verluste frühjahr 2012 :(

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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MarionS
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von MarionS »

Odoridori hat geschrieben:wenn wir schon bei diesem Winter von einer Naturkatastrophe reden ...
Naturkatastrophe ist relativ. Für uns Menschen war das Streusalzdrama des vorigen Winters schon eher eine als dieser komische Winter, und das ist immer noch ein absoluter Witz verglichen mit anderen Gebieten.
Dieser Winter war auch keine Naturkatastrophe für die Natur selbst. Mir wäre jedenfalls nicht aufgefallen, dass in der Natur vergleichsweise Verluste gegeben hätte, und ich fahre täglich gut 40 Minuten mit der Regionalbahn durch Natur, "Natur" und auch an einer Baumschule mit Weihnachtsbäumen vorbei (OK: nun ist das hier am Niederrhein). Oder weiß jemand von entsprechenden Berichten oder hat Beobachtungen gemacht?

Also würde ich behaupten, es sind definitiv unsere Kulturpflanzen, denen dieses Hü und Hott in Temperatur und Luftfeuchte zuviel wurde.
Gruß,
MarionS

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Honey
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Honey »

Mir sind in letzter Zeit schon vermehrt kahl gebliebene Bäume aufgefallen, aber natürlich nicht in vergleichbarer Menge.
Für mich jedenfalls zählen z.B. die vielen Rosensträucher im Garten auch zur "Natur" und davon haben ebenfalls die wenigsten den Winter überlebt.
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Odoridori
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Odoridori »

"Honey"
Für mich jedenfalls zählen z.B. die vielen Rosensträucher im Garten auch zur "Natur" und davon haben ebenfalls die wenigsten den Winter überlebt
Mein Vater hat frueher immer die Rosenstoecke mit Torf und Laub angehauefelt und mit Tannenreisig
abgestellt und das habe ich mit den beiden letztes Jahr im Mai gepflanzten 2 Rosenstrauecher
(1 alte englische Rose und 1 Duftrose) auch getan und im November vor dem bevorstehenden Winter
geschuetzt. Die sind nun in voller Bluete. Hast Du das mit deinen Rosen auch getan ?

Viele Gruesse
Holger
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Olaf_Gd
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Olaf_Gd »

Hallo,
zum Thema Rosen, kann ich folgendes sagen. Mir ist ein Strauch (Westerland) der 1,80 cm groß war bis auf den Boden zurück gefroren. Ich hatte aber beim einpflanzen den Ratschlag befolgt die Veredelungsstelle etwa 7 cm tief unter der Erdoberfläche einzugraben. Wenn man das macht erübrigt sich anhäfeln und anderer Winterschutz. Der Rosenstrauch ist inzwischen schon wieder etwa 1 Mete groß und hat auch schon Blütenknospen. Es kommt also auch bei Gartenpflanzen auf die richtigen Pflegemaßnahmen an. Edelrosen sind eigentlich alle Hybriden aus Chinesischen Rosen, deren Winterhärte ist nicht mit den einheimischen zu vergleichen.

Zum Substratthema : mein ´schlimmster Verlust ist eine Buche die komplett in Akadama gepflanzt war.

Gruß Olaf
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Honey
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Honey »

Holger,

ich selbst habe keine Rosen, aber ich kenne eine Menge Rosenverrückter (die ihre Rosen sicherlich auch pflegen und Winterschutz anbringen) und alle haben im Frühjahr gejammert, dass alle er- bzw. zurückgefroren sind. Die Rose in Omas Garten hat zum Glück, wie Olaf beschreibt, aus dem Boden wieder ausgetrieben.
Oft ist dann natürlich fraglich, ob das die Veredelung oder die Veredelungsunterlage ist, die da wieder zum Vorschein kommt.
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Odoridori
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Odoridori »

"Olaf_Gd"
Ich hatte aber beim einpflanzen den Ratschlag befolgt die Veredelungsstelle etwa 7 cm tief unter der Erdoberfläche einzugraben. Wenn man das macht erübrigt sich anhäfeln und anderer Winterschutz
.

Siehst Du Olaf, so unterschiedlich sind Ratschlaege ... mir wurde gesagt auf keinen Fall Veredlungsstellen unter
die Erdoberflaeche bringen und auch auf keinen Fall die Rose im Spaetherbst nochmal zurueckschneiden.

Das dein Winterschaden auf Akadama zurueck zu fuehren ist halte ich nicht fuer voellig abwegig,
denn es ist durchaus moeglich das du das Substrat ueber Winter etwas zu trocken gehalten hast.
Gerade nach einer Frostperiode. Der Frost entzieht dem Boden die Feuchtigkeit, wenn dann nicht
rechtzeitig bei einem Substrat wie Akadama oder Kanuma nachgegossen wird hast Du einen Trockenschaden.

Viele Gruesse
Holger
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Stephan mit ph
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Stephan mit ph »

Auch wenn's kein wirklicher Verlust für uns Menschen ist, wie siehts denn bei euch mit Blattläusen und Co.aus.Bei mir sind bis jetzt keinerlei Wollläuse in den Buchen. Die Pfaffenhütchen sind von den üblichen Raupenattacken verschont geblieben und Blattläuse, ganz, ganz wenig :-D.
Offensichtlich will aber auch die Natur die Verluste wieder wett machen.Mein Acer buergerianum hängt über und über voll mit Frucht.
Gruß
Stephan
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camaju +
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von camaju + »

Da ich ja in Lippstadt war, hab ich mir jetzt mal "ältere" Beiträge durchgelesen und bin am rätseln. Ich schreib mal in der Ich-Form, Baumschuler werden es ähnlich sehen.

Wenn ich mir vorstelle bzw. auch weiß, dass mein Substrat und meine Schutzmaßnahmen über Jahre OK waren und ich keine Verluste hatte (auch bei kälteren Temperaturen als dieses Jahr), dann frag ich mich doch, warum diese beiden Faktoren ausgerechnet in diesem Winter eine große Rolle spielen sollten.

Tut mir ja Leid, aber nachvollziehen kann ich's nicht
Bergi hat geschrieben:
Was man tun könnte, wäre eine Landkarte mit den groben Klimazonen anzulegen,
Stefan, die gibt es schon ;-)

http://www.garten-pur.de/127/Garten-pur ... haerte.htm
Gruß Jürgen *wink*

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Bergi
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Bergi »

camaju hat geschrieben:
Bergi hat geschrieben:
Was man tun könnte, wäre eine Landkarte mit den groben Klimazonen anzulegen,
Stefan, die gibt es schon ;-)
http://www.garten-pur.de/127/Garten-pur ... haerte.htm
Hallo Jürgen,
Ich hatte geschrieben:
Was man tun könnte, wäre eine Landkarte mit den groben Klimazonen anzulegen, den groben Substrattypen, den wichtigsten Baumarten(bzw. -gruppen), und den Verlusten, jeweils so in Skalen 1-5."Dass es die Landkarte mit den Klimazonen als Basis schon gibt, ist mir natürlich klar. Entscheidend sind die anderen beiden Punkten... ergänzen könnte man noch "Art der Überwinterung".
Gruß,
Stefan
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camaju +
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von camaju + »

Ohje, mit so einer Antwort hab ich fast gerechnet :lol:

Konkret Stefan, wie stellst du dir das denn vor ?

Evtl. anhand der verlinkten Karte so ne Art Fragebogen (evtl. ein Mix aus dem Fragebogen im Basicbereich und den Angaben in der Baumgalerie) ?
Gruß Jürgen *wink*

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achim73
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von achim73 »

hmm...ich weiss nicht, ob das wirklich was bringt. immerhin werden darin mögliche pflegefehler nicht erfasst, und wir haben ja festgestellt, daß es ein zusammenspiel vieler faktoren ist, deren einzelnen anteil man im einzelfall gar nicht quantifizieren kann.
Gruss, Achim
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Odoridori
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Odoridori »

Richtig Achim,

es waren wohl viele Faktoren einschl. von Pflegefehlern die bei diesem Winter fuer die vielen
Ausfaelle gesorgt haben. Jeder fuer sich muss pruefen was er wo moeglich fuer die Zukunft aendern muss.

Viele Gruesse
Holger
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von uwex »

... mal so am Rande: Was nützt dem Baumschuler oder Landschaftsgärtner eine Karte über Klimazonen, wenn man z.B. einen windgeschützten Garten in einer Hausecke hat, wo bestimmte Kamelien im Freien überwintern können und 100m weiter eine frei stehende Mädchenkiefer arge Nadelschäden bekommt, weil sie volle Sonne und Wind abbekommt????? *kopfkratz*
Grüße von Uwe!
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Bergi »

camaju hat geschrieben:Konkret Stefan, wie stellst du dir das denn vor ?
Evtl. anhand der verlinkten Karte so ne Art Fragebogen (evtl. ein Mix aus dem Fragebogen im Basicbereich und den Angaben in der Baumgalerie) ?
Ja, so ungefähr.
Wie gesagt, eine kleine Tabelle, bei der die Verluste nach
- Baumart
- Substratart (ca. 5 Typen vorschlagen)
- Überwinterung frostfrei Gewächshaus/eingegraben/leichter Winterschutz/offen/Hauswand
- Standort (und dann nach der Klimakarte eben die Klimazone)
eingetragen würden.

Das stelle ich mir schon ziemlich interessant und instruktiv vor.
Gruß,
Stefan
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Stephan mit ph
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Stephan mit ph »

Holger, Uwe
Sehe ich genauso.

Nachdem ich die ersten 3 Kubikmeter Substrat aus den "Töpfen" geräumt habe, ist es leichter und eindeutiger eine Bilanz zu ziehen. Die Zahlen sind nicht absolut. Ich zähle meine Bäume beinahe nie. Ich kenne sie, das reicht mir.
Für mich gibt es ein paar Auffälligkeiten.Daraus werden in Zukunft ein großer Teil meine Vorgehensweisen resultieren.
Der Standort der Pflanzen war auf eine Fläche von 15x15m verteilt.Substrat gleich.Töpfe und Körbe bei allen Pflanzen durchgemischt.Alter bei den drei Sorten jeweils gemischt zwischen 4 und neun Jahre alt.
Pinus thunbergii: "Gemästet"; ca 1000 Stck; Überlebende 23 + - 5 von denen ich nicht weiß ob sie noch am Leben sind.
Pinus thunbergii auf Stein: "Gemästet";ca 130 Stck Überlebende 53 + - 3 sonst wie vor.
Pinus sylvestris : "Minimaldüngung" (kann man kaum Düngung nennen); keinen Ausfall.
Pinus cembra sibirica: Sehr geringe Düngung; keinen Ausfall.
Alle Pflanzen hatte schon Minustemperaturen von knapp - 23° auch ohne Schneedecke überlebt.
In diesem Winter lagen die Tiefstwerte an meinen Pflanzen bei etwa -18°
Gruß
Stephan
Ich hänge ein Bild mit dran, damit ihr versteht was ich unter "Auf Stein" verstehe.
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