Rotbuche Fagus sylvatica

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bonsaiheiner
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von bonsaiheiner »

Hervorragende Buche!
Glückwunsch Marcel!

Das beschriebene Blattschnittverfahren ist ein hervorragendes Mittel, um die Unterschiede im Austrieb auszugleichen, aber man muss wirklich aufpassen, dass die unteren Äste nicht zu schwächeln anfangen. Das tun sie nämlich sehr gerne bei einer so üppigen Krone. Aber hier ist alles im Lot.

Danke für´s Zeigen.

Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
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Georg
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von Georg »

Wirklich wunderbare Buche.
Ein Prachtstück.Aber auch viel Arbeit, diese so schön in ausgeglichener Wuchskraft zu halten
Das mit dem Blattschnitt kann ich nur aus eigener Erfahrung bestätigen: mit sauberer und scharfer Schere kleiner geschnitten in Blattform und überbraust: keinerlei braune Blattränder. Nicht nur bei Buchen.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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MarcelD
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von MarcelD »

Hallo Rüdiger,

mit dem Ausbrechen der großen Hauptriebe im Frühjahr kann man sich den Blattschnitt oftmals sogar schenken.
Mit dieser Technik habe ich Blätter von 2cm Länge hinbekommen. Normal bei einer Rotbuche sind i.d.R. um die 7 cm Länge.

Liebe Grüße
Marcel
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MarcelD
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von MarcelD »

Heute habe ich an der Rotbuche gefühlte 2 Millionen Blätter altes Laub entfernt.
In der Krone habe ich bereits ein wenig ausgelichetet und die stärksten Triebe ausgeschnitten
und ein wenig abgespannt.
Zustand der Buche, November 2012
Zustand der Buche, November 2012
Für stellt sich nun die Frage, was mit diesem schwächlichen Ast unten links werden soll.
Der Ast bekommt nie ausreichend Licht, als dass er noch groß an Dicke zunehmen kann.
Der Baum selbst setzt die Prioriäten so, dass dort unten null lange Triebe entstanden.
Also, was tun? Ab damit?
Das sähe dann so aus:
Der unterste linke, schwächliche Ast virtuell entfernt.
Der unterste linke, schwächliche Ast virtuell entfernt.
Als kompensation müssten dann die beiden untersten Äste weiter abgesenkt werden.
Eine passable Lösung, oder was meint ihr?
Die beiden untersten Äste weiter nach unten gezogen
Die beiden untersten Äste weiter nach unten gezogen
Liebe Grüße
Marcel
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Dirk K. aus L.
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Marcel,

eine ganz, ganz starke Rotbuche! Welch eine Feinverzweigung!

Ach so, der untere Ast: Weg damit! Weniger ist manchmal mehr.

Falls du den Ast doch halten willst: Über viele Jahre immer wieder voll(!) durchtreiben lassen und im Herbst zurückschneiden. So bekommt das Laub dort auch das nötige Licht. Dann sieht der Baum zwar im Sommer immer lausig aus -- aber das bringt dann langfristig den Erfolg!

Grüße, Dirk
Zuletzt geändert von Dirk K. aus L. am 04.11.2012, 16:49, insgesamt 2-mal geändert.
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
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migo
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von migo »

MarcelD hat geschrieben:...stellt sich nun die Frage, was mit diesem schwächlichen Ast unten links werden soll.
Der Ast bekommt nie ausreichend Licht, als dass er noch groß an Dicke zunehmen kann.
Der Baum selbst setzt die Prioriäten so, dass dort unten null lange Triebe entstanden.
Also, was tun? Ab damit?
Wenn der Baum selbst schon entsprechende Reaktionen zeigt, sollte das der richtige Schritt sein. Mir persönlich gefällt das dann auch besser.
MarcelD hat geschrieben:...Als kompensation müssten dann die beiden untersten Äste weiter abgesenkt werden.
Eine passable Lösung, oder was meint ihr?
Könnte nicht besser sein, gefällt mir sehr gut so. *daumen_new*
Tschüüss, Michael

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Norbert_S
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von Norbert_S »

Hallo Marcel

Es ist eine Freude diese schöne Buche zu betrachten.
Die ausladenden Äste zusammen mit der doch schon gut vorhandenen Feinverzweigung ergeben ein richtig stimmiges Buchenbild.

Es ist immer wieder die Frage, ob bei einem so weit entwickelten Baum noch Akzeptanz für optische Störungen vorhanden ist.
Als Opferast über zwei-drei Jahre einfach wachsen lassen, würde er für eine angenehme Verdickung des unteren Stammbeeichs sorgen, die spätere Schnittstelle wird die Buche schnell schließen.
Aber diese Vorgehensweise zerstört natürlich die aktuell schon gut vorhandene Harmonie des Baumes und die Verdickung wird sich zeitverzögert auch ohne Opferast einstellen.

Du merkst, deine Frage ist in Grunde genommen ein echtes Luxusproblem.
Norbert

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MarcoW

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Beitrag von MarcoW »

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Zuletzt geändert von MarcoW am 05.01.2014, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.
Eva Warthemann
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Marcel!
Ich würde den Ast abschneiden und wie Du bereits eingezeichnet hast die unteren Äste nach unten bringen.
Was meiner Meinung nach noch etwas verbesserungswürdig ist, betrifft die gerade auf den Betrachter zukommende Wurzel. Mein Vorschlag wäre ohne große Schnittmaßnahmen beim nächsten Umtopfen den Baum etwas nach links gedreht einzupflanzen, so das diese an den Betrachter vorbei zeigt.
Dann ist der Baum perfekt.
LIebe Grüße Eva Warthemann
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Thierry
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von Thierry »

MarcelD hat geschrieben:Heute habe ich an der Rotbuche gefühlte 2 Millionen Blätter altes Laub entfernt.
In der Krone habe ich bereits ein wenig ausgelichetet und die stärksten Triebe ausgeschnitten
und ein wenig abgespannt.
Du hättest noch deutlich mehr auslichten können.
Die Krone erscheint noch zu schwer und zu rund.
LG,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry

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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Marcel,

auch ich bin dafür den schwachen unteren Ast abzuschneiden und zwar auch deswegen, weil er ungünstig ansetzt, an der Vorderseite des Stamms.
Wenn Du dann die darüberliegenden Äste rechts und links weiter herabziehst solltest Du darauf achten, dass nicht zu viel Symmetrie entsteht.
Die Unterlinie beider Äste sollte nicht auf einer Höhe liegen.

Noch stärker Auslichten würde ich übrigens nicht, es ist doch herrlich, so viel Verzweigung zu haben. Da wollen wir ja mit unseren Bäumen hin.
Zweidimensional abgebildet sieht es ja auch immer dichter aus als wenn man live hineinschaut.

Eine besser passende, den Baum mehr zur Geltung bringende Schale hätte die feine Buche durchaus verdient. 8)

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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MarcelD
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von MarcelD »

Und siehe da... der Ast ist weg.
Durch den gewonnenen Raum konnte ich die darüber liegenden Äste noch ein wenig weiter auffächern.
Jetzt auf dem Bild sehe ich, dass die Krone oben links tatsächlich noch ein wenig zu dicht,
aber das mache ich später ...
rb_05.jpg
rb_04.jpg
Liebe Grüße
Marcel
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Herbert A
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von Herbert A »

Servus Marcel,

die Rotbuche hat eine gigantische Feinverzweigung. Ich habe schon seit 15 Jahren eine Rotbuche die nicht annähernd so eine schöne Feinverzweigung hat. Da muss ich mir von Dir mal Tipps holen.

Deine Rotbuche hatte heuer auffallend kleine Blätter. Hatte sie im Frühjahr startschwierigkeiten?. Letztes Jahr hat meine Rotbuche nach einem sehr starken Wurzelschnitt ein wenig herumgezickt und dann auch so kleine Blätter getrieben. Aber dieses Jahr hatten die Blätter wieder die normale Größe.

ciao
Herbert
Das BFF ist mein persönliches Bonsaitagebuch. Vielen Dank dass ihr das seit vielen Jahren ermöglicht.

Info: www.bonsaisalzburg.net
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MarcelD
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von MarcelD »

Hallo Herbert,

die Rotbuche hat in der Tat ungewöhnlich kleine Blätter, nur halb so groß wie die meiner anderen Rotbuchen.
Ich vermute allerdings, das liegt an der starken Feinverzweigung und am Abschneiden aller fetten Triebknospen.
Im Kronenbereich nehme ich zum Teil sogar die Sekundärtriebe raus, so dass nur noch die winzigsten Knöspchen über bleiben.

Liebe Grüße
Marcel
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Dirk K. aus L.
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Re: Rotbuche Fagus sylvatica

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Hallo, Marcel!

Zur (grandiosen) Feinverzweigung: Ist die wirklich schon im Feld entstanden? Du hast den Baum doch als Feldware im Ballentuch erstanden, oder?

Ich dachte immer, Feinverzweigung solcher Qualität entstünde nur in der Schale ...

Gruß, Dirk
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