Wacholder-Kaskade

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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ashtar
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von ashtar »

So, der Baum hat die ganze Prozedur gut überstanden und treibt gut neu aus - was bin ich froh! Nichts desto trotz ist sein Gesamteindruck ja noch geschwächt und das Umtopfen war sicherlich auch hart für ihn. Meine Frage jetzt -soll ich dieses Jahr die Triebe beschneiden? Er ist ja schon total aus der Form und das wird ja nicht besser. Es ist dringend geboten, hier den Wuchs zu lenken, zumal ich die Befürchtung habe, dass er, wenn man ihn jetzt nicht zuruckschneidet, innen immer mehr verkahlt und vielleicht sogar wichtige Zweige abstösst. Andererseits ist es ja eine weitere Schwächung, ihn jetzt zu beschneiden, ich will ihn nicht noch mehr zumuten... was meint ihr?
Gruß Jörg

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Odoridori
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von Odoridori »

Hallo Jörg,

natürlich musst Du den Baum beschneiden, vorallem die Langtriebe mußt Du kürzen und da
wo sich Dominanzen bilden, d.h. ganz starke Triebe sich gebildet haben, die auf Seitentriebe
absetzen. Du sollst den Baum nicht radikal beschneiden, sondern nur zurücknehmen.
Schwache Bereiche bzw. da wo sehr schwaches Laub ist, bitte davon komplette ausnehmen.
Und dünge den Wacholder nicht nur mit Biogold, sondern auch über das Laub mit FLüssigdünger.

Viele Grüße
Holger
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Paul Claudel
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ashtar
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von ashtar »

Hallo Holger,

Danke für die info. Biogold und Blattdünger bekommt er bereits. Ich hatte eben nur bedenken, ihn durch Rückschnitt weiter zu schwächen. Ich werde es aber genau wie von Dir beschrieben machen, ich denke, dass wird ihm sowohl kurz- als auch langfristig guttun.

Gruß Jörg
Gruß Jörg

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zopf
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von zopf »

Hallo Jörg
In den wuchstarken Leittrieben ist die Konzentration von Wachstumshormonen
am höchsten, was widerum auch der Wurzelbildung zugute kommt.
(Wacholderstecklinge bleiben oft ein Jahr oder länger kräftig grün
ohne das eine Wurzelbildung stattgefunden hat)
Bäume haben ein "Langzeitgedächtnis" und reagieren oft erst 1-2 Jahre später
und es bis jetzt in keinster Weise abzuschätzen wie gut der Wacholder
die Umtopfaktion überstanden hat.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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Odoridori
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von Odoridori »

Hallo Dieter,

es handelt sich hier nicht um einen Steckling, sondern um einen Baum mit
vorhandenen Wurzeln. Und ich bin mir ganz sicher das er auch schon neue weiße
Wurzelspitzen nach dem Umtopfen hat. Jetzt sollte er den Grünbereich, gerade zur
Entlastung des Wurzelwachstums, in den Dominanzen und Langtrieben zurücknehmen.
Auf was soll er denn warten ?

Viele Grüße
Holger
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zopf
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von zopf »

Hallo Holger
Wir haben halt verschiedene Ansichten,
daher halte ich mich lieber zurück,
verschiedene Meinungen verunsichern Jörg nur weiter.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
level320
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von level320 »

hallo,

ich würde auch alles drann lassen...anbei eine kleine bilder serie, eines meiner bäume mit fast selber history, nur das
meiner vital war als ich ihn gekauft habe ( aber auch verdichtetes substrat).
beim umtopfen hab ich dann sehr radikal ausgeputzt....kein bisschen der alten erde war mehr dran, was der
baum dann mit einem massiven schuppen abwurf quitierte....über 50% der laubmasse eingebüßt.
also ab zum auer otti...vorige woche dann abgeholt, mit der anweisung heuer ALLES dranzulassen....aber seht selber.
vlt. hilft s bei der entscheidung.......

lg
ladi

zu kam er zum otti auf kur
sehr fahl und die komplette innere belaubung abgeworfen
sehr fahl und die komplette innere belaubung abgeworfen
andere seite auch nicht besser
andere seite auch nicht besser
von oben
von oben
heuer im april...noch beim otti
fangt schon an zu schieben
fangt schon an zu schieben
heute, daheim...jetzt wäre ich normalerweise mit der schere ausgerückt, otti sagt aber nein....
unordentlich, viel zu dicht aber sehr gesund und vital
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grünt so schön grün.....
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Robert S.
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von Robert S. »

Hallo Ladi,

schön dass sich Dein Itoigawa so gut erholt hat. Hat Othmar einen Grund genannt heuer noch nichts zu machen. Ich hätte den Baum, so wie ich auf den Bildern sehe als absolut vital angesehen und hätte mich ans zurückschneiden und auslichten gemacht.

Servus,
Robert
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Odoridori
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von Odoridori »

"level320"
meiner vital war als ich ihn gekauft habe ( aber auch verdichtetes substrat).
beim umtopfen hab ich dann sehr radikal ausgeputzt....kein bisschen der alten erde war mehr dran, was der
baum dann mit einem massiven schuppen abwurf quitierte....über 50% der laubmasse eingebüßt.
also ab zum auer otti...vorige woche dann abgeholt, mit der anweisung heuer ALLES dranzulassen....aber seht selber.
vlt. hilft s bei der entscheidung.......

Hallo Ladi,

das kannst Du nicht vergleichen. Du hast vor lauter Ungeduld 2 Massnahmen auf einmal durchgeführt
und zwar einen starken Rückschnitt und wahrscheinlich auch einen relativ starken Wurzelschnitt. Das geht
bei einem Nadelbaum nicht und das war einfach zu viel für deinen Baum. Ich gebe Ottmar völlig recht, das Du
jetzt nichts zurücknehmen sollst, damit der Baum durch Düngen wieder Kraft sammeln kann. Überarbeiten kannst
Du Ihn dann im Winter.

Hier liegt der Fall jedoch etwas anders, der Baum wurde im April umgetopft und er wird auch schon gedüngt.
Wenn er die Langtriebe nicht einkürzt wird er kein Wachstum an diesen Ästen erhalten. Wenn er die Dominanzen
lässt, wird der Baum nur da weiterwachsen und keinen Austrieb weiter hinten zeigen. Es soll den Baum nicht
radikal schneiden, sondern nur behutsam vorgehen um den Baum zu hinterem Austrieb anzuregen.
Wenn er wartet kann er nichts gewinnen, eher das dann Äste mit nur Langtrieben noch schwächer werden und
absterben.

Viele Grüße
Holger
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von level320 »

ähh....ich habe den baum nicht zurückgeschnitten, kein bisschen, sondern nur umgetopft, die wurzeln
waren wie bei jörg in einem betonklotz von akadama....meiner war aber noch etwas durchlässig, für mich nicht
akzeptabel ...da kompliziert mit giessen.
wurzeln hab ich auch nicht grob geschnitten, aber halt beim zerlegen ziemlich lädiert....wie das halt passiert mit
solchen verdichteten klötzen.
wie kommst du drauf das ich den beschnitten habe......ich habe den baum gekauft, im herbst, und im nächsten
frühjahr umgetopft....
ja, und dann hat er angefangen das grün abzustoßen...rest ist auf den bildern ersichtlich

otti meinte alles drann lassen damit er richtig kräftig wird und die saftbahnen mehr verdicken....
der baum hat ein paar sharis und die kommen viel besser und schneller zur geltung umso mehr
sich die saftbahnen erheben .......und das geht am besten wenn man den baum richtig saugen läßt.

der gezeigte wacholder ist aber eh noch harmlos im vergleich mit einem anderm von mir, wo ich gute drei jahre
keine terminaltriebe geschnitten habe...erst heuer war es soweit. der hat einfach seine zeit gebraucht.

lg
ladi
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von Odoridori »

Hallo Ladi,

da hatte dein Itoigawa aber extrem wenig Laubmasse. Sorry hab dich da wahrscheinblich falsch verstanden.
Trotzdem ich bleibe bei dem was ich hier geraten habe. Wenn Du zu lange beim Chin.-Wacholder wartest,
hast Du nur noch Dominanzen und ganz schwache Bereiche die nach und nach absterben.

Viele Grüße
Holger
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von level320 »

er hatte nicht wenig laubmasse.......die hat er nach dem umtopfen verloren, ist sicher die hälfte der schuppen abgefallen,
zum glück sind die spitzen grün gebleiben.....der innere teil war komplett verkahlt (zustand auf den ersten 3 bildern).

lg
ladi
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von Odoridori »

Hallo Ladi,

hat Ottmar da irgendetwas zu gesagt, warum dein Itoigawa so reagiert hat ?

lg Holger
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von level320 »

hi,

nicht wirklich...oder ich hab es nicht wahrgenommen, ein paar monate später meinte er das der baum
nur etwas mehr zeit gebraucht hätte...sozusagen ein spätstarter.
ich denke das der baum durchs umtopfen massiv gestört wurde, dazu kommt das der baum erst seit kurzem in europa ist.
eins zum anderen hat wohl dazu beigetragen das er so reagiert hat.....wie gesagt war der baum als er gekauft wurde
vital, sprich sehr viel laub aber mit einem ganz leichten gelbstich und sehr regelmäßigen austrieb.....wie ein "fertiger"
wacholder bonsai so ausieht.
ich hab ein jahr verloren bei dem baum, aber dafür hat er einen tiptop sanierten wurzelballen, ohne ein krümmelchen
alter erde und steht jetzt kerngesund da. ich hätte den baum jetzt zürückgeschnitten...otti meint so lassen, was ich auch
machen werde, da sich seine ratschläge bis jetzt immer als richtig erwiesen haben .
wie gesagt, bei einem anderen wacholder (auch aus japan) hat der otti mich 3 jahre lang nichts machen lassen, außer
alle jahre in einen 1 nr. größeren topf umsetzen (ohne den ballen ansatzweise anzurühren), die terminaltriebe habe ich
heuer zum ersten mal angerührt....
leider muß ich auch zugeben, das ich mit der richtigen pflege der bäume immer noch zu kämpfen habe,
da bin ich auch sehr an meine frau gebunden....und da gibt es immer noch reibereien zwischen uns.
ich habe auch einen sehr, sehr sonnigen garten......zeitweise zu sonnig, sprich zu heiß.
ein guter spiegel meiner mangelnden pflege ist der bonsaimike, der hat "nur" eine terasse mit viel weniger
sonne als mein garten....aber seine bäume sind in so einem guten zustand, das es der pure wahnsinn ist.
der mann ist ein richtiger magier, wenn es um die pflege geht (auch um die gestaltung).
ich kenne wenige private sammlungen, aber doch ein paar, und seine ist die mit abstand am besten gepflegte.

sorry, ladi-like bin ich etwas abgeschweift, deshalb back to topic

lg
ladi
Zuletzt geändert von level320 am 05.07.2012, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Georg
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Re: Wacholder-Kaskade

Beitrag von Georg »

Hallo Ladi,
was mich, wahrscheinlich auch viele andere, interessieren würde: was hat Othmar Auer mit dem Wachholder gemacht?
Was können wir davon mitnehmen?
Der Standort alleine wird es nicht gewesen sein..
Danke schon mal!
Zuletzt geändert von Georg am 03.07.2012, 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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