Lässt man Pflanzen ungestört wachsen, dann werden manche auch sehr alt...
In Südfrankreich, dort wo diese alten Phoenicea wachsen, wird das Land urbar gewacht/gerodet seit ca. 8000 Jahren.
Die einzigen Stellen, wo der Mensch nie hingekommen ist, sind u.a. diese Felswände, Schluchten, usw.
Und dorthin hat der Mensch erst seit ca. 50 Jahren Zugang, da man schon eine technische Ausrüstung braucht um in diese schwer erreichbaren Gebiete zu gelangen.
Das ist in andere Länder der Welt genau das Gleiche: Überall wo seit mehrere Jahrtausend Jahren der Mensch alle verfügbaren Landflächen gerodet/urbar gemacht hat, gibt es eben keine solche alten Pflanzen. Nur in Gebieten wo der Mensch nie hinkommen konnte, haben Pflanzen eine Chance lange zu leben.
Selbstverständlich ist der Mensch nicht alleine dafür verantwortlich ob solche Bäume so lange überleben können oder nicht. Die Natur selbst macht auch ihre "Selektion": Waldbrände, Blitz oder Fluten zum Bespiel, haben auch einen großen Einfluss darauf, ob und in welchen Gebieten manche Pflanzen mehrere tausend Jahre alt werden können, oder nicht.
D.h. sehr alte Bäume wachsen nicht überall... Es müssen schon relativ viele Bedingungen erfüllt sein, und diese Bedingungen müssen auch noch über einen Zeitraum von mehrere Tausend Jahre erfüllt sein...
Anke R. hat geschrieben:bei diesem speziell finde ich beeindruckend wie vollkommen unwesentlich wir für diese
majestätischen Bäume sind
Wenn man sich da oben in einer Felswand in x Meter Höhe befindet, in Mitte dieser uralten Wesen rechts und links, kann ich Euch sagen, daß man etwas spürt bzw. empfindet, daß man kaum in Worte fassen kann...
Anke R. hat geschrieben:- und wie schön, das darauf geachtet wird, das es im möglichen Rahmen
auch so bleibt.
Ja, die meisten ältesten dieser Bäume sind bekannt. Also die meisten die weit über 1000 Jahre alt sind. Aber natürlich nicht alle. Von der Population der Bäume die nicht so alt sind, also alle die um die 500 Jahre alt sind, gibt es zu viele, als dass man sie auflisten und schützen könnte.
Und Jean-Paul und die anderen betroffenen Wissenschaftler, Parkwächter, usw. sind auch keine "Umweltschutz-Orthodoxen"... sondern durchaus sehr realistisch, und wissen genau, wie kompliziert es ist, zw. mehrere Interessen zu jonglieren - u.a. zu jonglieren zw. dem Tourismus (ohne dem manche Regionen gar nicht mehr existieren würden...), und dem Interesse der Forschung und des Naturschutzes, und dem Interesse der lokalen Politik...