Hohler Stamm --> Jinmittel ?
Hohler Stamm --> Jinmittel ?
Hallo zusammen.
Ich habe mir aus Asien einen Baum mitgebracht, welcher zwar nur "Baumarktware" ist, jedoch meines Erachtens recht gute Ansätze zeigt. Hauptsächlich wollte ich Erfahrung mit dem Zoll sammeln, da es bei einem "richtigen" Baum natürlich wehtut wenn das schiefgeht und sie den in den Shredder stecken. Nach allen notwendigen Schritten (Gesundheitszeugnis, Entfernen der Erde, Wurzelwatte, Flug, wieder eintopfen etc), geht es dem Baum scheinbar prima. Der eigentlich erwartete vorübergehende Blattverlust war vernachlässigbar.
Nachdem er nach dem langen Flug und der Aufbewahrung im Karton getrotzt, sowie danach keinen erkennbaren Pflanzschock mit neuer Erde gezeigt hatte, habe ich ihn nun an einem hellen Fensterplatz in der Küche (Westseite mit Dachfenster) stehen, was ihm scheinbar sehr gut gefällt.
Er schiebt neue Blätter und insgesamt bin ich mit dem Zustand sehr zufrieden. Da eine tropische Pflanzenart wohl kaum den deutschen Winter überleben dürfte, wird seine zukünftige Bestimmung wohl Zimmer/Sommerbalkonpflanze sein.
Nun zu meinem Anliegen: seit längerem bildet sich ein hohler Stamm aus, was an sich natürlich kein Problem sein dürfte, und obendrein nett anzuschauen ist. Allerdings mache ich mir ein paar Gedanken bezüglich Schädlingen oder Pilzerkrankungen, welche ich natürlich verhindern möchte.
Genügt es also Eurer Meinung nach, die Stamminnenseite möglichst trocken zu halten? Ich habe das lose Totholz mit einem Metallschaber entfernt und achte darauf, beim Gießen die Stelle trocken zu halten. Genügt das? Oder würdet Ihr sogar z.B. Jinmittel empfehlen, um sicher zu gehen (ist vorhanden)? Das "Astloch" ist am unteren Ende des Stammes, und reicht in die Erde, weshalb es natürlich immer leicht feucht hochzieht.
Habe gesucht und folgenden Thread gefunden http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?p=47595
Prinzipiell ist das Problem identisch, ich bin aber unsicher, da der Stamm nur ca. 5 cm Durchmesser hat, und ich das Gefühl habe, das Loch "schreitet fort". Schädlinge hat der Baum definitiv keine. Wird der Baum selbst die übrig gebliebene Stammmasse vergrößern, oder knickt der mir irgendwann um ?
Meine erste Intention war zum Fläschchen mit Jinmittel zu greifen, da es aber Stamminnenseite (ziemlich am Mark) ist, möchte ich dann doch lieber erstmal Eure Meinung erfragen...
Ein Foto habe ich im Anhang. Vielen, vielen Dank für Euren Rat :-)
MfG, Tho
Ich habe mir aus Asien einen Baum mitgebracht, welcher zwar nur "Baumarktware" ist, jedoch meines Erachtens recht gute Ansätze zeigt. Hauptsächlich wollte ich Erfahrung mit dem Zoll sammeln, da es bei einem "richtigen" Baum natürlich wehtut wenn das schiefgeht und sie den in den Shredder stecken. Nach allen notwendigen Schritten (Gesundheitszeugnis, Entfernen der Erde, Wurzelwatte, Flug, wieder eintopfen etc), geht es dem Baum scheinbar prima. Der eigentlich erwartete vorübergehende Blattverlust war vernachlässigbar.
Nachdem er nach dem langen Flug und der Aufbewahrung im Karton getrotzt, sowie danach keinen erkennbaren Pflanzschock mit neuer Erde gezeigt hatte, habe ich ihn nun an einem hellen Fensterplatz in der Küche (Westseite mit Dachfenster) stehen, was ihm scheinbar sehr gut gefällt.
Er schiebt neue Blätter und insgesamt bin ich mit dem Zustand sehr zufrieden. Da eine tropische Pflanzenart wohl kaum den deutschen Winter überleben dürfte, wird seine zukünftige Bestimmung wohl Zimmer/Sommerbalkonpflanze sein.
Nun zu meinem Anliegen: seit längerem bildet sich ein hohler Stamm aus, was an sich natürlich kein Problem sein dürfte, und obendrein nett anzuschauen ist. Allerdings mache ich mir ein paar Gedanken bezüglich Schädlingen oder Pilzerkrankungen, welche ich natürlich verhindern möchte.
Genügt es also Eurer Meinung nach, die Stamminnenseite möglichst trocken zu halten? Ich habe das lose Totholz mit einem Metallschaber entfernt und achte darauf, beim Gießen die Stelle trocken zu halten. Genügt das? Oder würdet Ihr sogar z.B. Jinmittel empfehlen, um sicher zu gehen (ist vorhanden)? Das "Astloch" ist am unteren Ende des Stammes, und reicht in die Erde, weshalb es natürlich immer leicht feucht hochzieht.
Habe gesucht und folgenden Thread gefunden http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?p=47595
Prinzipiell ist das Problem identisch, ich bin aber unsicher, da der Stamm nur ca. 5 cm Durchmesser hat, und ich das Gefühl habe, das Loch "schreitet fort". Schädlinge hat der Baum definitiv keine. Wird der Baum selbst die übrig gebliebene Stammmasse vergrößern, oder knickt der mir irgendwann um ?
Meine erste Intention war zum Fläschchen mit Jinmittel zu greifen, da es aber Stamminnenseite (ziemlich am Mark) ist, möchte ich dann doch lieber erstmal Eure Meinung erfragen...
Ein Foto habe ich im Anhang. Vielen, vielen Dank für Euren Rat :-)
MfG, Tho
- Dateianhänge
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- Foto Loch Stammansatz
- 20120710_080911.jpg (104.98 KiB) 2292 mal betrachtet
Re: Hohler Stamm --> Jinmittel ?
Hi,
jin-Mittel würde ich in dem Fall nicht nehmen, da das Weis mir an der Stelle nicht gefallen würde.
Ich würde es anflämmen und dan mit Holzhärter anpinseln.
Ich bin jedoch Anfänger höre dir lieber noch einige andere Vorschläge an.
mfg Tobias
jin-Mittel würde ich in dem Fall nicht nehmen, da das Weis mir an der Stelle nicht gefallen würde.
Ich würde es anflämmen und dan mit Holzhärter anpinseln.
Ich bin jedoch Anfänger höre dir lieber noch einige andere Vorschläge an.
mfg Tobias
NeuerStarkeLahmRafiBoaBadsDanteAlaBuytenDiegoJavíShweiniGustCanRibRobShaqiKrosTymoMülerPizaGomezManu
Re: Hohler Stamm --> Jinmittel ?
Hallo Tobias,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Mit "anflämmen und Holzhärter" habe ich keine Erfahrung, klingt mir zunächst recht brutal. Ist denn dadurch ein Schutz vor Schädlingen gegeben, oder ist das eher eine "optische" Maßnahme?
Eine weitere Option wäre, das Jinmittel durch Zugabe von Kohle, Asche oder dergleichen etwas abzuschwächen. Nochmals: in erster Linie geht es mir um den Schutz und die Konservierung.
MfG, Tho
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Mit "anflämmen und Holzhärter" habe ich keine Erfahrung, klingt mir zunächst recht brutal. Ist denn dadurch ein Schutz vor Schädlingen gegeben, oder ist das eher eine "optische" Maßnahme?
Eine weitere Option wäre, das Jinmittel durch Zugabe von Kohle, Asche oder dergleichen etwas abzuschwächen. Nochmals: in erster Linie geht es mir um den Schutz und die Konservierung.
MfG, Tho
Re: Hohler Stamm --> Jinmittel ?
meiner einschätzung nach brauchst du da gar nichts dran zu machen (vorerst). vielleicht sogar schauen, ob es gestalterisch nicht besser wirkt, wenn du dieses shari noch nach oben erweiterst.
wegen schädlingen (welche sollen das sein? ) musst du dir keine sorgen machen.
holzhärter ist ein konservierungsmittel auf aceton-basis, was von walter pall vertrieben wird.
allerdings nicht über einen shop oder so.
mit dem jinmittel könntest du schon arbeiten, aber so nah an den wurzeln ist das nicht optimal.
da müsstest du schon aufpassen.
wie gesagt, meiner meinung nach ist da momentan gar nichts erforderlich.
wegen schädlingen (welche sollen das sein? ) musst du dir keine sorgen machen.
holzhärter ist ein konservierungsmittel auf aceton-basis, was von walter pall vertrieben wird.
allerdings nicht über einen shop oder so.
mit dem jinmittel könntest du schon arbeiten, aber so nah an den wurzeln ist das nicht optimal.
da müsstest du schon aufpassen.
wie gesagt, meiner meinung nach ist da momentan gar nichts erforderlich.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Re: Hohler Stamm --> Jinmittel ?
Nur so zur Info: Holzhärter gibt es zB. auch im onlineshop von Michael Tran.achim73 hat geschrieben:holzhärter ist ein konservierungsmittel auf aceton-basis, was von walter pall vertrieben wird.
allerdings nicht über einen shop oder so.
Aber ich würde es in deinem Fall nicht einsetzen. Das hilft dem Baum nicht. Warte lieber ab wie es sich weiter entwickelt.
Gruß Thorsten
Thorsten
Freund von minorubonsaiblog
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- bonsaimacher
- Beiträge: 745
- Registriert: 09.12.2011, 11:54
- Wohnort: Hamburg
Re: Hohler Stamm --> Jinmittel ?
Bei Bonsai Münsterland gibt es auch holzhärter zu kaufen.
Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
Re: Hohler Stamm --> Jinmittel ?
Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Rückmeldung. Also aus Euren Posts schließe ich dass es
1. wohl nicht so tragisch ist, wenn das Loch bis ins Mark geht
und
2. Jinmittel / Holzhärter / Schutzmaßnahmen aktuell nicht notwendig sind.
Verstehe ich Holzhärter richtig als gestalterische Alternative zu Jinmittel (ohne Bleichen) ? Anwendung und Zweck identisch ?
Wann wäre für Euch der Zeitpunkt zum Handeln gekommen, bzw. was wären Symptome die ein Handeln nötig machen würden? Schimmel, Sägemehl, Fäulnis ... ?
Darüber hinaus möchte ich nochmal bei Achim nachfragen: wie würdest Du das Shari erweitern - einfach mit der Konkavzange die Rinde entfernen, oder sogar ein bisschen fräsen ?
MfG Tho
vielen Dank für Eure Rückmeldung. Also aus Euren Posts schließe ich dass es
1. wohl nicht so tragisch ist, wenn das Loch bis ins Mark geht
und
2. Jinmittel / Holzhärter / Schutzmaßnahmen aktuell nicht notwendig sind.
Verstehe ich Holzhärter richtig als gestalterische Alternative zu Jinmittel (ohne Bleichen) ? Anwendung und Zweck identisch ?
Wann wäre für Euch der Zeitpunkt zum Handeln gekommen, bzw. was wären Symptome die ein Handeln nötig machen würden? Schimmel, Sägemehl, Fäulnis ... ?
Darüber hinaus möchte ich nochmal bei Achim nachfragen: wie würdest Du das Shari erweitern - einfach mit der Konkavzange die Rinde entfernen, oder sogar ein bisschen fräsen ?
MfG Tho
Re: Hohler Stamm --> Jinmittel ?
dazu müsste man erstmal den ganzen baum sehen.
bei bäumen gibt es kein "mark" im sinne eines aktiven kerns wie bei knochen.
manche arten, z.b holunder, haben sowas in den zweigen, aber das ist was anderes.
der innere teil ist tot und dient lediglich der stabilisierung.
ganz alte bäume draussen sind manchmal komplett ausgehöhlt. das lebende gewebe wird abgeschottet.
bei bäumen gibt es kein "mark" im sinne eines aktiven kerns wie bei knochen.
manche arten, z.b holunder, haben sowas in den zweigen, aber das ist was anderes.
der innere teil ist tot und dient lediglich der stabilisierung.
ganz alte bäume draussen sind manchmal komplett ausgehöhlt. das lebende gewebe wird abgeschottet.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Re: Hohler Stamm --> Jinmittel ?
Hallo Achim,achim73 hat geschrieben:bei bäumen gibt es kein "mark" im sinne eines aktiven kerns wie bei knochen.
ich meinte den inneren Kern des Holzes, wie in Abb.2 Index 0 auf http://de.wikipedia.org/wiki/Holzstrahl.
Ok, prima, das beantwortet also meine Bedenken, ob es "tragisch" ist, wenn das Loch größer wird (durch das Baummark), mit "nein".achim73 hat geschrieben:der innere teil ist tot und dient lediglich der stabilisierung.
ganz alte bäume draussen sind manchmal komplett ausgehöhlt. das lebende gewebe wird abgeschottet.
Vielen Dank für die Rückmeldung!
MfG, Tho
Re: Hohler Stamm --> Jinmittel ?
Eventuell helfen dir auch die ersten 3 Minuten in diesem Video (ich mag was er sagt)
bonsaivideo: Walter Pall-projection 2 (Element)
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=E7FdoSZ7 ... r_embedded[/youtube]
bonsaivideo: Walter Pall-projection 2 (Element)
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=E7FdoSZ7 ... r_embedded[/youtube]
Thorsten
Freund von minorubonsaiblog
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