden. Die Konzentration in den Wurzelzellen ist also höher als drumherum. Das funktioniert aber nur innerhalb gewisser Grenzen. Es wird sich also ein Gleichgewicht zwischen Substrat und Wurzelzellen einstellen, auch wenn dieses Gleichgewicht verschoben ist auf Seite der Wurzel und für jedes Ion anders aussehen kann. Ich habe die entsprechende Textstelle geändert.Bergi hat geschrieben:So läuft das nicht wirklich ab:
Planzen nehmen Ionen - gegen das Konzentrationsgefälle und unter Energieverbrauch - durch aktiven Transport auf. In den Zellen ist die Konzentration daher in aller Regel extrem viel höher als im Wasser/Substrat.
Auch das ist richtig. Allerdings kann das bei meiner vereinfachten Darstellung wohl vernachlässigt werden. Aus dem Ionenaustauscher werden durch H+ die Kationen gelöst und auch die Löslichkeit von PO4- und NO3- steigt mit sinkendem pH-Wert.Bergi hat geschrieben:Außerdem lösen Pflanzenwurzeln die Ionen - vor allem durch Kohlensäureabgabe - zusätzlich aus mineralischen Verbindungen, was man auch als "Versauerung" des Bodens durch Wurzeln wahrnimmt.
Hallo Thierry,Thierry hat geschrieben: Genauso wie es einige Wechselwirkungen gibt zwischen den Nährstoffen* (dies ist, was mich interessieren würde) :
- positive Wechselwirkungen : Mg-P, Cu-Fe, Cu-Mn, Mn-Fe, Zn-Fe
- und negative Wechselwirkungen : N-B, N-Cu, N-K, P-Zn, P-Cu, P-K, P-Ca, K-Mg, K-B, Ca-K, Ca-Mg.
*Quelle: Joseph Somm, "Wege zur Gesundheit Ihrer Bonsai"
Könntest du uns das "populärwissenschaftlich" kurz erklären ?
(also: eine gemeinverständliche Darstellung)
Grundsätzlich würde ich den Mischungsverhältnissen der Hersteller vertrauen, die werden sich da schon Gedanken gemacht haben. Die Frage ist auch, wie groß die negativen Wechselwirkungen wirklich sind. Man müsste wahrscheinlich mit einem Nährstoff extrem übertreiben (siehe Beispiel oben, der Faktor war dort 100) damit das wirklich gravierende Auswirkungen hat. Calcium z.B. kommt hier im bayerischen Oberland in sehr großen Mengen im Boden vor und trotzdem wachsen Bäume in der Natur wunderbar, ohne Magnesiummangel.Thierry hat geschrieben:Und worauf ist -für uns Bonsaianer- in der Anwendung von Spurenelemente bei der Nährstoffzufuhr zu achten ?
(in Bezug auf negative u. positive Wechselwirkungen zw. den Nährstoffen)