Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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JRathmann
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Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von JRathmann »

Hallo liebe Bonsaifreunde,

hoffentlich bin ich mit meinem Anliegen im richtigen Forum gelandet: Es geht um Schwarz-, Rot- und Gelbkiefernsämlinge, die jetzt in den letzten zwei Wochen nach der März-Aussaat einer nach dem anderen erscheinen. Am liebsten würde ich sie in der alten Saatschale bis zum nächsten Frühjahr stehen lassen (sie wachsen in abgemagerter alter Blumenkastenerde vom Vorjahr). Meine Frage: Wie kann ich die Gefahr durch Pilze ("Umfallkrankheit") verringern oder bannen? Vielleicht durch ein Impfen der Erde mit dem Pilz-Myzel aus Waldkiefernerde?

Um Tipps oder Hinweise auf einschlägige Links wäre ich euch dankbar. Viele Grüße,

Johannes Rathmann.
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Anja M.
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von Anja M. »

Hallo Johannes, wenn diese Kiefern draußen stehen und luftig und nicht zu naß gehalten werden, dann sollten sie robust genug sein. Umfallkrankheiten ergeben sich eher in geschloßenen Räumen ohne Luftaustausch oder in zu dichtem Stand. So langsam wie Kiefern wachsen, sollte es kein Problem sein, wenn sie in der Aussaatschale bleiben.

Was ist eine Gelbkiefer?
73 Anja
Eva Warthemann
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Johannes!
Was Anja schreibt kann ich nur bestätigen.
Etwas Kieferwalderde hinzugeben kann nicht schaden. Das mache ich auch bei den größeren Kiefern. Kierfern, denen ich keine Walderde hinzugegeben habe sieht man es manchmal an, die Nadeln neigen dazu gelblich zu werden.
Liebe Grüße Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
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JRathmann
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von JRathmann »

Hallo Anja, hallo Eva,

vielen Dank für eure Antworten, ich wollte mich nur noch einmal vergewissern, da ich schon zu oft von der "Umfallkrankheit" gelesen habe. Anja, die Gelbkiefer (Yellow-Pine, Pinus ponderosa) ist im Südwesten und Westen der USA beheimatet und auch unter dem Namen "Goldkiefer" bekannt. Sie gehört zu den größten und forstwirtschaftlich wertvollsten Kiefernarten (aufrechter Wuchs, schweres Holz), könnte aber wegen ihrer langen, gelbgrünen Nadeln für die Bonsaigestaltung nur bedingt geeignet sein. Ich habe letztes Jahr in der Thalia-Buchhandlung die Kiefernsamen entdeckt und will es mit den Kiefern einmal versuchen.

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald von Johannes Rathmann.
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Heike_vG
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Johannes,

Pinus ponderosa wird durchaus zu Bonsai gestaltet. Walter Pall hat z.B. schon davon berichtet und auch etliche Bilder gezeigt. Schau doch mal auf seiner Seite und per Suchfunktion hier im Forum.

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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MrBigWednesday
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von MrBigWednesday »

hallo johannes

du meinst wohl japanische rot- und schwarkiefern (denisflora und thunbergii). da du die samen bei thalia gekauft hast, werden es wohl kleinmengen sein (ca 10stk pro packung).

- wie auch bei anderen pflanzen, werden die sämlinge zumeist pikiert, wenn sie eine gewisse grösse erreicht haben, das heisst, wenn sie bedingt durch ihre erreichte grösse zu dich beieinander stehen.
- horst stahl beschreibt in seinem buch eine methode des "wurzelnschnitts", wodurch sich der wurzelansatz bei kiefern merklich verbessern lässt. zu diesem zweck werden sie dann auch zwangsläufig umgesetzt.
- gegen "die bösen" pilze gibt es verschiedene möglichkeiten: fungizid, sphagnum moos, mykorrhiza oder aktivkohle dem substrat beimegen. ein sehr gutes fungizid ist aliette (oder dithane, weiss gerade nicht welches), denn es bekämpft die schädigenden pilze, nicht aber das mykorrhiza.

aus eigener erfahrung ein kleiner tip:
sollten einige deiner kiefern von der umfallkrankheit betroffen sein, dann wirf sie nicht weg. ich habe (wie im buch von stahl) den fauligen teil weggeschnitten und den gesunden, oberen teil in durchlässiges substrat gesetzt. sie haben nach einigen wochen tatsächlich neue wurzeln gebildet.

grüsse und viel erfolg
gérald
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raga
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von raga »

Hallo Johannes,

ich habe diese Jahr auch etliche Kiefernsämlinge (Japanische Rotkiefer, Alaskaschwarzkiefer und Seekiefer).

Ich hatte die Samen zu früh angesetzt, so dass sie nach dem keimen noch ein paar Wochen in der Wohnung (im ungeheizten Zimmer) bleiben mussten. Dort sahen sie nicht wirklich gesund aus und es sind immer mal welche eingegangen. Seit sie draußen stehen sehen sie sehr vital aus und es gab keine Ausfälle mehr.

Um den Wurzelansatz zu fördern habe ich beim umsetzen aus der Anzuchtschale die Wurzel um ein Drittel bis die Hälfte gekürzt. Auch das haben die meisten klaglos hingenommen.

Gruß raga
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JRathmann
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von JRathmann »

Hallo liebe Kiefernfreunde,

vielen Dank für die vielen Rückmeldungen und wertvollen Tipps von euch. Ja, es sind kleine Mengen (10-25 Korn pro Packung), und zwar Japanische Rotkiefer, Alaska-Schwarzkiefer und Ponderosa-Kiefern. Übrigens: Gibt es einen "sichtbaren" Unterschied zwischen der von mir gekauften Alaska-Schwarzkiefer und der Österreichischen Schwarzkiefer (P. nigra austriaca), von der ich neulich einige keimfähige (dunkle) Samen ernten konnte? Ich kannte bisher nur die Österreichische und die Korsika-Schwarzkiefer. Aber es soll ja noch mehr "Sorten" (oder Unterarten?) geben.
Und letzte Frage: Kann ich die Schwarzkiefern auch jetzt noch säen, sozusagen auf den letzten Drücker? Oder soll ich auf ihre lange Keimfähigkeit bauen und sie erst nächstes Früh-Frühjahr aussäen?
Vielen Dank nochmals an alle,
Johannes Rathmann.
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raga
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von raga »

Hallo Johannes,

die Seekiefersamen lagen bei über drei Jahr rum bevor ich sie ausgesät habe. Die hatte ich vergessen und dann nur noch pro forma in die Anzuchtschale gesteckt. Es haben alle gekeimt.
Ob das bloß Zufall war oder das auf Schwarzkiefern übertragbar ist kann ich nicht sagen aber ich würde bis nächstes Jahr warten.

Gruß raga
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JRathmann
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von JRathmann »

Hallo raga,

vielen Dank, daran halte ich mich. Sie schlafen also nochmals 10 Monate in der Streichholzschachtel.
Viel Spaß mit dem kleinen Seekiefernwald beim Tosen des Atlantiks,
Gruß Johannes.
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Heike_vG
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von Heike_vG »

Warum nicht jetzt aussäen? Ich hätte da keine Bedenken.

LG, Heike
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JRathmann
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Re: Frage zum Schutz von Kiefernsämlingen

Beitrag von JRathmann »

Hallo Heike,

o. k., Du schreibst sicher auch aus Erfahrung. Die habe ich in puncto Kiefernsämlinge nicht. Ich habe nur Angst, daß es die Kleinen nicht schaffen, vor dem Winter richtig abzuhärten. Jetzt muß ich selbst entscheiden, ob ich auf einen frühen oder späten Beginn des nächsten Winters baue (letzteres sehr oft in Südwestdeutschland). Danke nochmals für das Feedback von allen, hätte ich kaum erwartet mit meiner "Anfängerfrage." Danke auch für Deine Suchtipps für Pinus ponderosa, Heike.

Einen schönen Sommer auch im hohen Norden wünscht Johannes Rathmann.
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