Umtopfen im Herbst...?
Re: Umtopfen im Herbst...?
Au ja, supi 
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Re: Umtopfen im Herbst...?
Hallo Dirk
Im allgemeinen wird von Profis das Umtopfen von Fächerahörnern
beim Glänzen der Knospen empfohlen.
Walter empfiehlt einen etwas späteren Zeitpunkt.
Das theoretisch Rüstzeug benötigt man dann eventuell
um sich ein eigenes Bild zu machen.
Wie soll ich kleines Würmchen anhand von ein paar Fächerahörnern
überprüfen welcher Zeitpunkt richtig ist.
Diagramme sind nur eine grafische Darstellung empirischer Daten
und unterscheiden sich vom Prinzip her nicht
von den Erfahrungen/Empfehlungen der Profis.
mfG Dieter
Im allgemeinen wird von Profis das Umtopfen von Fächerahörnern
beim Glänzen der Knospen empfohlen.
Walter empfiehlt einen etwas späteren Zeitpunkt.
Das theoretisch Rüstzeug benötigt man dann eventuell
um sich ein eigenes Bild zu machen.
Wie soll ich kleines Würmchen anhand von ein paar Fächerahörnern
überprüfen welcher Zeitpunkt richtig ist.
Diagramme sind nur eine grafische Darstellung empirischer Daten
und unterscheiden sich vom Prinzip her nicht
von den Erfahrungen/Empfehlungen der Profis.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Umtopfen im Herbst...?
habe diesen tread mitgrosser chtsamkeit gelesen sehr interessant, habe dazu gleich mal ne frage.
ein yamadori ausgraben ist ja auch eine art umtopfen. habe viel gelesen dass dies bei lerchen im spätsommer herbst der beste zeitpunktist, was ja euren disskusionen wegen wurzelwachstum wiederspricht. habe auch gelesen dass es für lerchen nicht gut ist diese im frühling sommer auszugraben.
was meint ihr dazu?
ein yamadori ausgraben ist ja auch eine art umtopfen. habe viel gelesen dass dies bei lerchen im spätsommer herbst der beste zeitpunktist, was ja euren disskusionen wegen wurzelwachstum wiederspricht. habe auch gelesen dass es für lerchen nicht gut ist diese im frühling sommer auszugraben.
was meint ihr dazu?
Re: Umtopfen im Herbst...?
Ich habe zumindest schon einige Lärchen ganz klassisch im Frühling beim Spitzen der Nadeln erfolgreich gesammelt.
Der Unterschied Sammeln-Umtopfen ist für mich vor allem, dass die gesammelten Pflanzen aus einem "sicher" verbrachten Winter kommen, und ihre Wurzeln daher in jedem Fall zum Zeitpunkt des Ausgrabens "noch" gesund sind; beim Umtopfen - zumindest im Frühling bei draußen überwinterten Bäumen - kann man das nur hoffen und dann auch entsprechend enttäuscht werden, wenn sie "steckenbleiben".
Der Unterschied Sammeln-Umtopfen ist für mich vor allem, dass die gesammelten Pflanzen aus einem "sicher" verbrachten Winter kommen, und ihre Wurzeln daher in jedem Fall zum Zeitpunkt des Ausgrabens "noch" gesund sind; beim Umtopfen - zumindest im Frühling bei draußen überwinterten Bäumen - kann man das nur hoffen und dann auch entsprechend enttäuscht werden, wenn sie "steckenbleiben".
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Re: Umtopfen im Herbst...?
Hallo,
ich habe bis jetzt ausnahmslos nur im Frühjahr bis einschliesslich Mai umgetopft; ich kann nämlich nicht frostfrei überwintern.
Man darf nicht vergessen, daß die verschiedenen Mykorrhiza-Arten etwas höhereTemperaturen zum wachsen brauchen. Mit Überwinterung bei Temperaturen über 5°C ist das Umtopfen im Herbst sicherlich kein Problem.
Viele Grüße,
F.
ich habe bis jetzt ausnahmslos nur im Frühjahr bis einschliesslich Mai umgetopft; ich kann nämlich nicht frostfrei überwintern.
Man darf nicht vergessen, daß die verschiedenen Mykorrhiza-Arten etwas höhereTemperaturen zum wachsen brauchen. Mit Überwinterung bei Temperaturen über 5°C ist das Umtopfen im Herbst sicherlich kein Problem.
Viele Grüße,
F.
LG,
F.
F.
Re: Umtopfen im Herbst...?
Hallo Lieni
Bonsai die umgetopft werden haben sich schon in der Schale etabliert.
Yamadori (Freilandpflanzen) verlieren unter Umständen 80-90% ihrer Wurzeln.
Gruß Ralf
Im Prinzip schon, aaaber.lieni hat geschrieben:ein yamadori ausgraben ist ja auch eine art umtopfen.
Bonsai die umgetopft werden haben sich schon in der Schale etabliert.
Yamadori (Freilandpflanzen) verlieren unter Umständen 80-90% ihrer Wurzeln.
Was widerspricht denn?lieni hat geschrieben:habe viel gelesen dass dies bei lerchen im spätsommer herbst der beste zeitpunktist, was ja euren disskusionen wegen wurzelwachstum wiederspricht.
Wo hast du das gelesen?lieni hat geschrieben:habe auch gelesen dass es für lerchen nicht gut ist diese im frühling sommer auszugraben.
was meint ihr dazu?
Gruß Ralf
Re: Umtopfen im Herbst...?
Lerchen leben nicht unterirdisch und fliegen!
Stil ist richtiges Weglassen des Unwesentlichen.
Re: Umtopfen im Herbst...?
Hallo Undine
Pflanzen sind auch nur ganz langsame Tiere....
Du kannst am Gras ziehen soviel Du willst-es wächst auch nicht scneller.....
Einfach Knasse!
Humor muss sein
Gruß Ralf
In deiner Signatur steht:Undine hat geschrieben:Lerchen leben nicht unterirdisch und fliegen!
Pflanzen sind auch nur ganz langsame Tiere....
Du kannst am Gras ziehen soviel Du willst-es wächst auch nicht scneller.....
Einfach Knasse!
Humor muss sein
Gruß Ralf
Re: Umtopfen im Herbst...?
Deshalb ist das Leben ja so schön.
Stil ist richtiges Weglassen des Unwesentlichen.
Re: Umtopfen im Herbst...?
Hallo akamatzu
Wegen dem Wurzelwachstum meinte ich, nach euren super Grafiken hier, dass das Wurzelwachstum im Spätsommer/Herbst ja nicht mehr allzugross ist,
daher die Frage ob es sinvoll ist ein yamadori im Herbst auszugraben?
Oder besser im Frühling nach dem Austrieb?
Dies hatte in einem Schweizer Formum gelesen das einer (vor allem Lärchen) im Herbst ausgräbt.
Das hatte aber glaube ich mehr damit zu tun, dass die Temperaturunterschiede im Herbst nicht allzu gross sind. (Yamadori aus den Alpen 1500 m und mehr).
Im frühling kann es bei uns im Unterland gut schon mal 30 Grad werden, währen es in den Bergen teils noch minus Grade herschen.
Im Spätsommer/Herbst sind die Temperaturunterschiede nicht allzugross.
Weiter wie du sagst dass ein Yamadori (gut ausgegraben) vielleicht 60-70% der Wurzel verliert, und deren Wachstum im Herbst nicht mehr allzugross ist.
Danke.
Wegen dem Wurzelwachstum meinte ich, nach euren super Grafiken hier, dass das Wurzelwachstum im Spätsommer/Herbst ja nicht mehr allzugross ist,
daher die Frage ob es sinvoll ist ein yamadori im Herbst auszugraben?
Oder besser im Frühling nach dem Austrieb?
Dies hatte in einem Schweizer Formum gelesen das einer (vor allem Lärchen) im Herbst ausgräbt.
Das hatte aber glaube ich mehr damit zu tun, dass die Temperaturunterschiede im Herbst nicht allzu gross sind. (Yamadori aus den Alpen 1500 m und mehr).
Im frühling kann es bei uns im Unterland gut schon mal 30 Grad werden, währen es in den Bergen teils noch minus Grade herschen.
Im Spätsommer/Herbst sind die Temperaturunterschiede nicht allzugross.
Weiter wie du sagst dass ein Yamadori (gut ausgegraben) vielleicht 60-70% der Wurzel verliert, und deren Wachstum im Herbst nicht mehr allzugross ist.
Danke.
Re: Umtopfen im Herbst...?
Hallo Lieni
Also hast Du die Frage eigentlich schon selbst beantwortet.
Was das Umtopfen bzw. Ausgraben betrifft würde ich die Lärche als Laubbaum betrachten obwohl es keiner ist.
Warum? Die Lärche ist nicht immergrün, das heißt sie zieht im Herbst ihre Energiereserven ins Holz zurück. Im Gegensatz zu den Kiefern wo die meiste Energie in den Nadeln steckt.
Wenn der Yamadori nun genügend Wurzeln hat und das Verhältnis Wurzel/Spross in Ordnung ist kann man ausgraben und zwar im ganzen April und zwar ohne Triebschnitt. Warum ohne Triebschnitt? Hier ist es ja so, das der Baum gesund ist wachsen will und bildet Triebe wie er ja soll, die dann aus der Photosynthese gebildeten Assimilate bewirken Wurzelwachstum, hat der Baum sich gut etabliert kann man irgendwann auch mit dem Triebschnitt anfangen.
Bei Lärchenyamadoris und generell bei Yamadoris kommt es auch auf das Alter an.
Ich grabe Yamadoris nur aus wenn Sie absolut gesund und kräftig sind.
Sind keine oder zu wenig Wurzeln vorhanden muss man da etwas nachhelfen.
Ebenso kann man sagen das man bei Laubbäumen und Lärchen eine oder mehrere dicke Wurzeln kappen kann (Man muss hier nach Gefühl vorgehen und Erfahrung), alles dick mit Spaghnum Moss einwickeln (nicht zu sparsam sein) dann ordentlich Erde darauf oben drauf nochmal eine dicke Schicht normales Moss wenn es in der Umgebung vorhanden ist und gut angießen bzw. düngen nicht vergessen und zwar im Herbst (Mitte August Anfang September) weil sich dann Wurzeln aus den vorher aufgebauten Energiereserven bilden.
Solange warten bis sich genügend Wurzeln gebildet haben sodas sich ein ausgraben lohnt.
Dies kann eine oder mehrere Vegetationsperioden dauern.
Das ganze kann sich terminlich natürlich anders verhalten wenn man im Hochgebirge ist.
Beides funktioniert, entscheiden muss man aufgrund den Standortbedingungen.
Gruß Ralf
Also hast Du die Frage eigentlich schon selbst beantwortet.
Was das Umtopfen bzw. Ausgraben betrifft würde ich die Lärche als Laubbaum betrachten obwohl es keiner ist.
Warum? Die Lärche ist nicht immergrün, das heißt sie zieht im Herbst ihre Energiereserven ins Holz zurück. Im Gegensatz zu den Kiefern wo die meiste Energie in den Nadeln steckt.
Wenn der Yamadori nun genügend Wurzeln hat und das Verhältnis Wurzel/Spross in Ordnung ist kann man ausgraben und zwar im ganzen April und zwar ohne Triebschnitt. Warum ohne Triebschnitt? Hier ist es ja so, das der Baum gesund ist wachsen will und bildet Triebe wie er ja soll, die dann aus der Photosynthese gebildeten Assimilate bewirken Wurzelwachstum, hat der Baum sich gut etabliert kann man irgendwann auch mit dem Triebschnitt anfangen.
Bei Lärchenyamadoris und generell bei Yamadoris kommt es auch auf das Alter an.
Ich grabe Yamadoris nur aus wenn Sie absolut gesund und kräftig sind.
Sind keine oder zu wenig Wurzeln vorhanden muss man da etwas nachhelfen.
Ebenso kann man sagen das man bei Laubbäumen und Lärchen eine oder mehrere dicke Wurzeln kappen kann (Man muss hier nach Gefühl vorgehen und Erfahrung), alles dick mit Spaghnum Moss einwickeln (nicht zu sparsam sein) dann ordentlich Erde darauf oben drauf nochmal eine dicke Schicht normales Moss wenn es in der Umgebung vorhanden ist und gut angießen bzw. düngen nicht vergessen und zwar im Herbst (Mitte August Anfang September) weil sich dann Wurzeln aus den vorher aufgebauten Energiereserven bilden.
Solange warten bis sich genügend Wurzeln gebildet haben sodas sich ein ausgraben lohnt.
Dies kann eine oder mehrere Vegetationsperioden dauern.
Das ganze kann sich terminlich natürlich anders verhalten wenn man im Hochgebirge ist.
Beides funktioniert, entscheiden muss man aufgrund den Standortbedingungen.
Gruß Ralf
Re: Umtopfen im Herbst...?
hallo ralf
vielen dank das war eine suuuuper antwort. sehr fachlich. werd deine tipps beim nächsten fund berücksichtigen.
frohe festtage euch allen und noch eine gute überwinterung.
vielen dank das war eine suuuuper antwort. sehr fachlich. werd deine tipps beim nächsten fund berücksichtigen.
frohe festtage euch allen und noch eine gute überwinterung.
