Triebablaktion bei Lärchen
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Triebablaktion bei Lärchen
Servus an alle
Vor allem bei ausgegrabenen Lärchen stellt sich oft das Problem dass die Grünbereiche an den Astspitzen sind und dort wo wir das Grün benötigen würden keine Knospen mehr sind.
Es gibt verschiedene Techniken der Ablaktion wie wir diesen Umstand beheben können. Bohrablaktion durch den Ast oder Anplatten von älteren Trieben. Beim Anplatten entsteht sehr oft eine unschöne Stelle aufgrund der massigen Kallusbildung. Ausserdem sind solche Äste über mehrere Jahre gefährdet dass die Anplattstelle wieder aufgeht und abbricht.
Wenn die Lärche schon Nadeln geschoben hat, ist eine Bohrablaktion ebenfalls nicht mehr durchführbar, da beim durchschieben die Knopsen unweigerlich beschädigt würden.
In diesem Fall bietet sich eine Triebablaktion an.
Vorausschicken möchte ich, dass ich das bei einer Lärche noch nicht gemacht habe. An Eiben und Wacholdern funktioniert das Tadellos. Warum soll es also bei Lärchen nicht funktionieren.
Hier eine kurze Anleitung.
2010 habe ich eine alte Lärche ausgegraben. An wichtigen Ästen ist innen kein Grün mehr. Eine Stelle aussuchen an die man einen einjährigen, möglichst kräftigen Langtrieb annähern kann.
Mit einem sehr scharfen Messer, am besten ein Skalpell, einen schrägen Schnitt machen. Der Schnitt geht durch die Rinde, durch das Kambim und ganz leicht ins Splintholz. Jetzt an dem Trieb die störenden Nadelbüschel entfernen. Dann den Trieb oben und unten anschneiden. Es muss natürlich auch noch eine Kambiumbrücke (rot markiert) bleiben.
Den Trieb unter die Zunge schieben. Die Zunge mit einer Pinnadel fixieren. Wundpaste drauf und dann den Trieb leicht mit Draht fixieren.
Das kann man vom Austriebsbeginn bis Mitt Juni machen.
ciao
Herbert Aigner
Vor allem bei ausgegrabenen Lärchen stellt sich oft das Problem dass die Grünbereiche an den Astspitzen sind und dort wo wir das Grün benötigen würden keine Knospen mehr sind.
Es gibt verschiedene Techniken der Ablaktion wie wir diesen Umstand beheben können. Bohrablaktion durch den Ast oder Anplatten von älteren Trieben. Beim Anplatten entsteht sehr oft eine unschöne Stelle aufgrund der massigen Kallusbildung. Ausserdem sind solche Äste über mehrere Jahre gefährdet dass die Anplattstelle wieder aufgeht und abbricht.
Wenn die Lärche schon Nadeln geschoben hat, ist eine Bohrablaktion ebenfalls nicht mehr durchführbar, da beim durchschieben die Knopsen unweigerlich beschädigt würden.
In diesem Fall bietet sich eine Triebablaktion an.
Vorausschicken möchte ich, dass ich das bei einer Lärche noch nicht gemacht habe. An Eiben und Wacholdern funktioniert das Tadellos. Warum soll es also bei Lärchen nicht funktionieren.
Hier eine kurze Anleitung.
2010 habe ich eine alte Lärche ausgegraben. An wichtigen Ästen ist innen kein Grün mehr. Eine Stelle aussuchen an die man einen einjährigen, möglichst kräftigen Langtrieb annähern kann.
Mit einem sehr scharfen Messer, am besten ein Skalpell, einen schrägen Schnitt machen. Der Schnitt geht durch die Rinde, durch das Kambim und ganz leicht ins Splintholz. Jetzt an dem Trieb die störenden Nadelbüschel entfernen. Dann den Trieb oben und unten anschneiden. Es muss natürlich auch noch eine Kambiumbrücke (rot markiert) bleiben.
Den Trieb unter die Zunge schieben. Die Zunge mit einer Pinnadel fixieren. Wundpaste drauf und dann den Trieb leicht mit Draht fixieren.
Das kann man vom Austriebsbeginn bis Mitt Juni machen.
ciao
Herbert Aigner
Das BFF ist mein persönliches Bonsaitagebuch. Vielen Dank dass ihr das seit vielen Jahren ermöglicht.
Info: www.bonsaisalzburg.net
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Ciao Herbert
Interessanter Artikel... Bekanntes Problem... ich werde das auch versuchen
Vielen Dank
Gruss Vali
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Vielen Dank
Gruss Vali
"Character is like a tree and reputation like a shadow.
The shadow is what we think of it; the tree is the real thing."
- Abraham Lincoln
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Hallo herbert,
Danke, dass du aus dem nähkästchen plauderst. Hast du das schon einmal bei mugos gemacht? Oder was für eine technik verwendest du da?
Danke, dass du aus dem nähkästchen plauderst. Hast du das schon einmal bei mugos gemacht? Oder was für eine technik verwendest du da?
Liebe Grüße
Klaus
Naddel-san
http://www.bonsairebellen.de
http://www.bonsai-buchen.de
http://bonsaishigoto.de/
Klaus
Naddel-san
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- Herbert A
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Servus Klaus,
bei Mugos habe ich das auch noch nicht gemacht. Das Probem dabei ist dass der Trieb der Mugo schon viel dicker ist und daher eine Verdickung entstehen wird. Allerdings möchte ich heuer versuchen an dem Trieb so viel zu schneiden dass in der Längsansicht nur mehr ein dünner Streifen mit Kambium bleibt. Dieses Stück werde ich dann unter die Zunge einbetten.
Mal sehen ob das funktioniert. Wir können ja beide das Experiment versuchen, dann haben wir mehrere Ergebnisse um zu prüfen ob es funktioniert.
ciao
Herbert
bei Mugos habe ich das auch noch nicht gemacht. Das Probem dabei ist dass der Trieb der Mugo schon viel dicker ist und daher eine Verdickung entstehen wird. Allerdings möchte ich heuer versuchen an dem Trieb so viel zu schneiden dass in der Längsansicht nur mehr ein dünner Streifen mit Kambium bleibt. Dieses Stück werde ich dann unter die Zunge einbetten.
Mal sehen ob das funktioniert. Wir können ja beide das Experiment versuchen, dann haben wir mehrere Ergebnisse um zu prüfen ob es funktioniert.
ciao
Herbert
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Servus herbert,
stimmt. Ich habe da so ein/zwei problemmugos.... Da sollte mir bald was einfallen. Bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut. Auch ist das wetter bei den ständigen nachtfrösten noch nicht so optimal.
stimmt. Ich habe da so ein/zwei problemmugos.... Da sollte mir bald was einfallen. Bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut. Auch ist das wetter bei den ständigen nachtfrösten noch nicht so optimal.
Liebe Grüße
Klaus
Naddel-san
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Danke, Herbert..
Wie immer beispielgebend in Inhalt und Dokumentation!
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Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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- bonsaiheiner
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Hallo,
Ähnliches habe ich 2011 im Frühsommer an einer Metasequoia glyptostroboides versucht, wie es aussieht mit Erfolg.
Funktioniert das auch mit cedrus libani? Oder zickt die Zeder mehr als die bisher genannten Koniferen?
Herbert, danke für Deinen lehrreichen Thread,
Beste Grüsse,
Heiner
Ähnliches habe ich 2011 im Frühsommer an einer Metasequoia glyptostroboides versucht, wie es aussieht mit Erfolg.
Funktioniert das auch mit cedrus libani? Oder zickt die Zeder mehr als die bisher genannten Koniferen?
Herbert, danke für Deinen lehrreichen Thread,
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
- Herbert A
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Heiner,
ich habe keine Libanonzedern und daher habe ich auch keine Erfahrung dazu. Am besten Du versuchst es und berichtest hier darüber.
ciao
Herbert Aigner
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Herbert Aigner
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Danke Herbert!
Du bist ein Fuchs!
Hast du zufällig auch erfahrung mit stark harzenden Spezies, wie zub der Zirbe?
Ist es möglich dass das Harz teilweise das anwachsen verhindert, da es quasi die Teile abschottet?
lg Stefan
Du bist ein Fuchs!
Hast du zufällig auch erfahrung mit stark harzenden Spezies, wie zub der Zirbe?
Ist es möglich dass das Harz teilweise das anwachsen verhindert, da es quasi die Teile abschottet?
lg Stefan
Stillstand ist Rückschritt
Re: Triebablaktion bei Lärchen
Hallo Stefan,
aufgrund eigener Erfahrungen, aus der Gärtnerei, will ich Dir hier an Herberts Stelle antworten.
Ein ausgetretener Harzfilm verhindert erfolgreich das Zusammenwachsen der beiden Kambiumschichten. Dies Problem hat man grundsätzlich bei Kiefer, Fichte, Zirbe, etc.
A) Man versucht deshalb solche Schnitte recht früh im Jahr zu machen wenn der Saftfluß noch nicht so hoch ist.
B) Man braucht Übung und Routine. Der Trick besteht darin Zungenschnitt und Anschnitt des Reis schnell und passgenau herzustellen und die beiden Kambium deckungsgleich zusammen zu bringen bevor Harz austritt. Kein Scherz, das geht.
aufgrund eigener Erfahrungen, aus der Gärtnerei, will ich Dir hier an Herberts Stelle antworten.
Es ist absolut so wie Du vermutest, Stefan.SteSt hat geschrieben:Ist es möglich dass das Harz teilweise das anwachsen verhindert, da es quasi die Teile abschottet?
Ein ausgetretener Harzfilm verhindert erfolgreich das Zusammenwachsen der beiden Kambiumschichten. Dies Problem hat man grundsätzlich bei Kiefer, Fichte, Zirbe, etc.
A) Man versucht deshalb solche Schnitte recht früh im Jahr zu machen wenn der Saftfluß noch nicht so hoch ist.
B) Man braucht Übung und Routine. Der Trick besteht darin Zungenschnitt und Anschnitt des Reis schnell und passgenau herzustellen und die beiden Kambium deckungsgleich zusammen zu bringen bevor Harz austritt. Kein Scherz, das geht.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Servus Gary,
danke für die Tipps!
lg Stefan
danke für die Tipps!
lg Stefan
Stillstand ist Rückschritt
- Herbert A
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Danke Gary,
super dass es hier im BFF immer jemand gibt der bei solchen Spezialfragen eine Antwort hat.
Danke
caio
Herbert
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Danke
caio
Herbert
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Hallo Herbert
Sehr lehrreiche Doku.
Ich lese deine Threads auch gerne.
Was ich mich frage ist ,ob es nicht besser wäre, anstatt der Pinwandnadel ev. Draht,Bast oder ähnliches zu verwenden?
Ist doch besser wenn die aufgeschnittenen Bereiche wieder eng aneinanderliegen,oder?
Hast du auch Bilder wo der ablaktierte Ast schon angewachsen ist?
Gruss Heinz
Sehr lehrreiche Doku.
Ich lese deine Threads auch gerne.
Was ich mich frage ist ,ob es nicht besser wäre, anstatt der Pinwandnadel ev. Draht,Bast oder ähnliches zu verwenden?
Ist doch besser wenn die aufgeschnittenen Bereiche wieder eng aneinanderliegen,oder?
Hast du auch Bilder wo der ablaktierte Ast schon angewachsen ist?
Gruss Heinz
- Herbert A
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Re: Triebablaktion bei Lärchen
Hallo Heinz,
na alles muss ich auch nicht sofort preisgeben
Der Gedanke kam mir auch, dehalb habe ich eine Ablaktion mit Fahrradschlauch umwickelt und mit Draht leicht fixiert. Mal sehen was besser funktioniert. Ich denke aber dass die Methode mit Pinnadel und Wundpaste ausreicht. Die Pinnadel habe ich mit einem Franzosen vorsichtig ins Holz gedrückt. Hält bombenfest.
ciao
Herbert
na alles muss ich auch nicht sofort preisgeben
Der Gedanke kam mir auch, dehalb habe ich eine Ablaktion mit Fahrradschlauch umwickelt und mit Draht leicht fixiert. Mal sehen was besser funktioniert. Ich denke aber dass die Methode mit Pinnadel und Wundpaste ausreicht. Die Pinnadel habe ich mit einem Franzosen vorsichtig ins Holz gedrückt. Hält bombenfest.
ciao
Herbert
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