Crataegus auf F.-schale

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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avicenna
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Crataegus auf F.-schale

Beitrag von avicenna »

Diesen Crataegus hab ich 2010 geborgen. Er hat ein äußerst flaches Nebari weil ich ihm bereits nach dem Bergen den unteren Wurzelteil(fast Pfahlwurzelähnlich) gekappt habe. Die Einpflanztiefe beläuft sich nunmehr lediglich auf 5 cm ( in seiner Trainingsschale). Ich hab ihn jetzt, ohne irgendein Würzelchen zu verletzen, auf eine F.-schale gesetzt um die Stammneigung und seinen Nebarikranz entsprechend würdigen zu können. Der Baum kippt leicht bei der von mir gewählten Ansichtsseite nach hinten seitlich weg ... also, wiedereinmal eine Felsenschale bei der man solche Mängel problemlos vertuschen kann ... entweder durch die Wahl der Schalenneigung oder durch kippen der gesamten Schale an sich. saludos avicenna
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so sah er an seinem Standort aus, ein Jahr vorher zurückgeschnitten, austreiben lassen und dann im Frühjahr bei Knospenschwellung geborgen.
so sah er an seinem Standort aus, ein Jahr vorher zurückgeschnitten, austreiben lassen und dann im Frühjahr bei Knospenschwellung geborgen.
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Ratinger
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von Ratinger »

Schönes Teil, sowas würde ich auch gerne mal finden :)
Hast du die Wurzeln nach und nach gekappt oder die Pflanze in einem rausgeholt?

Die Schale kommt wegen dem unruihigen Hintergrund leider überhaupt nicht zur Geltung. Halte doch mal ausschau nach einer größeren Pappe ;)
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avicenna
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von avicenna »

Hallo Ratinger,
sowas findet man oft an Straßenrändern, Gräben etc. Ich habe nach dem Stammansatz geschaut, dem Stammverlauf, der Verjüngung und nach möglichen Verzweigungen im unteren Anteil. Dann eine große Astschere zur Hand oder eine Säge und ruck-zuck ist der Baum gekappt. Desweiteren hab ich , insbesondere bei diesem hier gleich eine Spatentiefe rings um den Baum gezogen, also die Seitenwurzeln in einem Bereich von ca. 30 cm gekappt ( Scharfer Spaten-vorher geschliffen und dann draufhopsen ;-) dann gehts schnell). Im nächsten Jahr kann man vorsichtig nachschauen ob sich an den Kappstellen bereits neue Wurzeln gebildet haben. Wenn ja, ausgraben wenn die Knospen beginnen zu schwellen und dann die Pfahlwurzelanteile kappen, den ganzen Baum tief in einen Pott einsetzen und nichts dran tun ... es kann sein, dass er erst im August-September austreibt !!! hab ich auch gerade beobachtet ...aber ansonsten gehts ganz gut damit.
Bei ganz dicken Brummern habe ich zusätzlich nach einem Jahr noch die dicken Pfahlwurzelanteile abgemoost mit Draht und entrinden etc., alles mit Saghnum eingepackt und zusätzlich noch unter den Baum in der Erde Plastikbeutel ausgebracht um die Feuchtigkeit zu halten. Den Brummer hole ich im Frühjahr aus dem Sand ... werd darüber berichten ...

Das mit dem Hintergrund ...die Teile in den Schalen sind nur zu zweit zu bewegen und jedesmal sie vor ne Leinwand zu schleppen ... puh ... :-D

saludos
avicenna
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Bergi
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von Bergi »

Hi Dietmar,
ja, so kann man das auch machen... das Haus drehen... :P !

Schöner Weißdorn - hier gibt's die Art auch in Massen, eigentlich eher schon nervig (wie z.B. auch der allgegenwärtige Hartriegel), aber kaum mal so ein gutes Exemplar.

Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
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avicenna
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von avicenna »

So hier mal ein Update ...
Ich hatte noch eine größere Felsenschale und so ergab es sich, dass ich nach einem Umsetzen die wunderbaren, feinen Haarwurzeln in einem ergiebigerem Erdangebot und mit einem ausgeglichenerem Standwinkel positionieren konnte. Ein Crataegus eingebettet in eine Kalksteinlandschaft ...passt doch irgendwie ...auch zur Farbe der Borke.
Läuft das jetzt unter Landscape ? oder ist das noch Solitär in einer Schale ...keine Ahnung.
Crataegen haben bei mir bislang noch nicht geblüht. Dieser macht nun den Anschein, dass sich Blütenknospen entwickelt haben. Könnt ihr mir sagen, ob ich dieses Jahr mit einer Blüte rechnen kann? ...Ich würd mich ja richtig bunt freuen ;-) ...

Ich hab keine Dornen gekappt ...gaaanz vorsichtig gedrahtet und nur wenige Blessuren davon getragen ...;-)

seht selbst ...

saludos
avicenna
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feinstes Wurzelwerk ...
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die neue Felsenschale ...
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nach dem Einsetzen und dem Auflagen von Felsmodulen ...
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Ein wenig Moos dazu und es so ausschauen lassen als würden Felsen nur mit ihren Spitzen aus dem Boden ragen ...
Ein wenig Moos dazu und es so ausschauen lassen als würden Felsen nur mit ihren Spitzen aus dem Boden ragen ...
alle Äste durchgedrahtet ...
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dann entgegen des Uhrzeigersinns gedreht ...
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die Rückseite ...
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dann nochmal um 90 Grad gedreht ...
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die Knospen ...er ist über und über voll davon ...
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vermeintliche Blütenknospen ?
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avicenna
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von avicenna »

und dann noch ein paar ...
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Bonsai-Bene
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von Bonsai-Bene »

Wow, finde ich für einen Cratargus wirklich gut. Am Nebari kann wohl noch etwas gearbeitet werden...
Allerdings habe ich mich an deinen Felsenschalen langsam satt gesehen. Nichts gegen die Schalen, die finde ich allein für sich wirklich gut gemacht aber für jeden Baum?
MfG Benedict

Versuche nicht wie der Meister zu sein, sondern suche nachdem was der Meister sucht!
Kanna
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von Kanna »

Sehr schön.

Oben nur noch etwas breiter. Aber gute Entwicklung.

Grüße
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avicenna
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von avicenna »

Bonsai-Bene hat geschrieben:Allerdings habe ich mich an deinen Felsenschalen langsam satt gesehen. ... mir geht es so bei den herkömmlichen Schalen ;-) ... ... aber für jeden Baum?
Nicht unbedingt für jeden Baum ...aber siehe oben, für einen Baum mit Neigungsproblemen des Stammes und mit Nebarimängeln ...ich hab das oben beschrieben und auf den Seitenansichten ist das zu erkennen ...Pflanz mal einen solchen Baum in eine herkömmliche Schale ...wirkt völlig beschmiert und unnatürlich ...


saludos
avicenna
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Reiner K
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von Reiner K »

avicenna hat geschrieben:.Pflanz mal einen solchen Baum in eine herkömmliche Schale ...wirkt völlig beschmiert und unnatürlich ...
glaub ich nicht... :-D
LG Reiner
Das Ziel ist das Ziel
AK Yamadorifreunde Schenefeld und
Meine kleine Webseite Neue Homepage!
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ChristianB
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von ChristianB »

Nicht unbedingt für jeden Baum ...aber siehe oben, für einen Baum mit Neigungsproblemen des Stammes und mit Nebarimängeln ...ich hab das oben beschrieben und auf den Seitenansichten ist das zu erkennen ...Pflanz mal einen solchen Baum in eine herkömmliche Schale ...wirkt völlig beschmiert und unnatürlich ...
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nie etwas zu "Felsenschalen" zu sagen...
aber ich finde die bessere Antwort auf die beschriebenen Probleme, als den Mangel zu kaschieren, wäre, am Nebari zu arbeiten und es zu verbessern, zumal es ja um einen Laubbaum in der ganz frühen Entwicklungsphase geht...
Ob man den Baum zur Zeit in eine Felsenschale, eine billige Chinaschale oder eine Holzkiste setzt, ist eigentlich unerheblich.
Aber einen solchen Baum kann man jährlich umtopfen durch entsprechenden Wurzelschnitt Stück für Stück verbessern, so dass er, wenn es soweit ist, auch mal in einen Bonsaischale passt.

Grundsätzlich finde ich, dass an dem Baum noch viel zu viele Äste sind und Du diese auch nicht weit genug zurück genommen hast.
Als groben Zukunftsplan würde ich die Äste, die wirklich nötig sind selektieren, jeden Trieb auf zwei Knospen zurück nehmen und dieses Vorgehen in den nächsten Jahren weiter fortführen. Als Ergebnis sollte in 10 - 15 Jahren eine annehmbare Feinverzweigung und eine Verjüngung der aufgebauten Äste vorhanden sein. ( bis dahin stimmt dann auch das Nebari *daumen_new* )
Erst Äste durchwachsen lassen, um sie zu verdicken und dann später eine Feinverzweigung aufbauen zu wollen, funktieniert fast nie mit ansprechenden Ergebnissen, wie ich aus leidvoller, eigener Erfahrung weiß :cry:

Den auf Bild 8 gut zu sehenden sich entwickelnden Substamm, würde ich komplett raus nehmen.
Die neu aufgebaute Stammverlängerung (Bild 9 und z.B. letztes Bild) würde ich auch weitestgehend zurück nehmen, da sonst keine Verjüngung in den Stamm zu bekommen ist, oder der Baum viel zu hoch wird.

Schönes, vielversprechendes Projekt!
Der Baum macht Dir sicher noch viel Spass!
Viele Grüße

Christian
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avicenna
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von avicenna »

Reiner K hat geschrieben:glaub ich nicht...
Hallo Reiner, na dann pflanz mal bei sichtbaren Nebariwurzeln in diesem Pflanzwinkel einen solch dicken Stamm in eine herkömmliche Schale und konstruiere eine glaubhafte Geschichte dazu ...wird schwierig werden. Der Baum kippt mit seiner gesamten Dicke aus der Schalenfläche heraus und du musst eine entsprechende Krone basteln ...Ich mein ...ne Alternative wäre vielleicht ne Halbkaskade oder so ...aber wirklich nu nicht mein Ding. ...
Oder du kommst mir jetzt mit Abmoosen oder Ablaktieren ...auch nicht so mein Ding ...
Wisst ihr ... mach isch Felsenschale pflanz Baum drauf ...mach ein auf landscape und gut iss ...gefällt mir ;-) *daumen_new* Kann ich kippen wie ich will und gut iss ;-)
saludos
avicenna
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avicenna
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von avicenna »

Hallo Christian,
vielen Dank für deine Bemerkungen zum Baum ...lass mich folgendes erwidern ...
ChristianB hat geschrieben: die bessere Antwort auf die beschriebenen Probleme, als den Mangel zu kaschieren, wäre, am Nebari zu arbeiten und es zu verbessern, zumal es ja um einen Laubbaum in der ganz frühen Entwicklungsphase geht...
Am Nebari kann ich weiterhin arbeiten vielleicht kann ich Ablaktieren etc. ...und das auch in der Felsenschale. Ich will mich jedoch währenddessen an dem Baum und seinem Erscheinungsbild erfreuen und ihn nicht in einen Topf setzen, ihn drastisch zurückschneiden um eine reife Feinverzweigung oder ein evtl. schalentaugliches Nebari aufzubauen ...was in der späten Zukunft dann vielleicht erst zu erreichen wäre ...
ChristianB hat geschrieben: ... als Ergebnis sollte in 10 - 15 Jahren eine annehmbare Feinverzweigung und eine Verjüngung der aufgebauten Äste vorhanden sein. ( bis dahin stimmt dann auch das Nebari
..soso ...na das geht ja noch ...dann kann ich ihn endlich guten Gewissens in eine Bonsaischale setzen ... will ich das überhaupt ? ...s.o. ...mich langweilen solche Arrangements eher ...
ChristianB hat geschrieben:einen solchen Baum kann man jährlich umtopfen durch entsprechenden Wurzelschnitt Stück für Stück verbessern, so dass er, wenn es soweit ist, auch mal in einen Bonsaischale passt.
.... s.o. ...
ChristianB hat geschrieben:Erst Äste durchwachsen lassen, um sie zu verdicken und dann später eine Feinverzweigung aufbauen zu wollen, funktioniert fast nie mit ansprechenden Ergebnissen,
soso ...na dann, alles zurückschneiden auf 2 Knospen, die evtl. Blüte verwerfen und 10 -15 Jahre warten ... na ob das eine bessere Alternative wäre stelle ich mal zur Diskussion ;-)
Wenn du einen solchen Perfektionismus und eine solche Geduld für deine Bäume aufbringst ...Respekt dafür , aber meins ist das nicht ...


saludos
avicenna
Zuletzt geändert von avicenna am 03.03.2015, 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
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bonsaiheiner
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von bonsaiheiner »

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Heiner
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Re: Crataegus auf F.-schale

Beitrag von avicenna »

:) und jeder Vater seinen Kater ? :) *daumen_new*
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