Azaleenstecklinge

Erfahrungsaustauscht und Dokumentation von Sämerein und Stecklingsanzucht von Gehölzen auf dem Weg zur Bonsai tauglichen Rohpflanze.
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Josef Knieke
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Azaleenstecklinge

Beitrag von Josef Knieke »

Hallo ihr Lieben

bald ist es wieder soweit!! Die Azaleenblüte neigt sich dem Ende. Eine Überarbeitung der Pflanzen ist unabdingbar. Was ist da naheliegender als von dem Schnittmaterial Stecklinge zu stecken?

Die Stecklinge werden in Kanuma gesteckt. Bevorzugt decke ich das Kanuma mit einem Granulat ab, da sich sonst sehr schnell Moos und anderer unerwünschter Bewuchs bildet.
Die Bewurzelung erfolgt unter optimalen Bedingungen innerhalb weniger Wochen. Allerdings ist es zwischen Erfolg und Misserfolg nur eine Gratwanderung! Temperatur und Feuchtigkeit müssen optimal sein. Die Stecklinge sollten absolut keine Bewegung im Substrat haben. Dieser Umstand ist aufgrund der groben Struktur von Kanuma nur schwer umsetzbar.


Gruß

Josef
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ein paar Wochen alt
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nach einem Jahr frisch getopft
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anhand der Blüte wird die Sorte bestimmt
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markierte Pflanzen können später ohne Blüte besser benannt werden
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nach zwei bis drei Jahren
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die Jungpflanzen legen schnell kräftig zu
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nach sechs bis sieben Jahren
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auch der Stamm entwickelt sich in wenigen Jahren
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Wil
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Re: Azaleenstecklinge

Beitrag von Wil »

Hallo Josef,

Das ist ja mal interessant.
Ich habe letztes Jahr auch mal irgendwelche Aza´s gesteckt. Im Halbschatten, in Akadama für Nadelbäume. War nur mal so ein Versuch von vielen. Werde es dieses Jahr wieder versuchen und dann "besseres" Material als Stecklinge nehmen.
Kannst die "Erfolge" im BCD-Forum unter "Geschramsel" ansehen, wenn du mags.

LG Wil
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lager_indica
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Re: Azaleenstecklinge

Beitrag von lager_indica »

Hi Josef,

die brauchst Du doch nicht alle , oder ??? :P

Ich melde mich hiermit zum Erwerb / Tausch an. *z*

LG, Andreas
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Georg
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Re: Azaleenstecklinge

Beitrag von Georg »

Nach meinen Erfahrungen gehen Azaleenstecklinge zu über 90 % an, gesteckt in nicht zu grobem (über4mm) Substrat wg. der schon vorher genannten zu großen Beweglichkeit.
Nur halbschattig stellen, feucht halten und nicht mal abdecken. Funktioniert bei mir eigentlich immer.
Noch ein Tipp: wenn ich sicher gehen will, daß ein Stecklinmg angeht, dann stecke ich ihn in den Pott einer funktionierenden, sprich gesunden Pflanze. Hatte bisher z.B. immer Probleme mit Gingkostecklingen; zu einem Bergahorn gesteckt: jetzt hat ihn camaju.
Das gleiche habe ich mit Kameliensteckling gemacht dieses Jahr; noch treibt er nicht, aber der Steckling hat immer noch seine 2 gesunden großen Blätter, so wie er gesteckt wurde. Sieht gut aus.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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Wil
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Re: Azaleenstecklinge

Beitrag von Wil »

Hallo Georg,

Nimm doch einfach die gleiche Erde wie die der funktionierende Pflanze und stecke die Stecklinge allein in diese Erde. Dann brauchst du beim herraus nehmen der bewurzelten Stecklinge nicht so aufzupassen das keine Würzelchen abreissen.

Ginkgo-Stecklinge kannst du am besten ende Mai / Anfang Juni stecken. Nimmst einfach deine gute Erdmischung ( ist ganz egal welche das ist ) entfernt vom Steckling 50% der Blätter und steckst sie in den Topf. Bewurzelungsthormon kann man nehmen, muß man aber nicht. Du kannst verholzte, leicht verholzte, oder noch grünes "Ästchen" vom diesjährigen Austrieb nemhen. Oder ältere Äste. Dann dauert es aber mit dem bewurzeln auch länger ( ein Jahr )

LG Wil
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Josef Knieke
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Re: Azaleenstecklinge

Beitrag von Josef Knieke »

Hallo Wil

dein Geschramsel sieht wirklich etwas "karg" aus. Aber du weißt doch, Übung macht den Meister. Einige Erfahrungen muss man halt machen, damit man ein entsprechendes Ergebnis erziehlt. Ändere dein Substrat und du wirst sehen, dass es doch geht.

Hallo Georg

diesen Versuch habe ich so noch nicht gemacht. Ich hätte Angst, dass die jungen Wurzeln mit dem Wurzeballen der alten Pflanze so verwachsen, dass sie sich gegenseitig behindern und eine spätere Trennung nur erschwert. - Aber wenns funktioniert, warum nicht!

@Andreas

der Tausch ist versprochen!!


Lieben Gruß

Josef
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Wil
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Re: Azaleenstecklinge

Beitrag von Wil »

Hallo Josef,

Danke für den nett gemeinten Tip mit der anderen Erde aber ich denke das ich das mit den Aza´s lieber lasse. Ersten war es nur mal so ein Versuch, zweiten mag ich keine Aza´s und weiß drittens nicht, was ich damit soll. Die vier reichen mir voll und ganz. Sind aber auch schon vergeben.

LG Wil
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fuzz77
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Re: Azaleenstecklinge

Beitrag von fuzz77 »

Hallo Azalee-Experten,

ich möchte hier eine Frage anhängen deren Antwort im kommenden Frühjahr für mich interessant sein wird.
Ist meine Annahme zutreffend, dass man Stecklinge oder Jungpflanzen der Azalee nicht, wie andere Arten, ins Freiland pflanzen kann um sie zu "mästen" und einen möglichst großen Dickenzuwachs zu erhalten weil sie einen sauren Boden, idealerweise Kanuma, brauchen?

Vielen Dank,

Henrikl
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Josef Knieke
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Re: Azaleenstecklinge

Beitrag von Josef Knieke »

Hallo Henrik

das liegt nicht grundsätzlich am Substrat!! Denn die Gartenazaleen, so möchte ich sie mal bezeichnen, werden in torfhaltige Substrate ins Beet gesetzt. Es liegt eher an der Sorte!! Denn die meisten Sorten, die zur Bonsaigestaltung dienen, insbesondere die Satsuki-Azalee, ist nicht winterhart!!

Da bietet sich eher ein relativ großes Pflanzbehältnis an, das zum Winter hin eingerämt wird, damit die Azalee frostfrei überwintert.


LG

Josef
fuzz77
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Re: Azaleenstecklinge

Beitrag von fuzz77 »

Vielen Dank für die schnelle und erhellende Antwort,

Henrik :)
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