Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
Deine Meinung zu diesem Thema ist so undifferenziert, Dirk.
Bei einer klassisch gestalteten alten Kiefer z.B. müssen die Äste natürlich schon am Ansatz abwärts weisen, da wäre ein Bogen in der Tat ein Kunstfehler.
Ganz anders bei einer naturalistischen Besenform. Da gehen die Äste bzw. Substämme erst aufwärts und neigen sich dann bogenförmig nach unten und das ist dann auch genau richtig. Um diesen Hinweis zu geben, habe ich ja das Bild von Walters Linde verlinkt.
LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
ich hab die " Pallsai" Form noch nicht verinnerlicht und deshalb gar nicht in diese Richtung " gedenkt"
Das ist aber wohl auch eine ziemlich neue Stilform der Laubbäume. Dies zu meiner Entschuldigung.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Nebenstamm und Substamm ?
Ein Nebenstamm entspringt in Wurzelnähe, beim altbekannten Doppelstamm zum Beispiel. Ein Substamm entspringt weiter oben, der eigentliche Stamm teilt sich in gewisser Höhe in meist mehrere ähnlich starke, mehr oder minder aufrechte Substämme. Diese sind am Beispiel der gezeigten Linde gut zu erkennen. Die Äste gehen dann von den Substämmen ab.
LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Den Baum hätte ich unten noch deutlich tiefer gelegt und d gegen oben hin höher. Wir sind durch die herkömmliche Bonsaigestaltung einfach nicht gewohnt, dass Astetagen (die es hier natürlich auch gibt) nicht immer waagrecht und parallel sein müssen. Eine fächerartige Anordnung sieht bei einem Laubbaum gut aus.
Das mit dem Stammaufrichten verstehen ich einfach nicht. Das mache ich Dir in fünf Minuten vor. Ich setze 100 Euro dass ich das schaffe.
Einfach dicken Aludraht, so etwa 3,5 bis 4mm, 60 cm. Einen scharfen Haken mit zwei cm Ende machen. Den Haken unten in ein Loch einhaken, das auf der Seite ist, wo der Baum hin soll. Dann den Draht über den Schalenrand außen nach oben ziehen und im oberen Drittel des Stammes befestigen. Ev. sollte man da was drunter legen. Der Stamm muss stark in die gewünschte Richtung gedrückt werde. Eher ein wenig mehr als er dann sein soll, weil er zurück schnappen wird. Dann sollte der Baum bereits gerade stehen. wenn immer noch nicht, dann mit einer Hand den Baum in die neue Richtung drücken und mit einer Jinzange einen Knopf in den Draht drehen. Funktioniert immer.
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Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
Hallo Walter
Die unteren Äste weiter nach unten zu spannen hab ich mich einfach nicht getraut. Ich hatte Angst, dass die brechen. Da fehlt mir Deine Erfrahrung und ich hatte Sorge, dass ab halt dann ab ist. Daher werde ich die gerne im Frühjahr nochmal tiefer abspannen. Deine Graphik hat mich überzeugt, daher werde ich am WE die oberen Äste wieder etwas nachlassen.
Das aufrichten hatte ich einfach nicht verstanden. Ich hab mit einem Draht durch Abzugloch...über die Wurzel......
Den werde ich am Wochenende auch noch anbringen. Wobei sich mir die Frage stellt, da ich im nächsten Frühjahr nochmal umtopfen möchte ob ich dann so lange warten soll oder soll ich trotzdem den Draht zur Aufrichtung anbringen. Da könnte ich ja die Pflanzposition korrigieren.
Fragende Grüße
Bernd
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
Umtopfen sollte man nur, wenn man muss. Du musst nicht. Es war richtig, die Äst erst einmal nur ein wenig nach unten zu ziehen. Wenn ein Ahorn keine Blätter hat, ist er sehr brüchig. Ich ziehe dann so etwa zwei Wochen später noch etwas nach. Das geht ganz einfach mit der Jinzange. Im Frühjahr dann noch einmal nachziehen. Sieht hässlich aus, ist aber jetzt auch schon egal. Das Endergebnis zählt.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
Hallo Alle, Hallo Walter
Nach Vorbild von Walter nochmal Nachgespannt und auch begonnen die Position zu korrigieren. Beim Nachziehen der unteren Äste hat es auch zweimal geknackt und die Zweige sind in der Gabel etwas geschlitzt, aber nicht ab. Ich hab dann die Wunden verschlossen und lass die Zweige nun erstmal in Ruhe.
Ist das jetzt besser?
Gruß Bernd
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"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
Danke Carmen
Mein Verdienst beschränkt sich aber dabei am ehesten darauf den Baum ausgesucht zu haben. Ohne die Hilfe von Heike, Walter und den anderen hätte ich den nicht weiter vorwärts gebracht.
Gruß Bernd
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
Guten Abend,
wäre es auch eine Möglichkeit, den Mittelast zurückzunehmen und eine neue Spitze aufzubauen, etwa wie auf dem Entwurf?
Oder ist das dann nicht mehr naturalistisch genug?
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Hallo Stefan
Ich hatte schon früher geschrieben:
Dies ist ein Kashima bei dem die basale Dominanz seeehr stark ausgeprägt ist. Nicht umsonst stellt Christian fest, dass die Spitze zu dünn ist. Gegen den haben Azaleen in der Spitze ein deutlich vitaleres Wachstum. Da bin ich um jeden Trieb und jedes Auge froh, das sich da bildet. Ich hab da seit zwei Jahren nichtmal mehr pinziert, geschweige denn geschnitten.
Daher kommt diese Option eher nicht in Frage. Trotzdem danke dass Du Dir Gedanken machst.
Gruß Bernd
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane