Pinus mugo "Mops"

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
Benutzeravatar
BonsaiFanHitdorf
Beiträge: 1287
Registriert: 02.02.2008, 13:19
Wohnort: stadt ohne licht
Kontaktdaten:

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von BonsaiFanHitdorf »

heike, bist du jesus? *engel*
sieht richtig suba aus *banana* *banana*
achso unterschwellige botschaft: heike du öffnest jetzt den editor und beginnst mit dem schalen auswahl buch *bouncer*
lG Marcel ;)

Der zentralste Fehler von Verschwörungstheorien jeder Couleur ist, dass man am Ende der einzigste ist, der sich nicht verschwört.
Benutzeravatar
greenhorn187
Beiträge: 977
Registriert: 26.10.2009, 21:15
Wohnort: BY & SA

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von greenhorn187 »

Habe mir günstiges Rohmaterial aus einer baumschule zugelegt.beides pinus mugo,versch. var..
ich finde sie haben gute ausgangsbedingungen(relativ kräftiger stamm, günstige astverteilung und zu guter letzt bereits mooswuchs :P ).
auf dem einen foto zeige ich ein gesamtbild,den unteren stammverlauf und eine zeichnung des aktuellen stammes-dort würde ich mich rieseig freuen wenn ihr mir eure spontanen gestaltungsideen vorschlagen könntet.habe kaum erfahrung und freue mich über anregungen.
das andere foto zeigt meinen gestaltungswunsch und ein aktuelles foto.welche schritte denkt ihr sind nötig um dieses ziel in einigen vielen jahren zu erreichen?
außerdem was schätzt ihr wie alt die beiden sein könnten?
danke im voraus!!!
...noch acht minuten bis zur endlosen finsternis...
Benutzeravatar
greenhorn187
Beiträge: 977
Registriert: 26.10.2009, 21:15
Wohnort: BY & SA

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von greenhorn187 »

Hier die fotos
Dateianhänge
mugo1.JPG
mugo1.JPG (49.13 KiB) 2188 mal betrachtet
mugo2.JPG
mugo2.JPG (66.62 KiB) 2188 mal betrachtet
...noch acht minuten bis zur endlosen finsternis...
Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 24312
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von Heike_vG »

*updated* Auch diesen Baum habe ich noch. Seit 2003 habe ich diesen Baum jetzt schon in Arbeit. Vom Anfang habe ich leider keine Bilder, als ich den Baum aus dem Gartencenter geholt habe. Die Fotos aus 2004 und 2005 sind so schlecht, dass man sie praktisch nicht zeigen kann. Ich mache es mal trotzdem, aber bitte nicht schimpfen, damals habe ich wirklich furchtbar fotografiert. :oops:
P9100054.JPG
September 2004.
P1010122k.jpg
P1010122k.jpg (57.97 KiB) 2045 mal betrachtet
Oktober 2005.

In den letzten drei Jahren habe ich an der Kiefer wenig gemacht, außer den üblichen Pflegemaßnahmen und ihn als Weihnachtsbaum zu schmücken:
DSCF8888k.JPG
DSCF8888k.JPG (49.17 KiB) 2045 mal betrachtet
Hier im Dezember 2010.

Bis Juli 2012 war der Baum ziemlich zugewachsen und unordentlich, die unteren Äste viel zu lang, so dass ich nun doch mal wieder ran musste, auslichten, schneiden, alte Nadeln entfernen und drahten. Sandra (Evulet) hat mir am Mittwoch beim Drahten geholfen, zu zweit ging es doch etwas schneller und war unterhaltsamer. Vielen Dank noch einmal, Sandra!
P1060611k.JPG
Auf dem Foto sieht die Spitze etwas unordentlich aus, da ragen links ein paar Nadelbüschel so weit vor. Ich bin daraufhin noch einmal in den Garten gegangen und habe genau draufgeschaut, da ist das nicht wirklich so zu sehen. Es muss an der Kameraposition gelegen haben, ein paar Zentimeter höher oder tiefer macht oft schon viel aus. Mal sehen, wie sich die Sache in Zukunft entwickelt, ich werde ein Auge auf diese Stelle haben.
9 Jahre bin ich mit dieser Kiefer jetzt schon zu Gange und der Weg ist noch immer recht weit. 8)

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benutzeravatar
SandraP
Beiträge: 1200
Registriert: 06.02.2011, 16:54

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von SandraP »

Hallo Heike,

es ist schön die alten Bilder zu sehen.
Das Weihnachtsbild ist super :lol:
Und mit dir in der Sonne zu drahten hat auch sehr viel Spaß gebracht *z*
*kiss*
Bin mit meinen Bäumchen auf Instagram unterwegs :)
https://www.instagram.com/momiji_bonsai/
Benutzeravatar
number
Beiträge: 9
Registriert: 01.07.2012, 00:24
Wohnort: Berlin

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von number »

Heike_vG hat geschrieben: ......als Weihnachtsbaum zu schmücken:

Bild
eine schöne & nachhaltige Idee anstelle von jedes Jahr immer wieder gefällten Nordmanntannen...die zum Schluss eh weggeschmissen wird. :-D *daumen_new*
Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 24312
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von Heike_vG »

Der Weihnachtsbonsai ist nur eine Spielerei und ersetzt nicht den Weihnachtsbaum, den haben wir trotzdem. :wink:
Weihnachtsbäume werden für diesen Zweck angebaut wie Getreide oder Gemüse, dafür werden keine Wälder gerodet, insofern habe ich keine Skrupel einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Bei uns knabbern nach Weihnachten die Pferde noch den Weihnachtsbaum ab, das schmeckt ihnen und beschäftigt sie. Was übrig bleibt kommt in den Kaminofen.

LG, Heike

P.S. Einen Bonsai hole ich gerade im Winter nur für sehr kurze Zeit ins Haus, sonst verliert er seine Frostfestigkeit.
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benutzeravatar
Darjeeling
Beiträge: 123
Registriert: 26.10.2019, 21:57
Wohnort: Zwischen München und Stuttgart

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von Darjeeling »

Hallo Heike,

wenn möglich, könntest Du uns bitte mal ein aktuelles Foto von Deiner Bergkiefer zeigen?
Die muss nach so vielen Jahren mittlerweile ja noch großartiger aussehen!
(hoffentlich noch ohne Weihnachtsschmuck in diesem Jahr :-D )

VG, Johnny

Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 24312
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Johnny,
gerne werde ich diesen Thread fortsetzen. Besonders großartig sieht der Baum allerdings gerade nicht aus, wie ich an anderer Stelle schon kurz erwähnt habe:
Heike_vG hat geschrieben: 11.11.2020, 08:00 Ich habe noch eine Bergkiefer, Pinus mugo 'Mops', die ich 2003 wegen ihres für eine Baumschulpflanze ungewöhnlich geschwungenen Stamms damals gekauft und gestaltet habe. Bei der hadere ich heute noch mit den Astquirlen, von denen ich noch immer nicht alle genügend reduzieren konnte. Auch habe ich vor ein paar Jahren mal einen Rappel bekommen und die gepfuschte Aststruktur und Verzweigung mal relativ radikal ausgemerzt und versucht, ordentlicher wieder aufzubauen. Anfangs habe ich alles irgendwie hindrapiert, um dichte Laubpolster hinzukriegen, zumal ja praktischer Weise das Laub die Zweige verdeckt hat. Irgendwann hat das aber nicht mehr zu meinen Ansprüchen gepasst, so dass ich einen großen Schritt zurück gemacht habe, um es nochmal besser zu machen. Immerhin bildet der Baum inzwischen eine schuppige Borke. Wenn Interesse bestehen sollte, könnte ich auch den Thread nochmal weiterführen, auch wenn der heutige Stand nun nicht so berauschend ist.
Was ich jetzt an Bildern aus der letzten Zeit habe, hänge ich jetzt hier mal an. Demnächst wird der Baum neu gedrahtet, dann mache ich nochmal Fotos.

Liebe Grüße,
Heike
November 2016
November 2016
P1170832b.JPG (330.49 KiB) 1098 mal betrachtet
Dateianhänge
Oktober 2017, stark zurückgeschnitten und gedrahtet, zur Neuordnung der Verzweigung
Oktober 2017, stark zurückgeschnitten und gedrahtet, zur Neuordnung der Verzweigung
P1210220b.JPG (246.57 KiB) 1098 mal betrachtet
März 2020, frisch umgetopft
März 2020, frisch umgetopft
IMG_4779b.JPG (241.6 KiB) 1098 mal betrachtet
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benutzeravatar
Gary
Freundeskreis
Beiträge: 5169
Registriert: 05.01.2004, 21:01
Wohnort: Karlsruhe/Baden

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von Gary »

Hallo Heike,

der ein oder andere mag die Entwicklung anders sehen, ich finde sie gut und gelungen.
Besonders Dein hier erläuteter Schritt erforderte Mut, zeigt aber eindrücklich und in aller Klarheit das positive Ergebnis Deiner Konsequenz.
Heike_vG hat geschrieben: 11.11.2020, 08:00 Bei der hadere ich heute noch mit den Astquirlen, von denen ich noch immer nicht alle genügend reduzieren konnte. Auch habe ich vor ein paar Jahren mal einen Rappel bekommen und die gepfuschte Aststruktur und Verzweigung mal relativ radikal ausgemerzt und versucht, ordentlicher wieder aufzubauen. Anfangs habe ich alles irgendwie hindrapiert, um dichte Laubpolster hinzukriegen, zumal ja praktischer Weise das Laub die Zweige verdeckt hat. Irgendwann hat das aber nicht mehr zu meinen Ansprüchen gepasst, so dass ich einen großen Schritt zurück gemacht habe, um es nochmal besser zu machen.
Jeder der schon länger Bonsai macht hat wohl solche Bäume, denn das war es was man oft bis vor ca. 20 Jahren (teils noch bis heute) lernte.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Benutzeravatar
Darjeeling
Beiträge: 123
Registriert: 26.10.2019, 21:57
Wohnort: Zwischen München und Stuttgart

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von Darjeeling »

Hallo Heike

vielen Danke für das Update! Ich finde es wirklich erstaunlich, wie schön sich diese Kiefer entwickelt hat *daumen_new* . Insbesondere der Nebari(bereich) und die Borke.

Ich hab auch mehrere Mugos und hoffe, die werden sich auch so toll entwickeln. Hier mal mein liebstes Exemplar, welches ich jetzt schon seit vier Jahren hab.
Mugo_1B.jpeg
Mugo_1B.jpeg (149.11 KiB) 906 mal betrachtet
Mugo_2_B.jpeg
Mugo_2_B.jpeg (145.48 KiB) 906 mal betrachtet


Trotzdem, einen Vorschlag hätte ich trotzdem noch - ich selber finde, dass aufrechte Kiefern in ovalen Schalen nicht immer das beste Bild machen. Wäre deine von damals vorgeschlagene Schale für den Mugo nicht geeigneter?
Schale Eckig.png
Schale Eckig.png (156.28 KiB) 906 mal betrachtet
VG,
Johnny
Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 24312
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von Heike_vG »

Gary hat geschrieben: 12.11.2020, 12:37 Hallo Heike,

der ein oder andere mag die Entwicklung anders sehen, ich finde sie gut und gelungen.
Besonders Dein hier erläuteter Schritt erforderte Mut, zeigt aber eindrücklich und in aller Klarheit das positive Ergebnis Deiner Konsequenz.
...
Jeder der schon länger Bonsai macht hat wohl solche Bäume, denn das war es was man oft bis vor ca. 20 Jahren (teils noch bis heute) lernte.
Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar, Harald, darüber freue ich mich wirklich sehr und er spornt mich an, diesen Baum weiterhin besser aufzubauen! :-D
Darjeeling hat geschrieben: 12.11.2020, 20:03 Ich hab auch mehrere Mugos und hoffe, die werden sich auch so toll entwickeln. Hier mal mein liebstes Exemplar, welches ich jetzt schon seit vier Jahren hab.
Da drücke ich Dir die Daumen, Johnny! Die gezeigte Kiefer hat wirklich gutes Potenzial. Was hast Du in den vier Jahren denn bisher mit ihr gemacht?
Gestaltet wurde sie offenbar noch nicht, oder? Und warum hat sie so eine kränkliche Nadelfarbe und an dem einen Ast sogar gelb-braune Nadeln? Kann es sein, dass in dem übermäßig riesigen Pott zu viel Nässe herrscht? Die beiden wurmartigen Wurzeln am Wurzelansatz hätte ich wohl schon lange entfernt, aber zurzeit scheint der Baum nicht gesund genug zu sein, um ihm irgendwas zuzumuten. Ich hoffe, das bessert sich schnell wieder, es wäre sehr schade um diese Kiefer!
Darjeeling hat geschrieben: 12.11.2020, 20:03Trotzdem, einen Vorschlag hätte ich trotzdem noch - ich selber finde, dass aufrechte Kiefern in ovalen Schalen nicht immer das beste Bild machen. Wäre deine von damals vorgeschlagene Schale für den Mugo nicht geeigneter?
Nein, das finde ich nicht. Die wäre zu kantig und maskulin zu der weichen Bewegung der Stammlinie. Wenn der Baum irgendwann weiter fortgeschritten und gut geworden ist, kann er auch mal eine schöne neue Schale bekommen, die in allen Details auf ihn abgestimmt wird. Schalen und Schalenwahl sind, wie viele hier wissen, mein Steckenpferd. Aber zurzeit interessiert mich das in diesem Fall noch wenig, weil der Baum noch längst nicht soweit ist.

Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benutzeravatar
Darjeeling
Beiträge: 123
Registriert: 26.10.2019, 21:57
Wohnort: Zwischen München und Stuttgart

Re: Pinus mugo "Mops"

Beitrag von Darjeeling »

Hallo Heike,

Beim Ast mit den gelbblassen Nadeln hab ich Mist gebaut. Ende des Sommers hab ich diesen mit einem relativ dünnen Draht (1,5mm) eingewickelt und dann den Ast nach unten gezogen. Damit wurde wohl der Saftfluss abgeschnitten.

An den Triebenden des Astes sind noch einige Knospen, die gesund aussehen. Mal sehen, ob der wiederkommt.

Ansonsten bin ich mir sicher, dass es der Kiefer relativ gut geht. Sie steht an einem guten Platz und wurde reichlich gedüngt. Bei mir haben im Herbst alle Mugos und Sylvestris diese Nadelfarben. Ich würde fast sagen, dass dies normal ist.

Bezüglich dem Gestalten war ich bisweilen etwas Faul. 2020 hab ich im Inneren das erste Mal die alten Nadeln entfernt. Eigentlich wollte ich den Baum im Frühjahr 2021 dann auch umtopfen.

VG, Johnny

Gesendet von meinem ELE-AL00 mit Tapatalk

Antworten