Restaurierung eines Fächerahorns

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Bernd Schreiner
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Bernd Schreiner »

Walter,
so meinte ich das nicht, auf weniger als ein oder zwei Knospen schneidest Du ja auch nicht zurück,
es sei denn, den ganzen Trieb.
Mein Gedanke war eher der Zeitpunkt im Frühjahr.
Vielen Dank für Deine Mühen.

Gruß, Bernd
Sage nicht immer, was Du weißt, aber wisse immer, was Du sagst.
Matthias Claudius
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Bonsai-Bene
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Bonsai-Bene »

Dem was Walter hier beigetragen hat kann ich als angehender Baumschulmeister einfach nur zustimmen! Es ist einfach die Logik der Botanik ganz einfach, nur wollen es viele einfach nicht glauben. Naja ich kann Walter als Gärtner nur Respekt zollen für soviel gärtnerisches Verständnis! Schade dass es solche Leute die sich mit der Materie beschäfftigen bald nicht mehr geben wird, zumindest in der "Normalbevölkerung" selbst in meinem Beruf werden diese weniger.
MfG Benedict

Versuche nicht wie der Meister zu sein, sondern suche nachdem was der Meister sucht!
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xistsixt
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von xistsixt »

Danke Schön Walter


Muss ich in diesem Jahr mit meinem Arakawa probieren... ich hatte auch das Gefühl die Pinziererei zehr an seinen Kräften... hab ihn letztes Jahr ganz frei durchtreiben lassen


Gruss Vali
"Character is like a tree and reputation like a shadow.
The shadow is what we think of it; the tree is the real thing."

- Abraham Lincoln
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Walter Pall
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Walter Pall »

Die letzten zwei Bilder habe ich ausgetauscht, nachdem der Ahorn in einen neue Schale von Walter Venne kam. Die finde ich sehr gut. Ausserdem sind die Fotos besser.
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Bild 21: 2013-02: Langsam wird das so wie es ein sollte. Die Krone wirkt gut ausgeglichen, die gesamte Gruppe sieht so aus, als wäre sie ganz von selbst so anmutig gewachsen. Das bringt viel Betrachter auf die Idee, das man so etwas durch möglichst wenig Eingriff erreicht. Die bisherige Entwicklung lehrt das Gegenteil: Nur durch kräftige ganz gezielte Eingriffe über viele Jahre entsteht so eine natürlich wirkende Gestalt.
Bild 21: 2013-02: Langsam wird das so wie es ein sollte. Die Krone wirkt gut ausgeglichen, die gesamte Gruppe sieht so aus, als wäre sie ganz von selbst so anmutig gewachsen. Das bringt viel Betrachter auf die Idee, das man so etwas durch möglichst wenig Eingriff erreicht. Die bisherige Entwicklung lehrt das Gegenteil: Nur durch kräftige ganz gezielte Eingriffe über viele Jahre entsteht so eine natürlich wirkende Gestalt.
Bild 22: 2013-02: Der Baum wurde in eine Schale von Walter Venne umgesetzt, die ihm sehr gut passt. Das Ergebnis der bisherigen Entwicklung ist ja nun schon gut vorzeigbar. Aber es ist noch lange nicht das Ende der Entwicklungsarbeit. In fünf Vegetationsperioden hat sich einiges geändert. Die Arbeit geht jedoch so wie bisher weiter. In weiteren fünf  Jahren wird das  noch einmal besser sein. Der Preis dafür ist, dass der Baum über weiteste Zeiträume nicht wirklich vorzeigbar sein wird.
Bild 22: 2013-02: Der Baum wurde in eine Schale von Walter Venne umgesetzt, die ihm sehr gut passt. Das Ergebnis der bisherigen Entwicklung ist ja nun schon gut vorzeigbar. Aber es ist noch lange nicht das Ende der Entwicklungsarbeit. In fünf Vegetationsperioden hat sich einiges geändert. Die Arbeit geht jedoch so wie bisher weiter. In weiteren fünf Jahren wird das noch einmal besser sein. Der Preis dafür ist, dass der Baum über weiteste Zeiträume nicht wirklich vorzeigbar sein wird.
Zuletzt geändert von Walter Pall am 06.02.2013, 17:25, insgesamt 1-mal geändert.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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Manfred Jochum
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Manfred Jochum »

hallo Walter,

toller Baum, tolle passende Schale.
du schreibst: "Der Preis dafür ist, dass der Baum über weiteste Zeiträume nicht wirklich vorzeigbar sein wird"

Hoffentlich "vergräbst" du den Baum deswegen nicht in deinem stillen uneinsehbaren Gartenbereich.
Es gibt viele Leute, die gerade an solchen Zwischenständen hochgradig interessiert sind.
In der Tat findet man aber oft nur die Bilder der fertigen vorzeigbaren Bäumen im Netz. Der Weg dorthin ist aber nicht minder interessant, und sollte auch in Bildern dokumentiert und gezeigt werden.

Gruß Majo
der wirklich wichtigste Teil einer Arbeit, ist damit anzufangen.
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MarcoM
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von MarcoM »

Vielen Dank Walter, durch Deine Berichte lernt man mehr als durch jedes Buch !

Gruß
Marco
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fritze
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von fritze »

ich bin von diesem ergebnis auch begeistert, walter.
aber eine frage hätt ich doch.
der baum wurde von dir doch quasi wie rohmaterial behandelt.
warum hast du dann nicht die seite mit dem besseren nebari als vorderseite genommen?
hat der stamm im vordergrund gestört? war so der einblick in die gruppe besser?
liebe grüße
christian

Instagram: krachkunst_der_fritz
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Walter Pall
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Walter Pall »

Christian,

genau so war es. Die Gruppe ist deutlich besser von der von mir gewählten Seite. Da kann man auch nichts ändern. Auf den Fotos ist das nur sehr schwer sichtbar zu machen, das muss man in natura erleben.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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migo
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von migo »

Herzlichen Dank für diesen lehrreichen Bericht, Walter. Auch wenn ich meine Laubbäume noch nie pinziert habe, hast Du mir aber doch ein paar Dinge aufgezeigt, die ich verbessern kann - zB. der Schnitt Anfang August, den hab ich noch nie gemacht.
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
Werner
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Werner »

hallo walter,

solche dokus zeigen einem immer wieder, wie viel man aus "stinknormalen" bäumen rausholen kann - respekt!

eine sache verstehe ich aber nicht ganz, nämlich die anordnung der stämme. gerade aus dieser perspektive stehen sie fast direkt hintereinander, und nicht versetzt. wirkt das nur auf den fotos so, oder hast du da noch etwas vor? hat es einen grund, warum du den baum nicht um ein paar grad drehst, oder kann man die stämme vll nicht mehr wirklich verbiegen?
oder ist es einfach egal?

mfg,
werner
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Walter Pall
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Walter Pall »

Werner,

das ist die beste Perspektive wenn man den Baum von Nahe in natura vor sich hat. Auf dem Foto sieht das dann nicch ganz so toll aus. Ich mache alle meine Bäuem für die Naturansicht und nicht für eine zweidimensionale
Ansicht auf Fotos.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
MarcoW

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Beitrag von MarcoW »

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Zuletzt geändert von MarcoW am 05.01.2014, 12:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Walter Pall
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Walter Pall »

MarcoW hat geschrieben:Walter,

kann man das von dir beschriebene Vorgehen auch 1:1 auf eine Tilia Cordata anwenden ?
Ja klar.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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Kyrilla
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Kyrilla »

Vielen Dank für den Bericht.
Bestimmte Aspekte sprechen mir aus dem Herzen oder anders:es hat mich in Anleitungsliteratur für Bonsais intelektuell gärtnerisch gestört.
LG,Undine
Stil ist richtiges Weglassen des Unwesentlichen.
Zinita
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Re: Restaurierung eines Fächerahorns

Beitrag von Zinita »

Hallo,
die Methode macht wirklich von vorne bis hinten Sinn.
Ich frage mich nur wie das ganze bei einem Immergrünen Baum aussehen könnte. Zum Beispiel ein chin. Liguster.

6-8 Wochen wachsen lassen ist ja kein Problem
danach auf die Silhouette schneiden um einne starken Neuaustrieb zu fördern ist auch Sinnvoll und der teilweise Blattschnitt auch

aber dann ? auch im August das zweite mal schneiden? Denn die Äste müssen ja nicht Winterhart werden und zwischen Oktober und März verliert der Baum keine Blätter. Also wie im Baumportrait im Frühjahr nochmal kräftig zurück schneiden? Irgendwann noch einen Blattschnitt einbauen? Daran hänge ich grade in der Überlegung.

Gruß
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