Asche als Dünger verwendbar?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Kanna
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Asche als Dünger verwendbar?

Beitrag von Kanna »

Hi

Jetzt beginnt ja wieder die Grillsaison, bei manchen früher und bei anderen erst später.
Nach dem leckeren Schmaus und einem Verdauungsschläfchen fällt einem ja dann noch ein, das man den Grill wieder reinigen muss.

Was macht ihr mit der verbleibenden Asche (wenn sie kalt ist)? Alles in den Restmüll oder evtl. als Dünger nutzbar?

Wenn man das Zeug als Dünger verwenden kann, wie viel davon kann man dann auf das Substrat geben (ab welcher Menge wirds schädlich) und wann kann man diesen Vorgang wiederholen?
Kann es dabei evtl. irgend wann zu einem verdichten des Substrats kommen?


Grüße
suzhou
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Registriert: 30.04.2012, 20:32

Re: Asche als Dünger verwendbar?

Beitrag von suzhou »

das würde ich nie machen. Du weisst nicht, ob die chemische Zusammensetzung für die angedachte Verwendung passt. Ich denke, damit könnte man viel Schaden anrichten.

vG
Peter
Kanna
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Re: Asche als Dünger verwendbar?

Beitrag von Kanna »

Hi

Ahh, ok.

Bin nur auf diesen Gedankensprung gekommen weil im TV auf die Frage wohin mit der Asche, die Antwort "auf den Kompst damit" kam. Desweiteren wurde erwähnt das die Asche irgend was gutes für den Kompst beinhalten soll.
Aber vielleicht war die Idee von Kompost auf Topfkultur doch etwas weit hergeholt.

Viele Grüße
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Bergi
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Re: Asche als Dünger verwendbar?

Beitrag von Bergi »

Hi Kanna,
das Thema hatten wir vor Kurzem:
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... he#p323000
Natürlich ist Asche ein guter Mineraldünger, reagiert aber als "Reinsubstanz" ziemlich stark basisch. Auf dem Kompost und locker im Garten verteilt unproblematisch und gut, bei Bonsaischalen wäre ich mit der Konzentration etwas unsicher.

Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
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Olaf_Gd
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Re: Asche als Dünger verwendbar?

Beitrag von Olaf_Gd »

Hallo,
der Bestandteil ist Phosphat.
Allgemein gilt Holzasche als guter Dünger. Ich kippe dei Reste vom Grillen hin und wieder über meinen Rharbarber, sonst auf den Kompost.
Asch direkt auf Bonsai würde ich nicht empfehlen, da die feinen Bestandteile sicher zum verschlämmen führen.
Ich könnte mir aber vorstellen, Asche im Gießwasser anzusetzen, dann abzuseihen und mit diesem Ansatz zu giessen.

Gruß Olaf
suzhou
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Re: Asche als Dünger verwendbar?

Beitrag von suzhou »

Wenn man weißt, wie hoch der Gehalt an N, P, K ist, und die elektrische Leitfähigkeit und der pH- Wert, dann kann es ja Sinn machen, eine Asche- Aufschlämmung mal einzusetzen. Je nach Vegetationsperiode ist ja ohnehin eine wechselnde Nährstoffgabe sinnvoll. Ich würde das nicht machen.
Peter
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Kryz
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Re: Asche als Dünger verwendbar?

Beitrag von Kryz »

... hier wäre ich sehr vorsichtig. Im Mittelalter hat man aus Asche und Pflanzenölen durch Verkochen Seife hergestellt. Das heißt, Asche ist so alkalisch, dass sie Öle verseifen kann. So etwas würde ich nie an meine Bonsais geben. Unterscheiden muss man hier allerdings die Restkohle, die in der Grillasche vorhanden ist. Dies ist reiner Kohlenstoff und nach Reinigung, weiterer Zerkleinerung und Siebung ergibt dies eine sehr wertvolle Beigabe zu Substraten (1-5%), da diese Kohlenstückchen Fäulnisprozesse im Boden verhindern. Insbesondere bei starken Wurzelrückschnitt verwenden es die Japaner gern. Interessieren würde mich hier allerdings, ob dies auch die Mykorrhiza schädigt - weiß das jemand?
Grüße, Chris

When the facts change, I change my mind. What do you do, Sir? (John Maynard Keynes)
suzhou
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Registriert: 30.04.2012, 20:32

Re: Asche als Dünger verwendbar?

Beitrag von suzhou »

die Wirkung von Kohle beruht ja auf der Fähigkeit, mit ihrer großen Oberfläche viele Stoffe zu adsorbieren. Schädliche (Abbauprodukte der Fäulnis) genauso wie nützliche; insofern wird vielleicht auch erst mal die Mykorrhiza gestört.
Zumal in e. Asche ja sämtliche Stellen schon besetzt sein dürften, mit Fett u. a. organischen Stoffen, sodass da nicht mehr viel Adsorptionsvermögen gegeben sein dürfte. Fall ich Kohle brauche in einem Substrat, würde ich frische Kohle gezielt zumischen.

vG
Peter
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