Uff, nee!xistsixt hat geschrieben:Dieser Baum ist soetwas wie Schmierekunst in den Bildern wo mit Farbe geworfen wird
Das kann man doch nicht mit zusammengepatschten Farbklecksen vergleichen, die eine Dreijährige auch gekonnt hätte.
Ich wiederhole hier noch einmal, was ich anfangs schon in der Masterclass zu diesem Baum geschrieben habe, meinen ersten Eindruck und Gedanken:
Die Sache mit dem Mut zur Hässlichkeit, der gekonnten Verbindung von Hässlichem und Schönem, das ist glaube ich noch etwas Wichtiges für uns, um weniger uniforme Bäume zu gestalten.Heike_vG hat geschrieben:Der Dreispitzahorn von Peter Tea, in dem Link, den Martin gepostet hat, ist soooo hässlich, dass er schon wieder schön ist...
Er ist so gekonnt verfeinert und verzweigt, dass der Kontrast zwischen der herrlich verzweigten Krone und dem knolligen Nebari, zwischen dem geraden Stamm mit überraschender Biegung oben und dem lang herabreichenden linken Ast eine enorme Spannung erzeugt.
Der Baum ist mit seinen schönen und hässlichen Anteilen ein faszinierendes Individuum und kein Baum wie jeder andere.
Vielleicht fehlt uns manchmal der Mut zur Hässlichkeit, weil wir noch zu ungeübt darin sind, sie mit Schönheit zu etwas Aufregendem zu kombinieren...??![]()
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Wenn ich in den neuen Kokufu-Bildband 85 schaue, sind auch darin wieder ein paar Bäume, von denen ich auf den ersten Blick dachte: "Hmm, nicht so wirklich schön, was ist daran, dass man sie für Kokufu-würdig befunden und sogar ausgezeichnet hat?"
Vielleicht sollten wir auch und gerade solche Exemplare viel intensiver anschauen und über sie nachdenken, um mit unserer eigenen Vorstellungskraft und unseren Gestaltungsfähigkeiten einen Schritt voran zu kommen.
Mit manchen nicht so perfekt erscheinenden Bäumen muss man vielleicht auch gar nicht sooo streng sein, alleine das wachsende Alter und fachkundige Pflege und Bearbeitung können sie mit Würde und Individualität schön, beeindruckend und wertvoll werden lassen.
Liebe Grüße,
Heike
