Was mache ich falsch?
Re: Was mache ich falsch?
Marco, Dirk hat da in mancher Hinsicht durchaus recht.
Bei einem schwachen Baum in einem übermäßig großen Gefäß ist das Wurzelwachstum oftmals nicht gut, weil das Substrat zu lange zu nass bleibt und sich kaum erwärmt. Deswegen sollte man z.B. frisch ausgegrabene Yamadori oder schwache Bäume mit Wurzelproblemen in ein möglichst kleines Gefäß pflanzen.
Wenn ein leistungsfähiger Wurzelapparat vorhanden ist, kann der Baum in einen großen Kübel oder Kiste gepflanzt werden und dann annähernd so starkes Wurzel- und oberirdisches Wachstum machen wie im Freiland.
Bei frisch umgetopften Bäumen (auch bei passender Schalengröße) gibt es oft den Effekt, dass das Substrat im Stammnähe, wo aktive Wurzeln Wasser verbrauchen, schnell trocknet, das neue noch nicht durchwurzelte Substrat aber noch nass ist. Hier muss dann schon gegossen werden, damit der Baum nicht vertrocknet und keinen Schaden erleidet.
Liebe Grüße,
Heike
Bei einem schwachen Baum in einem übermäßig großen Gefäß ist das Wurzelwachstum oftmals nicht gut, weil das Substrat zu lange zu nass bleibt und sich kaum erwärmt. Deswegen sollte man z.B. frisch ausgegrabene Yamadori oder schwache Bäume mit Wurzelproblemen in ein möglichst kleines Gefäß pflanzen.
Wenn ein leistungsfähiger Wurzelapparat vorhanden ist, kann der Baum in einen großen Kübel oder Kiste gepflanzt werden und dann annähernd so starkes Wurzel- und oberirdisches Wachstum machen wie im Freiland.
Bei frisch umgetopften Bäumen (auch bei passender Schalengröße) gibt es oft den Effekt, dass das Substrat im Stammnähe, wo aktive Wurzeln Wasser verbrauchen, schnell trocknet, das neue noch nicht durchwurzelte Substrat aber noch nass ist. Hier muss dann schon gegossen werden, damit der Baum nicht vertrocknet und keinen Schaden erleidet.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Was mache ich falsch?
:-)
Gibt es Bonsai auch als Studiengang?
Jedenfalls sehr aufschlussreich, hier mitzulesen. Mir wird so einiges klar, was das Gießen anbetrifft.
Gibt es Bonsai auch als Studiengang?
Jedenfalls sehr aufschlussreich, hier mitzulesen. Mir wird so einiges klar, was das Gießen anbetrifft.
Gruß, Matthias
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"Du bist ein Leben lang verantwortlich für das, was du dir vertraut gemacht hast", sagte der Fuchs
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- Dirk K. aus L.
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Re: Was mache ich falsch?
Ja, der Gedanke kam mir auch schon.Foxboy hat geschrieben: Gibt es Bonsai auch als Studiengang?![]()
Jedenfalls muss ich mir jetzt wohl oder übel einen EC-Messer zulegen. Denn nur so lässst sich verlässlich bestimmen, ob meine Düngerlösung evtl. eine Giftmischung ist.
Gruß, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Re: Was mache ich falsch?
Hallo Dirk
Wenn Du mit der von Chris vorgegebenen Mischung düngst liegst Du im grünen Bereich.
Heute morgen habe ich flüssig gedüngt, 200l Dünger auf das Substrat gegossen.
Gestern nachmittag habe ich die Bäume gründlich gegossen und darauf geachtet
das das Substrat wirklich durchfeuchtet wurde. Das waren 900l und dabei sind nicht alle
Bäume restlos gespült worden. Vielleicht kannst Du mit den Zahlen etwas anfangen,
im Hinblick darauf wieviel Wasser oder Düngerlösung nötig sind um Bäume
durchgängig zu wässern.
Wenn Du nächstes Jahr einfach den Rhytmus wechselst, einmal düngen, einmal spülen
und (wenn Du es für nötig hälst) die Spurenelemente über Blattdüngung machst.
dürftest Du im nächsten Jahr gutes Wachstum mit gesunden Blättern erwarten.
Bei den nächsten Umtopfaktionen ein trockeneres Substrat wählen
und die gröbsten Probleme dürften der Vergangenheit angehören.
Beim Substrat ist zu hohe Feuchtigkeit ein größeres Problem als Trockenheit,
daher beim Substrat immer den trockeneren Bereich wählen.
Das bei vielen Bäumen die man pflegt auch mal Trockenschäden,
Chlorosen, Nekrosen, Pilfbefall..... oder, oder hat
ist vollkommen normal, da wir es mit lebenden Organismen zu tun haben
die unter unnatürlichen Bdeingungen gehalten werden.
Verringere Stück für Stück die Salzlast Deines Substrats, bevor die kalten Tage kommen
und nächstes Jahr werden alle Bäume wieder schön spriessen.
mfG Dieter
Wenn Du mit der von Chris vorgegebenen Mischung düngst liegst Du im grünen Bereich.
Heute morgen habe ich flüssig gedüngt, 200l Dünger auf das Substrat gegossen.
Gestern nachmittag habe ich die Bäume gründlich gegossen und darauf geachtet
das das Substrat wirklich durchfeuchtet wurde. Das waren 900l und dabei sind nicht alle
Bäume restlos gespült worden. Vielleicht kannst Du mit den Zahlen etwas anfangen,
im Hinblick darauf wieviel Wasser oder Düngerlösung nötig sind um Bäume
durchgängig zu wässern.
Wenn Du nächstes Jahr einfach den Rhytmus wechselst, einmal düngen, einmal spülen
und (wenn Du es für nötig hälst) die Spurenelemente über Blattdüngung machst.
dürftest Du im nächsten Jahr gutes Wachstum mit gesunden Blättern erwarten.
Bei den nächsten Umtopfaktionen ein trockeneres Substrat wählen
und die gröbsten Probleme dürften der Vergangenheit angehören.
Beim Substrat ist zu hohe Feuchtigkeit ein größeres Problem als Trockenheit,
daher beim Substrat immer den trockeneren Bereich wählen.
Das bei vielen Bäumen die man pflegt auch mal Trockenschäden,
Chlorosen, Nekrosen, Pilfbefall..... oder, oder hat
ist vollkommen normal, da wir es mit lebenden Organismen zu tun haben
die unter unnatürlichen Bdeingungen gehalten werden.
Verringere Stück für Stück die Salzlast Deines Substrats, bevor die kalten Tage kommen
und nächstes Jahr werden alle Bäume wieder schön spriessen.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
- Dirk K. aus L.
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Re: Was mache ich falsch?
Hallo, Dieter!
- Wechsel zwischen Düngen und Spülen (und Düngen an heißen Tagen vermeiden)
- Reduzierung des Torfanteils von 20 % auf 10 % (allein optisch ist der mir derzeit noch zu hoch)
Aber wenn ich meine Düngerlösung durchgemessen habe, weiß ich sicherlich Genaueres.
Grüße, Dirk
Ein solche Reaktion habe ich mir auch schon zurechtgelegt:zopf hat geschrieben: Wenn Du nächstes Jahr einfach den Rhytmus wechselst, einmal düngen, einmal spülen
und (wenn Du es für nötig hälst) die Spurenelemente über Blattdüngung machst.
dürftest Du im nächsten Jahr gutes Wachstum mit gesunden Blättern erwarten.
Bei den nächsten Umtopfaktionen ein trockeneres Substrat wählen
und die gröbsten Probleme dürften der Vergangenheit angehören.
Beim Substrat ist zu hohe Feuchtigkeit ein größeres Problem als Trockenheit,
daher beim Substrat immer den trockeneren Bereich wählen.
- Wechsel zwischen Düngen und Spülen (und Düngen an heißen Tagen vermeiden)
- Reduzierung des Torfanteils von 20 % auf 10 % (allein optisch ist der mir derzeit noch zu hoch)
Aber wenn ich meine Düngerlösung durchgemessen habe, weiß ich sicherlich Genaueres.
Grüße, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
- Dirk K. aus L.
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Re: Was mache ich falsch?
"Entsalzen" kann ich doch einfach, indem ich den Rest des Jahres mit normalem Leitungswasser gieße, oder?zopf hat geschrieben: Verringere Stück für Stück die Salzlast Deines Substrats, bevor die kalten Tage kommen
und nächstes Jahr werden alle Bäume wieder schön spriessen.
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Re: Was mache ich falsch?
Hallo Dirk
Leg Dir einen Zeitplan zurecht, z.B. Düngen bis Mitte Oktober
das wären noch 6 Wochen, 1 Woche 80ml auf 1l Wasser, 2 Woche 70ml auf 1l Wasser
3 Woche 60ml.........., 1 mal giessen, 1mal düngen...
Der abrupte Wechsel von Volldüngung auf "Null"düngung wird einer Pflanze
auch nicht so gut bekommen - osmotischer Druck.
Und mach´ Dir keinen zu dicken Kopf,
wenn die Bäumchen mal nicht so wollen wie Du,
auch nach über 20 Jahren steht man immer wieder vor ähnlichen Problemen...
aber man hat gelernt einfach mal die Ruhe zu bewahren.
mfG Dieter
Leg Dir einen Zeitplan zurecht, z.B. Düngen bis Mitte Oktober
das wären noch 6 Wochen, 1 Woche 80ml auf 1l Wasser, 2 Woche 70ml auf 1l Wasser
3 Woche 60ml.........., 1 mal giessen, 1mal düngen...
Der abrupte Wechsel von Volldüngung auf "Null"düngung wird einer Pflanze
auch nicht so gut bekommen - osmotischer Druck.
Und mach´ Dir keinen zu dicken Kopf,
wenn die Bäumchen mal nicht so wollen wie Du,
auch nach über 20 Jahren steht man immer wieder vor ähnlichen Problemen...
aber man hat gelernt einfach mal die Ruhe zu bewahren.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
-
Totoro
Re: Was mache ich falsch?
Hallo Marco und Andere,
aus deinen warmen Worten entnehme ich mal das du große Pflanzgefäße bevorzugst ? Heike hat dir dazu ja bereits ein paar weise Worte gesagt.
Ich erlaube mir dir abschließend meine Vorgehensweise in Bezug auf Schalengröße kurz zu erläutern ohne dich belehren oder gar überzeugen zu wollen*floet* :
Ein Bsp :
Um bei manchen meiner Waldkiefern dicke Stämme zu erzeugen arbeite ich mit Opferästen. Dazu brauche ich maximalen Zuwachs. Den bringt eine Waldkiefer aber nur wenn sie ohne Wurzelstörung 5-7 Jahre UNUMGETOPFT im selben Gefäß wachsen darf. DESHALB muss ich in DIESEM FALL relativ zur Pflanzengröße ZU GROSSE Gefäße wählen.
Also ähnlich wie du, aber mit einer anderen Überlegung
Ich mache dies aber NUR mit Bäumen welche: 1. Einen perfekten, wüchsigen, gesunden und üppigen Wurzelballen haben. ( siehe Heike) 2. Eine Unzahl von wirklich starken Endknospen haben.3. große Nadelänge, Nadelmasse und sattgrüne Farbe aufweisen.4. und die bereits vorher gezeigt haben das sie starke Wachser sind.
Ich gehe dann trotzdem eine gefährliche Wette ein !
Nämlich die das die SUBSTRATDURCHWURZELUNGSGESCHWINDIGKEIT
bei den Bäumen ausreichend hoch ist. Man muss also durch abgestimmtes und angepasstes Gießen & Düngen immer hohes Wachstum erzeugen. Der Baum muss seine Wurzeln schnellstmöglich in das große Erdvolumen einsprossen lassen. Gelingt dies hat man wirklich (siehe wieder Heike) Wuchsleistungen ähnlich denen im Freiland. Es kann aber VIEL SCHNELLER zu Problemen kommen als mit kleinen Schalen ! ( nasses Frühjahr, kalter, sonnenarmer Sommer etc.)
Glaube ich wenigstens.
Gruß
Dirk
aus deinen warmen Worten entnehme ich mal das du große Pflanzgefäße bevorzugst ? Heike hat dir dazu ja bereits ein paar weise Worte gesagt.
Ich erlaube mir dir abschließend meine Vorgehensweise in Bezug auf Schalengröße kurz zu erläutern ohne dich belehren oder gar überzeugen zu wollen*floet* :
Ein Bsp :
Um bei manchen meiner Waldkiefern dicke Stämme zu erzeugen arbeite ich mit Opferästen. Dazu brauche ich maximalen Zuwachs. Den bringt eine Waldkiefer aber nur wenn sie ohne Wurzelstörung 5-7 Jahre UNUMGETOPFT im selben Gefäß wachsen darf. DESHALB muss ich in DIESEM FALL relativ zur Pflanzengröße ZU GROSSE Gefäße wählen.
Also ähnlich wie du, aber mit einer anderen Überlegung
Ich mache dies aber NUR mit Bäumen welche: 1. Einen perfekten, wüchsigen, gesunden und üppigen Wurzelballen haben. ( siehe Heike) 2. Eine Unzahl von wirklich starken Endknospen haben.3. große Nadelänge, Nadelmasse und sattgrüne Farbe aufweisen.4. und die bereits vorher gezeigt haben das sie starke Wachser sind.
Ich gehe dann trotzdem eine gefährliche Wette ein !
Nämlich die das die SUBSTRATDURCHWURZELUNGSGESCHWINDIGKEIT
Glaube ich wenigstens.
Gruß
Dirk
Re: Was mache ich falsch?
Nach eingen Tagen Abwesenheit durch einen Kurzurlaub hat sich in diesem Thread ja so einiges getan.
Ich bin immer wieder erstaunt mit welcher Entschlossenheit die Dinge möglichst kompliziert dargestellt werden und mit welcher Chupze Halbwahrheiten und Vermutungen als gesetzte Fakten formuliert werden.
Zum Glück für mich stand 2005 noch nicht so viel im Forum und ich hatte zum Zeitpunkt des Starts meiner Mitgliedschaft hier schon 15 Bonsaijahre auf dem Buckel.
Heiners Beispiel von den Schwämmen ist sehr schön und einleuchtend, ich komme später daruf zurück. Besser für die Problemstellung hier im Thread ist allerdings ein Vergleich eines liegenden Schwamms mit feinen und mit groben Poren, aber ich denke wir kennen alle das Ergebnis.
Dirks Aussagen zur Wasserspeicherung und daraus abgeleiten Wurzelwachstum auch im groben Substrat sind schlicht nicht haltbar und falsch.
Im groben Substrat gibt es immer zwischen den einzelnen Partikeln ausreichend Hohlräume mit dem für das Wurzelwachstum wichtigen Sauerstoff. Die Kapilarkkräfte der Substratpartikel halten Wassermolekühle, eine geschlossene Wassersäule bildet sich hingegen nicht. Richtig hingegen ist der beschriebene Temperaturunterschied.
Wer Lust auf spielen hat, der schneide sich aus zwei PET-Flaschen zwei beidseitig offene Zylinder und stelle sie über mit einem Netz abgedeckte Abzugslöcher einer Bonsaischale. In den einen Zylinder fülle man ein sehr feines Substrat und in den anderen ein grobes. Dan kann man kräftig mit Wasser angießen und beobachten, was innerhalb der Zylinder geschieht und feststellen wie unterschiedlich sich die Situation bei völlig durchnässtem Substrat darstellt.
Danach darf man sich dann bitte selbst eine Meinung bilden.
Zurück zum Ausgangsproblem:
Über alle getätigten Antworten in diesem Thread scheint es doch wohl Übereinstimmung bezüglich der Ursachen des Schadbildes zu geben:
zuviel Dünger und
zu nass
Einzige schnelle Abhilfe bei zuviel Dünger - kräftig und ausdauernd wässern
bleibt:
zu nass
Abhilfe:
1. Frischhaltefolie fest um die Schale wicklen, an einer Stelle des Randes ein Loch lassen und Heiners Schwammbeispiel nutzend die Schale hochkant stellen. Es wird einiges an Wasser durch das gelassene Loch abfließen.
Anschließend einfach zukünftig spatsamer wässern und düngen.
Wenn noch weiter entwässert werden soll dann:
2. Mit Küchen- oder Toilettenpapier viele Lagen auf das Substart auflegen und wieder mit Frischhaltefolie die Schale fest umwickeln und anschließend auf den Kopf halten. Kann auch mehrfach gemacht werden.
Das Papier wird noch sehr viel zusätzliches Wasser aufnehmen.
weiteres Vorgehen wie oben.
3. Auch ein einfaches umbetten in eine andere Schale mit groberen Substrat ohne Wurzelschnitt erfüllt die Zielvorgabe.
Über das möglicherweise vorhandene komplizierte Ganze kann man sich dann trefflich im Winter bei einem Glas Rotwein Gedanken machen.
Ich habe immer versucht ein Problem zu vereinfachen um es lösen zu können nicht umgekehrt - so wie man eine Torte bekömmlicher in kleinen Stücken isst.
In jetzt 22 Jahren habe ich sehr sehr wenig Bäume verloren und bis auf einen im zweiten Jahr meiner Beschäftigung mit Bonsai weiß ich auch bei Jedem, wo der Fehler lag.
Niemand legt sich mit einer Erkältung auf die Intensivstation, wieso sollten wir es mit unseren Bäumen machen?
Ich bin immer wieder erstaunt mit welcher Entschlossenheit die Dinge möglichst kompliziert dargestellt werden und mit welcher Chupze Halbwahrheiten und Vermutungen als gesetzte Fakten formuliert werden.
Zum Glück für mich stand 2005 noch nicht so viel im Forum und ich hatte zum Zeitpunkt des Starts meiner Mitgliedschaft hier schon 15 Bonsaijahre auf dem Buckel.
Heiners Beispiel von den Schwämmen ist sehr schön und einleuchtend, ich komme später daruf zurück. Besser für die Problemstellung hier im Thread ist allerdings ein Vergleich eines liegenden Schwamms mit feinen und mit groben Poren, aber ich denke wir kennen alle das Ergebnis.
Dirks Aussagen zur Wasserspeicherung und daraus abgeleiten Wurzelwachstum auch im groben Substrat sind schlicht nicht haltbar und falsch.
Im groben Substrat gibt es immer zwischen den einzelnen Partikeln ausreichend Hohlräume mit dem für das Wurzelwachstum wichtigen Sauerstoff. Die Kapilarkkräfte der Substratpartikel halten Wassermolekühle, eine geschlossene Wassersäule bildet sich hingegen nicht. Richtig hingegen ist der beschriebene Temperaturunterschied.
Wer Lust auf spielen hat, der schneide sich aus zwei PET-Flaschen zwei beidseitig offene Zylinder und stelle sie über mit einem Netz abgedeckte Abzugslöcher einer Bonsaischale. In den einen Zylinder fülle man ein sehr feines Substrat und in den anderen ein grobes. Dan kann man kräftig mit Wasser angießen und beobachten, was innerhalb der Zylinder geschieht und feststellen wie unterschiedlich sich die Situation bei völlig durchnässtem Substrat darstellt.
Danach darf man sich dann bitte selbst eine Meinung bilden.
Zurück zum Ausgangsproblem:
Über alle getätigten Antworten in diesem Thread scheint es doch wohl Übereinstimmung bezüglich der Ursachen des Schadbildes zu geben:
zuviel Dünger und
zu nass
Einzige schnelle Abhilfe bei zuviel Dünger - kräftig und ausdauernd wässern
bleibt:
zu nass
Abhilfe:
1. Frischhaltefolie fest um die Schale wicklen, an einer Stelle des Randes ein Loch lassen und Heiners Schwammbeispiel nutzend die Schale hochkant stellen. Es wird einiges an Wasser durch das gelassene Loch abfließen.
Anschließend einfach zukünftig spatsamer wässern und düngen.
Wenn noch weiter entwässert werden soll dann:
2. Mit Küchen- oder Toilettenpapier viele Lagen auf das Substart auflegen und wieder mit Frischhaltefolie die Schale fest umwickeln und anschließend auf den Kopf halten. Kann auch mehrfach gemacht werden.
Das Papier wird noch sehr viel zusätzliches Wasser aufnehmen.
weiteres Vorgehen wie oben.
3. Auch ein einfaches umbetten in eine andere Schale mit groberen Substrat ohne Wurzelschnitt erfüllt die Zielvorgabe.
Über das möglicherweise vorhandene komplizierte Ganze kann man sich dann trefflich im Winter bei einem Glas Rotwein Gedanken machen.
Ich habe immer versucht ein Problem zu vereinfachen um es lösen zu können nicht umgekehrt - so wie man eine Torte bekömmlicher in kleinen Stücken isst.
In jetzt 22 Jahren habe ich sehr sehr wenig Bäume verloren und bis auf einen im zweiten Jahr meiner Beschäftigung mit Bonsai weiß ich auch bei Jedem, wo der Fehler lag.
Niemand legt sich mit einer Erkältung auf die Intensivstation, wieso sollten wir es mit unseren Bäumen machen?
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
-
Totoro
Re: Was mache ich falsch?
Hallo Norbert,
hier interessiert die " Unmöglichkeit einer Wassersäule in grobem Substrat" nicht wirklich , da Dirk. K. ja FEINES SUBSTRAT verwendet
.
Bei grobem Substrat wirst du wohl recht haben und ich muss schamesrot mein lichtes Haupt vor dir senken
ABER
:
Du zweifelst ja nicht daran das auch grobes Substrat bei zu groß gewählter Schale und noch unzureichender Durchwurzelung ZU NASS sein kann .
Das Ergebnis ist also das gleiche. Ob sich der Schaden durch eine Wassersäule oder zu nasses Substrat ergibt ist doch völlig nebensächlich !
Nur am Temperaturunterschied wird es auch nicht liegen .
Dann könnte man ja aus deiner, mit eben so viel chuzpe vorgetragenen, Behauptung ableiten, das die Schalengröße GAR KEINE ROLLE SPIELT.
Das wäre dann wohl auch eine Halbwahrheit.
Ich hoffe Dirk.K aus L. mißfällt die Entwicklung seines threads nicht. Wenn ja mache ich hier Schluss.
Gruß
Dirk
hier interessiert die " Unmöglichkeit einer Wassersäule in grobem Substrat" nicht wirklich , da Dirk. K. ja FEINES SUBSTRAT verwendet
Bei grobem Substrat wirst du wohl recht haben und ich muss schamesrot mein lichtes Haupt vor dir senken
ABER
Du zweifelst ja nicht daran das auch grobes Substrat bei zu groß gewählter Schale und noch unzureichender Durchwurzelung ZU NASS sein kann .
Das Ergebnis ist also das gleiche. Ob sich der Schaden durch eine Wassersäule oder zu nasses Substrat ergibt ist doch völlig nebensächlich !
Nur am Temperaturunterschied wird es auch nicht liegen .
Dann könnte man ja aus deiner, mit eben so viel chuzpe vorgetragenen, Behauptung ableiten, das die Schalengröße GAR KEINE ROLLE SPIELT.
Das wäre dann wohl auch eine Halbwahrheit.
Ich hoffe Dirk.K aus L. mißfällt die Entwicklung seines threads nicht. Wenn ja mache ich hier Schluss.
Gruß
Dirk
- Dirk K. aus L.
- Beiträge: 1150
- Registriert: 31.05.2009, 09:11
- Wohnort: Oldenburger Münsterland (Norddeutsche Tiefebene)
Re: Was mache ich falsch?
Norbert,
danke für deine Hilfsbereitschaft. Auch den übrigen (ja, Totoro eingeschlossen), die sich hier in diesem Thread engagiert haben, gebührt mein Dank.
Ich bin guter Dinge, die Situation mit eurer Hilfe wieder in den Griff zu bekommen. Bei meinem Feldahorn (der wirklich aggressiv gespült wurde) zeigen sich mittlerweile wieder gesund aussehende Triebe!
Dennoch habe ich mir heute einen EC-Messer bestellt. Wir Männer sind halt Spielkinder.
Grüße, Dirk
danke für deine Hilfsbereitschaft. Auch den übrigen (ja, Totoro eingeschlossen), die sich hier in diesem Thread engagiert haben, gebührt mein Dank.
Ich bin guter Dinge, die Situation mit eurer Hilfe wieder in den Griff zu bekommen. Bei meinem Feldahorn (der wirklich aggressiv gespült wurde) zeigen sich mittlerweile wieder gesund aussehende Triebe!
Dennoch habe ich mir heute einen EC-Messer bestellt. Wir Männer sind halt Spielkinder.
Grüße, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Re: Was mache ich falsch?
Hallo Dirk
Wenn ich das alles hier lese wird mir ehrlich gesagt schwindelig.
Jeder Beitrag hat etwas für sich. Alles richtig und alles falsch. (Bitte nicht missverstehen)
Ihr habt doch alle mit den Bäumchen in der Schale zu tun, wenn jemand mit seinem Problem kommt fehlen doch mit Sicherheit ein paar Parameter, aber welche??
Fakt ist das Dirks Bäumchen krank sind, er hat da nichts falsches gemacht. Wenn man die Erkältung oder Grippe bekommt dann ist es halt so.
Dirk, ich verwende Blähton 2-4mm (gebrochen) nur noch zum Teil ca. 10% oder so. (wenn überhaupt, dann nur wenn weil ich noch genug davon habe) Ich hatte diese Problem auch schon mal gehabt ob es am Blähton liegt weiß ich nicht (vermutlich nicht)
Lava, Bims, ist der Löwenanteil (4mm) manschmal auch größer alles was durch das 2mm Sieb geht wird weggeschüttet etwas Vermiculitte (max 20% auf keinen Fall mehr wegen zu hohem Kali und Magnesiumanteil) etwas Zelolithe manschmal etwas Bentonit
manschmal noch etwas grobe Kokosfasern und 10-20% Torf pH Wert 3 vom Raiffeisenmarkt. (insgesamt also Walter Palls Substrat) wobei dies eigentlich nichts neues ist.
Übrigens habe ich jetzt kürzlich (ca. ab 25 August) und ich bin immer noch dabei meine Nadelbäume umgetopft einige davon ohne Torfanteil, dafür jedoch etwas mehr Bentonit (Dies ist Ton). Die meisten davon jedoch mit Torfanteil. 2 Wochen danach kommen frische junge Triebe bei verschiedenen Substratmischungen noch hervor!!! Die Bäume waren z.T in irgendwelchem undurchsickerbarem Erd-Torf-Blumenerdegemisch. Die Erde wurde entgegen aller Ratschläge RESTLOS entfernt, Wurzelschnitt aber gewaltig (genügend Haarwurzeln drangelassen), Beim Einpflanzen dann 2-3 Messlöffel INOQ Forst (Endo+Ektomykorrhiza) dazu und gut. anschließend wässern bis es kracht. Tags darauf gedüngt mit zusätzlich Auxym usw.
Wichtig ist das das Wasser fast schnurstracks nach unten durchläuft und die Wurzeln genug Luft bekommen, der Torfanteil regelt den pH Wert und speichert zudem noch etwas Wasser.
Schau dir doch mal die Pflanzen in der Baumschule an, die stehen ein Jahr lang in einer Erde die für Bonsaianer unzumutbar wäre, obendrauf schon Moos.
Dort wird nichts gemessen oder gedüngt sondern jedes Jahr umgetopft mit einer vorgedüngten Blumenerde oder sowas.
Die Pflanzen die man beim Discounter bekommt stammen aus einem Gewächshaus mit einem professionellen Düngeschema nach dem Thema ratz fatz schnell und gut und gesund, zu Hause stellen sich dann immer irgendwann Probleme ein
Mein Gießwasser hat laut Analyse vom Wasserwerk pH7,3-7,5 Leitwert 530µS etwas Calcium und Magnesium usw. alles andere ist noch innerhalb der Toleranzen
Einmal die Woche wird gedüngt.
Dazwischen gießt meine werte Gattin auf gut Glück da ich die Woche über oft außer Haus bin
Ich verwende organische Pellets auf der Substratoberfläche und organischen (meistens diesen Venassedünger)und anorganischen Flüssigdünger im Wechsel oder gemischt
Alles wird protokolliert (Ich habe da so eine Excel Liste da sind die Dünger die ich habe schon eingetragen und ich trage dann nur noch ein wieviel von jedem ich dünge) Am Anfang ist sowas sehr hilfreich. da man leicht die Übersicht verliert. Ich dünge alles ohne Ausnahme damit ich nichts vergesse.
Übrigens ist auch Italpollina ist dabei.
Mit dem Dünger von ChrisP ist vermutlich dieser Boncoco Dünger Ph- Ph+ gemeint?
Dieser Dünger ist wahrscheinlich nichts anderes als Scotts Peters Excel.
ChrisP (wenns der ist den ich meine) empfiehlt 30ml/10L Wasser zu nehmen dies wären bei der angegebenen Stammlösung von 100g/L = 0,3gSalz/L Wasser.
Erlaubt sind durchaus bis zu 50ml/10L also 0,5g/L . Wenn du dich an die 30ml/10L hältst dann kann eigentlich keine Überdüngung vorliegen.
Zumal Peters Excel bis 1,05gSalz/L erlaubt!!!!
Leitwert hin Leitwert her. Vor dem Flüssigdüngen mit dem anorganischen (mineralischen) sollte mit normalem Wasser gewässert werden.
Aber jetzt mal genug.
Zu den Bildern deiner Pflanzen gibt es nur zu sagen das die Pflanzen krank sind.
Dies ist nichts ungewöhnliches. Man könnte in Zukunft einmal im Monat oder so vorbeugend spritzen.
Dieses Jahr war einiges in der Luft auch in meinem Garten.
Im Herbst sammelst Du die alten Blätter auf oder entfernst sie schmeißt sie auf den Kompost oder in den Müll.
DAs Problem bei Pilzerkrankungen ist, das man kurz nach Befall (innerhalb 10-15 Tage)spritzen muß sonst nützt es nichts.
Ich weiß nicht was du bis jetzt gespritzt hast aber Ich würde evtl nochmal mit einem Kupfermittel spritzen oder etwas systemisches.
Die befallenen Blätter werden dann ja nicht auf einmal wieder grün und gesund, sondern bleiben mit den ganzen braunen Flecken usw. an der Pflanze haften. Manschmal ist der Zweig oder Ast unten 3/4 befallen (trotz Spritzen) und am Ende des Astes wächst es wunderbar und gesund weiter, ein Zeichen das die Spritzung erfolgreich war. Zum jetzigen Zeitpunkt (Mitte September) passiert da nicht mehr viel.
Ende Januar bis Mitte Februar spritzt du einmalig mit dem JIN Mittel (Kalk Schwefelgemisch - Schwefelkalk) (Kalzium-Polysulfid Lösung ph-Wert 10-11) in einer Konzentration von 2% (20ml/L) (man kann bis zu 30ml/L)
Dann ca 1 Monat (30 Tage) danach 2%ig Promanal (mit Rapsöl) oder Promanal Neu (Weißöl) jedoch noch vor dem Knospentrieb.
Dies hilft schon mal viel (vorbeugend)
Ich hör jetzt hier mal auf.
Nächstes Jahr wirds dann bei dir hoffentlich besser werden.
Übrigens ich hatte vergessen zu sagen da ich glücklicher Besitzer eines Gartens bin, mache ich mir jedes Jahr ca. 60Liter Brennesseljauche an. Von dieser Jauche (gefiltert und abgefüllt in handliche Kanister) gebe ich bei jedem Düngevorgang vorbeugend zusätzlich 20ml/10L davon ins Gießwasser (Im Garten 100ml/10L) oft auch noch 20ml 2%ige Bittersalzlösung auf 10Liter Wasser. Was besseres gibt es nicht. Die Bodenatmung nimmt deutlich zu, die Pflanzen bleiben gesund
Übrigens kannst du auch mit der verdünnten Jauche 0,1-0,3%ig spritzen hilft gegen Insekten Milben und Sporenpflanzen in Kombi mit Neem auch gut.
Gruß Ralf
Wenn ich das alles hier lese wird mir ehrlich gesagt schwindelig.
Jeder Beitrag hat etwas für sich. Alles richtig und alles falsch. (Bitte nicht missverstehen)
Ihr habt doch alle mit den Bäumchen in der Schale zu tun, wenn jemand mit seinem Problem kommt fehlen doch mit Sicherheit ein paar Parameter, aber welche??
Fakt ist das Dirks Bäumchen krank sind, er hat da nichts falsches gemacht. Wenn man die Erkältung oder Grippe bekommt dann ist es halt so.
Dirk, ich verwende Blähton 2-4mm (gebrochen) nur noch zum Teil ca. 10% oder so. (wenn überhaupt, dann nur wenn weil ich noch genug davon habe) Ich hatte diese Problem auch schon mal gehabt ob es am Blähton liegt weiß ich nicht (vermutlich nicht)
Lava, Bims, ist der Löwenanteil (4mm) manschmal auch größer alles was durch das 2mm Sieb geht wird weggeschüttet etwas Vermiculitte (max 20% auf keinen Fall mehr wegen zu hohem Kali und Magnesiumanteil) etwas Zelolithe manschmal etwas Bentonit
manschmal noch etwas grobe Kokosfasern und 10-20% Torf pH Wert 3 vom Raiffeisenmarkt. (insgesamt also Walter Palls Substrat) wobei dies eigentlich nichts neues ist.
Übrigens habe ich jetzt kürzlich (ca. ab 25 August) und ich bin immer noch dabei meine Nadelbäume umgetopft einige davon ohne Torfanteil, dafür jedoch etwas mehr Bentonit (Dies ist Ton). Die meisten davon jedoch mit Torfanteil. 2 Wochen danach kommen frische junge Triebe bei verschiedenen Substratmischungen noch hervor!!! Die Bäume waren z.T in irgendwelchem undurchsickerbarem Erd-Torf-Blumenerdegemisch. Die Erde wurde entgegen aller Ratschläge RESTLOS entfernt, Wurzelschnitt aber gewaltig (genügend Haarwurzeln drangelassen), Beim Einpflanzen dann 2-3 Messlöffel INOQ Forst (Endo+Ektomykorrhiza) dazu und gut. anschließend wässern bis es kracht. Tags darauf gedüngt mit zusätzlich Auxym usw.
Wichtig ist das das Wasser fast schnurstracks nach unten durchläuft und die Wurzeln genug Luft bekommen, der Torfanteil regelt den pH Wert und speichert zudem noch etwas Wasser.
Schau dir doch mal die Pflanzen in der Baumschule an, die stehen ein Jahr lang in einer Erde die für Bonsaianer unzumutbar wäre, obendrauf schon Moos.
Dort wird nichts gemessen oder gedüngt sondern jedes Jahr umgetopft mit einer vorgedüngten Blumenerde oder sowas.
Die Pflanzen die man beim Discounter bekommt stammen aus einem Gewächshaus mit einem professionellen Düngeschema nach dem Thema ratz fatz schnell und gut und gesund, zu Hause stellen sich dann immer irgendwann Probleme ein
Mein Gießwasser hat laut Analyse vom Wasserwerk pH7,3-7,5 Leitwert 530µS etwas Calcium und Magnesium usw. alles andere ist noch innerhalb der Toleranzen
Einmal die Woche wird gedüngt.
Dazwischen gießt meine werte Gattin auf gut Glück da ich die Woche über oft außer Haus bin
Ich verwende organische Pellets auf der Substratoberfläche und organischen (meistens diesen Venassedünger)und anorganischen Flüssigdünger im Wechsel oder gemischt
Alles wird protokolliert (Ich habe da so eine Excel Liste da sind die Dünger die ich habe schon eingetragen und ich trage dann nur noch ein wieviel von jedem ich dünge) Am Anfang ist sowas sehr hilfreich. da man leicht die Übersicht verliert. Ich dünge alles ohne Ausnahme damit ich nichts vergesse.
Übrigens ist auch Italpollina ist dabei.
Mit dem Dünger von ChrisP ist vermutlich dieser Boncoco Dünger Ph- Ph+ gemeint?
Dieser Dünger ist wahrscheinlich nichts anderes als Scotts Peters Excel.
ChrisP (wenns der ist den ich meine) empfiehlt 30ml/10L Wasser zu nehmen dies wären bei der angegebenen Stammlösung von 100g/L = 0,3gSalz/L Wasser.
Erlaubt sind durchaus bis zu 50ml/10L also 0,5g/L . Wenn du dich an die 30ml/10L hältst dann kann eigentlich keine Überdüngung vorliegen.
Zumal Peters Excel bis 1,05gSalz/L erlaubt!!!!
Leitwert hin Leitwert her. Vor dem Flüssigdüngen mit dem anorganischen (mineralischen) sollte mit normalem Wasser gewässert werden.
Aber jetzt mal genug.
Zu den Bildern deiner Pflanzen gibt es nur zu sagen das die Pflanzen krank sind.
Dies ist nichts ungewöhnliches. Man könnte in Zukunft einmal im Monat oder so vorbeugend spritzen.
Dieses Jahr war einiges in der Luft auch in meinem Garten.
Im Herbst sammelst Du die alten Blätter auf oder entfernst sie schmeißt sie auf den Kompost oder in den Müll.
DAs Problem bei Pilzerkrankungen ist, das man kurz nach Befall (innerhalb 10-15 Tage)spritzen muß sonst nützt es nichts.
Ich weiß nicht was du bis jetzt gespritzt hast aber Ich würde evtl nochmal mit einem Kupfermittel spritzen oder etwas systemisches.
Die befallenen Blätter werden dann ja nicht auf einmal wieder grün und gesund, sondern bleiben mit den ganzen braunen Flecken usw. an der Pflanze haften. Manschmal ist der Zweig oder Ast unten 3/4 befallen (trotz Spritzen) und am Ende des Astes wächst es wunderbar und gesund weiter, ein Zeichen das die Spritzung erfolgreich war. Zum jetzigen Zeitpunkt (Mitte September) passiert da nicht mehr viel.
Ende Januar bis Mitte Februar spritzt du einmalig mit dem JIN Mittel (Kalk Schwefelgemisch - Schwefelkalk) (Kalzium-Polysulfid Lösung ph-Wert 10-11) in einer Konzentration von 2% (20ml/L) (man kann bis zu 30ml/L)
Dann ca 1 Monat (30 Tage) danach 2%ig Promanal (mit Rapsöl) oder Promanal Neu (Weißöl) jedoch noch vor dem Knospentrieb.
Dies hilft schon mal viel (vorbeugend)
Ich hör jetzt hier mal auf.
Nächstes Jahr wirds dann bei dir hoffentlich besser werden.
Übrigens ich hatte vergessen zu sagen da ich glücklicher Besitzer eines Gartens bin, mache ich mir jedes Jahr ca. 60Liter Brennesseljauche an. Von dieser Jauche (gefiltert und abgefüllt in handliche Kanister) gebe ich bei jedem Düngevorgang vorbeugend zusätzlich 20ml/10L davon ins Gießwasser (Im Garten 100ml/10L) oft auch noch 20ml 2%ige Bittersalzlösung auf 10Liter Wasser. Was besseres gibt es nicht. Die Bodenatmung nimmt deutlich zu, die Pflanzen bleiben gesund
Übrigens kannst du auch mit der verdünnten Jauche 0,1-0,3%ig spritzen hilft gegen Insekten Milben und Sporenpflanzen in Kombi mit Neem auch gut.
Gruß Ralf
-
Totoro
Re: Was mache ich falsch?
Hallo Ralf,
die vielen detaillierten und ausgefeilten Ratschläge von dir, mir und den Anderen Enthusiasten in Sachen Bonsai werden Dirk vielleicht ein wenig verwirren. In ihnen erkennt man die außerordentliche, überbordende Begeisterung für unser Hobby.
Ob man dies tatsächlich alles wissen muß um erfolgreich gärtnern zu können darf man gewiß in Frage stellen.
Oft ergeben sich daraus sogar Gefahren für die Bäumchen. Wieviele sind wohl schon durch lieb und gut gemeinte Extraportionen Dünger oder Spritzmittel oder Spezialerdmischungen hops gegangen ?
Oft "ernten die dümmsten Bauern (ich meine hier niemanden bestimmten außer hoffentlich vielleicht mich
) die dicksten Kartoffeln".
Ganz wichtig ist es im Laufe der Jahre den " Aktionismus" herunterzufahren und Ruhe und Gelassenheit zu entwickeln. Auch im Angesicht von Verlusten. Ich habe immer noch solche Anfälle !(A.L nannte das treffend den BONSAI-FUROR)
Da ist es dann sehr hilfreich wenn man wertlose Zusatzbäumchen hat an denen man sich auslassen kann.
Gruß
Dirk
die vielen detaillierten und ausgefeilten Ratschläge von dir, mir und den Anderen Enthusiasten in Sachen Bonsai werden Dirk vielleicht ein wenig verwirren. In ihnen erkennt man die außerordentliche, überbordende Begeisterung für unser Hobby.
Ob man dies tatsächlich alles wissen muß um erfolgreich gärtnern zu können darf man gewiß in Frage stellen.
Oft ergeben sich daraus sogar Gefahren für die Bäumchen. Wieviele sind wohl schon durch lieb und gut gemeinte Extraportionen Dünger oder Spritzmittel oder Spezialerdmischungen hops gegangen ?
Oft "ernten die dümmsten Bauern (ich meine hier niemanden bestimmten außer hoffentlich vielleicht mich
Ganz wichtig ist es im Laufe der Jahre den " Aktionismus" herunterzufahren und Ruhe und Gelassenheit zu entwickeln. Auch im Angesicht von Verlusten. Ich habe immer noch solche Anfälle !(A.L nannte das treffend den BONSAI-FUROR)
Da ist es dann sehr hilfreich wenn man wertlose Zusatzbäumchen hat an denen man sich auslassen kann.
Gruß
Dirk
Re: Was mache ich falsch?
Hallo Totoro
Da hast du recht. Ich bin auch so ein Bauer.
Habe ich oben den Dirk verwirrt, dann war das nicht meine Absicht. Sorry.
Dirk Sorry.
Wenn der Dirk sich an die Düngeangaben (Dosierung und Intervall) des Herstellers hält kann er nicht überdüngen. Ich habe nichts anderes geschrieben.
Trotzdem. Die Herstellerangaben beziehen sich aber nicht auf ultradurchlässiges Substrat sondern auf weniger durschlässiges.
Vom Düngen mal abgesehen (die Erfahrung muß ja jeder selbst machen), ist, das die Pflanzen wenn sie krank sind behandelt werden müssen.
Dies geschieht mit Spritz oder Gießmittel, bio oder chemisch.
Wenn also eine Pflanze kränkelt versuche ich rauszufinden was es ist (ist gar nicht so einfach) und dann wird behandelt. Punkt.
Oft ist es so das man bis nächstes Jahr warten muß. Im Winter gibt es auf jeden Fall 2 Spritzungen wie ich oben beschrieben habe.
Dies macht JEDER dumme Obstbauer so (auch ich). Wobei ich nebenbei erwähnt bei Bonsai keine Ernte einfahren möchte. Trotzdem steht die Gesunderhaltung des Baumes an vorderster Stelle.
Warum macht man das? Weil man vorbeugen will (muß)
Wieso sollte man sich an irgendwelchen Zusatzbäumchen auslassen. Das habe ich nicht verstanden.
Gruß Ralf
Da hast du recht. Ich bin auch so ein Bauer.
Habe ich oben den Dirk verwirrt, dann war das nicht meine Absicht. Sorry.
Dirk Sorry.
Wenn der Dirk sich an die Düngeangaben (Dosierung und Intervall) des Herstellers hält kann er nicht überdüngen. Ich habe nichts anderes geschrieben.
Trotzdem. Die Herstellerangaben beziehen sich aber nicht auf ultradurchlässiges Substrat sondern auf weniger durschlässiges.
Vom Düngen mal abgesehen (die Erfahrung muß ja jeder selbst machen), ist, das die Pflanzen wenn sie krank sind behandelt werden müssen.
Dies geschieht mit Spritz oder Gießmittel, bio oder chemisch.
Wenn also eine Pflanze kränkelt versuche ich rauszufinden was es ist (ist gar nicht so einfach) und dann wird behandelt. Punkt.
Oft ist es so das man bis nächstes Jahr warten muß. Im Winter gibt es auf jeden Fall 2 Spritzungen wie ich oben beschrieben habe.
Dies macht JEDER dumme Obstbauer so (auch ich). Wobei ich nebenbei erwähnt bei Bonsai keine Ernte einfahren möchte. Trotzdem steht die Gesunderhaltung des Baumes an vorderster Stelle.
Warum macht man das? Weil man vorbeugen will (muß)
Wieso sollte man sich an irgendwelchen Zusatzbäumchen auslassen. Das habe ich nicht verstanden.
Gruß Ralf
-
Totoro
Re: Was mache ich falsch?
Hallo Ralf,
ich meinte damit nicht deine zweifellos richtigen Kulturtips sondern was wir sonst so alles mit unseren Bäumchen veranstalten
Da du vom Fach bist wirst du vielleicht von unsinnigen Einfällen verschont.
Gruß
Dirk
ich meinte damit nicht deine zweifellos richtigen Kulturtips sondern was wir sonst so alles mit unseren Bäumchen veranstalten
Da du vom Fach bist wirst du vielleicht von unsinnigen Einfällen verschont.
Gruß
Dirk
