verluste frühjahr 2012 :(
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Hallo,
ich hatte gegen Ende April den Winter schon abgehakt. Alle Bäume ausewintert und trotz 20 Grad Frost im Feb. keine Verluste.
Dann kam eine Nacht mit Spätfrost und hat richtig zugeschlagen.
Zwei Hainbuchen, eine frisch umgetopft eine eingewurzelt komplett hin.
Ein Zwergflieder schon mit Blüttenknospen von 8 Stämmen nur noch einer grün.
Eine Hochstammrose seit 10 Jahren immer gleich überwintert komplettverlust.
drei 'winterharte' Fuchsien warens dann doch nicht.
Ein 20 cm hoher gut eingewurzelter Weißdorn bis auf drei cm Höhe zurückgefroren.
Ein großer Bambus stark geschädigt.
Aber zwei Eichen frisch umgepflanzt haben keine Probleme.
Ein Lorbeerbaum aus dem Keller nach draussen gestellt hat nur ein paar Knospen eingebüßt.
Vermutlich hätte es gereicht den Wetterbericht sehr aufmerksam zu verfolgen und die Pflanzen bei Frostgefahr mit ein bisschen Flies einzupacken. Nächstes Jahr werde ich das wohl auch tun.
Gruß Olaf
ich hatte gegen Ende April den Winter schon abgehakt. Alle Bäume ausewintert und trotz 20 Grad Frost im Feb. keine Verluste.
Dann kam eine Nacht mit Spätfrost und hat richtig zugeschlagen.
Zwei Hainbuchen, eine frisch umgetopft eine eingewurzelt komplett hin.
Ein Zwergflieder schon mit Blüttenknospen von 8 Stämmen nur noch einer grün.
Eine Hochstammrose seit 10 Jahren immer gleich überwintert komplettverlust.
drei 'winterharte' Fuchsien warens dann doch nicht.
Ein 20 cm hoher gut eingewurzelter Weißdorn bis auf drei cm Höhe zurückgefroren.
Ein großer Bambus stark geschädigt.
Aber zwei Eichen frisch umgepflanzt haben keine Probleme.
Ein Lorbeerbaum aus dem Keller nach draussen gestellt hat nur ein paar Knospen eingebüßt.
Vermutlich hätte es gereicht den Wetterbericht sehr aufmerksam zu verfolgen und die Pflanzen bei Frostgefahr mit ein bisschen Flies einzupacken. Nächstes Jahr werde ich das wohl auch tun.
Gruß Olaf
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Ich kopier einfach mal meinen Beitrag aus den Basics rein
Ausfälle bei mir, die o.g. Hainbuche, ne chin. Ulme und ne kleine Eibe. Die beiden letzteren hatten allerdings die beiden vorherigen normalen Winter, bei annährend gleichen Temperaturen, ohne Schaden überstanden. Überlebt habe auch zwei kleine Steckling von ner jap. Ulme. Stämmchen grad mal 1mm und 8 Blättchen dran.
Einziger "Unterschied" zu den anderen. Mein Gingko war mit der erste, der ausgetrieben hat.
Dazu noch was von Heikecamaju hat geschrieben:Scheinbar gibt es dieses Jahr doch das ein oder andere Problem mit dem Austrieb. Ist ja im Forum zu lesen und am Sa. hab ich in Heidelberg auch das ein oder andere Gespräch mitbekommen.
Nur mal ein Gedanke, wenn ich von "meinem" Klima ausgehe. Der Herbst war zu lange zu warm, der Winter (bis zur Frostperiode) war eigentlich keiner.
Der Januar war viel zu warm, bei mir sogar bis in Zweistellige Werte, meine Hainbuch war schon im Mausohrstadium. Ja, dann kam der Fost.
Bei dieser Konstellation ist es müßig, denk ich mal, Fehler zu suchen.Heike_vG hat geschrieben:Viele Bäume und andere Pflanzen haben so keine ausreichende Frostresistenz aufgebaut.
Ausfälle bei mir, die o.g. Hainbuche, ne chin. Ulme und ne kleine Eibe. Die beiden letzteren hatten allerdings die beiden vorherigen normalen Winter, bei annährend gleichen Temperaturen, ohne Schaden überstanden. Überlebt habe auch zwei kleine Steckling von ner jap. Ulme. Stämmchen grad mal 1mm und 8 Blättchen dran.
Einziger "Unterschied" zu den anderen. Mein Gingko war mit der erste, der ausgetrieben hat.
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Re: verluste frühjahr 2012 :(
Hallo,
der Fehler liegt wohl nicht bei den Pflanzen sondern bei uns ungeduldigen Menschlein, wir die meinen wenn drei 'Tage mal die Sonne scheint ist Frühling und Zeit auszuwintern....oder wir die nach dem Umtopfen einfach die Pflanzen bei einem Nachtfrost draussen stehen lassen.
Achtung die Eisheiligen kommen!
der Fehler liegt wohl nicht bei den Pflanzen sondern bei uns ungeduldigen Menschlein, wir die meinen wenn drei 'Tage mal die Sonne scheint ist Frühling und Zeit auszuwintern....oder wir die nach dem Umtopfen einfach die Pflanzen bei einem Nachtfrost draussen stehen lassen.
Achtung die Eisheiligen kommen!
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Hallo!
Leider muß auch ich den Verlust von mehreren Hainbuchen uns 2 Eichen beklagen. Standort unter einer großen Tanne ,licht und windgeschützt. Kann nächsten Winter einen Erdkellers nutzen, der aber bei starken Niederschlägen sehr nass ist und auch mal unter Wasser steht. Lauf ich dann Gefahr durch die hohe Luftfeuchtigkeit dann verschimmelte Bäume vorzufinden? Lüften kann ich ja bei frostfreien Tagen ständig.
Wäre das eine Alternative?
Gruß Laura2
Leider muß auch ich den Verlust von mehreren Hainbuchen uns 2 Eichen beklagen. Standort unter einer großen Tanne ,licht und windgeschützt. Kann nächsten Winter einen Erdkellers nutzen, der aber bei starken Niederschlägen sehr nass ist und auch mal unter Wasser steht. Lauf ich dann Gefahr durch die hohe Luftfeuchtigkeit dann verschimmelte Bäume vorzufinden? Lüften kann ich ja bei frostfreien Tagen ständig.
Wäre das eine Alternative?
Gruß Laura2
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Bei mir ist eine koreanische Hainbuche im Winter geblieben. Das Holz sieht zwar noch vital aus, aber austreiben will sie nicht. Ich denke sie kann in den Schredder... 
Re: verluste frühjahr 2012 :(
@Laura,
Schimmel macht denen nix. Meine haben schon mal in meinem Keller mit 70% überwintert, da zeigte sich gar nichts an Schimmel. Hauptsache, es wird dort kühl genug.
@sax-1,
ich habe hier schon davon gelesen, dass ein Baum eine ganze Saison ausgelassen hatte und im nächsten Jahr wieder austrieb. Solange der Baum an sich vital aussieht und unter der Rinde noch grün ist, gib die Hoffnung nicht auf.
Schimmel macht denen nix. Meine haben schon mal in meinem Keller mit 70% überwintert, da zeigte sich gar nichts an Schimmel. Hauptsache, es wird dort kühl genug.
@sax-1,
ich habe hier schon davon gelesen, dass ein Baum eine ganze Saison ausgelassen hatte und im nächsten Jahr wieder austrieb. Solange der Baum an sich vital aussieht und unter der Rinde noch grün ist, gib die Hoffnung nicht auf.
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Hallo zusammen,
ich überwintere alle laubabwerfenden Bäume (auch die Lärchen) im Winter ohne besonderen Schutz in der Garage bei fast null Tageslicht. Die immergrünen Koniferen stehen auf der Nordterasse schattig, überdacht ohne sonstigen Schutz. Natürlchen Niederschlag gibt es an beiden Standorten keinen, nur wenn es Schnee gibt, schaufle ich auf die Schalen mal etwas drauf.
Beide Arten giesse ich wenig aber oft (nur feucht halten und nicht nass), aber nur wenn das Substrat nicht gefroren ist. Wenn der Wetterbericht Frost meldet, wird zwei bis drei Tage zuvor nicht mehr gegossen. Ansonsten wird täglich (vor allem bei Frost) mindestens einmal, möglichst öfter mit Wasser eingespüht. Die Bäume sind bei längeren Frostperioden unter einer dünnen Eiskruste. Vor allem bei den Koniferen achte ich darauf (in der Garage gibt es keinen Wind), wenn es windig und frostig ist, dass sie durch das Eis geschützt bleiben.
Ende März, als die ersten Bäume Austrieb zeigten, sind sie allesamt auf die Regale gewandert. Bei Temperaturen unter 0 Grad wurden sie mit Gartenvlies ohne großen Aufwand abgedeckt.
Das mache ich jetzt seit drei Jahren so, ohne Ausfälle. Habe ca. 65 Bäume verschiedenster Art und Größe. Substrate sehr unterschiedlich.
Betreibe im Winter diesbezüglich ca. 30 Minuten täglichen Aufwand.
Schöne Grüße
Nemsi
ich überwintere alle laubabwerfenden Bäume (auch die Lärchen) im Winter ohne besonderen Schutz in der Garage bei fast null Tageslicht. Die immergrünen Koniferen stehen auf der Nordterasse schattig, überdacht ohne sonstigen Schutz. Natürlchen Niederschlag gibt es an beiden Standorten keinen, nur wenn es Schnee gibt, schaufle ich auf die Schalen mal etwas drauf.
Beide Arten giesse ich wenig aber oft (nur feucht halten und nicht nass), aber nur wenn das Substrat nicht gefroren ist. Wenn der Wetterbericht Frost meldet, wird zwei bis drei Tage zuvor nicht mehr gegossen. Ansonsten wird täglich (vor allem bei Frost) mindestens einmal, möglichst öfter mit Wasser eingespüht. Die Bäume sind bei längeren Frostperioden unter einer dünnen Eiskruste. Vor allem bei den Koniferen achte ich darauf (in der Garage gibt es keinen Wind), wenn es windig und frostig ist, dass sie durch das Eis geschützt bleiben.
Ende März, als die ersten Bäume Austrieb zeigten, sind sie allesamt auf die Regale gewandert. Bei Temperaturen unter 0 Grad wurden sie mit Gartenvlies ohne großen Aufwand abgedeckt.
Das mache ich jetzt seit drei Jahren so, ohne Ausfälle. Habe ca. 65 Bäume verschiedenster Art und Größe. Substrate sehr unterschiedlich.
Betreibe im Winter diesbezüglich ca. 30 Minuten täglichen Aufwand.
Schöne Grüße
Nemsi
Liebe Grüße
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Hallo Heike,Heike_vG hat geschrieben: "Sand-Lehm-Torf" ist aber wohl nicht wörtlich zu nehmen, oder?![]()
Das stand ja nur in alten Bonsaibüchern geschrieben, als man in Europa noch keinen Bimskies (statt zu feinkörnigen Sand) und Akadama (statt tödlichem Lehm) kannte.
Ich selbst bin übrigens seit Jahrzehnten unverändert bei Akadama-Bims-Humus-basierten Substratmischungen geblieben und absolut zufrieden damit.
Never change a running system ist da meine Devise.
naja, die Sache mit dem Lehm war zumindest viele Jahre üblich, nicht nur in "alten" Büchern. Ich kann mich erinnern, wie wir uns gefreut haben, wenn bei Straßenarbeiten irgendwo im Fränkischen Sand eine schöne fette grünlich-graue Lehmader getroffen wurde, und wir genügend Material für unsere paar Bäumchen auf die Seite schaffen konnten.
Ich habe natürlich zu wenig statistisch belastbare Daten, aber die Überwinterung mit diesem "alten Standardsubstrat" war zumindest nicht mit mehr Verlusten verbunden (ich bilde mir ein: mit deutlich weniger).
Du verwendest Humus-basiertes Substrat ("Qualitätsblumenerde", wenn ich mich richtig erinnere) - das ist "heutzutage" ja auch eher selten (ich fand eine Zeitlang Maulwurferde ganz gut...).
Wahrscheinlich kommt es gar nicht so sehr auf das genaue Substrat an - bei mir steht z.B. seit Jahren eine Norwegen-Yamadorikiefer in einem "Minimoor" in reinem Torf und permanent nassen Füßen - und es geht ihr prächtig.
Der Punkt ist, dass es offenbar einer ganzen Reihe von Bonsaianern (und gar nicht nur solchen Newbs wie mir) einfach nicht gelingen will, die Winterverluste auf ein akzeptables Niveau zu drücken. "Akzeptabel" heißt dabei, dass z.B. in zehn Jahren überhaupt noch welche von den derzeit gepflegten Bäumchen am Leben sind...
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
- DonLorenzo
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Re: verluste frühjahr 2012 :(
Hallo zusammen,
ja, genau diese (weiter oben genannte) Wetterkonstellationen hatte ich in der Zwischenzeit auch als Hauptursache unter Verdacht! Bis zum April vor dem Spätfrost habe sich fast alle Knospen gut entwickelt...danach blieben sie aber bei vielen in dem Stadium stehen.
Aber bei den Opfern kann ich kein so rechtes Muster erkennen. Warum gehen alle 4 Goldulmen drauf, gerade wo sie nicht zurückgeschnitten sondern das ganze Jahr davor in Ruhe gelassen wurden. 3 von denen Standen in Teichpflanzkörben (in flies mit laub drin), einer in einer Schale (Ok, TPK sind leider offen und somit schlechter Schutz für die Wurzeln - aber ich hatte sie in Kokosmatten oder Flies eingewickelt und dieses mit Laub vollgestopft). Im Winter davor standen sie in den selben Behältern, allerdings gänzlich ungeschützt (ohne Schaden). Nun würde man doch denken: mit dem zusätzlichen Jahr auf dem Buckel würden sie noch stärker und robuster!? gleiches gilt für eine Amerikanische Hainbuche, Zerlkova Nire, 2 Fächerahorn, 2 Zergulmen (die Zwergulmen im Beet dagegen haben überlebt).
Für mich gehen einige Bäume auf die Kosten der kalten Februarwochen (die, wo sich an den Knospen überhaupt nichts tat), aber die meisten kamen haben mit den Frösten im April nicht klar, denn bis dahin sahen die Austriebe ja wie gesagt gut aus.
Ich werde meine wichtigsten Bäume nächsten Winter im Topf eingraben! Die anderen pferche ich zusammen (wenigstens dafür die die eckigen TPK praktisch) in die Ecke (vor Wind und Sonne geschützt) und dann kommt ein Haufen Laub drüber. Die Zwerulmen werde ich in den Hobbyraum stellen. Ich glaube ich kaufe mir dafür auch einen Frostwächter....
So nun ab ins Bett,
gutsnächtle,
Christian
ja, genau diese (weiter oben genannte) Wetterkonstellationen hatte ich in der Zwischenzeit auch als Hauptursache unter Verdacht! Bis zum April vor dem Spätfrost habe sich fast alle Knospen gut entwickelt...danach blieben sie aber bei vielen in dem Stadium stehen.
Aber bei den Opfern kann ich kein so rechtes Muster erkennen. Warum gehen alle 4 Goldulmen drauf, gerade wo sie nicht zurückgeschnitten sondern das ganze Jahr davor in Ruhe gelassen wurden. 3 von denen Standen in Teichpflanzkörben (in flies mit laub drin), einer in einer Schale (Ok, TPK sind leider offen und somit schlechter Schutz für die Wurzeln - aber ich hatte sie in Kokosmatten oder Flies eingewickelt und dieses mit Laub vollgestopft). Im Winter davor standen sie in den selben Behältern, allerdings gänzlich ungeschützt (ohne Schaden). Nun würde man doch denken: mit dem zusätzlichen Jahr auf dem Buckel würden sie noch stärker und robuster!? gleiches gilt für eine Amerikanische Hainbuche, Zerlkova Nire, 2 Fächerahorn, 2 Zergulmen (die Zwergulmen im Beet dagegen haben überlebt).
Für mich gehen einige Bäume auf die Kosten der kalten Februarwochen (die, wo sich an den Knospen überhaupt nichts tat), aber die meisten kamen haben mit den Frösten im April nicht klar, denn bis dahin sahen die Austriebe ja wie gesagt gut aus.
Ich werde meine wichtigsten Bäume nächsten Winter im Topf eingraben! Die anderen pferche ich zusammen (wenigstens dafür die die eckigen TPK praktisch) in die Ecke (vor Wind und Sonne geschützt) und dann kommt ein Haufen Laub drüber. Die Zwerulmen werde ich in den Hobbyraum stellen. Ich glaube ich kaufe mir dafür auch einen Frostwächter....
So nun ab ins Bett,
gutsnächtle,
Christian
siehst gut aus - heute schon gekotzt??
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Hm, ich mache ja immerhin schon seit Anfang der 80er Bonsai, aber die Leute die ich damals kannte, waren nicht auf diesen Lehm aus. Ich habe mal einen Versuch gemacht und war überhaupt nicht zufrieden, sowieso hat alles an Freilanderde in der Schale nicht gut funktioniert und auch mit dem Sand hatte ich meine Probleme.Bergi hat geschrieben:... die Sache mit dem Lehm war zumindest viele Jahre üblich, nicht nur in "alten" Büchern. Ich kann mich erinnern, wie wir uns gefreut haben, wenn bei Straßenarbeiten irgendwo im Fränkischen Sand eine schöne fette grünlich-graue Lehmader getroffen wurde, und wir genügend Material für unsere paar Bäumchen auf die Seite schaffen konnten.
Nee, das stimmt so gar nicht, das hört sich ja völlig irreführend an!Bergi hat geschrieben:Du verwendest Humus-basiertes Substrat ("Qualitätsblumenerde", wenn ich mich richtig erinnere) - das ist "heutzutage" ja auch eher selten
Mir ist das völlig egal, wenn jemand mein Vorgehen als "heutzutage selten" - sprich altmodisch oder überholt bezeichnen möchte, ich wette übrigens dass weit mehr Leute so oder ähnlich arbeiten und zwar mit gutem Erfolg. Meine Bäume sind kerngesund, vital und kommen bestens über den Winter, deswegen sehe ich keinen Grund, von meinem bewährten System abzuweichen und irgendwelchen Moden nachzulaufen.
Es kommt darauf an, dass man das Gesamtpaket sauber und konsequent abgestimmt bekommt! Man muss wissen, wie das gewählte Substrat im eigenen Klima/Kleinklima funktioniert, wie man die Bäume dabei gießen und düngen muss, und wie man die Überwinterung damit organisieren muss. Funktioniert das alles, kann man zufrieden sein. Gibt es Probleme, muss man etwas ändern und möglichst in die richtige Richtung.Bergi hat geschrieben:Wahrscheinlich kommt es gar nicht so sehr auf das genaue Substrat an
Das wäre für mich nicht im mindesten "akzeptabel"! Dann könnte man ja gar keine wertvolleren Bäume anschaffen oder irgendein Material zur Reife bringen, wenn man damit rechnen müsste, dass kaum ein Baum die nächsten 10 Jahre übersteht.Bergi hat geschrieben:Der Punkt ist, dass es offenbar einer ganzen Reihe von Bonsaianern (und gar nicht nur solchen Newbs wie mir) einfach nicht gelingen will, die Winterverluste auf ein akzeptables Niveau zu drücken. "Akzeptabel" heißt dabei, dass z.B. in zehn Jahren überhaupt noch welche von den derzeit gepflegten Bäumchen am Leben sind...
Akzeptabel ist für mich nur, wenn innerhalb von 10 Jahren höchstens ein winterlicher Ausfall als Ausnahme auftritt. Ansonsten herrscht ganz großer Handlungsbedarf!
LG, Heike
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Heike_vG hat geschrieben: Hm, ich mache ja immerhin schon seit Anfang der 80er Bonsai, aber die Leute die ich damals kannte, waren nicht auf diesen Lehm aus.
Hallo Heike,
doch, das war in den 80ern (und auch danach) durchaus "üblicher Standard", z.B. Kawollek, Naka... Man mag diesen Autoren widersprechen, aber sie einfach so vom Tisch wischen ist vielleicht auch übertrieben.
Mir ist das völlig egal, wenn jemand mein Vorgehen als "heutzutage selten" - sprich altmodisch oder überholt bezeichnen möchte,
Aber hallo: seit wann ist "heutzutage selten" daselbe wie "altmodisch oder überholt"????Leute mit meinen Interessen und meiner Ausrichtung sind z.B. heutzutage absolut selten.
Das wäre für mich nicht im mindesten "akzeptabel"! Dann könnte man ja gar keine wertvolleren Bäume anschaffen oder irgendein Material zur Reife bringen, wenn man damit rechnen müsste, dass kaum ein Baum die nächsten 10 Jahre übersteht.
Genau von dieser Gefahr wird hier geredet. Andere Forumianer und ich machen uns genau darüber Sorgen; wieder andere haben deswegen ihr Hobby schon fast oder tatsächlich an den Nagel gehängt.
Ein Verlust alle 10 Jahre - darüber würde ich mich wirklich nicht aufregen.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Die Buchautoren bzw. ihre Bücher habe ich durchaus gelesen. Dennoch haben die Bonsaileute, die ich persönlich in meiner Umgebung kannte, nicht mit Lehm garbeitet. Und das kannst Du vom Tisch wischen oder auch nicht, wie Du willst.Bergi hat geschrieben:Heike_vG hat geschrieben: Hm, ich mache ja immerhin schon seit Anfang der 80er Bonsai, aber die Leute die ich damals kannte, waren nicht auf diesen Lehm aus.
Hallo Heike,
doch, das war in den 80ern (und auch danach) durchaus "üblicher Standard", z.B. Kawollek, Naka... Man mag diesen Autoren widersprechen, aber sie einfach so vom Tisch wischen ist vielleicht auch übertrieben.
Ich weiß gar nicht, warum ich mir hier die Finger wund tippe, um Euch zu helfen. Da wird dann gegen alles angeschrieben, Wortklauberei betrieben und nichts gelten gelassen. Meine Bäume überleben den Winter. Ihr könnt Euch noch ausgiebig mit Diskutieren beschäftigen und die Tipps der erfahrenen Leute ignorieren, aber ob es Euch was hilft, wird man dann sehen. Tschüss!
Heike
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Hallo,
ich möchte mal meine Erfahrungen mit der Überwinterung meiner Bonsai teilen. Ich beschäftige sich seit ca 3,5 Jahren mit Bonsais (also noch relativ neu).
In meinem 1. Winter musste ich einige herbe Verluste hinnehmen. Da habe ich noch auf meinem Balkon überwintern müssen.
Aber seit über 2 Jahren habe ich einen eigenen Garten. Ich habe jetzt 2 Jahre ohne Verluste alle meine Bäume überwintert.
Die Bäume stehen in den unterschiedlichsten Behältern. TPK, andere Plastebehälter und in Bonsaischalen. Ich verwende modernes Substrat aus gebrochenem Blähton und Torf. Zur Überwinterung stelle ich meine Bäume dicht zusammen in eine flache Grube und packe die Bäme bis über die Schalen mit Laub ab.
Der Standort ist wind- und sonnengeschützt. Weitere Schutzmaßnahmen verwende ich nicht. Ich schaue im Winter 1 mal pro Woche nach den Bäumen und kontrolliere die Feuchtigkeit. Wenn es frostfrei ist, gieße ich sparsam.
Dieses Jahr habe ich die Bäume Mitte März wieder aufs Regal gestellt (teileweise auch umgetopft). Ich habe nur einmal die Bäume wieder in die Gartenhütte geschafft, als Nachtfröste von -5 Grad angesagt waren.
ich möchte mal meine Erfahrungen mit der Überwinterung meiner Bonsai teilen. Ich beschäftige sich seit ca 3,5 Jahren mit Bonsais (also noch relativ neu).
In meinem 1. Winter musste ich einige herbe Verluste hinnehmen. Da habe ich noch auf meinem Balkon überwintern müssen.
Aber seit über 2 Jahren habe ich einen eigenen Garten. Ich habe jetzt 2 Jahre ohne Verluste alle meine Bäume überwintert.
Die Bäume stehen in den unterschiedlichsten Behältern. TPK, andere Plastebehälter und in Bonsaischalen. Ich verwende modernes Substrat aus gebrochenem Blähton und Torf. Zur Überwinterung stelle ich meine Bäume dicht zusammen in eine flache Grube und packe die Bäme bis über die Schalen mit Laub ab.
Der Standort ist wind- und sonnengeschützt. Weitere Schutzmaßnahmen verwende ich nicht. Ich schaue im Winter 1 mal pro Woche nach den Bäumen und kontrolliere die Feuchtigkeit. Wenn es frostfrei ist, gieße ich sparsam.
Dieses Jahr habe ich die Bäume Mitte März wieder aufs Regal gestellt (teileweise auch umgetopft). Ich habe nur einmal die Bäume wieder in die Gartenhütte geschafft, als Nachtfröste von -5 Grad angesagt waren.
Liebe Grüße
Stefan
Stefan
- heinz leitner
- Beiträge: 1029
- Registriert: 05.04.2006, 19:21
- Wohnort: Wien
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Hallo Freunde
Jetzt gebe ich auch meinen Senf dazu.
Also grundsätzlich ist die Überwinterung im Kalthaus die beste ,um seine Bäume über den Winter zu bringen.
Wenn die Möglichkeit nicht gegeben ist,dann sollte auf jeden Fall ein geschützter Platz gegeben sein.
Die Methode die Heike auch anwendet,nämlich in Regalen ohne Schutz an der Hausmauer,ginge in unseren Breiten nicht.
Zumindest traue ich mich nicht...
Ich habe meine geschützt im Nadelrindenmulch stehen(wichtig ist Bodenkontakt).
Und wenn ich lese das Buchen oder Eichen draussen überwintert werden,dann wundert es mich nicht das die tot sind.
Die müssen ins Kalthaus,nur dort sind die sicher.
Tiefwurzler,und da gehören viele unserer Bonsai dazu,müssen geschützt (bei uns mit Bodenkontakt)werden,sonst ist es nur eine Frage der Zeit....
Das sind meine Erkenntnisse dazu,aber die müssen nicht überall richtig sein.
In unseren Breiten (Voralpenland-Steppenland)sind sie jedenfalls ausreichend .
Gruss Heinz
Jetzt gebe ich auch meinen Senf dazu.
Also grundsätzlich ist die Überwinterung im Kalthaus die beste ,um seine Bäume über den Winter zu bringen.
Wenn die Möglichkeit nicht gegeben ist,dann sollte auf jeden Fall ein geschützter Platz gegeben sein.
Die Methode die Heike auch anwendet,nämlich in Regalen ohne Schutz an der Hausmauer,ginge in unseren Breiten nicht.
Zumindest traue ich mich nicht...
Ich habe meine geschützt im Nadelrindenmulch stehen(wichtig ist Bodenkontakt).
Und wenn ich lese das Buchen oder Eichen draussen überwintert werden,dann wundert es mich nicht das die tot sind.
Die müssen ins Kalthaus,nur dort sind die sicher.
Tiefwurzler,und da gehören viele unserer Bonsai dazu,müssen geschützt (bei uns mit Bodenkontakt)werden,sonst ist es nur eine Frage der Zeit....
Das sind meine Erkenntnisse dazu,aber die müssen nicht überall richtig sein.
In unseren Breiten (Voralpenland-Steppenland)sind sie jedenfalls ausreichend .
Gruss Heinz
Re: verluste frühjahr 2012 :(
Ich hatte meine "wertvollsten" Exemplare fürsorglich ins Gewächshaus gebracht, gelüftet, wenn es zu warm wurde, mit Grablichtern etwas eingeheizt, wenn es zu kalt war. Im Frühjahr bei Spätfrösten immer wieder rein- und rausgetragen und dennoch sind etwa 1/3 meiner jap. Ahorne und 2 empfindliche Weinreben kaputt gegangen. Es machte im Allgemeinen keinerlei Unterschied, ob sie geschützt im Gewächshaus oder ungeschützt (Rohlinge) draußen standen...
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
