Was mache ich falsch?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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achim73
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von achim73 »

hach, wegen solchen threads lieben wir das bff, oder...? :)
Gruss, Achim
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chinesische Weisheit
herbert48
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von herbert48 »

Hallo
Da ich botanische Kenntnisse habe sind mir die technischen Hilfsmittel bekannt. Sie sind bei Monokulturen oder
Erwerbsanbei usw. sehr nützlich. Eine Düngung ist nur bei Mangelerscheinung sinnvoll ansonsten eher schädlich.
Bei anorganischer Düngung lagern sich die Salze im Substrat ab und führen oft zu Wurzelverbrennungen.
Ich wollte Dirk einfach nur eine Hilfestellung seines Problems geben.Wie er sich entscheidet ist seine Sache.
Wenn ich zurückdenke was "Experten" in den letzten zwei Jahrzenten schon empfohlen haben so kann ich
mir ein schmunzeln nicht verkneifen. Warum haben wir nicht einfach Freude an unseren schönen Hobby.
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Dirk K. aus L.
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Moin, Leute!

Ich habe offensichtlich ein Bonsai-Problem. Und nur derjenige, der meint ein Problem zu haben, sieht wirklich und entschieden Handlungsbedarf.

Wenn meine Bäume vor Gesundheit strotzen würden, wäre ich glücklich. Und fertig! Aber irgendetwas läuft bei mir schief. Und bevor ich das Hobby endgültig hinschmeiße (und dazu fehlt nicht mehr viel, weil es mich stresst!), will ich versuchen, die Wurzel des Übels freizulegen.

Mein Mutter schimpfte stets über die Händler von Zimmerpflanzen, weil die Blätter ihrer Schützlinge alsbald anfingen zu faulen. Ihre Meinung nach lieferte man ihr "schlechte Ware". Als ich mir die Töpfe genauer anschaute, bemerkte ich, dass das Gießwasser z.T. zentimeterhoch in den Übertöpfen stand. Staunässe!

Jetzt, da das Gießverhalten angepasst wurde, sehen ihre Pflanzen aus wie geleckt. Was will ich damit sagen? Der "grüne Daumen" ist kein Mysterium, keine unerklärliche Gabe, sondern ist etwas, was erlernbar ist.

Und ich will auch lernen!

Grüße, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
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Dirk K. aus L.
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Im Folgenden ein recht interessanter Beitrag zum grünen Daumen.
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
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camaju +
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von camaju + »

Leute, Dirk schreibt doch ganz am Anfang
Dirk K. aus L. hat geschrieben:Hallo zusammen!

Ich dünge seit diesem Frühjahr täglich, und zwar ausschließlich mineralisch ("Tomatenweg")
Wer diesen "Tomatenweg" nicht kennt, oder weiß nichts damit anzufangen, sollte sich mal hier schlau machen

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... lit=Tomate*

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... lit=Tomate*

Um nix anderes geht's doch hier
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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akamazu
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von akamazu »

herbert48 hat geschrieben:Hallo
Da ich botanische Kenntnisse habe sind mir die technischen Hilfsmittel bekannt. Sie sind bei Monokulturen oder
Erwerbsanbei usw. sehr nützlich. Eine Düngung ist nur bei Mangelerscheinung sinnvoll ansonsten eher schädlich.
Bei anorganischer Düngung lagern sich die Salze im Substrat ab und führen oft zu Wurzelverbrennungen.
Ich wollte Dirk einfach nur eine Hilfestellung seines Problems geben.Wie er sich entscheidet ist seine Sache.
Wenn ich zurückdenke was "Experten" in den letzten zwei Jahrzenten schon empfohlen haben so kann ich
mir ein schmunzeln nicht verkneifen. Warum haben wir nicht einfach Freude an unseren schönen Hobby.
An Herbert
Botanische Kenntnisse haben alle die hier schreiben.
Und Freude hat Dirk momentan auch nicht.
Auf der einen Seite sagst du das du mineralisch düngst mit gerade dem was da rumsteht, in einem anderen Thread sagst du das du im Herbst PK Dünger verwendest.
Dann sagst du das die Pflanzen in der Regel bei Überdüngung die gleichen Symtome zeigen wie bei Mangelerscheinungen.
Dann wiederum sagst du das eine Düngung nur bei Mangelerscheinungen sinnvoll ist.
Dies leztere ist nicht richtig und bringt nur Verwirrung!!
Man könnte ja auch schreiben: "Was wollt ihr denn mit eurem ganzen Scheiß, meine Oma hat früher das alles auch nicht gehabt. Ist doch scheißegal was ihr macht Hauptsache es wächst...Alles ist gut"
Also bitte etwas präziser bleiben

An alle

Dirk verwendet durchlässiges Substrat.
Salze können sich darin ansammeln, das ist richtig.
Salzfrachten kann man ab und zu durch mehrmaliges Gießen mit der Brause aus dem Substrat entfernen (aggressives Wässern).
Bei mineralischem Substrat geht das sehr gut und sehr schnell. (Mann verwendet ja dieses Substrat nach dem Umtopfen für andere Bäumchen ja auch wieder nachdem man es mit Wasser gespült hat anhaftendes Salz wird somit von den Steinchen abgelöst).
Dirks Salzgehalt des Substrates ist im optimalen Bereich bzw eher noch zu niedrig, sonst wäre der Leitwert höher.
Am Substrat selbst kann es also nicht liegen.
Nun müssen wir mal abwarten wie der pH-Wert ist. Ich vermute der ist in Ordnung denn Dirk verwendet einen sauren Torfanteil.
Dann ist die nächste Frage wie geht es weiter.
Haben wir denn doch mit einer Krankheit zu tun, dann reden wir über die Behandlung derselben, wäre doch gelacht wenn wir das nicht hinbekommen.


Viele Grüße Ralf
Totoro

Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Totoro »

Hallo Ralf,

Herbert hat Dirk. K doch nur beruhigen wollen. Er hat nur richtiges geschrieben.

Man muss nicht alle physiologischen/chemischen/physikalischen Vorgänge ins letzte Detail analysieren um erfolgreich gärtnern zu können. Das wird auch nicht jedem gelingen glaube ich.

Die ermittelten Meßdaten müßte Dirk ja zudem noch interpretieren können. Da lauert doch schon das nächste Problem.
Bewährte Methoden verwenden und gut ist. Da empfehle ich sogar! *daumen_new* WP`s Methode obwohl es nicht die Meine ist.
Die Mutter von Dirk K. hat es doch auch mit ihren Topfpflanzen ohne ein Studium der Agarwissenschaften geschafft.
Die Pflanze im Topf verhält sich komplexer als du annimmst. Da passen deine "Ferndiagnosen" zu Substrat und Salzgehalt nicht.
Der Erfinder des "TOMATENWEGS" für Bonsai nimmt an er kenne ALLE Faktoren. Er hat eine Theorie die er UNBEDINGT anwenden möchte. Vielleicht auf Grundlage seiner Ausbildung oder persönlichen Vorlieben für Analytik und Technik. Er hat gewissermaßen "Vorurteile", oder besser eine "Erwartungshaltung" die ihn einengen könnte.
Gruß
Dirk
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Sigrid
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Sigrid »

Totoro hat geschrieben:....Er hat gewissermaßen "Vorurteile", oder besser eine "Erwartungshaltung" die ihn einengen könnte.....
Dieser Satz scheint mir hier eher auf andere zuzutreffen.
think pink
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Sigrid
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Sigrid »

Ergänzung:

Ich empfinde diesen Thread als zunehmend ärgerlich.

Die Ursprungsfrage, woran denn nun Dirks anfangs vorgestellte Bäume kranken - wobei ja auch noch zu fragen wäre, ob sie denn wirklich kranken oder ob es nun mal nur mit saisonalen oder jahreszeitlichen Befindlichkeiten, Pilzen oder was sonst noch in Frage kommt zu tun hat, ist doch noch wirklich in keinster Weise beantwortet.

Ich will ja solche Befindlichkeiten oder Erkrankungen gar nicht bagatellisieren – ich weiß ja: es käme gleich die Erwiderung, dass es sowas bei optimal gepflegten und versorgten Pflanzen nicht geben sollte – m.E. gibt es das aber nunmal trotzdem – ist aber auch keine Katastrophe.

Wie auch immer:
hier wurde gleich von Leuten, die von der anfangs vorgestellten Versorgungsmethode nichts halten (sie offenbar auch nie praktiziert haben), unterstellt, dass alle Probleme natürlich nur damit zu tun hätten: Überwässerung und Überdüngung.

Mir ist es jetzt echt zu mühsam, alles im einzelnen nachzuhalten. Was ich aber inzwischen durchaus weiß, dass ich auf Totoros Ratschläge gerne verzichten kann.
think pink
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Dirk K. aus L.
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Tach zusammen!

@ Sigrid: Gräm dich nicht! Threads wie diese sind unmoderiert, ferner erfolgt die Diskussion im Rahmen einer "offenen Gesellschaft", sodass der Leser eben selbst filtern muss. Das muss man aushalten. Ich für meinen Teil bin aber ganz dankbar, dass sich so viele hier eingeschaltet haben.

@ Chris P.: Ab welcher Salzkonzentration im Boden wird es eigentlich kritisch? Welcher pH-Bereich im Boden ist anzustreben? Die konkreten pH-Werte hoffe ich, noch diese Woche vorlegen zu können. Ich warte auf das Paket ...

Mal so nebenbei: Meine Mädchenkiefer liegt wohl auch in den letzten Zügen.
Zuerst meine tollen Hainbuchen-Rohlinge, und jetzt das. Macht Spaß so! :cry:

Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Totoro

Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Totoro »

Hallo Dirk. K aus L,

die Ursache der Schädigung deiner Bäume sehe ich vielleicht hier.
Der Name "Tomatenweg" deutet es ja bereits an. Er setzt eine HOMOGENE Pflanzengruppe voraus.
1. Alle Pflanzen haben das gleiche Entwicklungsstadium/ Alter.
2. Alle Pflanzen sind der gleichen Art.
Dann funktioniert dieses System, neben weiteren bereits beschriebenen Voraussetzungen, bestimmt ganz hervorragend.
Bonsaisammlungen sind ja aber bekanntlich meist alles andere als gleichförmig.

Ein Bsp.: Wiederholt kann man hier lesen das Larix decidua nicht in Kultur zu halten ist. Ganze Sammlungen eingegangen sind.
Warum ? Nur wegen dem "Klimawandel" oder wegen der uniformen Kulturgleichbehandlung ?


Gruß
Dirk
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Dirk K. aus L.
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Moin, Norbert!
Norbert_S hat geschrieben: Blähton in der Fraktur 2-4mm hat eine viel zu großen feinen Anteil. Der hält Wasser wie ein Schwamm. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen, weil man ja unten aus den Abzugslöchern das Wasser ablaufen sieht. Bei größeren Schalen ist der Gewichtsunterschied zwischen trocken und nass leicht zu fühlen.
Ich habe durchaus die ganz feinen Anteil ausgesiebt. Gilt das von dir Geschriebene dennoch?

Der Gewichtsunterschied zwischen trockenem und feuchtem Substrat ist bei mir in der Tat beträchtlich. Ich werde das mal per Waage ermitteln.
Ein kleiner Anteil Akadama ist sehr hilfreich als Feuchtezeiger.
Hier sehe ich das große Problem des Blähtons: als Feuchtezeiger ungeeignet. Und selbst die Töpfe, die bei mir in reinem Akadama stehen, sind fast nie schon nach einem Tag abgetrocknet. Warum sollte ich sie also täglich aggressiv wässern? Bei dem Blähton-Substrat (Laubbäume) habe ich aber annähernd täglich gegossen. Ich dachte halt: Überwässern kannst du eh nicht, bei der Drainage!

Ich werde also in Zukunft etwas Akadama untermischen. *daumen_new*

Ich denke, ich muss mein Gießverhalten grundlegend überdenken. Dort sehe ich den Schlüssel. Ich werde das Verhältnis Blähton-Torf von 4:1 auf 8:1 hochfahren. Das entspricht dann einem Torfanteil von 12,5 Prozent.
Norbert_S hat geschrieben: Nächstes Jahr neues Spiel neues Glück
Das ist leicht gesagt. Es geht hier auch ums Finanzielle. Und damit ich bereit bin, Geld zu investieren, brauche ich ein Gefühl der Sicherheit. Verluste wird man aber weiterhin haben, das ist mir bewusst.

Grüße, Dirk
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achim73
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von achim73 »

die Ursache der Schädigung deiner Bäume sehe ich vielleicht hier.
Der Name "Tomatenweg" deutet es ja bereits an. Er setzt eine HOMOGENE Pflanzengruppe voraus.
1. Alle Pflanzen haben das gleiche Entwicklungsstadium/ Alter.
2. Alle Pflanzen sind der gleichen Art.
Dann funktioniert dieses System, neben weiteren bereits beschriebenen Voraussetzungen, bestimmt ganz hervorragend.
Bonsaisammlungen sind ja aber bekanntlich meist alles andere als gleichförmig.

Ein Bsp.: Wiederholt kann man hier lesen das Larix decidua nicht in Kultur zu halten ist. Ganze Sammlungen eingegangen sind.
Warum ? Nur wegen dem "Klimawandel" oder wegen der uniformen Kulturgleichbehandlung ?
sorry, dirk, aber wunder dich nicht, wenn dich in zukunft keiner mehr ernst nimmt.

hast du die sammlung von chris mal gesehen, was da so alles steht ? oder walters?
und diese spekulation über den begriff "tomatenweg"... *doh*
das bedeutet, dass die methode eben aus dem erwerbsgartenbau bzw. der kommerziellen gemüsezucht kommt.
meinst du,da wird für jede pflanze extra irgendwas gedreht ? schon mal was von kostenreduktion gehört ?

kann ja sein, daß du aus irgendeinem grund meinst, einen kreuzzug gegen bestimmte leute führen zu müssen, aber ich persönlich glaube, die lachen sich kaputt über dich...

und dem anderen dirk hilft der ganze stuss auch nicht weiter... *blubber*

mein beitrag zum thema (nochmal) : pass mit den gefäßgrössen auf. ich habs gerade wieder bei mir gesehen.
schon 20% zuviel volumen (undurchwurzeltes substrat) kann ganz gravierende folgen haben.
Gruss, Achim
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Dirk K. aus L.
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Hallo!
Sigrid hat geschrieben: Wie auch immer:
hier wurde gleich von Leuten, die von der anfangs vorgestellten Versorgungsmethode nichts halten (sie offenbar auch nie praktiziert haben), unterstellt, dass alle Probleme natürlich nur damit zu tun hätten: Überwässerung und Überdüngung.
@ Sigrid

Überdüngung können wir ja mittlerweile ausschließen. Da sind die Messwerte doch eindeutig, zumal diese sich nach der Düngung bzw. Spülung entsprechend verändern. Ich habe es ausprobiert.

@ Achim

Die Topfgröße ist sicherlich im Allgemeinen (und aus den genannten Gründen) ein ganz zentraler Faktor. In meinem besonderen Fall aber kann ich das ausschließen. Darauf habe ich geachtet.

Gruß, Dirk
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akamazu
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Re: Was mache ich falsch?

Beitrag von akamazu »

Hier sehe ich das große Problem des Blähtons: als Feuchtezeiger ungeeignet. Und selbst die Töpfe, die bei mir in reinem Akadama stehen, sind fast nie schon nach einem Tag abgetrocknet. Warum sollte ich sie also täglich aggressiv wässern? Bei dem Blähton-Substrat (Laubbäume) habe ich aber annähernd täglich gegossen. Ich dachte halt: Überwässern kannst du eh nicht, bei der Drainage!

Ich werde also in Zukunft etwas Akadama untermischen. *daumen_new*

Ich denke, ich muss mein Gießverhalten grundlegend überdenken. Dort sehe ich den Schlüssel. Ich werde das Verhältnis Blähton-Torf von 4:1 auf 8:1 hochfahren. Das entspricht dann einem Torfanteil von 12,5 Prozent.
Hallo Dirk

Toll, wir kommen der Sache schon näher.
Den pH Wert bist du uns demnächst noch schuldig, denn wir warten geduldig darauf.
Topfgröße hast du im Griff (nicht all zu groß), das haben die anderen schon gut erklärt. Die Wurzeln wachsen normalerweise dahin wo sich Feuchtigkeit befindet, das Substrat kann schön von oben herab abtrocknen und unten drin ist es immer noch schön feucht.
Zum Gießverhalten gibt es soviel zu sagen das nur dann gegossen wird wenn es notwendig ist, es hängt ja immerhin mit der Verdunstung des Laubes und den Temperaturen usw. ab. Zur Zeit gieße ich bei mir z.B. alle 2-3 Tage, bis auf die ganz kleinen. Dies hängt jedoch auch wieder vom Substrat und dem Standort ab.
Reines Akadama hält länger die Feuchtigkeit bis es irgendwann komplett zerfällt.
Soweit ich mich erinnere hat niemand gesagt das bei Akadama aggressiv gewässert wird.
Aggressiv wässern soweit ich das verstanden habe bedeutet das man nicht übergießen (zuviel gießen) kann und das unmittelbar vor dem Düngen mehr als genug gewässert wird um evt. vorhandene Salzfrachten wegzuspülen und um die Wurzeln vor dem Düngevorgang quasi nass zu machen und für den Düngevorgang mit mineralischem Flüssigdünger vorbereitet
In meinem ersten Beitrag habe ich angegeben das ich 10-20% Torf verwende. Dies hängt natürlich immer von den restlichen Zutaten ab, z.B. der Art der Körner und der Korngröße, ja selbst von der Beschaffenheit des Torfes (es gibt feinen und es gibt etwas groberen im Mix mit Rindenhumus) wenn du jetzt sagst du willst nur noch 12,5% Torf beimischen, dann bist du ja schon auf einem guten Weg.
Du hast erkannt bzw. beobachtet das das Substrat immer noch zu feucht ist wenn du jeden Tag gießt, aber wie schon gesagt, man muß nicht jeden Tag gießen. Dieses superdurchlässige Substrat ist ja dadurch entstanden das Bonsaigestalter wie Walter Pall ein paarhundert Bäume haben nicht ständig jeden Baum individuell behandeln können, sondern alle gleich und in einem Durchgang, ansonsten wäre das ja eine Wahnsinnsarbeit. Ich denke Walter hat ja keine 5 Schüler (so heißt es ja in Bonsaikreisen) beschäftigt die das erste Jahr ihrer Ausbildung nur mit Gießen beschäftigt sind. Ich denke dabei immer an Masahiro Kimura der angeblich die ersten 2 Jahre gar keine Pflanzen anfassen durfte.!!!! Bei uns würde da jeder Lehrling davonlaufen.
Es ist allemal besser das Substrat etwas antrocknen zu lassen um somit einen kompakteren Wuchs zu bekommen, falsch machen kannst du bei den Laubbäumen nichts denn falls die mal wirklich zu wenig haben dann erholen sie sich auch wieder nach dem gießen schnell. Das ist alles Theorie denn die Faktoren Temperatur, Sonne und Wachstumszeit (Wurzelwachstumszeit) spielen dabei eine Rolle und sind je nach Fall zu berücksichtigen aber das ist ja bekannt und muß nicht immer erwähnt werden.. Etwas Trockenstress kann also durchaus manchmal gut sein.
Das du Akadama beimischen willst als sogenannter Feuchtigkeitsanzeiger kannst du machen halte ich aber nicht für notwendig.
Warum nicht? Akadama ist aus Japan und teuer.
Den gleichen Effekt erreichst du mit Bentonit. Aber hier musst du bei der Zugabemenge jedoch gewaltig aufpassen. Und je nach zugegebener Menge haben wir dann kein durchlässiges Substrat mehr (siehe W.Pall)
Wenn du einen Lieferanten suchst schicke ich dir gerne eine PN.
Wieso benutzt du nicht Bims und Lava zu deinem Blähton? Muss es denn unbedingt Blähton sein? Gibt es da Beschaffungsprobleme?
Natürliche Mineralien sind in der Lage die Salzfrachten aus der Gießlösung zu puffern. Man sagt Akadama kann das jedoch nicht, es hat wegen des Brennens diese Eigenschaft verloren.
Akadama kann 30% Wasser speichern, Zeolithe 60% Vermiculithe auch in etwa, Bentonit 135%. Dies ist wissenschaftlich untersucht worden.
Mineralische Substrate fungieren als Ionenaustauscher. Akadama kann das nicht und beim Blähton bin ich mir auch nicht so sicher.
In Japan wird ja hauptsächlich mit den fermentierten organischen Düngekugeln gearbeitet statt mineralisch und flüssig. Mit dem durchlässigen mineralischen Substrat was wir verwenden also nicht vergleichbar.
Vielleicht waren meine Probleme mit reinem Blähton und Torfanteil ja auch deswegen, ich weiß es nicht und kann nur mutmaßen.
So genug gequatscht.
Nicht vergessen wir warten auf den pH Wert.

Alles gute Ralf
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