Abgesang auf Akadama?

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manuu29
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von manuu29 »

Das weiss ich jetzt auch

Laut Vorbesitzer stand die die letzten 20 Jahre in akadama ich wollt sie im Frühjahr in modernes Substrat setzen

Gruss manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
Yami
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Yami »

Meiner Meinung nach sollte man aus der Frage nach der richtigen Erde keine Glaubensfrage machen. Jedem sei seine Erde und der durch diese erzielte Erfolg gegönnt.
Selbst habe ich nur die besten Erfahrungen mit Akadama und kenne hunderte Bonsaianer denen es auch so geht. Natürlich mische ich auch mit anderen Substraten, aber mein persönlicher Favorit als Grundsubstrat ist Akadama in Verbindung mit starker organischer Düngung.

Einzelne Beispiele für die Abwertung eines bewährten Substrates zu verwenden erinnert mich immer daran, dass meiner Beobachtung nach, die meisten Raucher mindestens einen sehr alten Menschen kennen, der selbst stark geraucht hat und nie krank war... die ganzen negativen Beispiele werden dabei gepflegt verdrängt oder unter den Teppich gekehrt...

Liebe Grüße
Martin
Frühlingstage am 06./07.04.13 - bringt eure Bäume mit!
Infos unter: http://www.bonsai-sturm.de
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Amadeus
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Amadeus »

... heute beim Umtopfen gesehen und es passt gut hierher.

2 Schichten Akadama - nur in verschiedenen Zerfallsstadien oben altes verdichtetes - unten 2 Jahre altes Akadama und dann schaut euch die Wurzeln an ...

Am Akadama ansich liegts nicht, dass oben alles dunkel und unten alles frisch hell ist, sondern einzig und allein an der Verweildauer des Substrats im Pot.
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2013 (5).JPG
oben feste Lehmpampe, völlig verdichtet ohne Chance auf Wasser, Sauerstoff und Wurzelwachstum unten offenporig mit einer Unmenge feiner Faserwurzeln - wie gesagt 2 x Akadama
oben feste Lehmpampe, völlig verdichtet ohne Chance auf Wasser, Sauerstoff und Wurzelwachstum unten offenporig mit einer Unmenge feiner Faserwurzeln - wie gesagt 2 x Akadama
Viele Grüße
Holger

Ein kritisches Hinterfragen der eingestellten Bäume ist ausdrücklich erwünscht.
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Josef Knieke
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Josef Knieke »

Bei reglmäßigem Substratwechsel absolut unproblematisch!

Hier eine Heckenkirsche nach 2 Jahren im puren Akadama!



LG

Josef
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Heike_vG
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Heike_vG »

Sehr schöne, anschauliche Beispiele, Holger und Josef! *daumen_new*
Amadeus hat geschrieben:Am Akadama ansich liegts nicht, dass oben alles dunkel und unten alles frisch hell ist, sondern einzig und allein an der Verweildauer des Substrats im Pot.
MEIN REDEN! :-D

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
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Dirk K. aus L.
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Tach auch!
Heike_vG hat geschrieben:
Amadeus hat geschrieben:Am Akadama ansich liegts nicht, dass oben alles dunkel und unten alles frisch hell ist, sondern einzig und allein an der Verweildauer des Substrats im Pot.
MEIN REDEN! :-D
Diese Logik erschließt sich mir nicht! Bei Blähton oder Bims ist solch ein mechanischer Zerfall nicht zu befürchten! Auch nach 10 Jahren ohne Umtopfen nicht! Warum also sollte ich mit Akadama dieses Risiko eingehen. Warum?

Heike,

dass du mit Akadama so gut fährst, liegt wohl nicht zuletzt daran, dass deine Bäume aufgrund deiner überaus sorgfältigen Überwinterung kaum Frost ausgesetzt sind. Somit bliebt dein Akadama natürlich stabil.

Und noch etwas: extremere Beispiele sieht man bei Import-Bäumen, besonders bei Kiefern, die viele, viele Jahre nicht umgetopft wurden. Da bildet sich regelrecht "Lehm-Stein", den man kaum noch entfernt bekommt, ohne die Wurzeln zu schädigen.


Grüße, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
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Martin_S
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Martin_S »

Dirk K. aus L. hat geschrieben:.....Und noch etwas: extremere Beispiele sieht man bei Import-Bäumen, besonders bei Kiefern, die viele, viele Jahre nicht umgetopft wurden. Da bildet sich regelrecht "Lehm-Stein", den man kaum noch entfernt bekommt, ohne die Wurzeln zu schädigen.
....
Faktisch haben aber diese Kiefern im Akadama all die Jahre ja irgendwie überlebt....Kann das ja als Substrat so schlecht nicht gewesen sein, oder?

Ich habe diverse Beispiele aus meiner eigenen Sammlung, wo Bäume oftmals ein paar Jahre im Akadama standen, respektive noch stehen. Feldahornwald, Apfelbaum, Mammutbaum, Fichte, Birke..... Denen geht es eigentlich ganz gut.....
ABER!
Ich will auch nicht in Abrede stellen, dass andere Substrate nichts taugen! Nein, nein! Da gibt es schon tolle Sachen (reiner Bims und Eiben oder Kiefern gehen bei mir ab wie Pommes!) und dann sehe ich das schon so'n bisschen vor dem Hintergrund, dass es unnötig erscheint, Akadama um die halbe Welt zu schippern....
ABER²!
Ich bleibe dennoch beim Akadama, weil ich(!) damit bislang auch keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. :-D
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
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Heike_vG
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Heike_vG »

Dirk K. aus L. hat geschrieben:Diese Logik erschließt sich mir nicht! Bei Blähton oder Bims ist solch ein mechanischer Zerfall nicht zu befürchten! Auch nach 10 Jahren ohne Umtopfen nicht! Warum also sollte ich mit Akadama dieses Risiko eingehen. Warum?
Dirk, bei meinen Versuchen mit Blähton und Lava in der Vergangenheit gediehen meine Bäume nicht zufriedenstellend, das Substrat blieb immer zu nass. Ein Rocky-Mountain-Wacholder ist mir eingegangen und andere haben vor sich hingemickert. Da nutzt mir die Formstabilität dann gar nichts. Deswegen habe ich persönlich hier unter meinen Bedingungen diese Versuche aufgegeben. Bims verwende ich schon, aber nur selten pur (höchstens bei Kiefern-Yamadori).
Was sich mir nicht erschließt ist, warum man 10 Jahre nicht umtopfen will. Ich bin Hobbyist und beschränke meine Anzahl Bäume auf das, was ich gewissenhaft pflegen und auch zeitgerecht umtopfen kann. Die meisten Bäume topfe ich nach zwei Jahren um, einige große Bäume oder auch ein paar bestimmte Arten nach 3 Jahren, solche mit besonders starkem Wurzelwachstum jährlich. Nach meinen Erfahrungen halte ich die Bonsai damit immer bei guter Vitalität. Bei längeren Umtopfintervallen ist das - immer hier unter meinen Bedingungen betrachtet - nicht gegeben. Außerdem arbeite ich gerne kontinuierlich am Nebari - warum also lange Jahre darauf verzichten?
Dirk K. aus L. hat geschrieben:Heike, dass du mit Akadama so gut fährst, liegt wohl nicht zuletzt daran, dass deine Bäume aufgrund deiner überaus sorgfältigen Überwinterung kaum Frost ausgesetzt sind. Somit bliebt dein Akadama natürlich stabil.
Das trifft auf einen Teil meiner Bäume zu. Die anderen, frostfeste Arten wie Weißdorn, Birke, Ginkgo, Feldahorn, Lärche, heimische Kiefern, Bergahorn, Berberitze, Zelkowe etc. überwintern unter dem Dachüberstand an der Hauswand und frieren sofort durch, wenn es entsprechend kalt wird. Sie sind nur vor zu viel Niederschlag geschützt. Dennoch macht das Akadama in der Substratmischung (wie gesagt benutze ich Akadama selten pur) nicht die geringsten Schwierigkeiten bei Umtopfintervallen von 2 - 3 Jahren.
Wichtig ist übrigens auch, beim Umtopfen das Akadama nicht zu festzustopfen, um die Körner nicht gleich zu zerquetschen.
Dirk K. aus L. hat geschrieben:Und noch etwas: extremere Beispiele sieht man bei Import-Bäumen, besonders bei Kiefern, die viele, viele Jahre nicht umgetopft wurden. Da bildet sich regelrecht "Lehm-Stein", den man kaum noch entfernt bekommt, ohne die Wurzeln zu schädigen.
Solche Bäume kaufe ich speziell im Bezug auf Kiefern grundsätzlich nicht. Sie sind schlicht und einfach vernachlässigt bzw. haben schon die Vorbesitzer nicht rechtzeitig den Mut aufgebracht, den Wurzelballen zu sanieren. Das birgt bei Kiefern ein besonderes Risiko.
Bei Laubbäumen ist es nicht ganz so heikel, da habe ich ja schon ein paar wieder saniert. Der "Lehm-Stein" muss gut durchnässt werden und dann ist es eine Geduldsarbeit, den Schmierkram rauszuwaschen und vorsichtig mit Holzstäbchen herauszukratzen. Geht aber sogar meist einfacher als den Ballen eines Yamadori-Rohlings zu säubern.

Liebe Grüße,

Heike
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Dirk K. aus L.
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Hallo, Heike!

Danke für deine ausführliche Erläuterung. *daumen_new*

In deinem Fall heißt es wohl: "Never change an runnig system!"

Schöne Grüße, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
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Kyrilla
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Kyrilla »

Mir als Anfänger geht es oft so,das ich vom Fachhandel Bäume bekomme,die in reinem Akadama stehen.
Ein Apfel mit extrem schlechten Feinwurzeln,ein Ahorn-das gleiche....
So daß ich einfach mische Akadame plus....
Aber schön ist das nicht.
Denn was nützt die beste Pflanze wenn unter der Deckschicht das Drama angeht.Nur gut,das ich keine Umtopfhemmung habe....
Stil ist richtiges Weglassen des Unwesentlichen.
Sanne
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Re: Abgesang auf Akadama?

Beitrag von Sanne »

Hallo,

ich hole mal den Thread wieder hervor. Seit ein Paar Tagen bin ich fleißig am Umtopfen und muss sagen, nach 1-jähriger Erfahrung mit der neuen Engermischung „Terrasaisol“ bin ich absolut zufrieden damit. Beim Apfelbaum, Eiche, Feldahorn und Spindelstrauch, die durstiger sind, habe ich dieses Substrat verwendet. Den Bäumen geht es gut, sie treiben viele Knospen aus und haben gute Wurzeln gebildet innerhalb eines Jahres. Weiterhin verwende ich aber auch noch Akadamamischungen für andere Bäume wie Ahorne, Nadelgehölze etc.

Wie sind eure Erfahrungen mit Terrasai bis jetzt? Würde mich interessieren und würde mich über Antworten freuen.

Schöne Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
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