Hexenbesen

Alles andere was zu Bonsai passt.
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Amadeus
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Beitrag von Amadeus »

Hallo Gary,

Misteln hab ich selbst schon auf andere Bäume, ja wie sag ich jetzt :?: , übertragen.
Das war eigentlich problemlos ...

... aber das bei einem Bonsai auszuprobieren ... find ich ist eine äußerst nachdenkenswerte Anregung. :idea: :)

Viele Grüße
Holger
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Hi Holger,

an einem gestalteten Bonsai hab ich das auch noch nicht gesehen (mal abgesehen von verschiedenen gepfropften Mädchenkiefernvarietäten. Sind das eigentlich Hexenbesen, oder ist das wieder was anderes :?: ), aber bei einem frisch gesammelten Kiefernyamadori hab ich`s schon mal gesehen.
Die Bilder sind leider nicht besonders :?
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Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel »

Amadeus hat geschrieben: Da drängt sich mir doch die Frage :?: auf, ob es ein solches Phänomen auch bei 'fertigen' Bonsai geben könnte und wie das aussehen würde ??
Keine Ahnung, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass das bei Bonsai aus Baumarten, die für solchen Wuchs anfällig sind, passieren könnte. Passierte es an einem meiner Bonsai, würde der Wuchs allerdings kaum über das Anfangsstadium hinauskommen, denn er würde mit Sicherheit weggeschnitten. :wink:

Ich halte Hexenbesen eher für eine Kuriosität. Allerdings könnten aus ihnen propagierte Stecklinge attraktives Rohmaterial abgeben, denn eine Eigenart von Hexenbesen ist, dass sie wesentlich kleineres Laubwerk auf kürzeren Internodien bilden.

Aber mir ist nicht bekannt, dass mal jemand das gemacht hat.
Reiner G.
Joerg

Beitrag von Joerg »

Also da staune ich ja nun , dass es für so unwahrscheinlich gehalten wird mit den Hexenbesen an Bonsai.
Seitdem ich Kiefern (sylvestris) als Bonsai gestalte passiert es mir jedes Jahr, dass sich an manchen nur teilweise eingekürzten Kerzen, unzählige kleine Knospen bilden. Zum Teil bis zu 15-20 Stück. Ja was wäre wohl wenn ich die weiterwachsen lassen würde? Im vergangenen Jahr war es bei den Kiefern besonders schlimm. Habe da den Eindruck, dass es bessere und schlechtere Jahre für deren Entwicklung gibt.
Habe darüber in Einschlägiger Literatur auch noch nichts darüber gelesen. Erst als wir im vergangenen Jahr in Libochovice beim Novak waren, war dort ein Schweizer Gestalter und der hat darauf hingewiesen, bei der Sylvestris grundsätzlich die ganze Kerze zu entfernen, da sonst die Gefahr der Hexenbesenbildung besteht.

AHA dachte ich, wieder was gelernt. :wink:
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

*kopfkratz* Leider, leider findet man zu diesem wirklich interessanten Thema überhaupt nichts in der Literatur.

Jörg,
deine vermeintlichen Hexenbesenbildungen sind vermutlich Knospenmutationen. Durch das Kappen der Kerze werden Hormonströme zur Terminale (Knsopen- bzw. Triebspitze) unterbunden und die darunter liegenden Adventivknospen (= schlafende oder ruhende Knospen) werden zum Austreiben angeregt.

Bei der Bildung eines Hexenbesens wird eine einzige Knospe durch eine Fehlinformation - hervorgerufen durch eine Pilzkrankheit oder eine Virose, Bakteriose oder Mykoplasmose - angeregt, mit viel kürzeren Internodien auszutreiben, wodurch ein besenartiges Gebilde, ausgehend von einer einzigen Knospe, entsteht.

Es gibt jedoch auch sogenannte Sämlingsmutationen. Aus z.B. 10.000 ausgesähten Bergkiefern-Samen können einige Jungpflanzen mit extrem kurzem Triebwachstum bzw. kurzen Nadeln entstehen, die vom Baumschulgärtner dann vegetativ (durch Stecklinge oder Veredlung) weiter vermehrt werden können. :arrow:
@ Reiner!
Solche Sämlingsmutationen werden in Japan gerne für die Anzucht von sehr kurztriebigen, aber auch kurznadeligen Konifern-Bonsai herangezogen. Zumeist werden sie als "Yatsubusa"-Formen verkauft.
Beispiele:
Pinus thunbergiana "Kotobuki"
Pinus thunbergiana "Yatsubusa"
Pinus parviflora "Kokonoe"
usw.
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Amadeus
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Beitrag von Amadeus »

Hallo,

den hab ich heute entdeckt. Der sitzt in einer P.sylvestris weit, weit oben.
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Viele Grüße
Holger

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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

DAS sieht ja interessant aus ............... :o
Wo steht der Baum?
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Amadeus
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Beitrag von Amadeus »

... ca. 3 km von mir entfernt, nahe einer alten Halde, die aus der Zeit stammt, als die Russen hier nach Uran gebuddelt haben. :? :twisted:

Die Nadeln sind nicht größer als die einer Sicheltanne.


:?: Besteht eine Möglichkeit das Ding da lebendig runter zu bekommen?
Viele Grüße
Holger

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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Amadeus hat geschrieben:Besteht eine Möglichkeit das Ding da lebendig runter zu bekommen?
Das Uran wird schuld sein ....... :P

Man müsste Zweige vom Hexenbesen herunter schneiden und auf Pinus sylvestris - Unterlagen veredeln / pfropfen.
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Erwin
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Beitrag von Erwin »

Mich würde zu den Hexenbesen mal was ganz anderes interessieren:
wie fliegt man damit?????????????

Erwin
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donaurieder
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Beitrag von donaurieder »

Erwin Grzesinski hat geschrieben:Mich würde zu den Hexenbesen mal was ganz anderes interessieren:
wie fliegt man damit?????????????
Stechapfel, Bilsenkraut,Fliegenpilz und weitere *huch*
Grüße
Hermann.
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Es soll Hexenbesensammler geben, die mit der Flinte auf die Suche gehen.
Ich persönlich bevorzuge Red Bull :wink: :lol:
Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Hallo

Für alle die nicht wissen wie so eine Hexenbesenveredelung aussieht. :wink:

Gruß Frank
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Rechts hinten steht noch ein Steckling von einer Hexenbesen Kiefer (Pinus Silvestris)
Rechts hinten steht noch ein Steckling von einer Hexenbesen Kiefer (Pinus Silvestris)
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Gruß Frank

hfbonsai= Heike + Frank-Bonsai

Ein guter Bonsai braucht Zeit, so wie die Natur die uns erschaffen hat.
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edo B
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Re: Hexenbesen

Beitrag von edo B »

Ich greife das Thema nochmal auf:

Inzwischen ist ein Buch mit dem Titel "Hexenbesen und andere Zwerge"
von Monika Zybon-Biermann herausgekommen. Dort werden verschiedene
"Hexenbesen-Jäger" aus Deutschland wie Kohout, Wüstemeyer, Eschrich u.a.
vorgestellt, wie und wo "gesammelt" wird, Sorten etc.
Das Buch hat keine ISBN, kann aberwohl über die Autorin bezogen werden.

Gerhard
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