pinusmann hat geschrieben:
Die Umwandlung zum Steckling hat zwei Gründe: Zum Einen verkürze ich den Abstand zwischen Nebari und dem ersten Ast. Der viel bedeutendere ist aber das Nebari.
Stephan
Wäre die Möglichkeit,die Pfahlwurzel der Sämlinge zu kappen, nicht auch eine Möglichkeit ein gutes Nebari zu bekommen?
Auf alle Fälle ziehe ich den Hut tolle Arbeit.
Gruss Heinz
dank dir für die Tipps. Ja, zum Glück habe ich auch nur jeweils ein oder zwei Samen genommen.
Werde die Algenschicht mal auflockern versuchen.
Übrigens, wenn du magst kannst du Halesia carolina Samen (Maiglöckchenstrauch) haben, die Mutterpflanze trägt immer gut, aber Samen habe ich bisher noch nicht probiert. Brauchen aber noch etwas bis zur Reife.
pinusmann hat geschrieben:
Bei meinen Sylvestris ist auch nichts aufgelaufen? In einem meiner Gärten stehen die Pflanzschalen unter Kiefern.Da gehen das ganze Jahr Keimlinge auf. Ich behandle sie wie "Unkraut".Wenns dir nur um die Wurzeln geht, kann ich die Pflänzchen gerne für dich topfen.
Hallo
Heinz
die Möglichkeit geht natürlich und wird in der Pflanzenvermehrung meistens angewendet. Ich habs bei den hier gezeigten P.densiflora auch gemacht. Nebenbei aber auch die Methode des Wurzelkappens. Bei P. densiflora befinde ich mich in einer Art Versuchsphase. (war gut so, denn das Ergebnis -Sämling/Steckling - ist bescheiden).Auch bei Laubbäumen wende ich nur das Kappen der Pfahlwurzel an. Bei P.thunbergii, hab ich verhältnismäßig viel Sicherheit mit den Terminen und erreiche durch diese Maßnahme zusätzlich, dass der Erste Ast zwischen einem und drei Zentimetern über dem Nebari entspringt.
Paul
vielen Dank für dein Angebot. Im Moment, aber nein danke.
Zu deinem Aussähen: Bei deinem Saatgut kenne ich mich garnicht aus, aber bei ein paar Pflanzen, ein klein wenig. Nur ein Beispiel: Acer griseum (Zimtahorn) hat bei frischem Samen eine Keimrate von max. 5%. Diese 5% verteilen sich auf eine Auflaufzeit von 5 Jahren.(Das Samenkorn kann bis zu fünf Jahren in der Erde liegen, bis es keimt) Einige Ahornarten (sorten) verlieren 2 Monate nach der Reife, ihr Keimfähigkeit.(reifen im Mai und machen im ersten Jahr noch bis zu 90cm)
Hinzu kommen Vorbehandlung, Themperatur, Aussaattiefe, Substratbeschaffenheit und hundert Sachen mehr.
Und wenn man dann Alles richtig gemacht hat, fehlt ein bisschen Glück, und meines Verpächters Katze, hat die Aussaatkiste mit ihrem Katzenclo verwechselt.
Und dennoch Paul, weiter versuchen.
Stefan
sobald sie im Töpfchen angewachsen sind, geb ich dir Bescheid.
Gruß
Stephan
Wahrscheinlich klappt's; eventuell geht's schief!
Bis heute waren die Sämlinge von Pinus thunbergii und P. parviflora im Gewächshaus. Ab jetzt sollen sie den Winter unter freien Himmel verbringen.
Anders als anfänglich erwartet verlief die Anzucht, bzw. die Wurzelbildung schleppend. Somit hatte ich beschlossen, die Stecklinge erst im kommenden Frühjahr einzel zu topfen. Da ich die Aussaatkisten nicht groß bewegen wollte, beließ ich sie im Haus. Wieviele der Pflänzchen bewurzelt sind, kann ich nicht sagen. -einige- Beim Testen von heute, konnte ich jedoch feststellen, dass selbst jetzt immer noch grüne Stecklinge, keine Wurzelbildung haben?????
Wieso jetzt raus?
Wie an anderer Stelle schon geschrieben, beherrsche ich die Kultur unter Glas (im Winter) nicht.
Mir ist das Risiko der großen Themperaturschwankungen höher, als das Risiko die Jungpflanzen durch extrem Kälte zu verlieren.Beispiel: Heute Nacht lagen und liegen die Außenthemperaturen um die Null Grad. Im Gewächshaus liegen die Nacht- und Morgenthemperaturen etwa gleich +-0.
Gegen 12°° herrschten Außenthemperaturen von +6°- +8° Im Haus waren es über + 20°.Diese Schwankungen können an sonnigen Januartagen ganz schnell 30°- 40° erreichen.
Dann lieber konstant -15°.
Im Frühjahr werde ich berichten.
Gruß
Stephan
kannst du mir erklären, wie sich die rote färbung der nadeln als positiv erwiesen hat? meine haben auch diese färbung. ich konnte aber nur feststellen, dass es nicht schädlich ist.
übrigens überwintere ich meine in der ungeheizten waschküche. das klappt sehr gut und ich hatte keinerlei ausfälle.
Hallo Gérald.
Das Positive daran ist: Sie sind anscheinend gut auf den Winter eingestellt und weisen so gut wie keine Verluste, über'n Winter auf. Ich habe es einen Winter mal getestet, die Roten separat gestellt. Davon ging keine Pflanze ein.
In der Bonsai-Art hatte ich es mal gelesen und dann auch darauf geachtet.
Viele Grüße
Stephan
pinusmann hat geschrieben:Bis heute waren die Sämlinge von Pinus thunbergii und P. parviflora im Gewächshaus. Ab jetzt sollen sie den Winter unter freien Himmel verbringen.
...
Mir ist das Risiko der großen Themperaturschwankungen höher, als das Risiko die Jungpflanzen durch extrem Kälte zu verlieren.
...Gegen 12°° herrschten Außenthemperaturen von +6°- +8° Im Haus waren es über + 20°.Diese Schwankungen können an sonnigen Januartagen ganz schnell 30°- 40° erreichen.
Dann lieber konstant -15°
Hallo Stephan,
zwei Fragen:
1) willst du die Stecklinge wirklich so offen stehen lassen, oder kommt da doch noch irgendein Schutz drüber/drum?
2) deine Einschätzung zum Risiko, die du jetzt zur alleinigen Entscheidungsgrundlage machst, in allen Ehren, aber vielleicht solltest du einen Teil doch im Gewächshaus lassen, dann hast du einen direkten Vergleich (und eine Reserve, falls ein Teil nicht klappt...insgesamt sind die Schwankungen ja eher "kieferntypisch", wenn sie da auf irgendwelchen Felsplatten stehen).
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Hallo Stefan
Schön, dass du teilnimmst.
Sollte das Wetter ein normaler Winter werden, werden die Pflänzchen so bleiben wie sie sind.
Sollte die Luftfeuchtigkeit über längere Zeit sehr niedrig sein, werde ich entweder mit Nadelbaumreisig oder Flies abdecken.-kein Kälteschutz-
Zum Schutz habe ich jetzt einen groben Maschendraht gegen Katzen und Vögel aufgelegt.
Steine sind sehr träge Wärmeleiter. Mir scheinen da die Themperaturen sehr konstant.Natürlich auch im Hoch- und Tiefbereich, aber ganz langsam wechselnd.
Jetzt noch zur Aufklärung: Ich bin kein Mensch der sich gerne blamiert. Mit so einer Geschichte würde ich nicht ins BFF gehen, wenn ich es nicht schon erfolgreich getestet hätte.(mehrfach)
Die Natur, sowie die Lebewesen, natürlich auch meine Fehler, können dennoch zum Scheitern führen.Risiko!
Verlust über den Winter empfinde ich normal. Passiert auch im Sommer.2-3-4 %.
Je älter die Kleinen werden, je weniger.
Ich hänge drei Bilder mit dran.Beim Durchschauen meiner Dokubilder wird die Erinnerung an die schöne Zeit mit meiner Zucht wach. Genauso wird mir aber auch der Verlust des letzten Winters deutlich vor Augen geführt.
Viele Grüße
Stephan
Bei den Fotos sind zwei von vorne und eines von hinten aufgenommen. Es sind die selben Pflanzen.
Auch wenn man den Tag nicht vor dem Abend loben soll..............
Heute habe ich den Winterschutz bei den P.thunbergii und P.parviflora entfernt.Nach meinem Empfinden sehen die Kleinen gar nicht mal schlecht aus.
Winterschutz bestand aus Laub und Tannenreisig.Bei starken Regen hatte ich einen entsprechenden Regenschutz aufgelegt.
Gruß
Stephan
Hallo Stephan,
vor knapp 4 Wochen habe ich P. Mugo gesät, in reinem Sand, diese beginnen nun aufzulaufen (so nennt man das denke ich). Ich weiß noch nicht wie viele von den ca 30 Samen aufgehen werden, im Moment jedenfalls sieht man drei grüne gebogene Stänglein, die sich demnächst vermutlich aus dem Sand erheben.
Zwei Fragen bitte:
Wie erkennt man den Zeitpunkt des Pikierens und wie verfährt man mit den Sämlingen?
stephan hat es doch super gezeigt, wie man die sämlinge behandelt. du kannst aber auch einfach ganz normal pikieren. der zeitpunkt ist richtig, wenn sich der stengel lila färbt.
MrBigWednesday hat geschrieben:stephan hat es doch super gezeigt, wie man die sämlinge behandelt. du kannst aber auch einfach ganz normal pikieren. der zeitpunkt ist richtig, wenn sich der stengel lila färbt.
Moin....P.Mugo hab ich nicht im Beitrag gesehen oder hab ich was übersehen?
es ist dieselbe technik wie sie im buch von horst stahl (vom grundkurs zum meister) beschrieben wird und die anwendbarkeit wird nicht auf einen bestimmten kreis von kiefernsorten beschränkt. dahingehend sollte die technik auch bei pinus mugo funktionieren.
hier auch noch interessant gezeigt: http://bonsaitonight.com/2011/07/01/how ... lack-pine/