Betula pendula

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Max
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Re: Betula pendula

Beitrag von Max »

Eva Warthemann hat geschrieben:Hallo Max!
Ich hab mir mal die Arbeit gemacht etwas auszulichten und alle Zweige kontinuierlich nach unten zu richten. Das heißt drahten bis in die Spitzen und alles wegzunehmen, was kreuz und quer gewachsen ist.
Es ist eine tolle Birkengruppe und ich würde mich freuen wenn Du ab und zu mal wieder darüber berichtest.
Liebe Grüße Eva Warthemann
Hallo Eva,
vielen Dank für dein Virtual!
Es trifft wirklich ziemlich genau wie ich mir das später vorstelle und wie es auch zu realisieren ist.
Der waagerechte Ast am linken Baum ist allerdings auch schon gefallen.
Bis der Baum deinem Virtual ganz nahe kommt vergeht noch etwas Zeit, weil ich jetzt erstmal auf Rückknospung schneiden musste. Ich bin sehr optimistisch. In den nächsten Tagen reiche ich ein Foto nach.

Dankeschön!

LG
Max
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Eva Warthemann
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Re: Betula pendula

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Max!
Wenn Du jetzt geschnitten hast, wie gehst Du mit dem einsetzenden Saftfluss um?

Ich hatte jetzt auch an einer Birke einen kräftigen Schnitt gemacht und hatte ziemliche Schwierigkeiten den Saftfluss zu stoppen. Den Ameisen hats gefreut, für sie war es eine willkommene Tränke.

Liebe Grüße Eva Warthemann
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Max
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Re: Betula pendula

Beitrag von Max »

Hallo Eva,
die Antwort ist gar nicht. Die Schnitte tropfen zwar aber nur sehr wenig, sind ja auch keine großen Eingriffe. Ich lasse bei Birken meist ein kleines Stück Ast stehen, so dass der Rest früher oder später vertrocknet. Dann wird er entfernt. Jetzt mag der eine oder andere sagen, dann verheilt es nicht richtig. Ist aber sowieso problematisch bei jeder Betula und bei großen Wunden Wunschdenken. Bei solchen Schnitten ummantle ich den dann stärker tropfenden Bereich mit Vulkanisierband. Das hält absolut dicht, wenn man es straff zieht und schützt vor allzu schnellem Austrocknen.

Übrigens so Geschichten wie plötzlich sterbende Äste oder Draht im Winter ab sonst Friertod kann ich nicht bestätigen.

LG
ME
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lager_indica
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Re: Betula pendula

Beitrag von lager_indica »

Moin,
Max Engels hat geschrieben:...Ist aber sowieso problematisch bei jeder Betula und bei großen Wunden Wunschdenken...
Das mit der Wundheilung ist relativ ..., siehe meine Birke
1. Schnittstelle war nach 3 Jahren zu (auf der Sonnenseite)
2. Schnittstelle gleicher Ast Rückseite, seit 10 jahren

Ich habe in Kranj /Slowenien Birken gesehen, die wie Kopfweiden bzw. Spaliere geschnitten wurden. Da waren einige Schnittstellen von über 15cm komplett überwallt.

Gruß, Andreas
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Max
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Re: Betula pendula

Beitrag von Max »

lager_indica hat geschrieben:Moin,
Max Engels hat geschrieben:...Ist aber sowieso problematisch bei jeder Betula und bei großen Wunden Wunschdenken...
Das mit der Wundheilung ist relativ ..., siehe meine Birke
1. Schnittstelle war nach 3 Jahren zu (auf der Sonnenseite)
2. Schnittstelle gleicher Ast Rückseite, seit 10 jahren

Ich habe in Kranj /Slowenien Birken gesehen, die wie Kopfweiden bzw. Spaliere geschnitten wurden. Da waren einige Schnittstellen von über 15cm komplett überwallt.

Gruß, Andreas
Andreas,
Alles ist relativ. Aber du siehst ja selbst, man kann bei Birken nicht mit einer ausreichenden Wundheilung rechnen. Je größer die Wunde, desto unwahrscheinlicher. Und zwar überproportional zu anderen Arten. Ich kenne etliche stattliche Bäume, die anders als die beschriebenen Spaliere solche Schnitte nicht verheilen. Ausnahmen bestätigen da eher die Regel.
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pais
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Re: Betula pendula

Beitrag von pais »

Max Engels hat geschrieben:
Übrigens so Geschichten wie plötzlich sterbende Äste....
ME
hast du die erfahrung speziel bei diesem baum oder auch schon bei anderen bäumen gemacht - in vielen büchern ist nämlich genau dieses zu lesen!
und ich warte ja fast schon darauf das mir irgend welche äste verkümmern....
schönen gruß
pais
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Max
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Re: Betula pendula

Beitrag von Max »

pais hat geschrieben:
Max Engels hat geschrieben:
Übrigens so Geschichten wie plötzlich sterbende Äste....
ME
hast du die erfahrung speziel bei diesem baum oder auch schon bei anderen bäumen gemacht - in vielen büchern ist nämlich genau dieses zu lesen!
und ich warte ja fast schon darauf das mir irgend welche äste verkümmern....
schönen gruß
pais
Bei mehreren Birken gab's bisher nie einen plötzlichen/unerklärbaren Asttod.
Wohl aber welche, wo mir die Ursache bekannt war und ich damit gerechnet habe.
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Andreas R.
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Re: Betula pendula

Beitrag von Andreas R. »

Hallo Max, Hallo pais,

man liest bzw. hört öfters, dass Birken plötzlich ganze Äste absterben lassen. Als Ursache habe ich schon folgende Erklärungen gehört:
- Birken mögen kein zu starkes Drahten, deshalb werden eingedrahtete Äste abgeworfen
- Birken dürfen nicht im Schatten stehen, sonst werfen sie Äste ab
Beides trifft (zumindest meiner Erfahrung nach) nicht zu. Eine Birke habe ich komplett eingedrahtet und auch dickere Äste gebogen. Hat nichts ausgemacht. Eine andere stand komplett im Schatten. Ist immer noch topfit.
Vor ein paar Tagen habe ich mit einem erfahrenen Gestalter telefoniert und über die "Unberechenbarkeit" von Birken diskutiert. Er glaubt, dass die Ursache Trockenheit ist, die von Birken schlecht vertragen würde. Gerade die Sand- oder Hängebirke (B. pendula) steht aber oft auch auf eher trockenen Standorten. Meine Erklärung ist folgende: Wenn es zu partieller Trockenheit kommt, dann wirft die Birke jene Äste ab, die von den trockenen Wurzeln versorgt wurden. Das ist eine Anpassung an den extremen Lebensraum und ich habe Belege gefunden, dass die (nahe verwandte) Schwarzerle das genauso macht. So wird vermieden, dass "hoffnungslose" Wurzelbereiche von den Wurzeln, die noch Wasser haben mitversorgt werden müssen.
Bei einer meiner Birken, der vor zwei Jahren ein Ast abgestorben ist, konnte ich genau das als sehr wahrscheinliche Ursache feststellen.
Es gilt wohl für beide heimischen Birkenarten, B. pendula und B. pubescens (Moorbirke). Wenn man es weiß kann man dem vorbeugen.

Zu den hängenden Ästen: Ich kenne eine Birke in einem Garten, bei der die Äste stärker hängen, nicht nur an den Spitzen. Das scheint wohl eine Zuchtform zu sein. Ich mache bei Gelegenheit mal ein Bild.
Bei der Naturform hängen die Astspitzen übrigens erst ab einer gewissen Größe des Baumes, evtl. könnte man überlegen das in die Gestaltung mit einzubauen, indem die kleinen Stämme nicht hängen?

Viele Grüße,
Andy
pais
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Re: Betula pendula

Beitrag von pais »

SUPER Erklärung!
das bedeutet dann aber doch auch daß man beim wurzelschnitt bei birken SEHR vorsichtig sein muss oder?
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Andreas R.
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Re: Betula pendula

Beitrag von Andreas R. »

Nicht unbedingt. Es bedeutet nicht, dass man nicht wie bei anderen Laubbäumen auch, in vernünftigem Maße einkürzen kann. Im Gegenteil: wenn man Birken in der Natur sammelt haben diese manchmal nur sehr weinig feine Wurzeln oder man bekommt nur wenig davon mit raus, weil sie am Ende von elend langen fingerdicken Ausläufern liegen. Das macht Birken überhaupt nichts (ich hatte bisher 100% Überlebensrate bei ausgegrabenen Birken). Im Bonsaitopf bekommen sie dann am Ende von dicken Hauptwurzeln ganze Büschel von feinen Wurzeln. Wenn ein solches dann wesentlich trockener ist als der ganze Rest, dann wird vielleicht der Ast absterben, der davon versorgt wird.
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Andreas R.
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Re: Betula pendula

Beitrag von Andreas R. »

Noch eine oft zu hörende/lesende Erklärung ist mir grade noch eingefallen: Häufig werden die absterbenden Äste als Frostschäden aus dem Winter angesehen. Das stimmt auch nicht. So ein Ast ist von unten bis oben tot, Frostschäden würden zunächst die Spitzen betreffen und nicht einen kompletten Ast während alle anderen unbeschädigt sind. Sogar bei Wikipedia steht (ohne Quellenangabe), dass die B. pendula nur mäßig frosthart ist. Wie passt denn das damit zusammen, dass man gerade in Skandinavien häufig vorkommt? Ich überwintere meine Birken (im rauhen Voralpenklima, bis -25°C) immer ohne Schutz, die Kleineren im Beet eingegraben, die Große habe ich diesen Winter sogar in exponierter Lage einfach auf ihrem Ständer stehen lassen. Ich hatte noch nie Frostschäden an Birken und die Große ist jetzt unmittelbar vor dem Austreib, der sehr üppig ausfallen wird.
MerschelMarco
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Re: Betula pendula

Beitrag von MerschelMarco »

Also bei mir gibts zwei Birken.

Beide aus Feldaufzucht unter identischen Bedingungen.
Beide stehen im selben Substrat
Beide stehen vollsonnig auf derselben Stellage

Die eine zickt total rum
Die andere macht überhaupt keine Probleme
????

Man könnte die genetische Variabilität als Ursache ausmachen, bei zwei Birken natürlich statistische Problemaussage. Das Absterben der Äste hat bei meiner Birke weder was mit dem Drahten noch mit dem Winter zu tun und wird wird bereits im Spätsommer eingeleitet.

Grüße.
Marco
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Andreas R.
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Re: Betula pendula

Beitrag von Andreas R. »

Hat die eine vielleicht Wurzelbereiche die sich weniger tief im Substrat befinden und deswegen ab und zu trockener werden als der Rest?
MerschelMarco
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Re: Betula pendula

Beitrag von MerschelMarco »

Andreas,

bei jedem Umtopfen waren die Wurzeln allesamt in Ordnung, die Probleme mit den Ästen immer schon da. Das mit den partiell trockenfallenden Wurzeln kann ich mir deshalb nicht vorstellen. Schon auch deswegen nicht, weil bei einer Birke als Laubbaum eine Wurzel schließlich nicht einen definierten Ast versorgt.
Bei den Ästen scheint das Absterben nach dem Zufallsprinzip zu erfolgen, ich konnte keinerlei Ursachen bis dato ausmachen.

Grüße,
Marco
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Andreas R.
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Re: Betula pendula

Beitrag von Andreas R. »

Interessant.
Es ist richtig, dass bei Laubbäumen ein Austausch zwischen den Leitungsbahnen möglich ist. Trotzdem kann es sein, dass der Ast abstirbt, der eben überwiegend aus der einen Wurzel versorgt wird. Bei Schwarzerlen ist das wie gesagt so.
Was viele nicht wissen ist, dass trockenfallende Wurzeln von den Wurzeln, die Wasser haben, mitversorgt werden müssen (auch Wurzeln brauchen Wasser).
Das es im Spätsommer anfängt ist mir auch aufgefallen, das würde ja für die Hypothese sprechen, dass es mit Trockenheit zu tun hat (im Sommer ist es am trockensten, danach fängt es an).
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