Im Moment sehe ich die größere Gefahr an den tiefgekühlten Schalen festzufrieren und bis zum Ende der Woche daran hängen zu bleiben. Dann soll es nämlich Tauwetter geben.
ja, wieder mal die bange Frage, ob es wohl alle Bäumchen geschafft haben, obwohl - wie alle Jahre - sich das Wetter wieder mal nicht typisch verhalten hat, another crazy winter...
Wie schon beim "Herbstumtopfen" kurz geschrieben: wahrscheinlich müsste man mal konkret mit einem Temperaturfühler den Temperaturverlauf in verschiedenen Substraten und an verschiedenen Standorten bestimmen. Baumwurzeln sind grob gesagt - mit wenigen Ausnahmen - ziemlich frostempfindlich und sie härten nicht ab, soweit ich die Literatur kenne.
Da könnte z.B. auch die Empfindlichkeit frisch getopfter Bäume her rühren: wenn frisch getopft ist, ist das Substrat generell "offener" und hält - vermute ich mal - seine Temperatur schlechter, hat noch keine Biofilme auf den Partikeln etc..
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
ich will seit drei Wochen umtopfen und traue mich nicht. Meine Bäume sind fast alle noch im Winterlager, außer die Erlen; die haben aber so fette Wurzelballen, da wird der äußere Bereich beim Umtopfen sowieso abgesäbelt.
Die Vorhersage sieht in der ganzen Zeit so aus, dass es nachts Frost gibt mit der Aussicht auf einen Temperatursprung in den Plusbereich in den nächsten 5-7Tagen. Und daran ändert sich nichts, ich glaube die verwenden Tag für Tag dasselbe Bild Jetzt ist wieder eine Woche mit Nachttemperaturen bis -4°C vorhergesagt. Der Zeitpunkt zum Umtopfen im Frühjahr kommt mir immer unsinniger vor.
Ich warte jedenfalls, bis es nachts keine Minusgrade mehr gibt.
Ich hab meinen Ahorn vor 2 Wochen aus dem Mastbeet ausgegraben und mit radikalem Wurzelschnitt in eine Flache Holzkiste gepflanzt, er steht jetzt im unbeheizten Gewächshaus, Bodenfrost gabs bislang im Häuschen keinen glücklicherweise...trotzdem habe ich kein gutes Gefühl.
Aber solange das Substrat nicht unter 0 geht sollte bei heimischen Arten ja nichts passieren oder?
warum willst du denn unbedingt seit drei Wochen schon umtopfen? Haben die Bäume schon ausgetrieben?
"Umtopfen im Frühjahr" bedeutet nicht, dass am 1. März schon umgetopft werden muss. Der Frühling hat erst letzte Woche überhaupt angefangen (zumindest laut Kalender) und dauert 3 Monate.
Da darf man sich nicht an einen festen Termin halten, jedes Jahr ist anders. Du musst dir die Bäume anschauen, die sagen dir wann es soweit ist. Umgetopft wird erst wenn sie gescheit austreiben.
Das kann je nach Region völlig unterschiedlich sein, sogar Bäume der gleichen Art, obwohl sie nebeneinander stehen, können sich da um 1-2 Wochen unterscheiden.
Bei mir steht auch noch alles im Winterquartier, die Knospen schwellen gerade erst an. An Umtopfen denke ich da bis Mitte April noch gar nicht.
Wenn es dann nach dem Umtopfen nochmal Frost gibt musst du halt aufpassen und die Bäume reinstellen oder sonstwie schützen. Das würde ich dann aber auch mit denen machen die nicht umgetopft wurden, besonders bei empfindlichen Spezies. Sobald der Austrieb da ist wird der Frost gefährlich.
@Stefan: Ob frisches Substrat wirklich so viel schlechter isoliert? Könnte man natürlich (wie so vieles) ausprobieren. Ich vermute aber das sowohl altes als auch neues Substrat in den ersten paar Stunden einer ordentlichen Frostnacht durchfrieren.
Frostschäden sind Trockenschäden. Nach dem Umtopfen sind weniger Wurzeln da, also bekommt der Baum auch weniger Wasser.
@Christoph: Auch hier die Frage: Warum jetzt schon? Wenn ich jetzt versuche mein Gemüsebeet umzugraben ist der Boden in der Tiefe noch gefroren. Naja, jetzt ist er schon ausgegraben, halt ihn auf jeden Fall frostfrei, dann passiert nichts. Im Gewächshaus auch darauf achten dass es ihm nicht zu warm wird und das Substrat immer schön feucht bleibt.
Andreas R. hat geschrieben:
Frostschäden sind Trockenschäden. Nach dem Umtopfen sind weniger Wurzeln da, also bekommt der Baum auch weniger Wasser.
Hi Andi - und genau das glaube ich eher nicht. Ich denke, die Wurzeln waren bei Schäden schlecht isoliert, mussten zu harte Temperatursprünge mitmachen, waren schon früher frostgeschädigt etc.. Das meine ich z.B. daran zu erkennen, dass z.B. Birkenwurzeln auch bei Rückschnitt und Spätfrost viel besser durchhalten.
Und: Bäume gehen - zumindest bei mir - bei Frostschäden immer von der Wurzel her kaputt. Sie frieren nie von oben zurück etc., sondern machen immer ratzeputz die Kratze.
Auf die Sache mit dem lockeren Substrat komme ich, weil die Probleme mit dem Überwintern bei mir erst mit dem Umstellen auf modernes Substrat anfingen. Davor - mit eher "Naka-artigen" Substraten - gab's so ein Geschwächel einfach nicht. Und der Hauptunterschied ist doch irgendwie die hohe Durchlässigkeit.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Andreas R. hat geschrieben:
@Christoph: Auch hier die Frage: Warum jetzt schon? Wenn ich jetzt versuche mein Gemüsebeet umzugraben ist der Boden in der Tiefe noch gefroren. Naja, jetzt ist er schon ausgegraben, halt ihn auf jeden Fall frostfrei, dann passiert nichts. Im Gewächshaus auch darauf achten dass es ihm nicht zu warm wird und das Substrat immer schön feucht bleibt.
Die Knospen sind angeschwollen, ich vermute mal das die Mulchfolie das ganze ungünstig beschleunigt hat...auf alle Fälle ist der Acer wesentlich weiter als alle anderen Gehölze bei mir im Garten.
Und letztendlich muss ich mich noch gedulden lernen übereiltes Handeln ist leider meine Handschrift in jeder Beziehung
Wenn die Knospen erst schwellen ist es zu früh. Vom deutlichen Schwellen der Knospen bis zum tatsächlichen Austrieb dauert es Wochen, vor allem wenn es nochmal so kalt wird wie jetzt.
Was den idealen Zeitpunkt angeht gibt es bestimmt verschiedene Meinungen, aber vor Mausohr wird das bestimmt keiner machen.
Bei Ahörnern mache ich es so:
Einige Tage nach dem Mausohrstadium (je nach Temperatur sind das mehr oder weniger Tage) schauen die neuen Blätter ca. 1cm aus der Knospe raus (ich meine jetzt bei Dreispitz, kleinblättrige Palmatum entsprechend weniger und Feldahorn etwas mehr, wobei sich das bei letzterem je nach Blatt- und Knospengröße sehr unterscheiden kann) und sehen noch so halb zusammengefaltet aus. In diesem Zustand bleiben sie dann einige Zeit bzw. es geht langsamer voran, wahrscheinlich weil der Turgordruck nicht mehr zum weiteren Herausschieben ausreicht und von da an das Wachstum so richtig anläuft.
Das ist dann der Zeitpunkt wo ich umtopfe. Ein paar Tage hin oder her spielen keine Rolle, man muss ja auch erstmal Zeit haben zum Umtopfen.
kann mir jemand sagen, wie das beim Umtopfzeitpunkt der Kastanie aussieht? Die soll ja ca. Ende April/Anfang Mai umgetopft werden. Zeigt sie zu der Zeit schon kleine Blätter?
Schöne Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume… (Zitat von Gisela V.)
Das ist jetzt aber kein Ahorn sondern ein... Apfelbaum?
Interessant dass er unten schon viel weiter ist wie oben. Kommt der untere Trieb aus der Unterlage? Sieht aber auch eher aus wie ein Blühtrieb (wenn es denn ein Apfel oder sowas ähnliches ist).
Wenn ich mir die untersten Knospen anschaue sind die fast schon zu weit, die oberen sind leider etwas unscharf aber soweit ich das erkennen kann würde ich bei denen fast noch etwas warten.
Nicht gerade ein perfektes Beispiel...
Braucht der überhaupt Umtopfen? Das Substrat sieht doch noch ganz gut aus.
Sanne, auch bei der Kastanie gilt: nicht in den Kalender schauen sondern den Baum anschauen. Die Knospen müssen schon aufgegangen sein und man erkennt winzige Blättchen die sich hinausstrecken.