Hallo,
ich wollte kurz zwei Prunus vorstellen, die sich jetzt so langsam, aber sicher wieder aus der Winterruhe zurückmelden.
Die Prunus mahaleb habe ich letztes Jahr erworben und diesen Februar einigermaßen in Form gebracht. Sie hat die nachfolgenden sehr kalten Wochen trotz meiner Bedenken gut überstanden und treibt jetzt fröhlich aus und blüht sogar. Für dieses Jahr soll sie an den unteren Ästen uneingeschränkt wachsen, damit diese sich noch ein bisschen verdicken. Im Kronenbereich würde ich allerdings öfter zurückschneiden, damit sich mehr Verzweigung bildet. Ich weiß, dass der Baum momentan eher wie ein Nadelbaum aussieht, aber ich hoffe, dass dies im Verlauf der Zeit und mit zunehmender Feinverzweigung abnehmen wird.
Die Prunus mume hatte ich schon einmal in einem früheren Thread vorgestellt. Ich habe sie seitdem zurückgeschnitten und in eine neue Schale gepflanzt. Dieses Jahr soll sie gut durchtreiben und ordentlich Kräfte sammeln und dann nächstes Frühjahr stärker zurückgeschnitten werden, um den Austrieb in Stammnähe zu fördern.
Für Anregungen und Kritik wäre ich dankbar.
Viele Grüße,
Marc
Prunus mahaleb und mume
Prunus mahaleb und mume
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Re: Prunus mahaleb und mume
die mahaleb gefällt mir richtig gut, das wird bestimmt mal ein toller Baum 
- Herbert A
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Re: Prunus mahaleb und mume
Servus Marc
die Prunus mume schneidet man Mitte bis Ende Mai auf das letzte Blatt zurück und lässt sie dann bis zum Frühjahr unbeschnitten. Bei einem späteren Rückschnitt bilden sich meistens keine Blattknospen mehr an dem Zweig und die Ume läßt ihn dann absterben. Es kommt zwar wieder ein Austrieb aus dem Astansatz, aber man fängt so immer wieder von vorne an oder die Äste werden zu lange und haben kaum Verzweigung.
lg
Herbert Aigner
die Prunus mume schneidet man Mitte bis Ende Mai auf das letzte Blatt zurück und lässt sie dann bis zum Frühjahr unbeschnitten. Bei einem späteren Rückschnitt bilden sich meistens keine Blattknospen mehr an dem Zweig und die Ume läßt ihn dann absterben. Es kommt zwar wieder ein Austrieb aus dem Astansatz, aber man fängt so immer wieder von vorne an oder die Äste werden zu lange und haben kaum Verzweigung.
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Herbert Aigner
Das BFF ist mein persönliches Bonsaitagebuch. Vielen Dank dass ihr das seit vielen Jahren ermöglicht.
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Re: Prunus mahaleb und mume
Hallo,
vielen Dank für die Antworten.
@ Herbert: Vielen Dank für den Tipp mit dem Zurückschneiden der mume. Das ist gut zu wissen. Wie sieht es aus, wenn man Teile des Baumes noch weiter entwickeln will? Ich hatte nämlich vor, aus einem Ast der nach oben wächst, eine neue Krone aufzubauen (sieht man auf dem Bild schlecht). Kann man solche Äste auch einfach unbeschnitten lassen und würden sich dann trotzdem neue Blattknospen bilden?
Viele Grüße,
Marc
vielen Dank für die Antworten.
@ Herbert: Vielen Dank für den Tipp mit dem Zurückschneiden der mume. Das ist gut zu wissen. Wie sieht es aus, wenn man Teile des Baumes noch weiter entwickeln will? Ich hatte nämlich vor, aus einem Ast der nach oben wächst, eine neue Krone aufzubauen (sieht man auf dem Bild schlecht). Kann man solche Äste auch einfach unbeschnitten lassen und würden sich dann trotzdem neue Blattknospen bilden?
Viele Grüße,
Marc
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Re: Prunus mahaleb und mume
Marc, die Ume entwickelt nich gerne Seitenverzweigungen wenn sie nicht durch einen Schnitt gezwungen wird.
Das ist das größte Problem bei der Ume. Du kannst den Trieb lang auswachsen lassen bis er die gewünschte Dicke hat, aber dann mußt du im Bereich wo keine Seitenäste sind einen Ast ablaktieren. Sonst kommt da nix mehr.
Auf dem Bild siehst Du dass die Ume an unbeschnittenen Ästen nur Blütenknospen macht (eingekreist), aber keine Blattknospen. Nach dem verblühen kommt da nichts mehr. Der Zweig wächst nur an der Spitze weiter. ciao
Herbert Aigner
Das ist das größte Problem bei der Ume. Du kannst den Trieb lang auswachsen lassen bis er die gewünschte Dicke hat, aber dann mußt du im Bereich wo keine Seitenäste sind einen Ast ablaktieren. Sonst kommt da nix mehr.
Auf dem Bild siehst Du dass die Ume an unbeschnittenen Ästen nur Blütenknospen macht (eingekreist), aber keine Blattknospen. Nach dem verblühen kommt da nichts mehr. Der Zweig wächst nur an der Spitze weiter. ciao
Herbert Aigner
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Re: Prunus mahaleb und mume
Herbert,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich werde dann also alle neuen Triebe zurückschneiden und aus den sich bildenden Knospen die Spitze weiterführen. Mit Ablaktieren usw. kenne ich mich nicht so aus, daher nehme ich erstmal die einfachere Variante...
VG,
Marc
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich werde dann also alle neuen Triebe zurückschneiden und aus den sich bildenden Knospen die Spitze weiterführen. Mit Ablaktieren usw. kenne ich mich nicht so aus, daher nehme ich erstmal die einfachere Variante...
VG,
Marc
Re: Prunus mahaleb und mume
Ich habe noch nicht viel Erfahrung mit meiner Ume aber das was Herbert schreibt, war quasi ihre erste Lektion an mich. Es bedarf einiger Überredungskunst, sie trotz angestrebtem Dickenwachstum im unteren Bereich triebfreudig zu halten.
Ich habe mir dann u.a. Rudolf Köhler zum Vorbild genommen. Er lässt sie das ganze Jahr unter 'drastischem' gießen und düngen zu einem Busch wachsen, Formschnitt im Herbst und nach der Blüte Reduktion auf zwei Knospen. Naja, sein Baum quittiert das mit atemberaubender Schönheit.
Um die Chance noch zu erhöhen, dass diese zwei (oder drei) untersten Knospen nach der Blüte auch Blattriebe entwickeln, habe ich im letzten Jahr ergänzend noch eine in der Bonsai Art #63 beschriebene Methode ausprobiert, bei der zu Herbstbeginn die untersten Blätter des ausgewachsenen Triebs abgeschnitten werden, um an diesen Stellen die Blattknospen zu fördern.
Bisher hat das alles schon mal ganz hervorragend funktioniert, um zu beurteilen wieviel davon Zufall war bzw. ob das auch langfristig so klappt, fehlt mir wie gesagt noch die Erfahrung..
Diese Art der Kultivierung zielt natürlich speziell auf den Moment der Blüte, im Sommer werden die Blätter handflächengroß und die Triebe meterlang.
'Echte Fruchttriebe' legen Blatt und Blütenknospen zu dritt nebeneinander an, zumindest laut Google-Wissen. Pfirsiche können wohl aber auch Bukett-, Holz- und falsche Fruchttriebe entwickeln, die bonsaitechnisch vermutlich eher unerwünscht sein dürften.
Ich habe mir dann u.a. Rudolf Köhler zum Vorbild genommen. Er lässt sie das ganze Jahr unter 'drastischem' gießen und düngen zu einem Busch wachsen, Formschnitt im Herbst und nach der Blüte Reduktion auf zwei Knospen. Naja, sein Baum quittiert das mit atemberaubender Schönheit.
Um die Chance noch zu erhöhen, dass diese zwei (oder drei) untersten Knospen nach der Blüte auch Blattriebe entwickeln, habe ich im letzten Jahr ergänzend noch eine in der Bonsai Art #63 beschriebene Methode ausprobiert, bei der zu Herbstbeginn die untersten Blätter des ausgewachsenen Triebs abgeschnitten werden, um an diesen Stellen die Blattknospen zu fördern.
Bisher hat das alles schon mal ganz hervorragend funktioniert, um zu beurteilen wieviel davon Zufall war bzw. ob das auch langfristig so klappt, fehlt mir wie gesagt noch die Erfahrung..
Diese Art der Kultivierung zielt natürlich speziell auf den Moment der Blüte, im Sommer werden die Blätter handflächengroß und die Triebe meterlang.
'Echte Fruchttriebe' legen Blatt und Blütenknospen zu dritt nebeneinander an, zumindest laut Google-Wissen. Pfirsiche können wohl aber auch Bukett-, Holz- und falsche Fruchttriebe entwickeln, die bonsaitechnisch vermutlich eher unerwünscht sein dürften.
