Auch ein kleiner Sabina
- Manfred Jochum
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Re: Auch ein kleiner Sabina
hallo Dirk,
hab mal ein paar grob zusammengebastelt.
Es entstehen schon sehr unterschiedliche Eindrücke.
Wenn man sich für eine grobe Richtung entschieden hat, kann man ja weiter in`s Detail gehen.
Gruß Majo
hab mal ein paar grob zusammengebastelt.
Es entstehen schon sehr unterschiedliche Eindrücke.
Wenn man sich für eine grobe Richtung entschieden hat, kann man ja weiter in`s Detail gehen.
Gruß Majo
Zuletzt geändert von Manfred Jochum am 06.10.2012, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.
der wirklich wichtigste Teil einer Arbeit, ist damit anzufangen.
Re: Auch ein kleiner Sabina
Hallo zusammen
Majos Zusammenstellung ist sehr anschaulich.
Schale 1 gefällt mir als Schale sehr gut.
Die Kombination 5 finde ich, von den Proportionen her, allerdings viel stimmiger, da sind Baum und Schale ein Ganzes.
mfg
Bodo.P.
Majos Zusammenstellung ist sehr anschaulich.
Schale 1 gefällt mir als Schale sehr gut.
Die Kombination 5 finde ich, von den Proportionen her, allerdings viel stimmiger, da sind Baum und Schale ein Ganzes.
mfg
Bodo.P.
- Dirk Dabringhausen
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Re: Auch ein kleiner Sabina
Hallo zusammen!
@Majo: vielen Dank für die Mühe und die anschauliche Darstellung der unterschiedlichen Möglichkeiten. Sie zeigt wirklich sehr gut, wie sehr eine Schale die Gesamtwirkung beeinflussen kann.
Bei der Auswahl gefallen mir die Nummern 1 und 5 wirklich am besten. Bei den Bildern wirkt die Nr. 5 wirklich etwas harmonischer im Gesamtkonzept. Ich denke die kleinen aber feinen Unterschiede kann man erst treffen wenn man beide Schalen zur Hand hat und sie an den Baum halten könnte. Denn man muss die Schalen ja auch erst einmal haben und Entscheidungen treffen zu können!
In dem Zusammenhang muss ich auch noch mal auf Heikes Vorschlag zurück kommen. Die Kombination wirkt auch gut und ich würde sie niemals als unpassend bezeichnen. Ist wohl wirklich eine Geschmacksfrage! Übrigens: Mit Bodo sind es nun drei männliche Kandidaten, die diese "massiven" Schalen bevorzugen...
Männer......
Liebe Grüße, Dirk
@Majo: vielen Dank für die Mühe und die anschauliche Darstellung der unterschiedlichen Möglichkeiten. Sie zeigt wirklich sehr gut, wie sehr eine Schale die Gesamtwirkung beeinflussen kann.
Bei der Auswahl gefallen mir die Nummern 1 und 5 wirklich am besten. Bei den Bildern wirkt die Nr. 5 wirklich etwas harmonischer im Gesamtkonzept. Ich denke die kleinen aber feinen Unterschiede kann man erst treffen wenn man beide Schalen zur Hand hat und sie an den Baum halten könnte. Denn man muss die Schalen ja auch erst einmal haben und Entscheidungen treffen zu können!
In dem Zusammenhang muss ich auch noch mal auf Heikes Vorschlag zurück kommen. Die Kombination wirkt auch gut und ich würde sie niemals als unpassend bezeichnen. Ist wohl wirklich eine Geschmacksfrage! Übrigens: Mit Bodo sind es nun drei männliche Kandidaten, die diese "massiven" Schalen bevorzugen...
Liebe Grüße, Dirk
- peter krebs
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Re: Auch ein kleiner Sabina
Hallo Dirk,
es muss auch nicht unbedingt eckig sein.
Viele Grüße
Peter
_____________________________________
Die Welt der Schale http://www.peter-krebs.de
es muss auch nicht unbedingt eckig sein.
Viele Grüße
Peter
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Re: Auch ein kleiner Sabina
Hallo Dirk,
Die Mann-Frau-Sache sehe ich eher witzig, nicht ernsthaft, bisschen Jux am Rande muss auch mal sein. Ich denke auch, dass wir nicht allzu weit auseinander sind mit unseren Ideen.
Geprägt eher, ja. Aber ich muss sagen, je länger ich mich jetzt intensiv mit dem Thema Schalenwahl beschäftigt habe (das sind jetzt schon so einige Jahre!), desto geringer sehe ich persönlich den Geschmacksanteil. Je mehr man verinnerlicht, welches Detail einer Schale wozu seine Berechtigung oder seine Vorzüge hat, desto weniger davon überlässt man dem Zufall, dem Bauchgefühl oder dem subjektiven Geschmack.
Eine zu leichte oder gar auf hohen zierlichen Füßchen stehende Schale ginge auch nicht, weil sie den Baum nicht genug stabilisieren würde.
Die Schale Nr. 3 bei Majos Virtuals hat durch ihre stärker öffnende Form auch den Effekt, die Winkel zu betonen und den Baum mit der Schale zu einer konischen Form zu verbinden. Ich finde die Ecken und Kanten jedoch zu scharf.
Die Schalen mit den senkrechten Wänden bremsen für mein Empfinden die Neigungswinkel des Stammes ab und neutralisieren die weichen, kurvigen Linien von Laubpolstern und Jin-Ästen. Schale Nr. 6. ist zwar auch ein bisschen kantig, aber m.E. nach Nr. 2 die beste Variante.
Liebe Grüße,
Heike
Ja, auch ich finde die Diskussion sehr interessant und es macht mir Spaß auf diesem Niveau! Für Leser, die noch nicht so viel Erfahrung haben, sind unsere Begründungen sicherlich auch lehrreich.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:@beide: ich finde die aufgekommene, kleine Diskussion sehr interessant. Es ist schon ein wenig komisch, dass gerade die beiden Männer in eine Richtung tendieren und die Frau in eine andere. Wobei ich noch nicht einmal sagen würde, dass Heike eine großartig andere Richtung wählen würde. Im Grundkonzept sind wir uns ja schon einig!![]()
Die Mann-Frau-Sache sehe ich eher witzig, nicht ernsthaft, bisschen Jux am Rande muss auch mal sein. Ich denke auch, dass wir nicht allzu weit auseinander sind mit unseren Ideen.
Beeinträchtigt?Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Letztendlich finde ich auch die Schalenwahl, genau wie die Gestaltung, eine sehr subjektiv beeinträchtigte Entscheidung.
Da bin ich grundsätzlich einverstanden. Wie man auf Majos Virtuals sieht, wirken Schalen, wo die Wand direkt ohne Absatz in die Füße übergeht, zu wuchtig und schwer, wie ein Klotz am Bein sozusagen.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Ich empfinde den Stamm als recht massiv, da das Totholz an der Basis sehr breit beginnt und erst im weiteren Verauf nach oben leichter bzw. dünner wird. Natürlich ist die Saftbahn verhältnismäßig "schlank", dennoch bedarf es nach meinen Empfindungen (und augenscheinlich auch die von Thierry) einer stabilen Basis (Schale). Trotzdem benötigt die Schale Querlinien, um nicht zu massiv zu wirken.
Eine zu leichte oder gar auf hohen zierlichen Füßchen stehende Schale ginge auch nicht, weil sie den Baum nicht genug stabilisieren würde.
Dies sehe ich etwas anders. Für mich ist es andersherum zu betrachten, die Schale öffnet sich nach oben ein wenig, gibt dadurch nach oben mehr Freiheit. Die Schalenwand ist durch ihre leichte Rundung und das leichte Öffnen in der Lage, den Baum und die Schale als eine Art ovale Gesamtform zu verbinden, auch betont die leicht schräge Wand den Neigungswinkel des unteren Stammteils nach links und dann wieder nach rechts. Die rundliche Kronenform und die Kurven von Stamm und Totholz finden eine gewisse Entsprechung in den rundlichen "Ecken" der Schale.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Bei Heikes Vorschlag wird die Schale nach unten hin enger, was nach meiner Empfindung den Baum wie mit zusammengebundenen Füßen wirken lässt (übertrieben dargestellt). Die etwas größeren / höheren und durch die Form bedingt enger stehenden Füße nehmen dem Gesamtbild (Baum + Schale) etwas an Stabilität!
Die Schale Nr. 3 bei Majos Virtuals hat durch ihre stärker öffnende Form auch den Effekt, die Winkel zu betonen und den Baum mit der Schale zu einer konischen Form zu verbinden. Ich finde die Ecken und Kanten jedoch zu scharf.
Die Schalen mit den senkrechten Wänden bremsen für mein Empfinden die Neigungswinkel des Stammes ab und neutralisieren die weichen, kurvigen Linien von Laubpolstern und Jin-Ästen. Schale Nr. 6. ist zwar auch ein bisschen kantig, aber m.E. nach Nr. 2 die beste Variante.
Ja und nein! Für manche Bäume fällt es leichter, für andere schwerer. Nach all meiner intensiven Beschäftigung mit Schalen und Schalenwahl brauche ich inzwischen meist nicht mehr lange zu überlegen, um zu wissen, was mir zu einem Baum gefällt.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Es ist wirklich nicht sehr einfach eine passende Schale für einen Baum zu finden.
Hm, nicht alle, finde ich... die mit den nahtlos angesetzten Füßen würde ich auf keinen Fall nehmen.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Und wie man sieht, ist es durch subjektive Empfindungen beeinflusst. Man kann auf jeden Fall alle vorgestellten Schalen verwenden. Jede hat seine Berechtigung!
Ja, das finde ich auch. Das schult das Auge und macht Spaß!Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Vielleicht finden wir ja noch mehr Vorschläge! Es ist schön, verschiedene Eindrücke zu sehen / lesen.
Liebe Grüße,
Heike
- Manfred Jochum
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Re: Auch ein kleiner Sabina
ich finde die 2.Kombination von Peter ebenfalls sehr gelungen.
Die Rundungen und die Farbe spiegelt sich schön in der Rinde und dem Stammverlauf.
Die Diskussion ist wirklich interessant.
Gruß Majo
Die Rundungen und die Farbe spiegelt sich schön in der Rinde und dem Stammverlauf.
Die Diskussion ist wirklich interessant.
Gruß Majo
der wirklich wichtigste Teil einer Arbeit, ist damit anzufangen.
Re: Auch ein kleiner Sabina
Das finde ich allerdings auch!Manfred Jochum hat geschrieben:ich finde die 2.Kombination von Peter ebenfalls sehr gelungen.
Die Rundungen und die Farbe spiegelt sich schön in der Rinde und dem Stammverlauf.
LG, Heike
Re: Auch ein kleiner Sabina
Hallo
Mal ein bischen an Schale und Baum verändert.
mfG Dieter
Mal ein bischen an Schale und Baum verändert.
mfG Dieter
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grüsse an die bewohner von melmac
- Dirk Dabringhausen
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Re: Auch ein kleiner Sabina
WOW!!!
Das wird immer besser. Eine super Schalen-Diskussion!
Hier machen sich wirklich einige Menschen viele und sehr ernsthafte Gedanken. Das gefällt mir sehr und ich möchte allen Beteiligten sehr für die Beteiligung und Mühe danken!
Ich versuche nun mal meine Gedanken in Worte zu fallen und ich hoffe, man kann mir noch so in etwa folgen:
Majo´s Nr. 5 in der Farbe von Majo´s Nr. 1 mit ein oder zwei dünnen Querstreifen finde ich sehr gut! Die Schale öffnet sich leicht nach oben hin und nimmt somit den Baum mit auf. Auf Grund der Querstreifen wirkt sie nicht zu massiv. Der Kontrast der eher geraden Linien zu den Kurven des Baumes hat etwas reizvolles.
Peters Nr. 2 in der Version von Dieter ist super!
Im Übrigen werde ich beim Umtopfen das Totholz am Stamm kürzen, so wie es bei Dieters Entwurf zu sehen ist. Dadurch kommt der Baum mittiger über die Schale und die lange Diagonale des Totholzes wird verkürzt.
Aktuell tendiere ich wirklich zu Dieters Version von Peter´s Nr. 2!
Und dennoch: "Nr. 5 lebt!" (noch)
LG, Dirk
Hier machen sich wirklich einige Menschen viele und sehr ernsthafte Gedanken. Das gefällt mir sehr und ich möchte allen Beteiligten sehr für die Beteiligung und Mühe danken!
Ich versuche nun mal meine Gedanken in Worte zu fallen und ich hoffe, man kann mir noch so in etwa folgen:
Majo´s Nr. 5 in der Farbe von Majo´s Nr. 1 mit ein oder zwei dünnen Querstreifen finde ich sehr gut! Die Schale öffnet sich leicht nach oben hin und nimmt somit den Baum mit auf. Auf Grund der Querstreifen wirkt sie nicht zu massiv. Der Kontrast der eher geraden Linien zu den Kurven des Baumes hat etwas reizvolles.
Peters Nr. 2 in der Version von Dieter ist super!
Absolut!!! Die bauchige Form unterstreicht den massigeren Stammbereich des Baumes. Durch den enger werdenden Randbereich mit den Querstreifen hat die Schale ein filigranes Erscheinungsbild. Der sich zum Schluss wieder öffnende Rand öffnet den Raum für den Baum und schließt ihn somit nicht aus.Manfred Jochum hat geschrieben:Die Rundungen und die Farbe spiegelt sich schön in der Rinde und dem Stammverlauf.
Im Übrigen werde ich beim Umtopfen das Totholz am Stamm kürzen, so wie es bei Dieters Entwurf zu sehen ist. Dadurch kommt der Baum mittiger über die Schale und die lange Diagonale des Totholzes wird verkürzt.
Aktuell tendiere ich wirklich zu Dieters Version von Peter´s Nr. 2!
LG, Dirk
- peter krebs
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Re: Auch ein kleiner Sabina
Die Benutzung von Wolkenfüßchen und der Sinn der unterschiedlichsten Wolken fristet bei uns im Westen noch immer ein Schattendasein.
Die Angst solche Schalenfüße einzusetzen, ist aus den verschiedensten Gründen sehr ausgeprägt.
Gerade bei der hier gezeigten Schale gehört die Spitze der Wolke dazu, und sie betont die Leichtigkeit des Wacholders.
Diese Form der Wolkenfüßchen ohne die Spitze wäre eher für einen kompakteren Wacholder geeignet.
An der zuerst gezeigten Schale sieht man deutlich was ich damit meine. Sie ist nicht die erste Wahl, und sie würde sich eher für einen kompakteren Wacholder eignen.
Die zweite Schale, so wie im Original, wäre für mich die absolut perfekte Schale.
Viele Grüße
Peter
_____________________________________
Die Welt der Schale http://www.peter-krebs.de
Die Angst solche Schalenfüße einzusetzen, ist aus den verschiedensten Gründen sehr ausgeprägt.
Gerade bei der hier gezeigten Schale gehört die Spitze der Wolke dazu, und sie betont die Leichtigkeit des Wacholders.
Diese Form der Wolkenfüßchen ohne die Spitze wäre eher für einen kompakteren Wacholder geeignet.
An der zuerst gezeigten Schale sieht man deutlich was ich damit meine. Sie ist nicht die erste Wahl, und sie würde sich eher für einen kompakteren Wacholder eignen.
Die zweite Schale, so wie im Original, wäre für mich die absolut perfekte Schale.
Viele Grüße
Peter
_____________________________________
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Re: Auch ein kleiner Sabina
Heike_vG hat geschrieben:Hallo Dirk,
Ja, auch ich finde die Diskussion sehr interessant und es macht mir Spaß auf diesem Niveau! Für Leser, die noch nicht so viel Erfahrung haben, sind unsere Begründungen sicherlich auch lehrreich.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:@beide: ich finde die aufgekommene, kleine Diskussion sehr interessant. Es ist schon ein wenig komisch, dass gerade die beiden Männer in eine Richtung tendieren und die Frau in eine andere. Wobei ich noch nicht einmal sagen würde, dass Heike eine großartig andere Richtung wählen würde. Im Grundkonzept sind wir uns ja schon einig!![]()
Die Mann-Frau-Sache sehe ich eher witzig, nicht ernsthaft, bisschen Jux am Rande muss auch mal sein. Ich denke auch, dass wir nicht allzu weit auseinander sind mit unseren Ideen.![]()
Beeinträchtigt?Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Letztendlich finde ich auch die Schalenwahl, genau wie die Gestaltung, eine sehr subjektiv beeinträchtigte Entscheidung.Geprägt eher, ja. Aber ich muss sagen, je länger ich mich jetzt intensiv mit dem Thema Schalenwahl beschäftigt habe (das sind jetzt schon so einige Jahre!), desto geringer sehe ich persönlich den Geschmacksanteil. Je mehr man verinnerlicht, welches Detail einer Schale wozu seine Berechtigung oder seine Vorzüge hat, desto weniger davon überlässt man dem Zufall, dem Bauchgefühl oder dem subjektiven Geschmack.
Da bin ich grundsätzlich einverstanden. Wie man auf Majos Virtuals sieht, wirken Schalen, wo die Wand direkt ohne Absatz in die Füße übergeht, zu wuchtig und schwer, wie ein Klotz am Bein sozusagen.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Ich empfinde den Stamm als recht massiv, da das Totholz an der Basis sehr breit beginnt und erst im weiteren Verauf nach oben leichter bzw. dünner wird. Natürlich ist die Saftbahn verhältnismäßig "schlank", dennoch bedarf es nach meinen Empfindungen (und augenscheinlich auch die von Thierry) einer stabilen Basis (Schale). Trotzdem benötigt die Schale Querlinien, um nicht zu massiv zu wirken.
Eine zu leichte oder gar auf hohen zierlichen Füßchen stehende Schale ginge auch nicht, weil sie den Baum nicht genug stabilisieren würde.
Dies sehe ich etwas anders. Für mich ist es andersherum zu betrachten, die Schale öffnet sich nach oben ein wenig, gibt dadurch nach oben mehr Freiheit. Die Schalenwand ist durch ihre leichte Rundung und das leichte Öffnen in der Lage, den Baum und die Schale als eine Art ovale Gesamtform zu verbinden, auch betont die leicht schräge Wand den Neigungswinkel des unteren Stammteils nach links und dann wieder nach rechts. Die rundliche Kronenform und die Kurven von Stamm und Totholz finden eine gewisse Entsprechung in den rundlichen "Ecken" der Schale.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Bei Heikes Vorschlag wird die Schale nach unten hin enger, was nach meiner Empfindung den Baum wie mit zusammengebundenen Füßen wirken lässt (übertrieben dargestellt). Die etwas größeren / höheren und durch die Form bedingt enger stehenden Füße nehmen dem Gesamtbild (Baum + Schale) etwas an Stabilität!
Die Schale Nr. 3 bei Majos Virtuals hat durch ihre stärker öffnende Form auch den Effekt, die Winkel zu betonen und den Baum mit der Schale zu einer konischen Form zu verbinden. Ich finde die Ecken und Kanten jedoch zu scharf.
Die Schalen mit den senkrechten Wänden bremsen für mein Empfinden die Neigungswinkel des Stammes ab und neutralisieren die weichen, kurvigen Linien von Laubpolstern und Jin-Ästen. Schale Nr. 6. ist zwar auch ein bisschen kantig, aber m.E. nach Nr. 2 die beste Variante.
Ja und nein! Für manche Bäume fällt es leichter, für andere schwerer. Nach all meiner intensiven Beschäftigung mit Schalen und Schalenwahl brauche ich inzwischen meist nicht mehr lange zu überlegen, um zu wissen, was mir zu einem Baum gefällt.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Es ist wirklich nicht sehr einfach eine passende Schale für einen Baum zu finden.
Hm, nicht alle, finde ich... die mit den nahtlos angesetzten Füßen würde ich auf keinen Fall nehmen.Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Und wie man sieht, ist es durch subjektive Empfindungen beeinflusst. Man kann auf jeden Fall alle vorgestellten Schalen verwenden. Jede hat seine Berechtigung!
Ja, das finde ich auch. Das schult das Auge und macht Spaß!Dirk Dabringhausen hat geschrieben:Vielleicht finden wir ja noch mehr Vorschläge! Es ist schön, verschiedene Eindrücke zu sehen / lesen.
Liebe Grüße,
Heike
Heike,
ich kann gut nachvollziehen was du Du zur Schalenwahl geschrieben hast. Das ist fast genau so wie mit Baumgestaltung. Da laufen auch Muster, Raster und Wiederholungen ab und irgendwann hat man hoffentlich ein gutes Ergebnis. Leider ist das in Sachen Schalenwahl nicht so der Fall.
Ich persönlich finde die Winkelbetonung bei Schale 3, die mit dem Stamm eine Verlängerung oder Paralelle bildet total artifiziell. Das würde ich glaub ich so machen.
Ansonsten könnte ich mir einige von den gezeigten schalen vorstellen.
Grüße
CP
- Dirk Dabringhausen
- Beiträge: 52
- Registriert: 10.03.2009, 21:54
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Re: Auch ein kleiner Sabina
@Peter:
bezüglich der Wolkenfüße hatte ich wirklich keine Ahnung über deren Bedeutung und ich bin froh, dieses heute dazu gelernt zu haben!!
Ehrlich gesagt ist mir die fehlende Spitze an den Wolkenfüßen bei Dieter nicht aufgefallen!
Mir ging es dabei eher um die Positionierung des Baumes in der Schale mit der Kürzung des Totholzes.
Die Ansicht Chris finde ich absolut gut, würde aber persönlich eher zu Peter´s Schale 2 tendieren.
So schön, interessant und vielfältig kann Bonsai sein!!!
Gruß, Dirk
bezüglich der Wolkenfüße hatte ich wirklich keine Ahnung über deren Bedeutung und ich bin froh, dieses heute dazu gelernt zu haben!!
Ehrlich gesagt ist mir die fehlende Spitze an den Wolkenfüßen bei Dieter nicht aufgefallen!
Da muss ich jetzt nochmal für mein Verständnis nachfragen: Siehst Du den Wacholder eher als "leicht"? Da ich beabsichtige noch mehr Zuwachs im oberen Laubbereich zu bekommen und das Grün recht nah und dann meines Erachtens nach "massig" wird, hätte ich diesen Wacholder zu den Kompakten gezählt!peter krebs hat geschrieben:...
Gerade bei der hier gezeigten Schale gehört die Spitze der Wolke dazu, und sie betont die Leichtigkeit des Wacholders.
Diese Form der Wolkenfüßchen ohne die Spitze wäre eher für einen kompakteren Wacholder geeignet.
...
Die zweite Schale, so wie im Original, wäre für mich die absolut perfekte Schale.
Ich denke wirklich, dass die Geschmäcker bei der Schalenwahl unterschiedlich sind und auch sein dürfen. Der Eine mag es eher klassisch, der Andere etwas ungewöhlicher. Wie wir weiter oben gesehen haben, wirkt ein Baum in verschiedenen Schalen oftmals sehr anders. Und dennoch kann man nicht falsch oder richtig urteilen.chris.p hat geschrieben: ...
Ich persönlich finde die Winkelbetonung bei Schale 3, die mit dem Stamm eine Verlängerung oder Paralelle bildet total artifiziell. Das würde ich glaub ich so machen.
...
Die Ansicht Chris finde ich absolut gut, würde aber persönlich eher zu Peter´s Schale 2 tendieren.
So schön, interessant und vielfältig kann Bonsai sein!!!
Gruß, Dirk
Re: Auch ein kleiner Sabina
Hallo
Ein falsch ist nicht gleich nicht gut.
Der Spaß dieser Diskussion spielt doch nicht im Breich falsch sondern im Bereich gut und besser.
Die Würze im Bemühen die richtige Schale zu finden, liegt nach meiner Erfahrung darin mit den guten Möglichkeiten zu spielen um die besseren zu finden.
Einige kritische Anmerkungen Heikes zu den starken eckigen Schalen leuchten im Moment des sehens der besseren Schalen ein.
Ein Regelwerk oder für mich besser greifbar ein Abfrageraster zum Baum erschließt einem die notwendigen Konturen der Schale besser. Es hilft die guten von den nicht so guten zu trennen.
Wer einmal eine Schalenbesprechung mit Peter gemacht hat - auf dem Sommerfest ja immer ein Highlight - der weiß, wie detailliert er die Bäume bespricht um daraus abgeleitet die richtige oder besser eine richtige Schale zu entwickeln.
Klar wird aber auch, dass wie in diesem Fall ein frisch gestalteter Baum bei uns allen unterschiedliche Zukunftsbilder hervorbringt, weiß doch nur Dirk wie er den Baum wirklich weiter entwickeln will. Alleine deshalb werden selbst innerhalb der besseren Schalen unterschiedliche Bevorzugungen möglich.
Eine Schale ist ja auch immer nicht nur rahmender unterstützenden Teil der Gesamtkomposition, mit der Schalenwahl kann auch ganz bewusst ein bestimmter verstärkender Effekt erzielt werden. Diese feinen Unterschiede spielen sich in der Regel aber im Bereich der guten bzw. besseren Schalen ab.
Die Bandbreite ist manchmal weit wie z.B. bei meiner Eiche manchmal ergibt eine Feinanalyse des Baumes weniger Spielraum.
Das uns die Bedeutung von Wolkenfüßen und anderen wichtigen Details dieses spannenden Themas noch nicht in Fleisch und Blut über gegangen sin, ist doch bei unserer kurzen Tradition in Bonsai und kaum bis keiner Tradition in Keramik nicht verwunderlich.
Vor zwei-drei Jahren wäre diese Diskussion noch gar nicht möglich gewesen. Welch ein Spurt in Sachen Bonsaischalen.
Mein Favorit ist aktuell Peters zweite, wenn Dirk den Baum massiv weiterentwicklet muss man neu ansetzen.
Keine Schale ist auf Dauer die bessere.
Ich hoffe meiner Freude an dieser Diskussion genug Ausdruck verliehen zu haben.
Nur so kann ich weiter lernen, toll..
Ein falsch ist nicht gleich nicht gut.
Der Spaß dieser Diskussion spielt doch nicht im Breich falsch sondern im Bereich gut und besser.
Die Würze im Bemühen die richtige Schale zu finden, liegt nach meiner Erfahrung darin mit den guten Möglichkeiten zu spielen um die besseren zu finden.
Einige kritische Anmerkungen Heikes zu den starken eckigen Schalen leuchten im Moment des sehens der besseren Schalen ein.
Ein Regelwerk oder für mich besser greifbar ein Abfrageraster zum Baum erschließt einem die notwendigen Konturen der Schale besser. Es hilft die guten von den nicht so guten zu trennen.
Wer einmal eine Schalenbesprechung mit Peter gemacht hat - auf dem Sommerfest ja immer ein Highlight - der weiß, wie detailliert er die Bäume bespricht um daraus abgeleitet die richtige oder besser eine richtige Schale zu entwickeln.
Klar wird aber auch, dass wie in diesem Fall ein frisch gestalteter Baum bei uns allen unterschiedliche Zukunftsbilder hervorbringt, weiß doch nur Dirk wie er den Baum wirklich weiter entwickeln will. Alleine deshalb werden selbst innerhalb der besseren Schalen unterschiedliche Bevorzugungen möglich.
Eine Schale ist ja auch immer nicht nur rahmender unterstützenden Teil der Gesamtkomposition, mit der Schalenwahl kann auch ganz bewusst ein bestimmter verstärkender Effekt erzielt werden. Diese feinen Unterschiede spielen sich in der Regel aber im Bereich der guten bzw. besseren Schalen ab.
Die Bandbreite ist manchmal weit wie z.B. bei meiner Eiche manchmal ergibt eine Feinanalyse des Baumes weniger Spielraum.
Das uns die Bedeutung von Wolkenfüßen und anderen wichtigen Details dieses spannenden Themas noch nicht in Fleisch und Blut über gegangen sin, ist doch bei unserer kurzen Tradition in Bonsai und kaum bis keiner Tradition in Keramik nicht verwunderlich.
Vor zwei-drei Jahren wäre diese Diskussion noch gar nicht möglich gewesen. Welch ein Spurt in Sachen Bonsaischalen.
Mein Favorit ist aktuell Peters zweite, wenn Dirk den Baum massiv weiterentwicklet muss man neu ansetzen.
Keine Schale ist auf Dauer die bessere.
Ich hoffe meiner Freude an dieser Diskussion genug Ausdruck verliehen zu haben.
Nur so kann ich weiter lernen, toll..
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
- Klaudia u. Martin
- Beiträge: 446
- Registriert: 21.06.2007, 20:23
- Wohnort: Lemförde
Re: Auch ein kleiner Sabina
Hallo Dirk
Wie wäre es denn mit einer Schale, die einen zusätzlichen "Akzent" hat; z.B. einen Durchbruch oder ähnliches.
Bis hoffentlich bald mal wieder in Düsseldorf.
Nette Grüße
Martin


Wie wäre es denn mit einer Schale, die einen zusätzlichen "Akzent" hat; z.B. einen Durchbruch oder ähnliches.
Bis hoffentlich bald mal wieder in Düsseldorf.
Nette Grüße
Martin


